Kurze Tage und lange Schatten Anfang Januar

Auch wenn die Länge der (lichten) Tage, d. h. die tägliche Sonnenscheindauer (ohne Wolkeneinfluss), schon seit kurz vor Weihnachten wieder zunimmt, gehört der Januar zu den „dunklen“ Monaten.

Schon am frühen Nachmittag wirft die tief stehende Sonne lange Schatten:

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Foto 1: zwischen Halinger Heide (bei Menden/Sauerland) und Sümmerheide (Stadt Iserlohn); 6. Januar 2017, früher Nachmittag

Gut eine Stunde später begann schon die Abenddämmerung und die Schatten wurden länger, wodurch meine Beine und die Fahrradräder grotesk große Abbilder warfen 😉

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Foto 2: zwischen Iserlohn-Sümmern (vorne) und Menden-Ostsümmern, vor dem Wälkesberg; 6. Januar 2017, späterer Nachmittag

Die untergehende Sonne zauberte rotgoldgelbe Farben in die kahle Wintervegetation:

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Foto 3: Waldrand am Wälkesberg bei Menden-Ostsümmern; 6. Januar 2017; spät nachmittags

Noch vor 17:00 Uhr setzte schon echte Abendstimmung ein mit – trotz wolkenlosen Himmels – rasch hereinbrechender Dunkelheit und aufleuchtendem Mond:

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Foto 4: Waldrand Saurenkamp zwischen den Mendener Ortsteilen Ostsümmern und Bösperde, mit dem Mond oben halb-rechts; 6. Januar 2017, früh abends

Rück-, Vor- und Himmelsschauen im Mix

Zu einem echten Jahresrückblick hat es vor diesem Jahreswechsel nicht gereicht. Ob ich ihn in den nächsten Tagen noch nachhole, weiß ich noch nicht.
Deshalb gibt es erstmal nur ein Sammelsurium aus Bruchstücken von Rück- und Vorschauen.

Es geht los mit einem neuen Digitalfoto eines alten Papierfotos. Ich will im nächsten Jahr hier im Blog öfter als bisher auch solche „Uralt“-Bilder zeigen. Dieses Bild stammt von meinem ersten Berlin-Besuch aus Ende November 1988, d. h. ca. 11,5 Monate vor dem Mauerfall. Ich habe das Foto damals leider nicht beschriftet oder sonstwie dokumentiert. Es müsste aber – u. a. nach den darauf erkennbaren Autos – vom Tagesausflug nach Ost-Berlin sein und zeigt einen Advents-/Weihnachtsmarkt:

Ost-Berlin 1988

Foto 1: Berlin, wahrscheinlich Ost-Berlin, Ende November 1988; abfotografiert vom ursprünglichen Papierfoto

Kann irgendwer das Bild (und seine Örtlichkeit und das Ereignis) genauer zuordnen?

Es folgt ein Sprung um mehr als 15 Jahre nach vorne, hin zu meiner ersten Digitalkamera und in die Silvester-/Neujahrsnacht 2003/2004 mit Aufnahmen vom Feuerwerk über meiner Heimatstadt Menden/Sauerland:

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Foto 2: Silvesterfeuerwerk 2003/2004 über Menden-Platte Heide

Hier noch ein weiteres Bild des damaligen Jahreswechsels mit besonders interessanten „Feuerzeichnungen“ am Himmel:

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Foto 3: Silvesterfeuerwerk über Menden-Platte Heide, Neujahr 2004

Das letzte Foto dieses Jahres ist auch eines meiner neuesten, nämlich von heute Nachmittag und ist aus der Gegenrichtung zu den Fotos 2 und 3 aufgenommen:

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Foto 4: Himmel über Menden/Sauerland, zwischen den Ortsteilen Platte Heide und Hembrock; Silvester 2015

Das letzte Bild passt irgendwie ganz gut zum letzten Jahr (und symbolisch zum Jahreswechsel), zeigt es doch helle und dunkle Wolken, Turbulenzen, aber auch ein Stück blauen Himmel und sogar einen Silberstreif („dargestellt“ durch einen simplen Kondensstreifen) hoch über dem Horizont …

