Jahresrückschau 2020-VII: Frühlingserwachen Anfang März

Der letztjährige Februar endete wechselhaft und überwiegend nass. Die Spuren diese Wetters sah man natürlich auch am 1. März noch überall:

Foto 1: ausgespülter Straßengraben nach Regengüssen der Vortage, zwischen Menden-Halingen und Iserlohn-Sümmerheide am Abbabach; nördlicher Märkischer Kreis, NRW; 1. März 2020

Aber der Winter war auch mild, sodass sich schon zu Beginn des ersten Frühlingsmonats viele Frühjahrsblüher zeigten:

Foto 2: Lungenkraut an einem Wegesrand (mit altem Zaun) im Mendener Ortsteil Ostsümmern; 01.03.20

Anderes blühte zwar noch nicht, brachte aber schon zahlreiche Blütenknospen hervor:

Foto 3: Schwarzdorn (Schlehenstrauch) im Garten mit Blütenknospen; darunter u. a. Mahonien;  am 07.03.2020

Auch die „klassischen“ Frühjahrsblumen gehören selbstverständlich noch in diesen Beitrag 🙂

Foto 4: Osterglocken und Krokusse auf einer Wiese in Menden/Sauerland; Foto stark gezoomt; 8. März 2020

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Aktuell – Sonntag, 24. Januar 2021, mittags – liegt übrigens hier wieder (Nass-)Schnee, wie schon vor einer Woche ..

Jahresrückschau 2020-III: sonniges Januar-Ende und Ende einer Rock-Legende

Im gesamten Januar des letzten Jahres habe ich kaum Fotos gemacht und wenn doch, dann war es meist bei trübem Wetter. Das wurde erst am letzten Sonntag des Januars ’20 ganz anders, als es blauen Himmel und viel Sonne gab, ….

Foto 1: blauer Himmel über – teils ehemaligem – Kiefernwald bei Kalthof, Stadt Iserlohn, nördlicher Märkischer Kreis, NRW; 26. Januar 2020

….obwohl auch die Spuren der vorangegangenen feuchten Witterung überall noch sichtbar waren:

Foto 2: Acker mit Regenpfützen beim Iserlohner Ortsteil Drüpplingsen, nordwestliches Sauerland, NRW; 26.01.20

Eine Stimmungstrübung kam vor einem Jahr bei mir auf, als ich vom Tod des Schlagzeugers und Texters Neal Peart der kanadischen Rockgruppe Rush erfuhr. Mit meinem damaligen Beitrag dazu folgte eine ganze Reihe Artikel, vor allem aus meinem Rückblick auf 2019, mit Musikbeiträgen, darunter viele mit Songs von Rush.

Heute lasse ich meinen Artikel enden mit einem meiner Lieblingsstücke von Rush und überhaupt, nämlich „Mystic rhythms“ vom 1985er Album „Power windows“, das für mich auch deshalb eine besondere Bedeutung hat, weil es mich durch meine Bundeswehr(zwangs)zeit in der Lüneburger Heide „getragen“ hat …

Beide Begabungen von Neil P., Trommeln und Texten, kommen darin sehr gut ‚rüber:

a) offizielles Video:

b) gut gemachtes Amateur-Video mit Text und passender „Bebilderung“ des Songs:

4 x Ausflugssechstbilder: am/durchs/überm Wasser

 

Nach einigen vorweihnachtlichen Beiträgen gibt es jetzt den sechsten Teil meiner vergleichenden Berichte von vier Touren/Ausflügen zwischen Spätsommer 2019 und Frühsommer 2020, diesmal mit Gewässerbegegnungen in vielgestaltiger Form.

