Wintersonnenwende, kürzester Tag – und Vergleich mit längstem Tag

Gestern, am 21. Dezember, hatten wir die Wintersonnenwende, aber nur hier auf der Nordhalbkugel. Auf der südlichen Halbkugel unseres Planeten dagegen fand das Gegenteil statt: Sommersonnenwende. Am 21. Juni wiederum war bzw. ist alles genau umgekehrt. Man könnte diese beiden Sonnenwendzeiten als die einzigen echten Jahreszeiten (besser: Jahreszeitpunkte) bezeichnen.  Sie markieren die größten Extreme zwischen den Jahreszeiten, nämlich zwischen dem längsten und dem kürzesten Tag, was die Sonnenscheindauer angeht.  Alle anderen Zeiten im Jahr sind eigentlich nur Übergangsphasen zwischen diesen beiden „Eckpunkten“.
Die Erde befindet sich zur Sonnenwende an einer Stelle auf ihrer Umlaufbahn, wo die eine Halbkugel der Sonne maximal zu- und die andere  maximal weggeneigt ist. Deshalb bekommt die Erd-Nordhalbkugel im Dezember weniger Sonne. Bei der Drehung des Planeten um die eigene Achse ist dann die Laufzeit eines (Nord-)Ortes durch das Sonnenlicht kürzer und durch den Erdschatten länger als im (Nord-)Sommer.
Ausführliches zum Zusammenhang Jahreszeit, Tageslänge und Erdumlaufbahn hatte ich ja schon im Artikel zur „schief kreiselnden“ Erde  geschrieben …

Hier im Nordsauerland war es am 21. Juni 16 Stunden und 42 min lang hell, gestern nur 7 Stunden und 54 min, d. h.  weniger als halb so lang.
Aber die (astronomische) Tageslänge allein bestimmt nicht, wie hell man einen Tag empfindet. Das hängt natürlich entscheidend vom jeweiligen Wetter ab. Gestern ging es trübe los und die eh sehr tief stehende Sonne schien  kaum durch die Wolkendecke durch:

21.12.2013, vormittags

21.12.2013, vormittags

Am frühen Nachmittag war es dann deutlich sonniger und aufgehellter:

21.12.2013, früh nachmittags

21.12.2013, früh nachmittags

Und es war auch sonniger und trockener als am Sommeranfang (Sommersonnenwende) Ende Juni 13.
Am 20.06.13  gab es sogar Unwetter, bei dem es nicht nur nass und stürmisch, sondern dadurch auch tagsüber ziemlich dunkel war:

20.06.13, früh nachmittags

20. Juni 13, früh nachmittags

Am 21.06.13 gab es zwar kein Unwetter, aber richtig sommerlich-sonnig wurde es auch nicht, es war eher durchwachsen (so wie hier am wassergespiegelten Himmel zu sehen):

Menden, Hexenteich; 21.06.13

Menden/Sauerland, Stadtforst Rothenberg, am Hexenteich; 21.06.13

5 Gedanken zu “Wintersonnenwende, kürzester Tag – und Vergleich mit längstem Tag

  1. Danke für deine lieben Worte und Wünsche, lieber Christoph. Auch dir wünsche ich von Herzen eine schöne und besinnliche Weihnachtszeit und für das neue Jahr alles Gute!

    Mit lieben Grüßen
    die Waldameise

    Antwort
  2. Ein schönes, frohes Weihnachtsfest – Schnee wird es wohl diesmal nicht geben – wünsche ich dir und deiner Familie
    Nixe

    Antwort
    • Stimmt, mit Schnee wird es nichts. Stattdessen gibt es hier wohl einen frühlingshaft milden, aber auch stürmischen Heiligabend (geht gerade draußen schon los damit).
      Auch Dir und deiner Familie noch mal frohe Weihnachten!
      Christoph

      Antwort

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