Oktober-Ende mit Grün und Bunt vor Grau und Blau

Ich muss (besser: möchte) meinen Tourenbericht von der Küste aus dem Spätsommer noch mal wieder unterbrechen mit Eindrücken vom Vollherbst im heimischen Sauerland. Nachdem es Anfang Oktober ein vorzeitiges Frühwinter-Zwischenspiel gegeben hatte, erlebten wir in dieser Woche die beiden typischen Herbstwetterlagen: (Hoch-)Nebel einerseits und strahlend blauen Himmel mit sonnigen und milden Tagen andererseits.

Das bunte Laub sorgt bei beiden Witterungslagen für Farbtupfer in Stadt und Landschaft:

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Foto 1: Blick aufs Gelände der Stadtwerke in Menden/Sauerland; 25.10.15

Bei einer Aussicht weiter in die Landschaft sieht man einen bunten Mix aus Grün und allen möglichen Nuancen von Gelb, Rot und Braun:

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Foto 2: Blick über Teile von Menden/Sauerland (westlich der Innenstadt); 25.10.15

Auf Foto 2 fallen  die noch sommerlich sattgrünen Blätter der jungen Erlen auf dem Hügel im Vordergrund auf.

Vor blauem Himmel und mit Unterstützung durch die ungebremste Mittagssonne wirkt die Oktober-Farbenpracht natürlich noch besser:

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Foto 3: beim Krankenhaus in Menden/Sauerland; 27.10.2015, mittags

 

Aber die „allerherbstlichste“ Stimmung herrscht zurzeit eindeutig in den Laubwäldern, wo der Übergang vom dichten grünen Laubdach zum fallenden Buntlaub gerade in vollem Gang ist und dabei mehr Sonne in den Wald gelangt als im Hochsommer:

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Foto 4: im herbstlichen Laubwald am Kapellenberg bei Menden/Sauerland; 27.10.15

Heidelandschaft im Kleinen nahe der Küste

Es geht weiter mit dem Bericht von meiner Radtour durch die Küstenheide südwestlich von Cuxhaven aus Anfang/Mitte September 2015. Die Fotos dieses Beitrags entstanden um 19:00 Uhr herum. Da war es noch ausreichend hell, während es heute, kurz nach der Umstellung auf die Winter- bzw. Normalzeit, um diese Uhrzeit schon stockdunkel war …

Auf meinem Weg durch die Altenwalder Heide kam ich an den Resten eines wahrscheinlich mittelalterlichen Burgwalls vorbei:

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Foto 1: Altenwalder Heide mit Burgwall (Mitte, querend); 9.9.2015

Einige hundert Meter entfernt hat man den Eindruck von großer Weite dieser Heidelandschaft:

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Foto 2: Weitsicht über die Altenwalder Heide (Ex-Truppenübungsplatz) bei Cuxhaven; September 2015

Tatsächlich aber überblickt man auf Foto 2 immerhin schon etwa 1/3 des Gesamtgeländes. Im Vergleich z. B. zur Großlandschaft der Lüneburger Heide ist die Altenwalder Heide also winzig. Es ist aber trotzdem schön dort und die Nähe zu Strand und Meer machen diese kleine Heide zu etwas Besonderem. Und Radeln macht dort ebenfalls Spaß:

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Foto 3: auf einem der Hauptwege durch die Altenwalder Heide; 9.09.15

Auf dem letzten Bild dieses Beitrags zeige ich eine Fläche mit besonders dichten Beständen von Heidekraut (genauer: Besenheide – Calluna vulgaris):

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Foto 4: Fläche mit Heidekraut in der Altenwalder Heide; September 2015

Musikalischer Anhang:

Die Altenwalder Heide als eine Art „Miniatur-Ausgabe“ der Lüneburger Heide brachte mich auf das Video zum Song „Mignonette“ (aus 1996) von April March. Hierin ist die Amerikanerin, die auch viel – und gut – auf Französich und in Chanson-Manier singt, in einem Mini-(Disney?-)Paris zu sehen:

April March kann aber auch ganz anders, z. B. >> Punk auf Englisch …
Ganz nebenbei passt der Künstlername von Eleanor Blake gut zum Jahres(tages)zeitenbuch 😉

Wald, Heide und Rinder auf Ex-Übungsplatz bei Altenwalde

Mein zweiter Tag an der Küste begann zwischen Wald und Watt, Teich und Meer, was ich ja schon im >> ersten Cuxhaven-Beitrag gezeigt habe.

