Bergbaufolgelandschaft 2015 vs. Vorgrenzöffnung-Elblandschaft 1989

Weiter geht es mit meinem Zwei-Orte-Zwei-Zeiten-Bericht 2015/1989 …
Auf der Radtour durch Teile Dortmunds und des Kreises Unna im Goldenen Oktober 2015 hatte ich schließlich fast den „Gipfel“ der Bergehalde „Großes Holz“ in Bergkamen erreicht. Von dort bot sich in Richtung Osten der Ausblick auf den mit noch jungen Bäumen bestandenen Hang der renaturierten Abraumhalde und auf das Gelände der stillgelegten Zeche Monopol Schacht Grimberg 1/2:

Bergkamen, von Bergehalde Großes Holz

Foto 1: Bergkamen (Kreis Unna/NRW); von Bergehalde „Großes Holz“ nach Osten, mit Werk von Bayer Pharma (1), ehem. Aufbereitungshalle (2) der Zeche und (Ex-)Förderturm (3); 11. Oktober 2015

Teile der 1995 stillgelegten Steinkohlenzeche sollen künftig als Industriemuseum genutzt werden. Ansonsten haben sich im Rahmen des allgemeinen Strukturwandels im Ruhrpott auch hier neue Betriebe angesiedelt. Außer einem großen Werk von Bayer Pharma (vorher: Schering) liegen auf dem ehemaligen Zechengelände mehrere Recyclingbetriebe u. ä. Der Förderturm steht unter Denkmalschutz. Außerdem gibt es  Wasserhaltungs-/Entwässerungsanlagen für die alten Gruben (Stichwort: Ewigkeitskosten des Bergbaus).

Etwas weiter nach Norden gewandt ist der stärker „kultivierte“ Bereich der Halde zu sehen, mit dem sog. Korridorpark und angelegten Gräser-/Heide-/Wacholderflächen usw. und Skulpturen u. a.:

Bergkamen, von Bergehalde Großes Holz

Foto 2: Bergkamen, Bergehalde „Großes Holz“ mit Korridorpark; dahinter: Bayer Pharma;  11.10.15

Die turm- oder hochsitzartigen Skulpturen sollen an den Förderturm von Schacht 1 erinnen (–> Wikipedia-Foto). 2 davon sind auf meinem Foto 2 zu erkennen.

 

Wir „springen“ jetzt wieder weit nach Nordosten und gut 26 Jahre zurück und sind an der Elbe im niedersächsischen Wendland. Durch den Strom verlief damals noch die undurchlässige innerdeutsche Staatsgrenze und auf dem jenseitigen Ufer stand noch ein schwer gesicherter Grenzzaun:

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Foto 3: Elbe zwischen Wendland und Mecklenburg (wo genau?), mit DDR-Grenzzaun am jenseitigen Ufer; Anfang September 1989; abfotografiert vom Original-Papierfoto

Von Foto 3 weiß ich leider auch nicht mehr die genaue Lage dieser Aussichtsplattform o. ä., irgendwo zwischen Hitzacker und Ruine der Dömitzer Eisenbahnbrücke …
Obwohl sich damals (Anfang September 1989) schon Veränderungen in Osteuropa andeuteten, hatte ich beim Aufnehmen des Fotos nicht damit gerechnet, dass diese Grenze ein Jahr später schon viele Monate offen und 13 Monate später ganz futsch sein würde …

Vermutlich vom selben Aussichtspunkt aus ist auch das nächste Bild entstanden, das ebenfalls die Elbtalaue zeigt:

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Foto 4: Elbtalaue zwischen Wendland und Mecklenburg (wo genau?); Anfang September 1989; abfotografiert vom Original-Papierfoto

Künstlicher Hügel in Ex-Bergbaulandschaft 2015 vs. Naturhügel über der Elbe 1989

Nachdem ich auf meiner Dortmund-Kreis_Unna-Radtour am zweiten Oktobersonntag 2015 den Datteln-Hamm-Kanal in Richtung Süden verlassen hatte, kam ich schon sehr bald in die Nähe meines nächsten Ziels:

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Foto 1: Waldstraße  in Bergkamen (Kreis Unna/NRW), mit Blick auf die Bergehalde „Großes Holz“; 11. Oktober 2015

In dieser Landschaft am Nordostrand des Ruhrgebiets zwischen Hellweg und Münsterland ist es von Natur aus flach. Deshalb fällt der Hügel im Hintergrund des ersten Fotos besonders auf. Man sieht aber nicht, dass wir hier zugleich mitten in einer Industrielandschaft sind.

