Spätsommer am Waldfluss – Frühsommer am Wegesrand

Diesmal verbinde ich meinen Frühjahrsbericht 2017 mit Eindrücken aus dem Spätsommer 2016.
Anfang September ’16 war ich in den Wäldern des Hohen Venns in Ost-Belgien unterwegs. Das Wetter war hochsommerlich und ich war deshalb froh über die doppelte Abkühlung, die Wald und Fluss brachten:

Foto 1: im Flussbett der (belgischen) Weser im Hohen Venn in Ost-Belgien; Anfang September 2016

Der Wasserstand war ziemlich niedrig, sodass ich bequem durch bzw. über das Flussbett laufen konnte. Die (belgische!) Weser ist ziemlich schotterreich. Unter (seichtem) Wasser wirken die Steine wesentlich bunter als auf dem Trockenen:

Foto 2: Schotterbett der oberen Weser im Osthertogenwald (Hohes Venn/Ost-Belgien); 8.09.16

Ende Mai dieses Jahres radelte ich abends über den Haarstrang östlich von Fröndenberg/Ruhr. Frühherbstlich gefallene Blätter wie im Flussbett auf dem vorigen Bild gab es im Frühsommer (der eigentlich  Spätfrühling ist) natürlich nicht. Stattdessen waren Wiesen und Wegesränder voll ergrünt und erblüht:

Foto 3: Wegesrand mit u. a. Spitzwegerich und Knäuelgras auf dem Haarstrang zwischen Fröndenberg-Warmen und Wickede-Scheda; 26.05.17

Zu einer Tages-/Uhrzeit, zu der es im Spätsommer schon recht dämmrig ist, war es Ende Mai noch ausgesprochen sonnig und hell, wenn auch mit langen Schatten:

Foto 4: Apfelbäume an Straße auf dem Haarstrang bei Fröndenberg-Bausenhagen (Kreis Unna, NRW); 26.05.17

 

Vom spätsommerlichen November bis frühsommerlichen Maianfang

Weil ich mit meinen Touren- und allgemeinen Jahreszeitrückblicken seit Herbst 2015 mächtig in Rückstand geraten bin, habe ich mich entschlossen, diesmal – und vielleicht noch öfter – nicht eine oder zwei Touren oder Tage in einem Beitrag zu behandeln, sondern mehrere.

Es geht los mit dem letzten Novemberanfang, als ich am Niederrhein in Neuss war und es (beinahe) spätsommerlich sonnig und mild war. Ich kam auch an einem damals wegen Bauarbeiten in der Umgebung trockengefallenen künstlichen (aufgestauten) „Sumpfwald“ vorbei:

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Foto 1: trockengefallener „Sumpfwald“ bei Neuss; 1. November (Allerheiligen) 2015

Die fahlen Farben der Totholzes hinten und das herbstbunte Laub vorne haben für den November viel Symbolkraft …

Aus dem ungewöhnlich schönen Novemberanfang 2015 machen wir nun einen Sprung in den Hochwinter und aus den Niederungen des Niederrheins auf die Höhen des Hochsauerlandes bei Sundern-Wildewiese:

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Foto 2: von Sundern-Wildewiese (Hochsauerlandkreis) auf das Lennetal; 17. Januar 2016

Auch nicht weniger wolkig und nur unwesentlich milder war es in diesem Jahr in der letzten Aprilwoche, als ich das Gelände des ehemaligen Phoenix-Stahlwerks im Dortmunder Stadtteil Hörde besichtigte:

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Foto 3: Teile der ehem. Hochofenanlagen der Phoenix-Stahlhütte in Dortmund-Hörde, mit dem Aufgangsturm zum „Skywalk“ auf den Rohrleitungen; 28. April 2016

Schon deutlich frühsommerlich wurde es dann zu Anfang des Wonnemonats Mai, als ich meine allfrühjährliche Radtour Soest – Haarstrang – Möhnesee – Arnsberger Wald – Mittelruhr  machte, hier beim Start(nach Bahnanfahrt) in Soest:

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Foto 4: ehem. Stadtbefestigung mit dem Kattenturm in Soest (Westfalen); 2. Mai 2016

