Entdeckungen am Waldwegrand

Es geht wieder auf bzw. zurück zu meiner Radtour am 17. Juni durch den Arnsberger Wald. Anders als in den vorigen Beiträgen spielt sich diesmal alles mitten im Wald und ohne Aussichten in die Landschaft ab. Auf dem gut radelbaren Forstweg von Föckinghausen zum Berg Gemeinheitskopf stieß ich auf einen Holzstapel (Polter) am Wegesrand, der mit einem Zettel versehen war, der vor Holzdiebstahl warnt:

Holzstapel mit Eigentumszettel

Foto 1: Holzstapel (aus Rotfichte)  mit Eigentumshinweis im Arnsberger Wald zwischen Meschede (Hochsauerlandkreis) und Warstein; 17.06.15h

Demnach gibt es also inzwischen auch gegen Holzklau eine elektronische Überwachung …?

Nur wenige Meter von diesem Polter entfernt fand ich am Boden eine dichte Kraut- und Strauchschicht vor, die auch potentielle“Klauprodukte“ enthielt, nämlich Heidelbeeren (hier im Sauerland oft auch Blau- oder Waldbeeren genannt):

wilde Akeleien und Siebenstern im Arnsberger Wald

Foto 2: Heidelbeer-Zwergsträucher, wilde Akeleien und Siebensterne im Arnsberger Wald, nahe Standort Foto 1; 17.06.15

Damals, vor fast 5 Wochen, waren die blauen Beeren aber noch nicht da. Blauviolett ragten hingegen mehrere Akeleienblüten empor. Weitere Sichtungen dieser Blumen – u. a. auf dieser Tour – hatte ich ja schon hier gezeigt.
Vorne rechts auf Foto 2 sieht man, wie trocken es Mitte Juni 15 selbst in den eigentlich sehr regenreichen Sauerländer Wäldern war; das hat sich in den Wochen danach immerhin wieder gebessert.

Auf Foto 2 kann man außerdem einige weiße Blüten erkennen. Sie gehören zum zur Familie der Primelgewächse zählenden Kraut Europäischer Siebenstern, das auf dem nächsten Bild in Nahaufnahme zu sehen ist. Allerdings – der Vorführeffekt lässt grüßen – hat ausgerechnet dieses Exemplar nicht die typischen (und namengebenden) sieben Blüten(kron-)blätter, sondern nur deren sechs:

Siebenstern im Arnsberger Wald am Gemeinheitskopf

Foto 3: Siebenstern im Arnsberger Wald, am Standort von Foto 2; 17.06.15

 

2 Gedanken zu “Entdeckungen am Waldwegrand

    • Das Problem mit dem Siebenstern ist v. a., dass er eher unauffällig (klein und im Waldunterwuchs stehend) ist. Er fällt deshalb nicht so leicht ins Auge. Lt. „Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands (Haeupler/Muer, 2007)“ steht er regional, v. a. in Süddeutschland, als gefährdet auf der Roten Liste. Im Norden gilt er als ungefährdet. Nach der FloraWeb-Verbreitungskarte ist sein Verbreitungsschwerpunkt in D sogar Niedersachsen.
      In Menden kenne ich nur einen Standort. In den größeren Sauerländer Wäldern gibt es ihn etwas häufiger.

      Antwort

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