Sonnenlichtgrenzen im Dezemberfrost

Schon einmal habe ich hier im Blog über die „Frostgrenze im Kleinen“ geschrieben.

In den letzten Tagen waren solche wieder vielfach zu beobachten, weil der nächtliche Raureif tagsüber teilweise wieder taute, aber meist nur dort, wo genug Sonnenlicht auf den Boden fiel.
In einem Wiesental am Waldrand z. B. war am späten Nachmittag die nach Norden geneigte Talseite vereist/bereift und weiß, die nach Süden gerichtete (Sonnen-)Seite dagegen grün:

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Foto 1: Wiesental im Mendener Stadtforst Waldemei; Dezember, 2. Advent, 2016; später Nachmittag

Aus der Nähe betrachtet erkennt man jedoch, dass diese „Frostgrenze“ keine scharfe Linie am Boden bildet, sondern dass es  einen allmählichen „ausgefransten“ Übergang gibt:

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Foto 2: das Wiesental aus Foto 1 im Längsblick

Auf Foto 2 hinten bzw. oben erkennt man, dass auch die (relative) Dunkelheit im Schatten täuscht. Denn außerhalb davon gab es noch eine Weile viel Sonnenschein, was auf dem nächsten Bild mit sonnenbeleuchteten Fichten über einer beschatteten Lichtung gut zu sehen ist:

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Foto 3: im Mendener Stadtforst Waldemei; 2. Advent 2016, später Nachmittag

Natur, Dichtkunst und Naturkunst im Wildwald

Am Vorabend des ersten Advent 2016 bei einem Besuch des Wildwald Voßwinkel zwischen Menden (Ortsteil Oesbern) und Arnsberg (OT Voßwinkel) herrschte ruhiges und trockenes Novemberwetter. Es war weder zu mild noch zu kalt für die Jahreszeit, es war trocken, mal neblig-trüb, mal heiter.

In den etwas abgelegeneren Teilen des Wildwalds gibt es mehrere Bereiche, die heutzutage weitgehend der Natur überlassen sind, wo u. a. umgefallene Bäume liegen bleiben:

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Foto 1: im sog. „Urwald“ des Wildwalds Voßwinkel (bei Arnsberg, nordwestl. Hochsauerlandkreis); 26.11.16

Aber selbst hier gibt es Spuren  menschlicher Kunst (im allerdings allerweitesten Sinne) in Gestalt von (Namens-)Einritzungen im Baumstamm.

Deutlich höhere Sprach-Kunst findet sich entlang der Rundwanderwege, wo man verstreut Dichtersprüche u. a. Zitate mit Natur- und Waldbezug in kleinen Tafeln angebracht hat:

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Foto 2: im Wildwald Voßwinkel, am Rundwanderweg West; 26.11.16

Auf dem Glasdach des (Wetterschutz-)Unterstandes im „Urwald“ des Wildwalds hat die herbstliche Natur selbst ein kleines Kunstwerk aus Blättern, Früchten usw. geschaffen:

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Foto 3: Laub, Samen und Früchte von Buche, Ahorn, Birke, Eiche u. a. auf dem Glasdach des Unterstandes im „Urwald“ des Wildwalds Voßwinkel; 26.11.16

Lüneburger Heide – Allgäuer Alpen: Blick hinauf, Blick hinab

Eigentlich wollte ich diesmal wieder einen Artikel mit Vergleich zwischen einem meiner ganz alten Digitalfotos und einem aktuellen Bild bringen. Dabei stieß ich wieder auf die Bilder des Oberallgäu-Urlaubs aus Juni 2003. Die brachten mich dann aber auf einen Vergleich zwischen (Hoch-)Gebirge und (hügeligem) Flachland sowie zwischen Frühsommer und Spätsommer.

Denn den Allgäu-Bildern voran stelle ich Fotos aus der Lüneburger Heide von Ende August 2006:

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Foto 1: Blick vom Wilseder Berg in der Lüneburger Heide, 31. August 2006

Obwohl die Lüneburger Heide zum Norddeutschen Tiefland gehört, ist es hier alles andere als platt, denn in den Eiszeiten wurde ein bewegtes hügelig-welliges Relief geschaffen.
An den Hagebutten im Vordergrund und den intensiv purpurfarbenen Blüten des Heidekrauts erkennt man, dass das Bild in der schönsten Jahreszeit der Heide entstanden ist, dem Spätsommer.

