Starkregen und Hochwasser im Juli 2021 – I

Der Starkregen Mitte dieser Woche brachte Hochwasser nie gekannten Ausmaßes in weite Teile von NRW und Rheinland-Pfalz. Viele Menschen haben ihr Zuhause, ihr Hab und Gut, manche gar ihre Angehörigen verloren. Die Schäden und das Leid dieser – vom Menschen mit beeinflussten – Naturkatastrophe sind noch gar nicht vollständig absehbar.

Es hat mehrere mir gut bekannte Ort sehr schlimm getroffen, z. B. Altenahr, wo ich einen meiner letzten kombinierten Radtour-/Wanderurlaub gemacht habe (und die Berichte darüber in Kürze fortsetzen wollte …).

Auch in der heimatlichen Umgebung, nordwestliches Sauerland, hatten die Fluten katastrophale Folgen, vor allem an der Lenne in Altena, Nachrodt, Iserlohn-Lasbeck (alle Märkischer Kreis) und im östlichen Hagener Stadtteil Hohenlimburg.

Wesentlich glimpflicher ist – trotz Überschwemmung einiger Bereiche – meine Heimatstadt Menden davongekommen, obwohl es die höchste gemessene Regenmenge eines Tages und den höchsten Pegelstand unserer Flüsse Hönne und Oese gegeben hat.

Am Mittwoch hatte es sich spätestens ab Mittag eingeregnet und am frühen Nachmittag gab es Pfützen im Garten, wo sich nur ganz selten welche bilden:

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Foto 1: Starkregen, wassergesättigter Rasen und Pfütze im Gartenbeet; 14. Juli 2021, später Nachmittag

Nun liegen wir hier hochwassergeschützt auf einem Hügel, der nach allen Seiten sacht abfällt und sind ca.  400 m bzw. 600 m weg von Bächen oder Fluss (und ca. 30 m höher), sodass mir die wahren Ausmaße des Unwetters erst klar wurden, als ich zur Hönne ging. Hier im Video sieht man den Fluss wenige cm unterhalb einer Brücke, normal bleibt er mindestens 2, 5 m niedriger ..

Der Fluss hatte sich außerdem eine Art Nebenarm durch die angrenzenden Felder geschaffen und strömte  dort auch noch lange, nachdem sich der Regen verzogen hatte:

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Foto 2: Hochwasser-„Nebenarm“ (Bildmitte) der Hönne in Menden-Sauerland; vorne und rechts überschwemmter Asphaltweg; Brücke und Flussbett der Hönne im Rücken des Betrachters; 14.07.21, gegen 21:00 Uhr

Trockenheit und Sturzregen Mitte/Ende Juni

Der spät einsetzende (Früh-)Sommer ’21 brachte im Juni zunächst vor allem Hitze und in der Folge Trockenheit. Das war dann auch Stress für die zum Ersatz der in den letzten Jahren durch Dürre und Borkenkäferbefall abgestorbenen Fichten gepflanzten jungen Laubbäume:

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Foto 2: abgeholzter Fichtenwald mit gepflanzten jungen Laubbäumen am Gaxberg in Menden/Sauerland; 13. Juni 2021

Regen fiel in den folgenden Tagen nur vereinzelt und wenig:

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Foto 2: kurzer Regenschauer am Abend des 18. Juni 2021

Der große und heftige Regen kam dann mitten am dritten Juni-Wochenende, d. h. zum Ende des kalendarischen Frühlings, und mitten in der Nacht von Samstag auf Sonntag. Die Spuren waren deshalb mehr als die übliche Nässe, sondern auch weggeschwemmter Boden, Mulch, Blätter usw.:

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Foto 3: vom Regen der vorangegangenen Nacht ausgespültes „Schwemmgut“ aus dem Beet; 20.06.21

Auch die tags zuvor fast leere Regentonne lief in der Nacht schnell über und hatte jede Menge sonstiges Material vom Dach und aus den umstehenden Bäumen und Sträuchern obenauf liegen:

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Foto 4: randvolle Regentonne – mit Netz – nach dem nächtlichen Sturzregen; rechts halb-unten spiegeln sich das (kurze) Fallrohr der Regenrinne, die Kamera und ich; 20. Juni 2021

Jahresrückschau 2020-XXII: blühend und grünend zwischen Mitt- und Hochsommer

Nach leider schon wieder etwas Verzögerung mache ich weiter mit meinem Rückblick ins vorige Jahr und gehe dort in die Mitte des ersten vollen Sommermonats. Es ist die Zeit der Sommerblüten und des Sommergrüns, zumal es nicht zu heiß und zu trocken war:

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Foto 1: kleine Margerite – zwischen Klee, Gras und Moos – auf dem Rasen im Garten am 12. Juli 2020

 

Auch Weges-, Wald- und Wiesenränder standen in vollem Grün und voller Blüten:

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Foto 2: Sommervegetation am Wegesrand mit u. a. Schafgarbe (weiß), Flockenblumen (lila) und Echtem Labkraut (gelb); beim Sunderner Ortsteil Amecke, westlicher Hochsauerlandkreis, NRW; 12.07.20

 

Weil zum Glück keine Dürre wie in den beiden vorangegangenen Sommern eintrat, gab es eine vergleichsweise gute Obstausbeute:

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Foto 3: Apfelbaum im Garten nach Regenschauer am 14.07.2020

 

Auch die Teiche hatten genug Wasser für Algen und Enten:

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Foto 4: Stockenten-Familie im Algenteppich auf dem vorderen Oeseteich in Menden/Sauerland; 19. Juli 2020

Jahresrückschau 2020-XIX: in den Sommer Ende Juni

Obwohl es mir in den (Tastatur-)Fingern juckt, noch mehr zum aktuell spannenden Aprilwetter zu schreiben, nehme ich mich zusammen und setze heute meinen Rückblick aufs vergangene Jahr fort. Anfang dieses Jahres hatte ich mir vorgenommen, spätestens Ostern damit durch zu sein – was schon mal nichts mehr werden kann ..

Der Kontrast zum gerade herrschenden Winterrückfall (habe vorhin schon Schnee geschoben) nach Ostern zum Wetter dieses Beitrags könnte kaum größer sein. Es geht nämlich in den kalendarinschen Sommer ’20 und zugleich in die erste Hitzewelle des letzten Jahres. Das kam auch den sonnenliebenden Blumen zugute:

Foto 1: Rosenblüten über („aus“) Kirschlorbeer im Vorgarten; 20. Juni 2020

Danach begann ich meine coronabedingt einzige mehrtägige und weiteste Reise des letzten Jahres – und auch noch bis einschließlich heute. Es war nicht mal eine rein touristische Reise (sondern Besuch) und ich verließ auch nicht mein Heimatbundesland NRW (aber immerhin ging es von Westfalen ins Rheinland).

Es war an allen Tagen heiß und es gab fast immer einen strahlend blauen Himmel, aber auch erste Spuren von Trockenheit, selbst im für gewöhnlich gut gewässerten innerstädtischen Grün:

Foto 3: zwischen Kirche St. Quirinus und Hafen in Neuss, Niederrhein, Rheinland, NRW; 23. Juni 2020

Es waren die längsten Tage und damit hellsten Abende des Jahres, sodass noch sehr lange nach der nachmittäglichen „Siesta“ Touren in die Natur möglich waren:

Foto 3: überflutete ehemalige Waldfläche im Reuschenberger Busch bei Neuss am Niederrhein; 23.06.2020, später Abend

Und nun zeige ich aber doch noch was von heute, nämlich mein letztes (spätestes) Foto dieses winterlichen 6. April ’21:

Foto 4: Schnee im Garten am Abend des 6. April 2021; Menden/Sauerland, NRW

Jahresrückschau 2020-VII: Frühlingserwachen Anfang März

Der letztjährige Februar endete wechselhaft und überwiegend nass. Die Spuren diese Wetters sah man natürlich auch am 1. März noch überall:

Foto 1: ausgespülter Straßengraben nach Regengüssen der Vortage, zwischen Menden-Halingen und Iserlohn-Sümmerheide am Abbabach; nördlicher Märkischer Kreis, NRW; 1. März 2020

Aber der Winter war auch mild, sodass sich schon zu Beginn des ersten Frühlingsmonats viele Frühjahrsblüher zeigten:

Foto 2: Lungenkraut an einem Wegesrand (mit altem Zaun) im Mendener Ortsteil Ostsümmern; 01.03.20

Anderes blühte zwar noch nicht, brachte aber schon zahlreiche Blütenknospen hervor:

Foto 3: Schwarzdorn (Schlehenstrauch) im Garten mit Blütenknospen; darunter u. a. Mahonien;  am 07.03.2020

Auch die „klassischen“ Frühjahrsblumen gehören selbstverständlich noch in diesen Beitrag 🙂

Foto 4: Osterglocken und Krokusse auf einer Wiese in Menden/Sauerland; Foto stark gezoomt; 8. März 2020

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Aktuell – Sonntag, 24. Januar 2021, mittags – liegt übrigens hier wieder (Nass-)Schnee, wie schon vor einer Woche ..