Strand, Wald, Watt – zwischen Sahlenburg und Neuwerk

Nach dem Schnelleinstieg  im letzten Beitrag folgt nun der erste Teil des ausführlichen Berichts über meinen Kurzabstecher nach Cuxhaven und Umgebung.
Es ging an einem mit Regen gestarteten Mitt-September-Vormittag los am Strand des südwestlichen Cuxhavener Ortsteils Sahlenburg.  Noch bestimmte dichte Bewölkung das Bild – das sollte sich im Laufe des Tages aber noch sehr ändern …
Vom Strand gibt es hier zuerst den den Blick zurück zum Ort, mit kleinem Yacht“hafen“, Bettenburgen und dem Wattenmeer-Besucherzentrum:

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Foto 1: Strand von Cuxhaven-Sahlenburg, verlängerte Hans-Claußen-Str., mit Yachthafen und Wattenmeer-Besucherzentrum (hinten links); September 2015

Auch hier fällt wieder auf, dass direkt an die nordseetypische Strandlandschaft landeinwärts Wald angrenzt.

Auf dem nächsten Foto gibt es es jetzt Küste pur zu sehen mit Sandstrand, Watt und der Insel Neuwerk am Horizont. Außerdem sieht man einen ersten Blaustreif  am Himmel, der die kommende Wetterbesserung ankündigte:

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Foto 2: vom Strand bei Cuxh.-Sahlenburg nach Norden auf die Nordsee mit der Insel Neuwerk in der Bildmitte hinten; September 2015

Die Insel Neuwerk gehört zum Wattenmeer, aber nicht wie Cuxhaven zu Niedersachsen, sondern zum Bundesland/Stadtstaat Hamburg. Hier zeige ich die Insel stark herangezoomt:

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Foto 3: Insel Neuwerk im Hamburgischen Wattenmeer, vom Sahlenburger Strand aus (stark gezoomt); September 2015

Fast auf den Tag genau 7 Jahre vorher habe ich an einer Wattwanderung dorthin teilgenommen. Diesmal stand aber eine Radtour über ein Teilstück des Nordseeküstenradwegs auf dem Plan, sodass ich den Strand kurz nach Foto 3 wieder Richtung Fahrradabstellplatz am Strand verließ und dann weiter radelte. Mehr dazu in den nächsten Beiträgen …

 

 

 

Ruhrtalradwegbrückenflussblickquartett

Heute vor genau einer Woche (Samstag, 29.08.15, gegen 21:15 Uhr) war ich bei hellem Vollmond und ca. +22 °C noch draußen unterwegs (s. vorigen Beitrag). Heute Abend haben wir nur +12 °C und nach vielen Regenschauern ist es reichlich nass – und es war schon sehr früh stockfinster. So viel zu den letzten 8 Tagen …

Nun gehe ich noch eine Woche zurück. Am vorletzten Sonntag herrschte hier im Nordsauerland schönstes Sommerwetter mit viel Sonne, aber ohne zu viel Hitze (die es dagegen am letzten Sonntag gab).
So war eine angenehme Radtour auf dem Ruhrtalradweg zwischen Meschede und Arnsberg (Hochsauerlandkreis/HSK) möglich.
Davon mitgebracht habe ich hier 4 Bilder mit Ausblicken auf den Fluss von Brücken entlang dieser bekannten Radroute.

Los geht es mit der Brücke ganz im Osten der Stadt Arnsberg, bei der kleinen Siedlung (Weiler) Wildshausen:

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Foto 1: Blick von der Ruhrbrücke bei Arnsberg-Wildshausen nach Osten = flussaufwärts; hinten Teile des südl. Arnsberger Waldes; 23.08.15

 

Hier befindet sich einer der naturnahesten Abschnitte der Ruhr, die ja eigentlich eher für eine der größten und am dichtesten bebauten Industrieregionen Europas (Ruhrgebiet) steht.
Einige km westlich (flussabwärts) beim Arnsberger Ortsteil Rumbeck gibt es zwar weniger naturbelassene Landschaft, aber der Fluss selbst wurde auf vielen Strecken mehr oder weniger stark renaturiert, sodass u. a. Flussinseln entstanden:

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Foto 2: Blick von der Brücke bei Arnsberg-Rumbeck ruhraufwärts; hinten rechts am Waldhang Autobahn A46 bei Arnsberg-Oeventrop; 23.08.15

 

Noch ca. einen Kilometer flussabwärts passiert man als Radler oder Fußgänger ein weiteres Mal die Ruhr nahe dem Rumbecker Hammer, wo wieder unbebaute Ufer, Wälder und Berge die Szenerie bestimmen:

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Foto 3: Blick flussaufwärts von der Fuß-/Radwegbrücke am Rumbecker Hammer auf die Ruhr zwischen den Arnsberger Ortsteilen Uentrop und Rumbeck; 23.08.15

 

Das letzte Bild stammt nicht aus der freien Landschaft, sondern vom Rand der Arnsberger Altstadt, wo  ein ehemaliges Flusswehr und  das mit Spundwänden gesicherte südliche Ufer neben einem weiteren renaturierten Stück der Ruhr liegen, wo sich der Fluss sein Bett nach und nach wieder selbst gestaltet:

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Foto 4: Blick ruhraufwärts von der Rad-/Fußwegbrücke bei Alt-Arnsberg zwischen dem altstadtnahen Wald Eichholz (links) und dem Altem Feld (rechts); 23.08.15

Sauerland-Ruhr mit Edelwegen für Wandern und Rad

Während der astronomische (kalendarische) Sommeranfang 2015 heute in weiten Teilen Mitteleuropas kühl und regnerisch daherkam, war es einige Tage zuvor etwas wärmer und trocken.
Die Bedingungen am letzten Mittwoch, 17. Juni 2015, waren perfekt für eine Radtour im Sauerland – nicht nur vom Wetter her, sondern auch wegen eines freien Tages 🙂

Ich startete nach Anreise per Bahn in Bestwig an der oberen Ruhr im mitte-nordöstlichen Hochsauerlandkreis (HSK). Der Fluss ist hier noch deutlich schmaler als am Mittel- und Unterlauf im Ruhrgebiet, aber andererseits auch schon kein Bächlein mehr wie im Rothaargebirge, wo er entspringt:

Ruhr bei Bestwig

Foto 1: Mitte-Oberlauf der Ruhr bei Bestwig (HSK), vorn: rechtes (nördliches) Ufer; 17.06.15

Wegen der vorangegangenen lang anhaltenden Trockenheit war der Wasserstand extrem niedrig. Im Schatten der Bäume und im insgesamt feuchten Mikroklima am Fluss war die Vegetation aus Gräsern, Stauden und Kräutern aber dennoch recht üppig.

Anders als auf Foto 1 fließt die Ruhr auch im oberen Sauerland nur auf kurzen Strecken durch Wald oder Gehölze. Meist geht es durch offene Landschaft, wie hier zwischen Bestwig-Mitte und Velmede:

Velmede von Nordost

Foto 2: über die Ruhr auf  Bestwig-Velmede; 17.06.15

Beiderseits der Ruhr verlaufen bekannte und beliebte Wander- und Radelrouten. Im vorigen Bild sehen wir auf dem jenseitigen Ufer einen Rastplatz des Ruhrtalradwegs, der den Fluss von der Quelle in Winterberg bis zur Mündung in den Rhein bei Duisburg begleitet.

Ich selbst war mit meinem Rad aber nicht auf dieser Radroute unterwegs, sondern auf dem noch recht jungen Premium-(Fuß-)Wanderweg Sauerland-Waldroute, der hier beim Bestwiger Ortsteil Velmede aber auch auf gut radelbarem Weg läuft:

Waldroute zwischen Bestwig und Velmede (hinten)

Foto 3: Waldroute im Ruhrtal zwischen Bestwig-Mitte und Velmede (hinten); 17.06.15

Im weiteren Verlauf der Tour (und des Blogs) geht es aus dem Ruhrtal heraus, also vom Fluss weg, auf die Waldhöhen des östlichen Arnsberger Waldes …