Der Hügel ist aufgeschichtet aus Abraum des Steinkohlebergbaus. Es handelt sich um die Bergehalde „Großes Holz“.
Ich radelte den gut fahrbaren Weg die Halde hinauf. Auf ca. 3/4 der Höhe bot sich der Ausblick zurück auf die Waldstraße (so der Straßenname) und überhaupt in die Richtung, aus der ich zuletzt gekommen war:

Bergkamen, von Bergehalde Großes Holz auf Waldstr.

Foto 2: Bergkamen, von Bergehalde „Großes Holz“ nach Westen, u. a. auf Waldstr.; 11.10.15

Es war an dieser Stelle und auch einige hundert Meter (und einige Höhenmeter) weiter aber noch „Luft nach oben“:

Bergkamen, von Bergehalde Großes Holz

Foto 3: Bergkamen, Bergehalde „Großes Holz“, Blick zum Gipfel; 11.10.15

Ich musste übrigens ab hier nicht mein Rad stehen lassen oder es über die Treppe hinauftragen, sondern der Fahrweg geht serpentinenförmig weiter bis ganz oben …

Das zeige ich aber erst im nächsten Artikel. Es folgt hier stattdessen wieder ein Foto aus dem September 1989, das ebenfalls von einem Hügel aufgenommen wurde; diesmal ist es ein natürlicher Hügel. Es ist das nördliche Ende des Höhenzugs Drawehn in Nordostniedersachsen, wo er auf das Elbtal trifft und es die sehr bekannte Aussicht auf das Städtchen Hitzacker vom Weinberg gibt:

Hitzacker, vom Weinberg

Foto 4: Hitzacker, Ausblick vom Weinberg auf den Ortskern und in die Elbtalaue; Anfang September 1989; abfotografiert vom Original-Papierfoto

 

Musikalischer Anhang:

Nach längerer Unterbrechung gibt es hier mal wieder ein Musikvideo. Für diesen Beitrag musste ich nicht lange überlegen .. Weil es um Hügel geht und ich auf einen von beiden hochgeradelt bin, muss es „Solsbury Hill“ von Peter Gabriel sein, und zwar sein Live-Auftritt mit Fahrradrunden (!) auf der Bühne:

Überquerbarer Datteln-Hamm-Kanal 2015 vs. unüberquerbare Elbe 1989

Meine Radtour aus Mitte Oktober 2015 führte mich zunächst weiter entlang des Nordufers des Datteln-Hamm-Kanals in Richtung Osten:

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Foto 1: am Datteln-Hamm-Kanal, Nordufer; zwischen Lünen, Bergkamen und Werne (Kreis Unna, NRW); 11. Oktober 2015

Am rechten (südlichen) Ufer sehen wir eine Siedlung im Lünener Stadtteil Beckinghausen. Sie liegt erkennbar tiefer als der Kanal. Von Natur aus gäbe es diese Geländestufe hier nicht, denn die Landschaft am Nordostrand des Ruhrgebiets geht über ins eher flache Münsterland. Und in dessen Richtung, also nach Norden, geht der Blick auf dem nächsten Foto:

vom Kanalradweg nach Norden

Foto 2: vom Radweg am Datteln-Hamm-Kanal nach Norden, bei Bergkamen-Heil; 11.10.15

Kurze Zeit und wenige Km weiter überquerte ich den Kanal wieder mit einem letzten Blick auf die Wasserstraße in Richtung Osten, u. a. mit dem Kohlekraftwerk Bergkamen:

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Foto 3: von der Brücke Jahnstraße in Bergkamen auf den Datteln-Hamm-Kanal, Richtung Osten; mit Kraftwerk hinten links; 11.10.15

 

Hier ist die Überquerung des Gewässers kein Problem, eine Grenze gibt es auch nicht, denn beides liegt im Stadtgebiet von Bergkamen.

Ganz anders ist das beim Foto aus meiner Rückblende in den September 1989. Es zeigt die Elbe im Wendland im Nordosten Niedersachsens, als dort mitten im Fluss noch die innerdeutsche Staatsgrenze (BRD-DDR) verlief, die ja gleichzeitig die Grenze zweier weltpolitischer Machtblöcke war:

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Foto 4: an der Elbe irgendwo im Wendland (Nordostniedersachsen) (wo genau?); Anfang September 1989; abfotografiert vom ursprünglichen Papierfoto

Auf dem Bild ganz rechts ist ein Patrouillenboot o. ä. des (BRD-)Grenzschutzes zu sehen. Irgendwo hinten auf dem jenseitigen Ufer ist ganz schwach der Grenzzaun zu erkennen.