Das zweite Foto zeigt den Blick von „unten“ hinauf zum Wilseder Berg:

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Foto 2: Lüneburger Heide, Blick zum Wilseder Berg; 31. August 2006

Nun wechseln wir ins Jahr 2003, in den Frühsommer und ins Hochgebirge. Es geht in die Allgäuer Alpen bei Oberstdorf:

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Foto 3: in den Allgäuer Alpen, südwestlich von Oberstdorf; Juni 2003

Der Unterschied zum – wenn auch hügeligen – Tiefland ist natürlich nicht übersehbar. Höhenunterschiede von über 1000 m und Felsen bestimmen hier das Bild.
Der Blick aus dem Tal nach oben erreicht hier den Himmel wesentlich höher/später als in der Heide:

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Foto 4: Gegenblick (bergauf) zu Foto 3, Allgäuer Alpen bei Oberstdorf; Juni 2003

Wald an Ort und Stelle: Februarschnee und Novemberlaub

Zurzeit vermischen sich Herbst und Winter. Das Laub ist zum Teil noch bunt und auf den Bäumen, es ist aber auch gleichzeitig empfindlich kalt und in vielen Bereichen Mitteleuropas gab es Schnee.
Aus diesem „Witterungsanlass“ zeige ich heute diese beiden Jahreszeiten getrennt, und zwar am Beispiel derselben Waldstelle im Lahrwald in meiner Heimatstadt Menden (Sauerland).

Es geht los mit einem sonnigen Tag Mitte Februar, als es in der Nacht zuvor Neuschnee gegeben hatte:

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Foto 1: im Lahrwald bei Menden/Sauerland, 16. Februar 2016, später Vormittag

Am 1. November (Allerheiligen) machte ich im vollherbstlichen Wald an derselben Stelle ein Foto bei milden Temperaturen, aber etwas weniger Sonne als im Februar:

Vergleichs-Foto zu P1030772 v. 16.02.16

Foto 2: (fast) gleicher Bildausschnitt wie Foto 1; 1. November 2016, später Vormittag

Schneller Laubfall Ende Oktober – Anfang November 2016

Seit langem zeige ich mal wieder den Fensterblick aus der Anfangszeit dieses Blogs, zumal es sich jetzt im Herbst mit dem Feldahorn besonders lohnt.

Noch gut 1 Woche vor Ende Oktober hing der Baum voller Laub, das außerdem erst zum Teil verfärbt war:

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Foto 1: 23. Oktober 2016, mittags

Am 1. November (Allerheiligen) war bereits alles leuchtend gelb und viele Blätter waren gefallen:

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Foto 2: 1. November 2016, vormittags

Schon einen Tag später, nach starker Abkühlung und einigem Wind, kam noch einmal eine ganze Menge Laub herunter:

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Foto 3: 2. November (Allerseelen) 2016, nachmittags

Kranichzug und ein Blog-Überblick

Nach über 4 Jahren habe ich nun  auch für das Jahrestageszeitenbuch (also deutlich später als für meinen Menden-Blog) eine etwas systematischere Übersicht angelegt, weil die Blog-„Bordmittel“ Kategorien und Schlagwörter das alleine nicht leisten können …

Den Inhalts-Überblick gibt es dauerhaft (und aktuell) als Blog-Seite, die über die Menüleiste zwischen dem Blog-Titel und der Artikel-Überschrift aufgerufen werden kann.

Der Überblick soll ein Wegweiser sein, aber kein vollständiges und perfektes Inhaltsverzeichnis. Es ist also ein bisschen so wie mit dieser nicht ganz (form-)vollendeten Formation von Kranichen auf dem Zug, die ich gestern fotografiert habe:

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Kraniche auf dem Zug ins Winterquartier; über Menden/Sauerland, am 30.10.16, früh nachmittags; zum Vergrößern anklicken!