Der 13. Mai im Jahresvergleich: mal trocken, mal nass

Der Mai kann von der Witterung her ziemlich unterschiedlich ausfallen, gerade die Monatsmitte, also im Umfeld der „Eisheiligen“.
In diesem Jahr war der 13. Mai (2015) hier im Nord-Sauerland heiter bis sonnig, aber kühl und windig. Den letzten nennenswerten Regen hat es vor 8 Tagen gegeben. Dementsprechend  hatte der Himmel viel Blau und am Boden war es relativ trocken:

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Foto 1: in der Molle an der Hönne (hinten) bei Menden/Sauerland; 13. Mai 2015

Vor genau einem Jahr, am 13. Mai 2014, steckten wir hier mitten in einer kühlen und regnerischen Phase, was man auf dem nächsten Foto mit beinahe dem gleichen Bildausschnitt wie oben auf Anhieb sieht:

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Foto 2: ähnlich Foto 1, aber am 13. Mai 2014

 

Am 13. Mai 2011 war die Trockenheit noch erheblich stärker als in diesem Jahr. Der Pegel der Hönne in Menden war außerordentlich niedrig und auf dem nächsten Bild sehen wir das  halbseitig trocken gefallene Flussbett:

Hönne zwischen Hönneinsel und Promenade bei extremem Niedrigwasser

Foto 3: Hönne zwischen Hönneinsel und Promenade in Höhe der Mendener Innenstadt bei extremem Niedrigwasser; 13. Mai 2011

Heute war die Hönne zwar auch weit entfernt von Hochwasser, aber es ragten nur einige Schottersteine aus dem Wasser hervor:

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Foto 4: gleicher Flussabschnitt wie auf Foto 4 vorne, aber von einer Brücke aufgenommen; 13. Mai 2015

 

Rückblende in den Sommer-April 2011 – I

Nach einer empfindlich nasskalten Kar-Woche und wettermäßig kaum besseren Ostertagen gibt es seit gestern (9. April 2015) in Mitteleuropa einen Hauch von Frühsommer mit heute (10.04.15) viel Sonne und Temperaturen bis + 23 °C hier im Nord-Sauerland.

Wesentlich beeindruckender war der Frühling aber vor 4 Jahren, im April 2011, d. h. ein Jahr vor dem Start meines Jahrestageszeitenbuchs. Das war damals schon mehr Frühsommer. So ging es schon am 8. April 2011 mit blauem Himmel und viel Wärme los, z. B. hier im Wald, wo das frische Blattgrün deutlich weiter war als in diesem Jahr:

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Foto 1: Stadtwald Kapellenberg in Menden/Sauerland, am 8. April 2011

Es war damals auch schon am und im Wasser warm genug, wie hier an der Hönne bei Menden-Lendringsen:

Renaturierung Hönne südlich Bessemerweg

Foto 2: Hönne bei Menden-Lendringsen; 10. April 2011

Foto 2 zeigt übrigens einen erst seit wenigen Jahren renaturierten Abschnitt der Hönne (inzwischen ist es dort auch noch verwilderter).
Am selben Tag war ich auch noch an der Ruhr (in welche die Hönne mündet), ebenfalls an einem renaturierten Teilstück in Höhe des Arnsberger Stadtteils Neheim-Hüsten:

Ruhr bei Neheim

Foto 3: Ruhr bei Arnsberg – Neheim-Hüsten (Hochsauerlandkreis), renaturierter Abschnitt; 10. April 2011

Nach so viel Rückblende bringe ich zum Schluss noch ein Bild von heute (10.4.15), wieder am Fluss. Es ist an der Hönne in Menden, in Höhe der Innenstadt. Wir sehen am Uferweg Hinterlassenschaften des kleinen Hochwassers von vor Ostern. Außerdem hatten wir heute noch ziemlich kahle Bäume. Die Vegetation ist noch recht weit zurück im Vergleich zur gleichen Jahreszeit vor 4 Jahren:

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Foto 4: an der Hönne bei Menden-Sauerland, Uferweg unterhalb der „Hönne-Insel“; 10. April 2015