Landschaft und Himmel zur Jahresneige 2013 (und ein wenig 2010)

Das Jahr 2013 neigt sich dem Ende zu.
Die sogenannten Tage „zwischen den Jahren“ – die es natürlich nicht gibt und eigentlich „zwischen den (Jahresend- oder Dezember-)Feiertagen“ heißen müssten, aber die erstgenannte gängige Bezeichnung gefällt mir trotzdem besser 😉   – brachten in den nördlichen Teilen Mitteleuropas immer noch keinen echten Wintereinbruch mit Kälte und Schnee.

Das war vor 3 Jahren, Ende Dezember 2010,  ganz anders. Da herrschte fast überall tiefster Winter mit reichlich Eis und Schnee – wie hier im Balver Wald im Nord-Sauerland:

Winter im Balver Wald (Nord-Sauerland); 30.12.10

Winter im Balver Wald (Nord-Sauerland); 30. Dezember 2010

Winter im Balver Wald (Nord-Sauerland); 30.12.10

am verschneiten Waldweg „Sauerländer Waldroute“ im Balver Wald zwischen Hemer und Balve (Nord-Sauerland); 30.12.2010

Mehr Eindrücke in Fotos von meiner damaligen Schnee-Wald-Wanderung durch den Balver Wald gibt es hier im Album.

Aber ich will mich nicht (nur) in Erinnerungen an damals verlieren.

Auch die unverschneite Landschaft und ein nicht ganz blauer Himmel haben ihre Reize wie die folgenden Fotos aus den letzten Tagen 2013 zeigen:

Blick auf Menden/Sauerland; 27.12.13

Blick von Westen auf Teile von Menden/Sauerland: vorne Ortsteile Hembrock (rechts) und Platte Heide (links); 27.12.2013

Nicht nur das Jahr neigt sich, auch viele Pflanzen – oder was davon übrig ist:

Maispflanzenreste bei Menden-Ostsümmern; 27.12.13

Maispflanzenreste bei Menden-Ostsümmern; 27.12.2013

Ich wünsche allen einen guten Weg mit wegweisendem Licht und Schwung ins/im neue(n) Jahr:

auf dem Haarstrang bei Wickede (Ruhr); 30.12.13

Blick vom Haarstrang bei Wickede-Schlückingen (Kreis Soest) nach Süden auf das nördliche Sauerland; 30. Dezember 2013

Ein gutes Jahr 2014 allenthalben!

Kleiner Rückblick auf Weiß- und Grünnachten (2010 und 2013)

Dieses Jahr fielen die Weihnachtstage besonders mild und grün (und windig) aus.
An Heiligabend kletterten die Temperaturen beinahe auf frühlingshafte +15°C:

Heiligabend 2013, früh nachmittags

Heiligabend 2013, früh nachmittags

Welch einen Kontrast dazu boten die letzten weißen Weihnachten hier im Nordsauerland, im Jahr 2010:

Heiligabend 2010, früh nachmittags

Heiligabend 2010, früh nachmittags

Auch stimmungsmäßig pass(t)en die weißen Feiertage vor 3 Jahren einfach besser:

Heiligabend 2010, spät nachmittags

Heiligabend 2010, spät nachmittags

Die „grünen“ Weihnachten sind allerdings in der hiesigen Gegend nun mal der Normalfall.
Und auch eine grüne Landschaft im späten Dezember kann natürlich gut aussehen, wie hier beim (beginnenden) Sonnenuntergang am ersten Weihnachtstag 2013:

bei Menden-Bertingloh; 25.12.2013

Sonnenuntergang über Landschaft bei Menden/Sauerland, zwischen den Ortsteilen Halingen-Bertingloh, Bösperde und Ostsümmern; 25. Dezember 2013