Später kam ich noch einmal in die Altenwalder Heide, und zwar in den Bereich, der bis 1994 als Truppenübungsplatz genutzt wurde und heute Naturschutzgebiet ist. Von einer Aussichtsplattform bot sich mir folgender Blick:

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Foto 1: Blick in die mittlere Altenwalder Heide, von einer Aussichtsplattform aus; September 2015; >>auf OpenTopoMap

Weiter hinten am Waldrand waren weidende, einigermaßen frei und wild lebende Rinder (Heckrinder? Wisente?) zu sehen, die ich hier herangezoomt zeige:

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Foto 2: Rinder in der Altenwalder Heide; September 2015; stark gezoomt

In der anderen Richtung gab es einen Blick direkt in den Kiefernwald mit vielen Spät(blühend)en Traubenkirschen im Unterwuchs:

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Foto 3: Wald hinter der Aussichtsplattform aus Fotos 1 und 2

Zum Abschluss für heute zeige ich noch den Blick von unten/vorne auf die Aussichtsplattform und den angrenzenden Waldrand:

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Foto 4: Blick  auf die Aussichtsplattform der Fotos 1-3 (hinten links); September 2015

Sendemast und Ex-Truppenübungsplatz auf Cuxhavens höchstem Punkt

Nach einer „2 Beiträge langen“ Unterbrechnung setze ich nun meinen Bericht von der Rund-um-Cuxhaven-Tour fort.
Am Ende der ersten Radtour war ich von Otterndorf bis Cuxhaven-Altenwalde gekommen, d. h. von der Elbe durch die Marschen des Landes Hadeln zum Geestrücken der Hohen Lieth. Der höchste Punkt dieses kleinen Hügelzuges und gleichzeitig des Stadtgebietes von Cuxhaven ist die Holter Höhe, auf der ein Sendemast steht:

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Foto 1: Holter Höhe beim Cuxhavener Ortsteil Holte-Spangen mit Sendemast; September 2015

Dieser Mast (oder ein Vorläufer?) wurde mal für den Küstenfunkbetrieb des Elbe-Weser-Radios genutzt, heute dient es als UKW- und TV-Sender für den NDR.

Der Sendemast steht direkt neben einem ehemaligen Truppenübungsplatz, der seit 2004 nicht mehr als solcher genutzt wird und an den nur noch wenige Spuren erinnern, z. B. diese Panzerketten mit (aktuellen) Infotafeln:

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Foto 2: alte Panzerkette und Infotafeln auf der Altenwalder Heide; September 2015

In die Gegenrichtung (Westen, d. h. Richtung Nordsee) hatte man einen fantastischen Ausblick über Teile der großarten Landschaft der Cuxhavener Küstenheide:

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Foto 3: Aussicht von der Holt(j)er Höhe nach Südwesten über die Altenwalder Heide (Teil des ehem. Truppenübungsplatzes Altenwalde); 8. September 2015, gegen 19:00 Uhr

Auf Foto 3 ist auch eines der Bundeswehr-Transportflugzeuge (?) vom nahen Fliegerhorst Nordholz in der Luft.

Diese Radtour in und um Cuxhaven endete kurz darauf mit meiner Rückfahrt zur Unterkunft.
Ich war am späten Vormittag bei ausklingendem Regen mit Regenzeug losgeradelt und abends bei stahlblauem Himmel und mit einem heftigen Sonnenbrand zurückgekehrt …

Musik-Anhang:

Ich will künftig öfter zum jeweiligen Beitrag – mehr oder weniger – passende (Musik-)Videos vorstellen. Die Geest-Hügel inmitten der ansonsten flachen Landschaft an der Nordseeküste und die Wetterwandlung an jenem Tag brachten mich auf Kate Bush mit ihren zwei Titeln „Running up that hill“ (wegen Hügel) und „Cloudbusting“ (wegen Wetterwandel/Regenmaschine). Passenderweise hat jemand den Song „Running up that hill“ mit Teilen des eine Geschichte (die auch noch teils auf einem Hügel spielt) erzählenden Videos zu „Cloudbusting“ (>> hier im Original) verbunden. Kate spielt darin die (Teenie!-)Tochter eines Erfinders (dargestellt vom auch nicht unbekannten Donald Sutherland):

Sauerland – auch goldene Oktober gibt’s … und eine Hymne

Mein gestriger Beitrag über den frühen Schnee hier im Sauerland schon Mitte Oktober und mein erstes erfolgreiches Einbinden eines Musikvideos lassen mich heute – außer der Reihe – schon wieder einen Artikel hier einsetzen 😉

Der „weiße Oktober“ war hier nur ein kurzes Intermezzo, heute war ab Mittag vom Schnee nichts mehr zu sehen.