Weil ich meine erst im letzten Herbst im Blog eingeführten musikalischen Anhänge zuletzt schon wieder vernachlässigt habe, kommt diesmal endlich wieder einer … Ich habe erst überlegt, eines der üblichen Stücke dafür zu nehmen (z. B. „Happy new year“ von Abba oder „Queen of the new year“ von Deacon Blue oder die „Feuerwerksmusik“ von Händel).
Mir kam aber sowohl zum Foto 4 als auch zum Feuerwerk der Song „Chain lightning“ der kanadischen (Progressive-)Rockgruppe Rush in den Sinn, einer meiner Lieblingsbands. Auch im übertragenen Sinn passt der fast schon poetische Text gut zum Rück- und Vorausblicken in vielen Lebenslagen. Er stammt aus dem Jahr 1989, ist also etwas jünger als mein Foto 1 aus diesem Beitrag:

In diesem Sinne wünsche ich allen: kommt gut ins und durch das neue Jahr!

Vollmond, Abendwolken und Späthochsommerende

Seit heute ist der meteorologische (aber noch nicht der kalendarische/astronomische) Sommer 2015 zuende. Das Wetter hat sich im nordwestlichen Mitteleuropa auch sehr pünktlich daran gehalten … Nach einem noch mal extrem heißen und sonnenreichen Wochenende mit einem „Nachschlag“ am gestrigen Montag gab es hier im Nord-Sauerland einen Wetter- und Temperatursturz mit heute viel Regen und weniger als +20°C Höchsttemperatur.

Am letzten Samstag endete der Tag mit einem beeindruckenden Vollmond:

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Foto 1: Vollmond am Abend des 29. August 2015

 

Nur ein winziger Wolkenschleier zieht auf Foto 1 vor dem hellen Mond vorbei und einige Insekten fliegen durchs Bild.
Auch mit Landschaft darunter machte der Mond am letzten Hochsommersamstag des Jahres eine gute Figur:

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Foto 2: Vollmond über dem Mendener Hügelland; gesehen von der Halinger Heide bei Menden/Sauerland; 29.08.15

 

Vom selben Standort wie Foto 1 in der Gegenrichtung, nämlich nach Westen zur untergehenden Sonne, zeigte sich gleichzeitig noch Abendrot mit einigen Wolken:

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Foto 3: Abendwolken über der Halinger Heide bei Menden-Halingen; 29.08.15

 

Diese Wolken der Nacht Samstag/Sonntag brachten nur wenig Regen und sowohl der Sonntag als auch der Montag waren fast durchgängig wolkenlos.
Die Wolken, die hier am Montagabend aus Nordwesten ankamen, waren dann aber endgültig die Vorboten des Wetterumschwungs Richtung Frühherbst:

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Foto 4: aufziehende Wolkenfront am Abend des 31. August 2015 über Menden/Sauerland

Abschluss einer Radtagestour: von Hirschberg durch Arnsberger Wald ins Ruhrtal

So, heute schaffe ich es tatsächlich, meinen am 21.06.15 begonnenen Bericht über meine Tagesradtour vom 17. Juni 2015 durch das Ruhrtal und den Arnsberger Wald im nördlichen Sauerland zu vollenden 😉

Meine letzte Etappe führte mich vom Bergdorf Hirschberg zunächst wieder zurück in die Tiefen des Arnsberger Waldes. Im Unterdorf von Hirschberg, im Tal der Bache, hatte ich einen letzten Blick auf den Ort:

Hirschberg-Bache, Ortseingang mit Stein

Foto 1: Hirschberg-Bache, südlicher Ortseingang; 17.06.15

Der Straßenwegweiser führt die wichtigsten Städte für Hirschberg auf: Warstein, wozu es als Ortsteil (seit 1975) gehört, Soest als Kreisstadt und Meschede als nächstgelegenes Mittelzentrum. Hirschberg liegt viel näher an der Kreisstadt des benachbarten Hochsauerlandkreises (Meschede) als an seiner eigenen „zuständigen“ Kreisstadt.