Jahresrückschau 2020-III: sonniges Januar-Ende und Ende einer Rock-Legende

Im gesamten Januar des letzten Jahres habe ich kaum Fotos gemacht und wenn doch, dann war es meist bei trübem Wetter. Das wurde erst am letzten Sonntag des Januars ’20 ganz anders, als es blauen Himmel und viel Sonne gab, ….

Foto 1: blauer Himmel über – teils ehemaligem – Kiefernwald bei Kalthof, Stadt Iserlohn, nördlicher Märkischer Kreis, NRW; 26. Januar 2020

….obwohl auch die Spuren der vorangegangenen feuchten Witterung überall noch sichtbar waren:

Foto 2: Acker mit Regenpfützen beim Iserlohner Ortsteil Drüpplingsen, nordwestliches Sauerland, NRW; 26.01.20

Eine Stimmungstrübung kam vor einem Jahr bei mir auf, als ich vom Tod des Schlagzeugers und Texters Neal Peart der kanadischen Rockgruppe Rush erfuhr. Mit meinem damaligen Beitrag dazu folgte eine ganze Reihe Artikel, vor allem aus meinem Rückblick auf 2019, mit Musikbeiträgen, darunter viele mit Songs von Rush.

Heute lasse ich meinen Artikel enden mit einem meiner Lieblingsstücke von Rush und überhaupt, nämlich „Mystic rhythms“ vom 1985er Album „Power windows“, das für mich auch deshalb eine besondere Bedeutung hat, weil es mich durch meine Bundeswehr(zwangs)zeit in der Lüneburger Heide „getragen“ hat …

Beide Begabungen von Neil P., Trommeln und Texten, kommen darin sehr gut ‚rüber:

a) offizielles Video:

b) gut gemachtes Amateur-Video mit Text und passender „Bebilderung“ des Songs:

4 x Ausflugssechstbilder: am/durchs/überm Wasser

 

Nach einigen vorweihnachtlichen Beiträgen gibt es jetzt den sechsten Teil meiner vergleichenden Berichte von vier Touren/Ausflügen zwischen Spätsommer 2019 und Frühsommer 2020, diesmal mit Gewässerbegegnungen in vielgestaltiger Form.

Los geht es auch wieder mit der Radtour durch den Nationalpark Kellerwald Anfang September 2019, wo einige Wege ebenerdig-„ebenwässrig“ waren:

Foto 1: Waldwegefurt durch Bach im Kellerwald, Nordhessen, Kreis Waldeck-Frankenberg; Anfang September 2019

Eine Woche später radelte ich – ohne E-Motor – über den Ahrtalradweg mit auch einigen kurzen Abstechern auf/über Brücken abseits der Hauptroute:

Foto 2: Stegbrücke bei Bad Neuenahr mit hölzerner Aussichtsplattform auf der anderen Seite; Ahrtal, Rheinland-Pfalz; Mitte September 2019

 

Im Advent ’19 gab es  beim Ausflug auf den Drachenfels bei Bonn natürlich auch immer wieder den Blick auf den Rhein:

Foto 3: Rhein vom Drachenfels aus, mit Binnenfracht-(oder Frachtbinnen-?)schiffen bei Bad Godesberg; Stadt Königswinter (vorn) und Bundesstadt Bonn, Rheinland, NRW; 1. Dezember/1. Advent 2019

Gut ein halbes Jahr später auf einer Sommerabendradtour kam ich selbst beim Ablichten eines Rhein-Frachtschiffs mit aufs Bild 😉 

Foto 4: ich vor Flusslandschaft mit Schiff; bei Neuss, Niederrhein, NRW; Ende Juni 2020 [Kontrast des Fotos stark nachbearbeitet]

Auch wenn das letzte Bild dieses Beitrags mitten aus dem Sommer stammt …
Ich wünsche allen ein – so gut es in diesem Jahr geht –  gesundes, friedvolles und frohes Weihnachtsfest!

Oktobersonntag – ohne Sonne, mit Sonnenblumen und Stieglitzen

Bisher war der Oktober 2020 wenig golden. Es gab noch keinen vollen sonnigen und warmen Tag.

