Abschluss einer Radtagestour: von Hirschberg durch Arnsberger Wald ins Ruhrtal

So, heute schaffe ich es tatsächlich, meinen am 21.06.15 begonnenen Bericht über meine Tagesradtour vom 17. Juni 2015 durch das Ruhrtal und den Arnsberger Wald im nördlichen Sauerland zu vollenden 😉

Meine letzte Etappe führte mich vom Bergdorf Hirschberg zunächst wieder zurück in die Tiefen des Arnsberger Waldes. Im Unterdorf von Hirschberg, im Tal der Bache, hatte ich einen letzten Blick auf den Ort:

Hirschberg-Bache, Ortseingang mit Stein

Foto 1: Hirschberg-Bache, südlicher Ortseingang; 17.06.15

Der Straßenwegweiser führt die wichtigsten Städte für Hirschberg auf: Warstein, wozu es als Ortsteil (seit 1975) gehört, Soest als Kreisstadt und Meschede als nächstgelegenes Mittelzentrum. Hirschberg liegt viel näher an der Kreisstadt des benachbarten Hochsauerlandkreises (Meschede) als an seiner eigenen „zuständigen“ Kreisstadt.

Auffallend ist außerdem das Begrüßungsschild (kann man das „Schild“ nennen?) . Es ist eine Metallkonstruktion mit einem weiteren unvermeidlichen Hirschsymbol, die in einem Felsbrocken (wohl aus den nahen Warsteiner Kalksteinbrüchen) befestigt ist. Auf dem nächsten Foto sieht man, dass neben dem künstlich-künstlerischen Objekt auch noch etwas natürlich aus dem Stein wächst:

Hirschberg-Bache, Ortseingang mit Stein

Foto 2: Hirschberg-Bache, Kalk-Felsbrocken aus Foto 1, mit junger Fichte rechts; 17.06.15

Nur wenige hundert Meter weiter Richtung Süden entstanden die Fotos von den Akeleien zwischen Holzbänken für meinen „Überallkelei“-Beitrag vom 18.06.15, der also eigentlich auch schon teilweise zu diesem Tourenbericht gehört .

Nachdem ich aus dem Bach(e)-Tal hinauf in den geschlossenen Wald geradelt war, gab es eine längere Strecke auf gleicher Höhe, was sonst auf dieser Tour selten war. In einer Kurve neben einer Lichtung bot sich mir dabei dieser Waldblick:

an der L 735 (Bache) südwestlich von Hirschberg

Foto 3: an der L 735 (Bache) südwestlich von Hirschberg; 17.06.15

Hier haben wir auch wieder die beiden wichtigsten Sauerländer Baumarten (Rotbuche und Rotfichte) sowie viel Farn im Bild.

Weil es ein Mittwochabend vor den Sommerferien war, gab es kaum Verkehr auf dieser Landstraße. Als sich dann nach dem flachen Abschnitt auch noch die sich über viele Kilometer erstreckende Abfahrt von den Höhen des Arnsberger Waldes hinab ins Ruhrtal anschloss, steigerte sich das Radelvergnügen weiter 🙂  Wegen der fortschreitenden Dunkelheit (und weil ich beim bequemen bis flotten Rollen nicht anhalten/absteigen wollte), gibt es von dieser Passage der Tour keine Fotos. Auch konnte ich zwei Füchse nicht ablichten, die vor mir die Fahrbahn kreuzten.
Ich kam schließlich wieder in der Ruhrniederung an, beim Arnsberger Ortsteil Oeventrop. Am dortigen Bahnhaltepunkt stieg ich mitsamt Rad in den Zug nach Fröndenberg, von wo ich dann noch nach Hause radelte. Vor dem Umstieg in die Bahn  machte ich mein letztes Foto von dieser gelungenen Tagestour. Es zeigt mein Rad auf dem Ruhrtalradweg, der an dieser Stelle ein „Sicherheitsdach“ hat, weil daneben ein Segelflugplatz liegt, wo schon mal Schleppseile von den Seglern herabstürzen könn(t)en:

Ruhrtalradweg mit Netzdach-Schutz am Flugplatz Oeventrop

Foto 4: Ruhrtalradweg mit Netzdach-Schutz am Flugplatz Oeventrop; hinten vor dem Wald die Ruhr; 17. Juni 2015, 21:14 Uhr

Es war „damals“, wenige Tage vor der Sommersonnenwende, um diese Uhrzeit noch ziemlich hell. Heute dagegen, am 29.08.15, zur gleichen Tageszeit, konnte ich nur dank des Vollmondes eine freihändige Aufnahme ohne Blitzlicht machen:

P1030171_v1

Foto 5 (gehört nicht mehr zum Tourenbericht!): Vollmond über dem Abbabachtal bei Menden-Ostsümmern; 29. August 2015, 21:14 Uhr

Zum Abschluss verlinke ich hier noch einmal alle früheren Teile des Tourenberichts hintereinander, weil sie ja „in echt“ von anderen Beiträgen unterbrochen waren:

Tourteil 1   Tourteil 2  Tourteil 3     Tourteil 4    Tourteil 5   

Tourteil 6    Tourteil 7     

Tourteil 8

Tourteil 9

Tourteil 10

Tourteil 11

Tourteil 12

Tourteil 13

Tourteil 14

Tourteil 15

Rathaus und Kirche – alt-neu – und Hirschsymbole im Bergstädtchen

Anders als üblich folgt auf meinen letzten Beitrag  im Jahrestageszeitenbuch nicht erst ein Beitrag in meinem Menden-Blog, sondern es geht direkt hier weiter. Denn ich bin mit meinem Radtour-Bericht aus dem späten Frühsommer (17.06.15) doch mittlerweile ziemlich in Verzug geraten. Meine ersten kühnen Pläne sahen vor, dass ich in längstens 8 Tagen in 4-5 Beiträgen damit durch sein wollte; inzwischen ist auch der (meteorologische) Sommer 2015  schon beinahe „durch“ 😉

Also springe ich direkt wieder zurück zum frühen Abend des diesjährigen (ehemaligen Feiertags) 17. Juni und ins Herz des Bergdorfes (ehemaligen Bergstädtchens) Hirschberg bei Warstein, wo ich vor dem Alten Rathaus stand:

altes Rathaus, Hirschberg

Foto 2: Altes Rathaus in Hirschberg (Ortsteil von Warstein/Kreis Soest); 17.06.15

Wie es sich für Hirsch-Berg gehört, sind an diesem Fachwerkgebäude reichlich Jagd- und vor allem Hirschdarstellungen zu finden. Das ehemalige Rathaus wirkt auf den ersten Blick alt, wurde aber erst in den 1950er-Jahren erbaut! Wer mehr dazu wissen möchte, kann auf der Hirschberg-Webseite Genaueres erfahren. Nur etwa zwei Jahrzehnte nach dem Bau verlor Hirschberg seine kommunale Selbständigkeit und das „Alte“ Rathaus seine ursprüngliche Funktion.

Nach der Fahrt durch die Ortsmitte radelte ich bergab und Richtung Südwesten, von wo es mehrere gute Ausblicke zurück nach oben gab:

Hirschberg, von Westen

Foto 2: Hirschberg, von Westen, mit Christophorus-Kirche und Turmspitze des Alten Rathauses (unter dem eingetragenen‘x‚); 17.06.15

Auf dem Bild bestimmt der Turm der St.-Christophorus-Kirche den Ort und den Berg. Die Kirche mit demselben Namenspatron wie ich 😉   ist übrigens auch ein aus den 50er-Jahren des letzten Jahrhunderts stammender Nachbau eines – wesentlich- älteren Vorläuferbauwerks . Mehr dazu gibt es im „zuständigen“ Wikipedia-Artikel …

Noch weiter unten, im Tal des Bachs „(die) Bache“, hatte ich bei noch einmal hinter den Wolken hervorkommender Abendsonne hatte ich dann diese größere Ansicht des Hirschberg-Bergs:

Hirschberg, von Westen, von der Sauerlandstraße über Ferienpark Bache

Foto 3: Hirschberg, von Westen, von der Sauerlandstraße; vorne: Ferienpark Bache; 17.06.15

Hirschberger Tor(e) und zentrale Bauwerke

Diesmal geht es ohne große Vorrede einfach weiter mit meinem Tourenbericht 😉

Beim letzten Mal hatte ich den den Ortseingang von Hirschberg erreicht. Der Ort gehört heute zur Stadt Warstein (im südlichen Kreis Soest). Früher war Hirschberg aber sogar einmal selbständige Stadt (sog. Titularstadt).