Auffallend ist außerdem das Begrüßungsschild (kann man das „Schild“ nennen?) . Es ist eine Metallkonstruktion mit einem weiteren unvermeidlichen Hirschsymbol, die in einem Felsbrocken (wohl aus den nahen Warsteiner Kalksteinbrüchen) befestigt ist. Auf dem nächsten Foto sieht man, dass neben dem künstlich-künstlerischen Objekt auch noch etwas natürlich aus dem Stein wächst:

Hirschberg-Bache, Ortseingang mit Stein

Foto 2: Hirschberg-Bache, Kalk-Felsbrocken aus Foto 1, mit junger Fichte rechts; 17.06.15

Nur wenige hundert Meter weiter Richtung Süden entstanden die Fotos von den Akeleien zwischen Holzbänken für meinen „Überallkelei“-Beitrag vom 18.06.15, der also eigentlich auch schon teilweise zu diesem Tourenbericht gehört .

Nachdem ich aus dem Bach(e)-Tal hinauf in den geschlossenen Wald geradelt war, gab es eine längere Strecke auf gleicher Höhe, was sonst auf dieser Tour selten war. In einer Kurve neben einer Lichtung bot sich mir dabei dieser Waldblick:

an der L 735 (Bache) südwestlich von Hirschberg

Foto 3: an der L 735 (Bache) südwestlich von Hirschberg; 17.06.15

Hier haben wir auch wieder die beiden wichtigsten Sauerländer Baumarten (Rotbuche und Rotfichte) sowie viel Farn im Bild.

Weil es ein Mittwochabend vor den Sommerferien war, gab es kaum Verkehr auf dieser Landstraße. Als sich dann nach dem flachen Abschnitt auch noch die sich über viele Kilometer erstreckende Abfahrt von den Höhen des Arnsberger Waldes hinab ins Ruhrtal anschloss, steigerte sich das Radelvergnügen weiter 🙂  Wegen der fortschreitenden Dunkelheit (und weil ich beim bequemen bis flotten Rollen nicht anhalten/absteigen wollte), gibt es von dieser Passage der Tour keine Fotos. Auch konnte ich zwei Füchse nicht ablichten, die vor mir die Fahrbahn kreuzten.
Ich kam schließlich wieder in der Ruhrniederung an, beim Arnsberger Ortsteil Oeventrop. Am dortigen Bahnhaltepunkt stieg ich mitsamt Rad in den Zug nach Fröndenberg, von wo ich dann noch nach Hause radelte. Vor dem Umstieg in die Bahn  machte ich mein letztes Foto von dieser gelungenen Tagestour. Es zeigt mein Rad auf dem Ruhrtalradweg, der an dieser Stelle ein „Sicherheitsdach“ hat, weil daneben ein Segelflugplatz liegt, wo schon mal Schleppseile von den Seglern herabstürzen könn(t)en:

Ruhrtalradweg mit Netzdach-Schutz am Flugplatz Oeventrop

Foto 4: Ruhrtalradweg mit Netzdach-Schutz am Flugplatz Oeventrop; hinten vor dem Wald die Ruhr; 17. Juni 2015, 21:14 Uhr

Es war „damals“, wenige Tage vor der Sommersonnenwende, um diese Uhrzeit noch ziemlich hell. Heute dagegen, am 29.08.15, zur gleichen Tageszeit, konnte ich nur dank des Vollmondes eine freihändige Aufnahme ohne Blitzlicht machen:

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Foto 5 (gehört nicht mehr zum Tourenbericht!): Vollmond über dem Abbabachtal bei Menden-Ostsümmern; 29. August 2015, 21:14 Uhr

Zum Abschluss verlinke ich hier noch einmal alle früheren Teile des Tourenberichts hintereinander, weil sie ja „in echt“ von anderen Beiträgen unterbrochen waren:

Tourteil 1   Tourteil 2  Tourteil 3     Tourteil 4    Tourteil 5   

Tourteil 6    Tourteil 7     

Tourteil 8

Tourteil 9

Tourteil 10

Tourteil 11

Tourteil 12

Tourteil 13

Tourteil 14

Tourteil 15

Winterende mit Nebel und 1/4-Sonne – und auch danach erstmal nur wenig Frühling

Am letzten Freitag (20.03.15) kurz vor Mitternacht ging der astronomische Winter 2014/2015 zuende. Denn nicht ein ganzer Tag ist eigentlich der Frühlingsanfang, sondern ein mehr oder weniger „himmelsgeometrischer“ Zeitpunkt.