Los geht es auch wieder mit der Radtour durch den Nationalpark Kellerwald Anfang September 2019, wo einige Wege ebenerdig-„ebenwässrig“ waren:

Foto 1: Waldwegefurt durch Bach im Kellerwald, Nordhessen, Kreis Waldeck-Frankenberg; Anfang September 2019

Eine Woche später radelte ich – ohne E-Motor – über den Ahrtalradweg mit auch einigen kurzen Abstechern auf/über Brücken abseits der Hauptroute:

Foto 2: Stegbrücke bei Bad Neuenahr mit hölzerner Aussichtsplattform auf der anderen Seite; Ahrtal, Rheinland-Pfalz; Mitte September 2019

 

Im Advent ’19 gab es  beim Ausflug auf den Drachenfels bei Bonn natürlich auch immer wieder den Blick auf den Rhein:

Foto 3: Rhein vom Drachenfels aus, mit Binnenfracht-(oder Frachtbinnen-?)schiffen bei Bad Godesberg; Stadt Königswinter (vorn) und Bundesstadt Bonn, Rheinland, NRW; 1. Dezember/1. Advent 2019

Gut ein halbes Jahr später auf einer Sommerabendradtour kam ich selbst beim Ablichten eines Rhein-Frachtschiffs mit aufs Bild 😉 

Foto 4: ich vor Flusslandschaft mit Schiff; bei Neuss, Niederrhein, NRW; Ende Juni 2020 [Kontrast des Fotos stark nachbearbeitet]

Auch wenn das letzte Bild dieses Beitrags mitten aus dem Sommer stammt …
Ich wünsche allen ein – so gut es in diesem Jahr geht –  gesundes, friedvolles und frohes Weihnachtsfest!

Oktobersonntag – ohne Sonne, mit Sonnenblumen und Stieglitzen

Bisher war der Oktober 2020 wenig golden. Es gab noch keinen vollen sonnigen und warmen Tag.

Das war auch heute am dritten Oktobersonntag ’20 nicht anders. Es war überwiegend hochnebelig trüb, außerdem kühl, aber auch trocken. Der geringe Pegelstand der Flüsse hat sich auch kaum gegenüber dem Sommer verändert:

Foto 1: die Hönne in Menden/Sauerland, zwischen Hönne-Insel und Promenade (links); 18. Oktober 2020, nachmittags

Über der Feldflur fehlte nicht nur die Sonne, sondern auch viele Blumen inkl. Sonnenblumen waren überwiegend verblüht:

Foto 2: Blick von Westen auf Menden (mit Ortsteil Hembrock und Stadtteil Platte Heide) über eine Acker-Blühwiese; 18.10.20, später Nachmittag

Als ich am Blühacker ankam, flogen mehrere Trupps von Stieglitzen (Distelfinken) von dort auf. In der folgenden Viertelstunde versuchte ich vergeblich, wenigstens einen der bunten Singvögel am Boden abzulichten. Mir gelangen stattdessen nur Luftaufnahmen:

Foto 3: fliegende Stieglitze über dem Acker aus Foto 2

Ein klein wenig besser erkennt man die Stieglitze mit dem finkentypischen Wippflug im Bewegtbild:

 

Jahres-Zeiten-Rückblick 2019 – XVIII: wasserarmer Spätsommer

Zum letzten Beitrag meines Jahresrückblicks gibt es nun einen größeren Sprung von Mitte August ’19  in den letztjährigen Spätsommer.
In meinem Kurzurlaub im Waldecker Land traf ich bei heiterem Wetter auf überwiegend noch grüne, nur ganz vereinzelt auch auf  trockene und in beginnende (verfrühte) Herbstverfärbung übergehende Vegetation:

Foto 1: Grünfläche am ehemaligen Bahngelände in Waldeck (Nordhessen); 04. September 2019

Die Folgen der Trockenheit im letzten Sommer waren dagegen erst in den Gewässern zu sehen, insbesondere im nahen Stausee (Talsperre) des Edersees:

Foto 2: Seitenarm (Bärentalsbach) des Edersees westlich von Waldeck, mit den Ruinen des ehem. Dorfes Berich; 05.09.2019

An den am Steilufer des Baches gebildeten Wasserstandslinien (Rillen) und am fehlenden Grün erkennt man, wie hoch das Wasser des Sees normalerweise steht. Auch die Fundamente des untergegangenen Dorfes sind oft überspült.

Zum Abschluss noch ein Foto vom Edersee, das die Witterung und die Wasserarmut von Anfang September 2019 zusammenfasst bzw. widerspiegelt:

Foto 3: der Edersee unterhalb von Burg Waldeck; 06.09.2019

Trockensommer am Stausee

Die letzten beiden Dürresommer haben auch ihre Spuren in den Stauseen der Talsperren hinterlassen.