Auch bei diesem Foto kenne ich nicht mehr den genauen Standort; kann jemand helfen?

Ruhrgebietsrand-Kanal 2015 vs. Elbe-Seiten-Kanal 1989

Nach 3 Zeiten/3 Orten im letzten Beitrag kehre ich nun zurück zum Doppelbericht über den Touren Oktober 2015 und September 1989.

Beim Radeln in herrlichstem Golden-Oktober-Wetter im letzten Jahr hatte ich den Datteln-Hamm-Kanal erst erreicht, dann überquert und es ging nördlich davon weiter:

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Foto 1: am Datteln-Hamm-Kanal in Lünen (Kreis Unna/NRW), Nordseite, Richtung Osten, neben einer  Schrebergartenkolonie (links); 11. Oktober 2015

Ca. 1 km weiter kann man auf die stählerne Uferbefestigung der künstlichen Wasserstraße und auf den Lünener Stadtteil Beckinghausen blicken:

über den Datteln-Hamm-Kanal auf Beckinghausen

Foto 2: über den Datteln-Hamm-Kanal nach Süden auf Lünen-Beckinghausen, 11.10.15

Auch an jenem Sonntagnachmittag waren Güter-Binnenschiffe unterwegs, hier ein nach der fränkischen Stadt Fürth benanntes und in Duisburg-Ruhrort beheimatetes Schiff auf dem Weg Richtung Hamm:

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Foto 3: Datteln-Hamm-Kanal zwischen Lünen und Werne (Kreis Unna), Richtung Osten, mit Frachtschiff; 11.10.15

Hinten rechts (südöstlich) ist schon eine Erhebung zu sehen, die noch eine Rolle spielen wird im weiteren Bericht …

Aber diesmal ende ich wieder mit einem Bild von 26 Jahren vorher, das ebenfalls einen Kanal zeigt, nämlich den Elbe-Seiten-Kanal irgendwo im Kreis Gifhorn (Ost-Niedersachsen):

Elbe-Seiten-Kanal 1988

Foto 4: Elbe-Seiten-Kanal; Anfang September 1989; abfotografiert vom Original-Papierfoto

3 Bilder – 3 Zeiten – 3 Orte

Für den heutigen Beitrag konnte ich mich nicht zwischen der Fortsetzung des Tourenberichts vom 11.10.15 (mit Verknüpfung zu alten Fotos aus September 1989) und Bildern und Eindrücken von meiner gestrigen Winterwanderung entscheiden – deshalb gibt es nun einfach beides (bzw. alles drei).

Auf meiner Radtour am Nordostrand des Ruhrgebiets aus Mitte Oktober 2015 hatte ich von Dortmund kommend das Stadtgebiet von Lünen (Kreis Unna / NRW) erreicht, wo ich bald auf den Datteln-Hamm-Kanal stieß, genauer auf den dortigen Preußenhafen:

Lünen, Preußenhafen

Foto 1: Lünen, Preußenhafen am Datteln-Hamm-Kanal; 11. Oktober 2015

Der Preußenhafen wurde früher industriell für die Verschiffung von Steinkohle u. a. genutzt, heute eigentlich nur noch touristisch.

26 Jahre vorher kam ich auch an einer künstlichen Wasserstraße vorbei. Es war der Elbe-Seiten-Kanal im nordöstlichen Niedersachsen, irgendwo im Kreis Gifhorn oder Umgebung:

am Elbe-Seiten-Kanal 1989

Foto 2: am Elbe-Seiten-Kanal; (wo genau?); September 1989; abfotografiert vom ursprünglichen Papierfoto

Auch hier wieder meine hilfesuchende Frage: weiß jemand, wo das genau ist?