Wintersonnenwende, kürzester Tag – und Vergleich mit längstem Tag

Gestern, am 21. Dezember, hatten wir die Wintersonnenwende, aber nur hier auf der Nordhalbkugel. Auf der südlichen Halbkugel unseres Planeten dagegen fand das Gegenteil statt: Sommersonnenwende. Am 21. Juni wiederum war bzw. ist alles genau umgekehrt. Man könnte diese beiden Sonnenwendzeiten als die einzigen echten Jahreszeiten (besser: Jahreszeitpunkte) bezeichnen.  Sie markieren die größten Extreme zwischen den Jahreszeiten, nämlich zwischen dem längsten und dem kürzesten Tag, was die Sonnenscheindauer angeht.  Alle anderen Zeiten im Jahr sind eigentlich nur Übergangsphasen zwischen diesen beiden „Eckpunkten“.
Die Erde befindet sich zur Sonnenwende an einer Stelle auf ihrer Umlaufbahn, wo die eine Halbkugel der Sonne maximal zu- und die andere  maximal weggeneigt ist. Deshalb bekommt die Erd-Nordhalbkugel im Dezember weniger Sonne. Bei der Drehung des Planeten um die eigene Achse ist dann die Laufzeit eines (Nord-)Ortes durch das Sonnenlicht kürzer und durch den Erdschatten länger als im (Nord-)Sommer.
Ausführliches zum Zusammenhang Jahreszeit, Tageslänge und Erdumlaufbahn hatte ich ja schon im Artikel zur „schief kreiselnden“ Erde  geschrieben …

Hier im Nordsauerland war es am 21. Juni 16 Stunden und 42 min lang hell, gestern nur 7 Stunden und 54 min, d. h.  weniger als halb so lang.
Aber die (astronomische) Tageslänge allein bestimmt nicht, wie hell man einen Tag empfindet. Das hängt natürlich entscheidend vom jeweiligen Wetter ab. Gestern ging es trübe los und die eh sehr tief stehende Sonne schien  kaum durch die Wolkendecke durch:

21.12.2013, vormittags

21.12.2013, vormittags

Am frühen Nachmittag war es dann deutlich sonniger und aufgehellter:

21.12.2013, früh nachmittags

21.12.2013, früh nachmittags

Und es war auch sonniger und trockener als am Sommeranfang (Sommersonnenwende) Ende Juni 13.
Am 20.06.13  gab es sogar Unwetter, bei dem es nicht nur nass und stürmisch, sondern dadurch auch tagsüber ziemlich dunkel war:

20.06.13, früh nachmittags

20. Juni 13, früh nachmittags

Am 21.06.13 gab es zwar kein Unwetter, aber richtig sommerlich-sonnig wurde es auch nicht, es war eher durchwachsen (so wie hier am wassergespiegelten Himmel zu sehen):

Menden, Hexenteich; 21.06.13

Menden/Sauerland, Stadtforst Rothenberg, am Hexenteich; 21.06.13

Dezember-Sonne-Nebel-Licht-Schatten

Eine besondere Wetterlage in der zweiten Adventswoche 2013 bescherte den Nordrändern der Mittelgebirge von Dienstag bis Freitag überwiegend Sonnenschein und sternenklare, kalte Nächte, während es in vielen anderen Regionen Mitteleuropas neblig-trüb oder wolkig war.
Auch hier im Nordsauerland profitierten wir von dieser Lage 🙂
Mittags war 4 Tage hintereinander Sonne pur, so auch am Mittwoch:

11.12.2013

11.12.2013, mittags

Wie auf dem obigen Foto am Horizont zu sehen, war dennoch immer etwas Dunst in der Luft und – wie auf dem nächsten Bild – an einigen Stellen dünner Nebel am Boden:

Sonnenlicht im Nebel

Sonnenlicht im Nebel; Menden/Sauerland, Stadtforst Waldemei; 12.12.2013

Die Licht- und Schattenspiele im Wald sind auf jeden Fall im Winter mindestens so reizvoll wie im Sommer, vor allem nach oben durch die (Laub-)Baumkronen ist alles viel besser zu sehen:

Baumkronen im Mendener Stadtforst Waldemei; 12.12.13

Baumkronen im Mendener Stadtforst Waldemei; 12.12.2013

Auf dem Boden werfen die Bäume auch am frühen Nachmittag wegen der jetzt sehr tief stehenden Sonne lange Schatten – das gilt auch für den Schatten des Fotografen; auf dem nächsten Bild sind mein Schatten und die der Bäume nicht sofort auseinanderzuhalten 😉

bei Menden-Hembrock; 12.12.13

bei Menden-Hembrock; 12.12.2013

Vor einem Jahr, Mitte Dezember 2012, hatten wir übrigens den ersten richtigen Schnee des langen Winters 2012/2013, wie hier auf dem nächsten Foto zu sehen, das im gleichen Waldstück entstand wie das zweite und dritte Bild dieses Artikels:

Mendener Stadtforst Waldemei am 12.12.2012

Mendener Stadtforst Waldemei am 13.12.2012

Momentvergleiche mit Tieren

Bisher kamen hier im Jahres-Tages-Zeiten-Buch kurzzeitigere Vergleiche als zwischen Jahreszeiten oder gar Jahren zu kurz.
Deshalb habe ich diesmal mehrere Vorher-Nachher-Fotos mit wenigen Sekunden Abstand, allesamt mit Tieren.

Es geht los mit einer Allgäu-Kuh, die sich erst hinter einem Holzstapel „verschanzte“ …:

Allgäu-Kuh hinter Holzstapel

Allgäu-Kuh hinter Holzstapel, bei Oberstdorf; Juni 2003

… kurz drauf dann aber doch dahinter hervorkam:

Allgäu-Kuh hinter Holzstapel, vorgewagt

Allgäu-Kuh hinter Holzstapel, vorgewagt; bei Oberstdorf; Juni 2003

Als nächstes haben wir eine(n) etwas urtürmlichere(n) Rinds-Verwandte(n) mit etwas wilderer „Frisur“ – erst im Profil:

Heckrind (?) am Zaun

Heckrind (?) am Zaun, bei Meschede-Freienohl/Hochsauerland; April 2007

… kurz danach frontal – mit gefährlich aussehender Maulnähe zu den Draht-Stacheln:

Heckrind (?) am Zaun

Heckrind (?) sehr nah am Stacheldraht; bei Meschede-Freienohl/Hochsauerland; April 2007

Nach diesem „Rinderüberschuss“ kommt nun auch noch kurz die Vogelwelt zur Geltung: eine Elster beim Bad in der Vogeltränke, erst beim Einstieg …:

Elster beim Einstieg in die Vogeltränke

Elster beim Einstieg in die Vogeltränke; Juli 2013; durch Fensterscheibe fotografiert

und dann mittendrin …

Elster in der Vogeltränke

Elster beim Bad in der Vogeltränke; Juli 2013; durch Fensterscheibe fotografiert

Jahres- und Gegenjahreszeitrückblick: Juni- und Dezemberanfang

Zum ersten Mal mache ich heute im Blog einen doppelten Rückblick, d. h. sowohl ein Jahr zurück als auch ein halbes Jahr zurück in die Gegen-Jahreszeit.

Vor einem Jahr, am 1. Dezember 2012, hatten wir den Samstag vor dem ersten Advent und der Nebel des damaligen Morgens löste sich ab Mittag allmählich auf:

Menden/Sauerland; am Stucken; 01.12.12

Menden/Sauerland; am Stucken; 1. Dezember 2012

Nachmittags war es sogar vollends sonnig mit blauem Himmel, der hier einen guten Hintergrund für diese Wildäpfel abgab:

Wildäpfel am Zweig gegen Winterhimmel; 1.12.12

Wildäpfel am Zweig gegen Winterhimmel; 1.Dezember 2012

Vor einem halben Jahr, am Sonntag, den 2. Juni 2013, waren wir etwa so nah an der Sommersonnenwende (astronomischer Sommerbeginn) wie jetzt an der Wintersonnenwende (astr. Winterbeginn).
Es gab ebenfalls Sonne und wenig Wolken bei natürlich mehr Wärme und die Pflanzenwelt stand in sattem Grün:

Menden/Sauerland, Richard-Rinker-Str.; 02.06.13

Menden/Sauerland, Richard-Rinker-Str.; 02. Juni 2013

In diesem Jahr habe ich (noch) keinen echten Advents-Beitrag, deshalb gibt es hier nur einen Link zum letztjährigen Blog-Artikel … und die besten Wünsche an alle für diesen Advent!