So fand ich letzte Woche beim Kurzurlaub im Waldecker Land den Edersee nur noch arg geschrumpft vor. In seinem oberen und mittleren Bereich war eigentlich nur der ursprüngliche – ungestaute – Flusslauf vorhanden:

Foto 1: die Eder westlich von Scheid (Waldecker Land, Nordhessen), Anfang September 2019

Der normale Wasserstand  des Stausees reicht bis an den Bootssteg in der oberen Bildmitte.

Einige Bojen sind auf den sonst unter Wasser verborgenen Hügeln gestrandet:

Foto 2: geschrumpfter Edersee bei Scheid, mit gestrandeter Boje in der Bildmitte; stark gezoomt; Anfang September 2019

Auch die zahlreichen Zuläufe sind von Buchten des Sees zu Rinnsalen verkümmert:

Foto 3: Bachzulauf (sonst Bucht) am Edersee beim Waldecker Ortsteil Berich; Anfang September 2019

Die Furchen an den Hängen markieren  – fast schon wie geologische Schichten – sonst übliche Wasserspiegelhöhen in dieser Stauseebucht.

Zum Schluss zeige ich, wie befremdlich eine vom Wassersport geprägte Regionen in solchen Dürrephasen wirkt:

Foto 4: Reste des Edersees bei Bringhausen (Kreis Waldeck-Frankenberg); Anfang September 2019

 

Foto 5: vergrößerter Ausschnitt aus Foto 4

Zwischen Hitze- und Dürrewellen und Platzregen

Ich kann‘ s kaum glauben .. Aber seit gut zweieinhalb Stunden kommt hier im Nordsauerland durchgängig echter „Landregen“ herunter!

Ich kann mich gar nicht mehr genau erinnern, wann es zuletzt so lange gleichmäßig (also auch nicht zu heftig) hier geregnet hat, ich glaube, Anfang April ’19.

Denn die letzten Wochen waren bestimmt durch zwei massive Hitzewellen und vor allem durch eine lang anhaltende Trockenheit.

Das zeigen auch die Pegelstände der Hönne in Menden:

Man sieht, dass der Wasserstand durchgängig deutlich unter dem mittleren Niedrig(!)-Wasserstand liegt, ganz zu schweigen vom Abstand zum mittleren Wasserstand oder gar zum Mittelhochwasser.

Der 12-Monatsvergleich zeigt, dass sich damit das Problem des zweiten Hälfte 2018 wiederholt hat und nur Winter und Frühlingsanfang mal etwas mehr Wasser brachten:

In der Landschaft fand ich Ecken völlig ausgetrocknet vor, die ich – mit Ausnahme des letzten Spätsommers und Herbstes – seit Jahrzehnten nur gut nass (und matschig) kenne, wie hier im Lüerwald zwischen Menden-Oesbern und Arnsberg-Neheim:

Foto 1: ausgetrockneter Flachtümpel im Lüerwald bei Menden-Oesbern; 06. Juli 2019

Nur tiefere, schattig und windgeschützt liegende Wegespuren hatten noch Wasserreste:

Foto 2: stark abgetrockneter Forstweg im Lüerwald bei Menden-Oesbern; 06.07.2019

Im Garten sieht es nicht besser aus:

Foto 3: Apfelbaum mit braunen Blättern, kleinen und abfallenden Äpfeln, auf trockenem Rasen; 7. Juli 2019

Es gab zwar auch gelegentlich Schauer in den letzten Wochen – die waren manchmal auch heftig, aber immer viel zu kurz:

Foto 4: (kurzer) Regenschauer am Nachmittag des 20.07.2019

Nun gibt es hoffentlich – und auch wahrscheinlich – endlich eine Linderung der Wasserknappheit für Natur und Mensch …

Spätwinterwende vom Vorfrühling zum Sturmmärz

Das letzte Drittel des (kalendarischen) Winters 2018/2019 brachte einen abwechslungsreichen Verlauf hervor.