Auch sonst gibt es (gab es zumindest) auch im „rauen“ Sauerland durchaus milde und goldene Oktober, z. B. am 22.10.2007 an der Ruhr bei Meschede:

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Foto 1: an der Ruhr beim Mescheder Ortsteil Freienohl, 22. Oktober 2007

…. oder am 21.10.2012 im Seufzertal bei Arnsberg:

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Foto 2: im oberen Seufzertal bei Arnsberg-Wennigloh; 21. Oktober 2012

Weil ich bei den Musikvideos auf den Geschmack gekommen bin und es hier gut passt, zeige ich die „inoffizielle“ (Rock-)Hymne der Sauerländer in einem Video mit Sauerlandbildern aus allen Jahreszeiten:

Die Gruppe „Zoff“ stammt ursprünglich aus dem Iserlohner Stadtteil Letmathe und vom Anfang der 1980er-Jahre und es gibt sie – in allerdings anderer Besetzung – auch heute noch, hier „halb-live“ im Jahr 2012 mitten in der Landschaft mit ihrem Song „Sauerland“ (den ihr Frontmann Reiner Hänsch 1984 erschuf):

Zoff-Auftritt im TV (WDR-Klingendes NRW)

In diesem Sinne allen ein schönes Herbst-Wochenende! 🙂

Mittoktober zwischen Gold und Weiß – hazy shade of winter

Wegen der aktuellen Witterung hier im Nordsauerland unterbreche ich meinen Nordsee-Radtour-Bericht noch einmal …

Innerhalb weniger Tage ist es hier sehr kalt geworden. Am letzten Wochenende war es immerhin noch sonnig dabei und im Wald sah es auch sonst eher spätsommerlich aus:

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Foto 1: im Stadtforst Waldemei in Menden/Sauerland; 12.10.15

Nun liegt Mitte Oktober das Ende des (kalendarischen) Sommers auch erst wenige Wochen zurück. Dennoch ist es im Oktober natürlich vor allem herbstlich mit u. a. sich färbenden und fallenden Laubblättern:

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Foto 2: Eichenzweige und -blätter im Mendener Stadtforst Waldemei; 12.10.15

Aber schon 2 Tage später hatten wir hier – wie in weiten Teilen der mitteleuropäischen Mittelgebirge – den ersten Schneefall. Selbst hier im recht tief gelegenen Niedersauerland blieb sogar über Mittag etwas vom (Matsch-)Schnee liegen:

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Foto 3: Oktober-Schnee in Menden/Sauerland am 14. Oktober 2015, mittags

Etwas mehr (und besser zu sehen) war die erste „weiße Pracht“ der Saison 2015/2016 am Baumstammstück aus Foto 3:

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Foto 4: Totholz mit Schnee und Pilzen (aus Foto 3); 14.10.15

Mir fiel zum heutigen „Hauch von Winter(einbruch)“ sofort der alte Simon & Garfunkel – Song „Hazy shade of winter“ [ u. a. „there’s a patch of snow on the ground ..“]. Da er auch sonst gut zu diesem Blog passt [„…seasons change with the scenery…“], bringe ich hier erstmals ein Musikvideo im Blog. Allerdings nehme ich nicht die ursprüngliche Version, sondern die rockige (akustisch und optisch mir wesentlich besser gefallende) Coverversion der Bangles, hier in einer Halb-Akustik-Live-Variante aus 2003:

Vom Elbufer über Otterndorf-Altstadt zur Altenwalder Küstenheide

In diesem Teil meines Radtourberichts steckt ein „großer Sprung“, weil ich über zwei Stunden und über viele Kilometer nur geradelt bin bzw. (Essens-)Pausen eingelegt habe – ohne Fotos zu machen.

Zunächst setze ich aber wieder am Nordseeküstenradweg ein (der hier zugleich Elberadweg ist).  Ich war dort inzwischen in Höhe von Otterndorf angekommen. Dort gab es für heute einen letzten Blick aufs „große Wasser“:

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Foto 1: an der Elbe bei Otterndorf; September 2015

 

Ab dort ging es dann für mich landeinwärts weiter, zunächst in die malerische Altstadt von Otterndorf:

Otterndorf, Altstadt

Foto 2: in der Altstadt von Otterndorf, mit dem ‚Bullschen Speicher‘ und der Severikirche (hinten); September 2015

Foto 2 zeigt auch, wie sich das Wetter an diesem Tag gebessert hat: morgens hatte es noch (leicht) geregnet, bei meiner Ankunft am Strand war es noch bedeckt (vgl. hier) und am Nachmittag in Otterndorf gab es strahlend blauen Himmel.

Wegen des wetterbedingt späten Starts meiner Tour und langer Pausen (Mittagessen, Kaffee, Ausblick aufs Wasser genießen) war ich mächtig in Zeitverzug geraten und musste/wollte im Eiltempo und ohne (auch Foto-)Halt quer durchs Land Hadeln zurück in Richtung meines Unterkunftsortes Cux.-Sahlenburg radeln. Außerdem hatte ich ich für diesen Tag noch ein weiteres Ziel eingeplant, nämlich die Küstenheidelandschaft bei Altenwalde, die ich auch am frühen Abend noch erreichte:

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Foto 3: Altenwalder Heide zwischen den Cuxhavener Ortsteilen Sahlenburg und Altenwalde; mit Funkstation Elbe-Weser-Radio; September 2015