In der Barockzeit gab es in Hirschberg auch ein Jagdschloss der kurfürstlichen/erzbischöflichen Herrscher des Herzogtums Westfalen. Davon ist nur noch eine Rekonstruktion des ehemaligen Schlosstores vor Ort zu sehen:

Hirschberger Tor

Foto 1: Rekonstruktion des Hirschberger Tores in der Altstadt von Warstein-Hirschberg; 17. Juni 2015

Mehr zum Hirschberger Tor findet sich auf der daneben angebrachten Tafel:

Hirschberger Tor

Foto 2: Tafel zum Hirschberger Tor

Nahe dem Haus mit dem rekonstruierten Tor gibt es eine geschieferte Wand mit Obstbäumen (Apfel?) in Spalierform davor, sie wachsen im Pflaster zwischen Haus und Asphaltstraße:

Hirschberger Tor, Nebengebäude

Foto 3: Haus mit Obstbäumen im Spalierwuchs in der Altstadt von Hirschberg; 17. Juni 2015

Im Ortskern Hirschbergs gibt es Gasthöfe, eine Sparkasse, ein Kriegsgefallenendenkmal und das ehemalige Rathaus:

Hirschberg, Zentrum

Foto 4: Hirschberg, Zentrum, mit ehem. Rathaus hinten links; 17. Juni 2015

Anfahrt auf und Grußschilder vor Hirschberg

Mit diesem Beitrag kehre ich abermals zurück zu meinem Radtourbericht vom 17. Juni 2015 – ja, ich bin immer noch nicht ganz „durch“ damit, obwohl inzwischen schon der Hochsommer zum Endspurt ansetzt (nach den Vorhersagen so richtig ab dem kommenden Wochenende) …

Von Warstein radelte ich am frühen Abend über einen straßenbegleitenden Radweg nach Westen auf den Ortsteil Hirschberg zu, der auf einer Bergkuppe im mittleren Arnsberger Wald liegt:

Hirschberg, von Osten

Foto 1: Hirschberg (Ortsteil von Warstein), von Osten; 17.06.15

Vom selben Standort wie bei Foto 1 entstand das folgende Foto mit Blick Richtung Norden, d. h. zum nördlichen Rand des Arnsberger Waldes und auch des gesamten Sauerlandes. Im Vordergrund kamen verschiedenfarbig blühende Lupinen vom Wegesrand mit aufs Bild:

von der L 735 vor Hirschberg nach Norden, mit bunten Lupinen am Straßenrand

Foto 2: von der L 735 vor Hirschberg nach Norden, mit bunten Lupinen am Straßenrand; 17.06.15

Am Ortseingang von Hirschberg werden Besucher von mehreren Schildern und Tafeln begrüßt. Weil ich für die Willkommensseite der Ortseingangstafel zu viel Gegenlicht von der schon tief stehenden Sonne gehabt hätte, zeige ich hier ihre Rückseite mit plattdeutschen Abschiedsworten:

Hirschberg, Ortseingang

Foto 3: Hirschberg, Ortsausgang; 17.06.15

Falls es einige Süddeutsche, Österreichische und Schweizer Leser oder auch andere nicht verstehen sollten (was ich zwar nicht glaube …), hier noch die „Übersetzung“ 😉 : Guck‘ mal wieder vorbei – Mach’s gut.

Charakteristisch für die Westfälische Variante des Niederdeutschen sind die Dehnungs-Diphthonge wie hier ‚ui‘ und ‚ue‘.

Noch eine andere Begrüßungstafel findet sich an dieser Stelle, und zwar eine, die ganz unverhohlen den Bewertungsverantwortlichen des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ (ehemals „Unser Dorf soll schöner werden“) schmeicheln soll(te); in NRW nennt sich dieses Gremium Landeskommission …

Hirschberg, Ortseingang

Foto 4: Hirschberg, Ortseingang; 17.06.15

Mit Hirschberg geht der Tourenbericht demnächst weiter …

Wasserdostparade

Kürzlich hat puzzleblume in ihrem großartigen Blog in mehreren Beiträgen über den Gemeinen Wasserdost (auch Kunigundenkraut genannt) in ihrem Garten berichtet.
In einem Artikel bezog sie sich auf einen Kommentar von mir, in dem ich anmerkte, wie häufig, beinahe allgegenwärtig, Wasserdost hier im Nord-Sauerland vorkommt.

In den letzten Tagen habe ich dann einmal verstärkt auf die Staude aus der Familie der Korbblütler (Asterngewächse) geachtet. Der erste Fund war schon gleich in der Nachbarschuft um die Ecke, hinter einer Mülltonne („Gelbe Tonne“):

Wasserdost hinter Mülltonne

Foto 1: Wasserdost hinter Mülltonne; August 2015

In der Landschaft steht das Kunigundenkraut an feuchten Stellen im Wald, an Feldrändern, Wassergräben u. ä., z. B. hier „zwischen“ einem Zaun am Rande eines Schlammteichgeländes beim Mendener Ortsteil Halingen:

Wasserdost

Foto 2: Wasserdost bei Menden-Halingen; hinten auch einige Weidenröschen; August 2015

Ich habe die für Insekten höchst nützliche und attraktive Pflanze auch an weiteren ungewöhnlichen Stellen gefunden, wie hier an einem Kurven-Straßenschild ….