Das letzte Foto für heute ist auch das jüngste, nämlich von gestern. Die gezeigte Landschaft ist weit weg von einem (Schiffahrts-)Kanal und es war zwar auch sonnig, aber deutlich kälter.
Auf meiner Winterwanderung durch Wälder, Felder und kleinere Siedlungen zwischen meiner Heimatstadt Menden und unserer Nachbarstadt Hemer gab es diesen Blick auf (leicht) verschneites Land unter blauem Himmel:

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Foto 3: Blick von Hemer-Stübecken (Märkischer Kreis, Nord-Sauerland) über Landhausen Richtung Seilerberge (nahe Iserlohn); 18. Januar 2016

Doch noch Winter im Januar 2016

Nachdem es hier im Nord-Sauerland zuletzt im November 15 (wenig) Schnee gegeben hatte, zog sich der Winter nach seinem „offiziellen“ Beginn hier ganz zrück. So war es über Weihnachten und auch noch am letzten Wochenende außerordentlich mild und grün, während es 1 Woche später endlich mal winterlich kalt und auch weiß wurde:

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Foto 2: Sonntag, 17. Januar 2016, vormittags, mit Schnee

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Foto 1: 9. Januar 2016, mittags, schneelos

 

 

 

 

 

 

 

 

Weiter „oben“ im Sauerland entfaltete sich der Winter natürlich noch stärker und prachtvoller, so wie hier im Sunderner Ortsteil Wildewiese:

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Foto 3: Weg unter dem Schomberg (mit Sendemast/Ausschichtsturm) bei Sundern-Wildewiese, Hochsauerlandkreis; 17.01.16

Äste und Zweige waren mit Raureif, Schnee und/oder Eis überzogen:

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Foto 4: Birke, unter Schnee etc. über dem Weg aus Foto 3;  17.01.16

 

Der beeindruckendste Winterblick bot sich aber erst vom Aussichtsturm (s. Foto 3, hinten-links-Mitte) auf den Wintersportort Wildewiese und weiter in Richtung südliches Märkisches Sauerland:

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Foto 5: vom Aussichtsturm auf dem Schomberg über den Skihang bei Wildewiese und ins und jenseits des Lennetals; 17. Januar 2016

Felder und Wiesen am Ruhrpottrand 2015 vs. Fluren und Moor in Ostniedersachsen 1989

Weiter geht es mit meinem „Doppelspiel“ aus Tourenbildern, die über 26 Jahre auseinander liegen.

Ich fange wieder an mit dem Bericht von der „aktuellen“ Tour (obwohl auch schon wieder ein Vierteljahr her..) am Nordostrand des Ruhrgebiets aus Mitte Oktober 2015. Hier sehen wir Felder und eine Siedlung an der Grenze der kreisfreien Stadt Dortmund und der Stadt Lünen (im Kreis Unna):

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Foto 1: Kümper Heide nördlich von Dortmund-Derne, nahe der Grenze zu Lünen; 11. Oktober 2015

Hier am äußersten Rand der Großstadt Dortmund wechseln sich Felder, Wiesen, kleine Gehölze und halb-städtisch-halb-dörfliche Siedlungen ab, hier wieder mehr städtisch:

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Foto 2: Siedlung im äußersten Norden von Dortmund-Derne; 11.10.15

Rein ländlich war – und ist wohl auch noch – die intensiv landwirtschaftlich genutzte Landschaft bei Wittingen im Kreis Gifhorn in Ost-Niedersachsen im September 1989. Dazu passt der Gedenkstein zur Flurbereinigung in Vorhop, der damals erst ein Jahr alt war:

Gedenkstein Flurbereinigung Vorhop

Foto 3: Gedenkstein Flurbereinigung Vorhop bei Wittingen/Kreis Gifhorn; September 1989; abfotografiert vom ursprünglichen Papierfoto

Das Dorf Vorhop hat sogar eine (private) Homepage, auf dem auch der Gedenkstein Jahre später (ca. 2005) und im Winter statt Spätsommer zu sehen ist —> www.vorhop.de.

Die auf dem Stein genannte Zeitspanne (2o Jahre) ist kürzer als diejenige zwischen Foto 3 und Foto 4, das wieder von meiner Golden-Oktober-Sonntags-Radtour 2015 stammt, auf dem ich mittlerweile das Stadtgebiet von Lünen erreicht hatte:

zwischen Dortmund-Brechten und Lünen-Gahmen

Foto 4: zwischen Dortmund-Brechten (im Rücken des Fotostandorts bzw. Betrachters) und Lünen-Gahmen (Kreis Unna/NRW); 11.10.15

Die Böden dort sind mittelgut und nur mäßig feucht.
Als Kontrast dazu zeige ich die (Ex?-)Moorlandschaft irgendwo bei Wittingen von der 1989er-Tour, wo damals wohl noch Torf abgebaut wurde:

Torfabbau

Foto 5: (ehem.?) Torfabbau in Ex(?)-Moor irgendwo bei Wittingen / Kreis Gifhorn; September 1989; abfotografiert vom ursprünglichen Papierfoto

Weiß jemand mehr über diese Moorlandschaft?