Gemischte Vergleiche Stadt – Land und Mittsommer – Goldener Oktober

Statt mit dem „einfachen“ Sommerrückblick ’17 fortzufahren, mache ich doch erst noch mal weiter im Sinne des „Dreiklangs“ aus dem letzten Beitrag, diesmal aber etwas mehr thematisch als chronologisch sortiert …

Es geht los mit der Nahaufnahme zum blumigen Ortseingang von Hallenberg im südöstlichen  Hochsauerland, den ich schon im letzten Artikel aus der Ferne gezeigt habe:

Foto 1: aus Blumen gemachtes „Ortseingangsschild“ von Hallenberg (südöstlicher Hochsauerlandkreis, NRW); Juli 2016

Am Montag dieser Woche (Mitte Oktober ’17) fotografierte ich bei kaum geringeren Temperaturen und bei deutlich mehr Sonne als Mitte Juli ’16 den Ortseingang des Schmallenberger Ortsteils Niedersorpe:

Foto 2: Ortseingang mit Wappenbaum in Schmallenberg-Niedersorpe, südlicher Hochsauerlandkreis; Mitte Oktober 2017

In Hallenberg radelte ich im Sommer 2016 entlang des Flüsschens Nuhne und kam an einem so beeindruckend wie idyllisch über/in diesem Tal stehenden Fachwerk-/Bruchstein-Haus vorbei:

Foto 3: Hallenberg, Ex-Bahntrassenradweg an der Nuhne; Juli 2016

Ein Jahr später fuhr ich ebenfalls an einem Gewässer entlang, das aber mitten durch die östliche Metropole des Ruhrgebiets, Dortmund. Im Tal der Emscher, in Höhe des noch sehr jungen Phönixsees, passierte ich das dortige Neubaugebiet in Südhanglage mit seinen modernen Häusern auf  einigen der wohl teuersten Grundstücken des Ruhrpotts:

Foto 4: Neubaugebiet nördlich von Emscher/Phönixsee im Dortmunder Stadtteil Hörde; mit privaten Weingärten neben der öffentl. Hangtreppe; Juli 2017

Noch vor wenigen Jahrzehnten standen dort eine riesige Stahlhütte und zugehörige Arbeitersiedlungen an der damals völlig zur Abwasserkloake verkommenen/missbrauchten Emscher. Mittlerweile ist dieser kleine Fluss einigermaßen gereinigt und renaturiert und es findet sich recht viel Grün ringsum:

Foto 5: im Emschertal westlich von Dortmund-Hörde, hinten der Dortmunder Fernsehturm „Florian“; Juli 2017

Durch das mittelgebirgig geprägte obere Sorpetal (nicht zu verwechseln mit dem  Flüsschen der Sorpetalsperre im nördlichen Sauerland!) im Rothaargebirge hatte ich in dieser Woche  den Ausblick auf einen anderen (Sende-)Turm, diesmal mit Golden-Oktober-Kulisse:

Foto 6: Blick über das obere Sorpetal auf den Sendeturm „Fernmeldeturm Bödefeld“ (hinten-Mitte-links) auf dem Höhenzug Hunau im Hochsauerland zwischen Winterberg und Schmallenberg; Mitte Oktober 2017

 

 

Entdeckungen an naturnäher gewordener Ruhr

Immer noch am Anfang meines Sommerrückblicks ’17 und darin immer noch nicht am Ende des Berichts über meine Nachmittagsradtour(en) vom 6. Juli 2017 bin ich mit diesem Beitrag 😉

Letzter längerer Aufenthalt der Tour war der Besuch am erst kürzlich renaturierten Abschnitt der Ruhr bei Wickede (Ruhr). Obwohl man dort im Rücken den Ort mitsamt Industrie hat, ist  am Flussufer ein Hauch von – wiedererlangter – Wildnis zu spüren:

Foto 1: renaturierter Abschnitt der Ruhr bei Wickede (südwestlicher Kreis Soest), vor dem Echthauser Wald; 6. Juli 2017, abends

Während ich dort eine Weile ruhig stand und beobachtete, entdeckte ich einen „metallic“-glänzenden Farbtupfer im Totholz-Geäst am Flussufer (die rote Markierung drumherum im Bild ist allerdings von mir….):

Foto 2: farbenfrohe Entdeckung im renaturierten Bereich der Ruhr bei Wickede; rot markiert; 6.07.17

Meine vorfreudige Erwartung bestätigte sich bei näherem Hinsehen vor Ort und wird auch durch einen vergrößerten Ausschnitt aus Foto 2 sichtbar:

Foto 3: vergrößerter Ausschnitt aus Foto 2; Eisvogel an der Ruhr bei Wickede; 6.07.17, abends

Leider bekam ich wegen der zu großen Entfernung und meines zu schwachen Zooms an der mitgenommenen Kamera kein auch nur halbwegs scharfes Foto des Eisvogels zustande.