Das war auch heute am dritten Oktobersonntag ’20 nicht anders. Es war überwiegend hochnebelig trüb, außerdem kühl, aber auch trocken. Der geringe Pegelstand der Flüsse hat sich auch kaum gegenüber dem Sommer verändert:

Foto 1: die Hönne in Menden/Sauerland, zwischen Hönne-Insel und Promenade (links); 18. Oktober 2020, nachmittags

Über der Feldflur fehlte nicht nur die Sonne, sondern auch viele Blumen inkl. Sonnenblumen waren überwiegend verblüht:

Foto 2: Blick von Westen auf Menden (mit Ortsteil Hembrock und Stadtteil Platte Heide) über eine Acker-Blühwiese; 18.10.20, später Nachmittag

Als ich am Blühacker ankam, flogen mehrere Trupps von Stieglitzen (Distelfinken) von dort auf. In der folgenden Viertelstunde versuchte ich vergeblich, wenigstens einen der bunten Singvögel am Boden abzulichten. Mir gelangen stattdessen nur Luftaufnahmen:

Foto 3: fliegende Stieglitze über dem Acker aus Foto 2

Ein klein wenig besser erkennt man die Stieglitze mit dem finkentypischen Wippflug im Bewegtbild:

 

Jahres-Zeiten-Rückblick 2019 – XVIII: wasserarmer Spätsommer

Zum letzten Beitrag meines Jahresrückblicks gibt es nun einen größeren Sprung von Mitte August ’19  in den letztjährigen Spätsommer.
In meinem Kurzurlaub im Waldecker Land traf ich bei heiterem Wetter auf überwiegend noch grüne, nur ganz vereinzelt auch auf  trockene und in beginnende (verfrühte) Herbstverfärbung übergehende Vegetation:

Foto 1: Grünfläche am ehemaligen Bahngelände in Waldeck (Nordhessen); 04. September 2019

Die Folgen der Trockenheit im letzten Sommer waren dagegen erst in den Gewässern zu sehen, insbesondere im nahen Stausee (Talsperre) des Edersees:

Foto 2: Seitenarm (Bärentalsbach) des Edersees westlich von Waldeck, mit den Ruinen des ehem. Dorfes Berich; 05.09.2019

An den am Steilufer des Baches gebildeten Wasserstandslinien (Rillen) und am fehlenden Grün erkennt man, wie hoch das Wasser des Sees normalerweise steht. Auch die Fundamente des untergegangenen Dorfes sind oft überspült.

Zum Abschluss noch ein Foto vom Edersee, das die Witterung und die Wasserarmut von Anfang September 2019 zusammenfasst bzw. widerspiegelt:

Foto 3: der Edersee unterhalb von Burg Waldeck; 06.09.2019

Trockensommer am Stausee

Die letzten beiden Dürresommer haben auch ihre Spuren in den Stauseen der Talsperren hinterlassen.

So fand ich letzte Woche beim Kurzurlaub im Waldecker Land den Edersee nur noch arg geschrumpft vor. In seinem oberen und mittleren Bereich war eigentlich nur der ursprüngliche – ungestaute – Flusslauf vorhanden:

Foto 1: die Eder westlich von Scheid (Waldecker Land, Nordhessen), Anfang September 2019

Der normale Wasserstand  des Stausees reicht bis an den Bootssteg in der oberen Bildmitte.

Einige Bojen sind auf den sonst unter Wasser verborgenen Hügeln gestrandet:

Foto 2: geschrumpfter Edersee bei Scheid, mit gestrandeter Boje in der Bildmitte; stark gezoomt; Anfang September 2019

Auch die zahlreichen Zuläufe sind von Buchten des Sees zu Rinnsalen verkümmert:

Foto 3: Bachzulauf (sonst Bucht) am Edersee beim Waldecker Ortsteil Berich; Anfang September 2019

Die Furchen an den Hängen markieren  – fast schon wie geologische Schichten – sonst übliche Wasserspiegelhöhen in dieser Stauseebucht.

Zum Schluss zeige ich, wie befremdlich eine vom Wassersport geprägte Regionen in solchen Dürrephasen wirkt:

Foto 4: Reste des Edersees bei Bringhausen (Kreis Waldeck-Frankenberg); Anfang September 2019

 

Foto 5: vergrößerter Ausschnitt aus Foto 4