Landschaftsschaufenster an Wald- und Radwegen

Auf meiner Tour durchs Hochsauerland am letzten Wochenende hatte ich an einigen Stellen nicht nur gewöhnliche Aussichten, sondern auch solche mit irgendeiner Form von „Beschilderung“, „Rahmung“ o. ä., wie hier auf dem Bahntrassenradweg zwischen Winterberg und Züschen:

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Foto 1: Blick vom Radweg Züschen – Winterberg ins Bachtal der Kleinen Haumecke; Juli 2016

Wo es eine Kleine Haumecke gibt, kann auch die Große Haumecke nicht weit sein:

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Foto 2: vom Radweg Züschen – Winterberg auf das Bachtal der Großen Haumecke, Hochsauerlandkreis; Juli 2016

Diese Aussichten machten auf mich den Eindruck von Blicken durch Fenster oder in ein Schaufenster.

Am Hackelberg südlich des Winterberger Ortsteils Züschen gab es gegenüber einer Bank am Waldweg sogar einen „Landschaftsbilderrahmen“….

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Foto 3: Waldweg am Hackelberg bei Winterberg-Züschen mit „Aussichts-Bilderrahmen“; Juli 2016

…. mit diesem Aus- bzw. Durchblick:

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Foto 4: Blick durch den „Bilderrahmen“ aus Foto 3 nach Westen; Juli 2016

8 Gedanken zu “Landschaftsschaufenster an Wald- und Radwegen

  1. Landschaftsbilderrahmen ist ein tolles Wort. Und tolle Bilder von Dir. Weißt Du was ‚Haumecke‘ bedeutet?
    Viele Grüße für diesen Tag
    Katja

    Antwort
    • Danke!
      Die Endung -mecke ist eine abgewandelte Form von -becke. Beides heißt einfach ‚Bach‘ und ist u. a. im Sauerland weit verbreitet.
      ‚Hau-‚ hat wahrscheinlich mit Holzhau/Holzeinschlag zu tun, denn es gab und gibt jede Menge Wald dort.
      Auch von mir viele Grüße und eine schönes Wochenende,
      Christoph

      Antwort
  2. Manchmal frage ich mich wirklich, was in den Köpfen solcher Planer vor sich geht, die kesseldruckimprägnierte Hässlichkeit in eine schöne Landschaft stellen.

    Antwort
    • Ich weiß auch nicht genau, was ich davon halten soll … An sich finde ich die Idee nicht schlecht, die Ausführung allerdings schon. Vor allem darf sowas nicht in größerer Anzahl in empfindlicher Landschaft herumstehen. Ich kenne aber bisher auch nur dieses eine „Exemplar“.
      Über die Motive der Planer habe ich hier was gefunden:
      http://www.sauerlandkurier.de/hochsauerlandkreis/winterberg/gerahmtes-panorama-5837096.html

      Insgesamt hat es wohl zu tun mit dem heutigen Bedürfnis nach immer mehr (gestaltetem) Event-Charakter aller Freizeitaktiviäten inkl. „Möblierung“ von Landschaft. Einfach nur durch eine gewachsene (Natur- oder Kultur-)Landschaft zu wandern und sich dabei „normale“ Berge und Täler oder natürliche Flora und Fauna anzuschauen, reicht heute vielen Leuten nicht mehr (bzw. Tourismusplaner unterstellen das so) …

      Antwort

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