Ebenfalls astronomisch und geometrisch war die teilweise (partielle) Sonnenfinsternis am Morgen des 20.03.15, die also auch noch in den Winter fiel und hier im Nord-Sauerland durch Hochnebel „gedimmt“ war:

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Foto 1: Sonnenfinsternis im Hochnebel und über winterkahlen Bäumen bei Menden/Sauerland; 20.03.15

Etwas besser zeigt das gezoomte Foto 2 die Mondkugel vor dem Sonnenball:

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Foto 2: wie Foto 2, aber stärker gezoomter Ausschnitt mit Sonne und dem Mond davor; 20.03.15

Der erste volle Frühlingstag (Samstag) fiel dann fast in ganz Mitteleuropa grau-verhangen und (leicht) verregnet aus.
Der erste Frühjahrssonntag 2015 bot zwar mehr Sonne, war aber sehr kalt und (ost-)windig. Auch in den kahlen Gehölzen war noch nicht viel vom Frühlingserwachen zu spüren:

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Foto 3: junger Laubwald am Galbusch in Menden/Sauerland; 22.03.15

Näher am Boden zeigte immerhin ein Strauch schon mal leuchtend-gelbe Blüten, nämlich diese Kornelkirsche:

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Foto 4: blühende Kornelkirsche bei Menden/Sauerland; 22.03.15

 

Bunte Wolkenschichten im März-Sonnenuntergang

Anfang bis Mitte März befinden wir uns immer noch – wenn auch nicht mehr lange – im astronomischen Winter, d. h. die Nächte oder die dunklen Tagesphasen sind länger als die (lichten) Tage oder die hellen Tagesphasen.

Kurz vor der Frühlings-Tag-und-Nacht-Gleiche (21. März) erscheinen Sonnenuntergänge besonders eindrucksvoll mit viel Farbenspiel, vor allem wenn auch verschiedenartige Wolkenschichten da sind, wie am letzten Sonntag:

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Foto 1: Sonnenuntergang am 8. März 2015, 18:33 Uhr

Knapp eine 3/4-Stunde später waren die Gelb-Rot-Violett-Töne am Himmel schon weitgehend dem Spät-Abend-Blau gewichen und erste Sterne und Planeten wurden sichtbar:

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Foto 2: wie Foto 1, aber um 19:16 Uhr; mit Abend“stern“ Venus ( fast ganz links oben)

 

Blaue Berge im frühherbstlichen Hochsauerland

Auf einer Radtour am letzten Septembersonntag 2014 bei Sundern/Sauerland (Hochsauerland) bekam ich alle möglichen für diese Jahreszeit typischen Anblicke  zu Gesicht.
Es war zwar trocken, warm und heiter, aber herbstlicher Dunst lag doch über der Landschaft. Dieser lässt die Berglandschaft im Hintergrund blau erscheinen:

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Foto 1: im Lennegebirge bei Sundern-Hohenwibbecke, Blick über das Lennetal nach Süden; 28.09.14

Auf Fotos dieser Art ist der Vordergrund noch einigermaßen farbenfroh, aber hinten im Dunst gibt es eben die „blauen Berge“.

Das Gegenlicht dämpft die Farben insgesamt, jedoch gibt es immerhin verschiedene Spielarten von „dunstblau“:

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Foto 2: im Lennegebirge bei Sundern-Hohenwibbecke, Blick in das Lennetal nach Südosten; 28.09.14

Auch der Himmel sah spannend aus im Gegenlicht mit schleierartiger Bewölkung, erst recht mit dem „verschleierten“ Sonnenball, wie hier über dem Skihang bei Sundern-Wildewiese:

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Foto 3: auf dem Schomberg bei Sundern-Wildewiese (Hochsauerland), mit Skilift; hinten das mittlere Lennetal; 28.09.14

Mehr Fotos von diesem Ausflug gibt es hier im Web.de-Album ….