Ich konnte den schönen Vogel aber wenigstens in einem kurzen Video beim pfeilschnellen Flug übers Wasser einfangen. Man kann dabei gut nachvollziehen, warum der Eisvogel auch „fliegender Edelstein“ genannt wird:

 

An und in der Ruhr am Sommerabend

Während meiner ungeplanten (und unverhofften; siehe vorigen Beitrag) Zweit-Radtour von nachmittags bis abends Anfang Juli ’17 hatte ich auf meinem Weg ruhraufwärts den zweiten längeren Aufenthalt am Ruhrufer hinter dem Werksgelände der Wickeder Westfalenstahl GmbH:

Foto 1: Radelpause in Wickede/Ruhr (südwestlicher Kreis Soest, NRW); hinten das Werk der Wickeder Westfalenstahl GmbH; 6. Juli 2017, abends

Der Gegenblick von der Bank aus Foto 1 offenbart eine völlig andere Ansicht, nämlich auf die Ruhr an einem erst kürzlich renaturierten Abschnitt nahe einem ehemaligen Flusswehr:

Foto 2: Blick vom Standort aus Foto 1 auf die Ruhr zwischen Wickede-Mitte und dem Echthauser Wald (hinten); 6.07.17

Über die in den Fluss eingebrachten Felsbrocken konnte ich auch ein Stück weit „in“ die Ruhr hineingehen und einen natur- und wassernäheren Blick in die sommerabendsonnige Landschaft genießen:

Foto 3: „in“ der Ruhr bei Wickede-Mitte, renaturierter Abschnitt; 6.07.17, abends

Noch etwas besser ‚rüber kommt diese lebendige Flussatmosphäre im Video:

Junge, neue und alte Bäume am Plackweg

Ich mache weiter mit meinem Rückblick auf den Sommer ’17, der zurzeit gleichzeitig ein Radtourbericht aus Anfang Juli durch den Arnsberger Wald ist.

Dort hatte ich den Kammweg „Plackweg“ erreicht, der im Bereich der Arnsberger Ortsteile Oeventrop, Rumbeck und Uentrop ein Pfad ist mit immer mal wieder matschigen Stellen:

Foto 1: Pfad auf dem Plackweg oberhalb von Arnsberg-Rumbeck; 6. Juli 2017

Neben älteren Buchen und Fichten stehen dort im Unterwuchs auch ungewöhnlich viele – wohl selbst gesäte – Jungfichten:

Foto 2: Fichtenwald mit Jungfichten und einigen Buchen im Arnsberger Wald bei Arnsberg-Rumbeck; 6.07.17

Etwas weiter westlich stieß ich auf die Überreste eines historisch bedeutenden, vermutlich ca. 400 Jahre alten Grenzbaums, die sog. „Wetter-Buche“:

Foto 3: Reste der ehemaligen „Wetter-Buche“ im Arnsberger Wald; 6.07.17

Der alte Baum hatte die Grenze der Gemarkungen Rumbeck und Uentrop markiert und war im Januar 2007 Opfer des Orkans „Kyrill“ geworden. Heimatfreunde haben dafür inzwischen einen Ersatz ganz in der Nähe gepflanzt:

Foto 4: neue Wetterbuche im Arnsberger Wald bei Arnsberg-Rumbeck; 6.07.17

Zum Abschluss dieser Etappe zeige ich wieder ein Radel-Video, bei dem ich erstmals einen Kameraschwenk wagte, um einen Hang mit Jungwald zu zeigen, wo es aber auch noch stehen gelassene alte Bäume gibt:

Radelnd und zu Fuß, mit und ohne Sonne durch den Juli-Wald

Auf meinem Ausflug von Anfang Juli  2017 durch den Arnsberger Wald begleitete mich zunächst weiter sommerlich intensive Sonne, meist natürlich etwas gedämpft durch das Laubdach (oder auch „Nadeldach“):

Foto 1: auf Tour durch einen Jungbuchenwald im Arnsberger Wald nördlich von Arnsberg-Oeventrop (Hochsauerlandkreis, NRW); 6. Juli 2017

Etwas später zog erstens stärkere Bewölkung auf und ich stieß zweitens auf eine Folge des Regens von einigen Tagen zuvor, nämlich einen stark zerwühlten/gefurchten und matschigen Waldweg:

Foto 2: zerfurchter Waldweg am sog. Plackweg im Arnsberger Wald; 6.07.17

Da sich dieser Wegezustand einige hundert Meter in meiner ursprünglich geplanten Tourrichtung fortsetzte, entschied ich mich, mit dem Rad hier umzudrehen. Vorher machte ich aber wenigstens noch einen ca. 1 km Abstecher zu Fuß am Matsch vorbei und kam auf einen trockenen Pfad zwischen u. a. jungen und älteren (und toten) Fichten:

Foto 3: Trampelpfad am Plackweg im Arnsberger Wald (nördliches Hochsauerland); 6.07.17

Nach diesem kurzen „Fußmarsch-Intermezzo“ ging es per Rad weiter in die Gegenrichtung.