Wasserdost um Verkehrsschild

Foto 3: Wasserdost „um“ Verkehrsschild bein Menden-Dahlhausen; vorn: Kamille;  August 2015

… oder hier mitten in der Mendener Altstadt:

unterer Südwall mit Wasserdost

Foto 4: Menden, unterer Südwall, mit Wasserdost (links vor Garage und im Straßenbeet); August 2015

Rinder und Rampenruinen bei Warstein

Mit einem kurzen Beitrag geht der Bericht zu meiner Mitt-Juni-Nordsauerland-Radtour weiter…

Am Rand der „Platte“ westlich von Warstein kam ich vorbei an einer Weide mit  „urtümlich“ anmutenden Rindern  – vielleicht Heckrinder (kann es jemand bestätigen?):

Heckrinder

Foto 1: Heckrinder (?) o. ä. „Auf der Platte“ zwischen Warstein und Hirschberg; vorne u. a. Glatthafer; 17. Juni 2015

Heckrind ist eine Hausrindrasse (keine echten rückgezüchteten Auerochsen, was viele glauben), die in den letzten Jahren u. a. im Sauerland immer öfter anzutreffen ist.

Seltener ist schon, was ich wenige km weiter fand, nämlich die Reste einer Verladerampe für  früher hier abgebautes Erz:

Warstein, Reste der Verladerampe der Eisenerzgrube David

Foto 2: Warstein, Reste der Verladerampe der Eisenerzgrube David; 17.06.15

Warstein hat(te) also nicht nur Bier und Kalk, sondern – zumindest in älteren Zeiten – auch Eisenerz zu bieten.

Mehr dazu kann man auf dem für heute letzten Foto erfahren; ich mache es mir diesmal einfach 😉

Warstein, Reste der Verladerampe der Eisenerzgrube David

Foto 3: Warstein, Tafel  zur ehem. Verladerampe der Eisenerzgrube David

Hochflächenausblicke mit Steinbrüchen und fernem Kirchturm

Nach hier im Nordsauerland  zwei heißen und sonnigen „Hundstagen“, gewittriger letzter Nacht und bisher sonnenlosen und kühlen Samstag zum Ende der ersten Augustwoche 2015 geht es zurück in den „späten Frühsommer“ zu meinem Tourenbericht vom 17. Juni 2015.
Ich hatte den Oberen Arnsberger Wald – fürs erste – hinter mir gelassen und war am Stadtrand von Warstein mit der gleichnamigen Brauerei vorbeigekommen. Es ging weiter zu einer kleinen Hochfläche, die sinnigerweise „Platte“ heißt. Von dort blickte ich nach Südosten, in die Richtung, aus der ich gekommen war:

Warstein, von der

Foto 1: von der „Platte“ bei Warstein auf den Arnsberger Wald und die Warsteiner Brauerei (ganz links, halb-hinten, nicht die vordere kleine Fabrik!); 17.06.15:

Vom gleichen Standort nach Nordosten ist die im Vergleich zum großen und fast lückenlos bewaldeten Oberen Arnsberger Wald offene Landschaft mit Ackerflächen, Wiesen und Kalk-Steinbrüchen südlich und östlich des Stadtkerns von Warstein zu sehen. Hier kommt – ähnlich wie nahe dem westlicher gelegenen Hönnetal (vgl. meinen Beitrag hier) – Massenkalk vor. Deshalb hat diese Landschaft  auch leicht karstigen Charakter u. a. mit Tropfsteinhöhlen, Bachschwinden und kleinen Kuppen (wie halb-hinten rechts auf dem Bild):

Blick von Westen auf Warsteiner Steinbrüche

Foto 2: Blick von der „Platte“ auf  die Warsteiner Hochflächen mit Steinbrüchen; 17.06.15

Am Horizont in der Bildmitte von Foto 2 ist in der Ferne ein Kirchturm sichtbar und von mir mit {} markiert (Foto dazu am besten doppelt vergrößern!). Es ist die St.-Clemens-Kirche des zu Warsteins Nachbarstadt Rüthen gehörenden idyllischen Ortes Kallenhardt, der auf einer Bergkuppe thront (vgl. hier in Wikipedia).

Zum Abschluss dieses Teils des Tourenberichts zeige ich etwas von der Aussichtsfläche „Platte“ selbst, wo an jenem Tag frisch Heu gemacht wurde:

Warstein, Heu auf der "Platte"

Foto 3: Heu auf der „Platte“ bei Warstein (Nordsauerland, Kreis Soest), hinten Teile des mittleren Arnsberger Waldes; 17.06.15