I. Jahreszeiten allgemein – Ursachen und Entstehung

II. Blicke in die „Gegen-Jahreszeit“:

III. Rückblenden in Vorjahr(e)

Außer den besonderen Rückblicken in die Gegen-Jahreszeit gibt es auch die „klassischen“ Rückblenden um 1 Jahr bzw. x Jahre zurück:

IV. Jahresrückblicke

Einen „echten“ Jahresrückblick gibt es bisher nur für 2015:

V. Orte und Regionen

Eigentlich und hauptsächlich geht es im Jahrestageszeitenbuch (natürlich) um Zeit(en).
Wo aber Orte, Regionen, Gegenden, Städte usw. im Mittelpunkt oder Vordergrund stehen, sind die Beiträge dazu unter der Kategorie –> Ortsdinge zu finden.

Besonders häufig kommt darin das heimische –> Sauerland zum Zuge, aber auch genug andere Ecken sind dabei, z. B. das Allgäu oder Norwegen.

VI. Tiere und Pflanzen (Flora und Fauna), Felsen/Steine und Technik

VII. Blick nach unten und ganz oben

VIII. Fotovergleiche – Gegenüberstellungen, alt und neu u. a.

—> in Kategorie –> Fotovergleiche

IX. Touren und Ausflüge

Viele Bilder und Berichte sind auf Spaziergängen, Wanderungen, Tages- oder Urlaubstouren entstanden.
Sie alle sind unter der Kategorie –> Ausflüge zu finden.

Genauer und besser eingegrenzt sucht man aber unter Kategorien bzw. Schlagworten, z. B.:

X. Jahres- und Tageszeiten usw.

Selbstverständlich lässt sich das Jahrestageszeitenbuch auch gezielt nach einer bestimmten Jahres- oder Tageszeit o. ä. durchsuchen:

In vielen Beirägen kommen mehrere Jahreszeiten – oft im Vergleich – vor, manchmal auch alle vier:

Vom Touren- wieder zurück zum Jahreszeitenvergleich

Meinen über 12 Beiträge gelaufenen Tourenvergleich Niederrhein – Hochsauerland setze ich in der bisherigen Form nicht mehr fort. Aber in diesem Überleitungs-Artikel baue ich noch mal Bilder beider Touren ein …

Ausgehend vom sonnigen November-Anfang 2015 mache ich einen fürs Jahrestageszeitenbuch ganz klassischen Bilderrundgang durch die vier Jahreszeiten.

Auf meiner Radtour am Niederrhein von Neuss nach Dormagen kam ich am sog. Silbersee vorbei. Das ist eine ehemalige Kiesgrube, die zwischen dem Rhein und einem Industriegebiet liegt:

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Foto 1: „Silbersee“ zwischen Neuss und Dormagen am Niederrhein (NRW); 2. November 2015, früh nachmittags

Gut ein Vierteljahr später war ich zur etwa gleichen Uhrzeit und bei ähnlich viel Sonnenschein zu Fuß unterwegs durch  leicht verschneiten Wald und Wiesen im Nordsauerland:

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Foto 2: bei Hemer-Landhausen, Nord-Sauerland, Märkischer Kreis, NRW; Mitte Februar 2016

Im darauf folgenden Frühling entstand auf einem Pfingst-Spaziergang das folgende Bild bei Balve, ebenfalls im heimischen Nord-Sauerland:

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Foto 3: Blick von Nordwesten auf Balve im oberen Hönnetal, Nord-Sauerland; Pfingsten 2016

Sowohl zu Pfingsten als auch im Hochsommer dieses Jahres war es überwiegend stärker bewölkt als im vorangegangenen Winter und Herbst.
So wanderte ich auch Anfang Juli ’16 in und um den Winterberger Ortsteil Züschen unter bedecktem Himmel. Aber trotz des gedämpften Lichts brachte der Bauerngarten vor dem Züschener Museums- und Veranstaltungshaus „Borgs Scheune“ Farbe ins Bild:

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Foto 4: Bauerngarten vor Borgs Scheune in Winterberg-Züschen, Südost-Sauerland, Hochsauerlandkreis; Anfang Juli 2016