Dabei machte ich später noch einige Videos vom Fahrradlenker aus. Auf dem folgenden fuhr ich durch eine der vielen Kurven und entlang von dicht bewachsenen Wegrändern, hier vor allem mit den großen Blättern der Pestwurz:

Nadel-, Misch-, Natur- und Fahrradwald im Mittsommer

In meinem Sommerrückblick ’17 geht es weiter mit dem Radtour-Bericht von Anfang Juli im Sauerländischen Arnsberger Wald.
Nach anfangs hauptsächlich Fichtenwald kam ich schließlich an die Grenze zu einem größeren Buchenbestand:

Foto 1: im Arnsberger Wald oberhalb/nördlich von Oeventrop (Ortsteil von Arnsberg, nordwestliches Hochsauerland); 6. Juli 2017

Im dortigen Laubwald gibt es auch einige naturnah belassene Bereiche (sog. Naturwaldzellen), in der auch Totholz eine Existenzberechtigung hat:

Foto 2: Naturwaldzelle im Arnsberger Wald mit Buchen-Totholz; 6.07.17

Im weiteren Verlauf kam ich durch sommergrünen Buchen-Hochwald, aber auch mit genügend Nach-Wuchs:

Foto 3: mittelalter Rotbuchenbestand im Arnsberger Wald, mit Jungbäumen hinten; 6.07.17

Später, und damit greife ich ich in der Tourbeschreibung etwas vor, kam ich plötzlich auf die Idee, während des Radelns ein Video aufzunehmen. Davor habe ich das nie ernsthaft in Erwägung gezogen. Jetzt wollte ich eine Bergab-Strecke abbilden, was mir mit einem „einfachen“ Foto nicht zufriedenstellend gelang. Also hängte ich mir die Kamera um den Hals und rollte den vor mir liegenden Waldweg mit gedrücktem Video-Auslöser hinab. Damit hatte ich mir für meinen ersten „Fahrradlenker-Film“ aber die völlig falsche Stelle und Gelegenheit ausgesucht, es war zu steil und zu holprig, sodass ich nach wenigen Metern abbrechen musste:

Der zweite Versuch auf geeigneterer („vernünftigerer“) Strecke und mit etwas anderer Hantierung von Lenken und Filmen klappte schon deutlich besser:

Mittlerweile hat meine zwischenzeitliche Begeisterung fürs „Videoradeln“ übrigens schon wieder etwas nachgelassen.
Weitere solcher Videos gab es schon in meinem Menden-Blog, und ein paar werden auch hier noch folgen …

Fichtenwald im Juli – Innenansichten und Herausblicke

Ich fahre (radle) fort mit meinem Bericht von einer Halbtagesradtour Anfang Juli zwischen Ruhrtal und Arnsberger Wald. Es ging eine ganze Weile fast höhengleich über den „Panoramaweg“ beim Arnsberger Ortsteil Oeventrop. Überwiegend kam ich dabei durch Fichtenwald mit vielen Alters- und (Pflanz-)Dichte-Stufen:

Foto 1: Fichtenwald am Oeventroper Panoramaweg (nordwestlicher Hochsauerlandkreis) mit Telefonleitung; 6. Juli 2017

Der Telefonmast passt sehr gut zum „Stangenholz“ der älteren Fichten oben rechts am Hang; er dürfte selbst ein ehemaliger Fichtenstamm(teil) sein 😉
Die Telefonleitung kreuzte unvermittelt den Waldweg. Erst einige hundert Meter und eine Wegebiegung weiter sah ich, wohin sie – mit Umweg – führte:

Foto 2: Fachwerkhäuschen oder -hütte bei Oeventrop-Dinschede am Südrand des Arnsberger Waldes; 6.07.17

Ich radelte danach weiter leicht bergauf über den Waldweg/Panoramaweg durch Fichtenwald mit dem sommertypischen Licht-Schatten-Wechsel:

Foto 3: auf dem Panoramaweg oberhalb des Arnsberger Ortsteils Oeventrop-Dinschede; 6.07.17

Außer Blicke in den Wald gibt es auf dem Panoramaweg auch Aussichten ins Ruhrtal zwischen dem Arnsberger Ortsteil Oeventrop und dem Mescheder Ortsteil Freienohl:

Foto 4: Ausblick vom Oeventroper Panoramaweg ins Ruhrtal (ruhraufwärts) mit der Dinscheder Brücke (halb-vorne) und Segelflug-Gelände links daneben; hinten rechts der Berg „Küppel“ mit Aussichtsturm (nur schwach zu erkennen); hinten Mitte die „Wennemer Höhe“; 6.07.17