Die zweite Hälfte des Februars ’19 zeigte sich vorfrühlingshaft mit, ja, beinahe sogar schon frühsommerlichen Zügen, so auch noch am letzten Februartag:

Foto 1: Vorfrühlingswetter im Mendener Stadtwald „Waldemei“, nordwestliches Sauerland; 28. Februar 2019, mittags

Beim Monatsübergang zum März, also am Karnevalswochenende, wurde der etwas voreilige Frühling ausgebremst, obwohl auch dann noch zeitweise die Sonne herauskam  und vor allem viele Frühblüher zu sehen waren:

Foto 2: blühende Salweide in Menden/Sauerland, Stadtteil Papenbusch; 2. März 2019

Der zweite Märzsamstag war dann schon aprilartig-wechselhaft mit viel Wind und noch mehr Regen:

Foto 3: Regenwasser mit „Mini-Windbruch“ in Garagenzufahrt; 9. März 2019, nachmittags

Einen Tag später, am zweiten Märzsonntag (10.03.19), beherrschte  das Sturmtief „Eberhard“ mit heftigen Windböen das Geschehen:

Tourenvergleich Geltinger Birk vs. Saarschleife – 2 x kleines und großes Wasser

Dieser Beitrag meines Tourenvergleichs aus dem vergangenen Spätsommer beschäftigt sich wieder mit Wasser(flächen).

Aus dem wasserreichen Naturschutzgebiet Geltinger Birk im Norden Schleswig-Holsteins gibt es zunächst den Blick in den Übergangsbereich Meer – Brackwasser:

Foto 1: Brackwasserröhricht im Nordwesten des N.S.G. „Geltinger Birk“, hinten links die Flensburger Förde, hinten rechts die Ostsee; nordöstliche Halbinsel Angeln, Nordost-Schleswig-Holstein; 6. September 2018

Eine Woche später im nördlichen Saarland gab es nicht solche großen und unterschiedlichen Gewässer. Hauptbegleiterin am Radweg war natürlich die Saar:

Foto 2: mitten in der Saarschleife, Saar-Radweg südlich von Mettlach, nördliches Saarland; 12.09.2018

In der Geltinger Birk kamen wir immer weiter Richtung Strand zur offenen Ostsee voran:

Foto 3: Ostseestrand im Norden des N.S.G. Geltinger Birk in Schleswig- Holstein; 06.09.2018

Umgekehrt bei den Gewässergrößen war es dann  Mitte September, als ich vom Fluss aus durch ein Mittelgebirgsbachtal hinauf zum Aussichtspunkt Cloef ging:

Foto 4: im Steinbachtal bei Mettlach am westlichen Saar-Steilhang; 12.09.2018

Angenagtes Land – mal durch Wasser, mal mit Wasser

Am letzten Sonntag besuchte ich den großen Kalk-Steinbruch im heimischen Nordsauerland an der Stadtgrenze zwischen Menden und Balve:

Foto 1: Kalk-Steinbruch „Grube Asbeck“ bei Balve-Eisborn, nördliches Sauerland, Märkischer Kreis; 2. September 2018

Durch den Abbau des Rohstoffes Massenkalk ist hier in den letzten Jahrzehnten bereits der Großteil eines Berges mit Wald und landwirtschaftlichen Flächen abgetragen worden. An der tiefsten Stelle der Grube entstand ein See aus Grundwasser.

Während im Steinbruch der Mensch das Land an- und abnagt, sind es anderswo die Naturkräfte, vor allem das Wasser:

Foto 2: Strand und Kliff bei Schönhagen an der Schleswigschen Ostseeküste; 5. September 2018

Beim Kurzurlaub letzte Woche im nordöstlichen Schleswig-Holstein traf ich auf „normale“, d. h. natürliche Erosion, in diesem Fall durch Einwirkung des Meeres auf eine Steilküste. Auch dort muss das Land – solange der Mensch nicht durch aufwändige Küstenschutzmaßnahmen  gegensteuert – Stück für Stück zurückweichen. Das gilt auch für die oberhalb liegenden Äcker und Wege:

Foto 3: Steilküste aus Foto 2, Ansicht oben und in Gegenrichtung