Mittfebruar – mal Vorfrühling, mal tiefster Winter

Hier über dem (nördlichen) Sauerland ist heute so viel Regen heruntergekommen  wie schon seit Wochen nicht mehr. Und für morgen ist Sturm und noch mehr Regen speziell für unsere Gegend (Nordrand der westlichen Mittelgebirge) vorhergesagt …

Ich habe mal in meinen Digifoto-Archiv gekramt, wie die Witterung in den letzten Jahren um Mitte Februar herum aussah.

Heute vor einer Woche hatten wir hier einen strahlend blauen Himmel mit viel Sonne und insgesamt einen echten Hauch von Vorfrühling, wie z. B. im Ruhrtal bei Menden-Schwitten:

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Foto 1: in den Ruhrwiesen bei Menden-Schwitten (Nordsauerland); 15.02.2017

7 Jahre vorher gab es hier bei uns tiefsten Winter mit selbst im  – für Sauerländer Verhältnisse -„Tiefland“ bei Menden reichlich Schnee:

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Foto 2: Plattheidersiepen bei Menden-Bösperde; 15.02.2010

Noch mehr Winter mit Schnee herrschte im Hochsauerland Mitte Februar 2006:

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Foto 3: verschneiter Wald mit Wanderwegweisern bei Winterberg-Siedlinghausen (Hochsauerlandkreis); Mitte Februar 2006

Genau zwischen den Aufnahmedaten der letzten beiden Fotos wiederum hatten wir sonnig-mildes Wetter wie heute vor einer Woche:

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Foto 4: am Hauptbahnhof Dortmund mit dem Harenberg-Bürohochhaus und dem „Dortmunder ‚U‘ „(Ex-Brauerei) hinten; 15.02.2008

Schnee-und-Eis-Sonnen-Winterlandschaften Ende Januar 2017

Während in dieser Woche der Winter schwächelt, zeigte er sich noch vor einer Woche (Ende Januar 2017)  in fast ganz Mitteleuropa von seiner frostigen, aber auch sonnig-trockenen Seite, so auch hier über Balve im Hönnetal im nördlichen Sauerland:

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Foto 1: vom Ostrand des Balver Waldes auf Balve mit dem oberen Hönnetal und dem Lennegebirge (hinten rechts); nördliches Sauerland; Ende Januar 2017

Wie blau der Himmel war, sieht man – wie immer – so richtig nur mit Blickrichtung von der Sonne weg:

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Foto 2: Alleen-Feldweg südwestlich von Balve (Märkischer Kreis/NRW); Ende Januar 2017

Auch das Flüsschen Hönne im felsigen Abschnitt seines Tals war teilweise vereist. Eis und das über dem steinigen Grund sprudelnde Wasser sorgten für einen ungewöhnlich „weißen Gesamteindruck“ der Hönne:

vereiste Hönne unterhalb der Sieben Jungfrauen

Foto 3: teils vereiste Hönne unterhalb der Felsgruppe „Sieben Jungfrauen“ und neben der B 515 bei Binolen zwischen Balve und Menden (Nordsauerland); Ende Januar 2017

Natur, Dichtkunst und Naturkunst im Wildwald

Am Vorabend des ersten Advent 2016 bei einem Besuch des Wildwald Voßwinkel zwischen Menden (Ortsteil Oesbern) und Arnsberg (OT Voßwinkel) herrschte ruhiges und trockenes Novemberwetter. Es war weder zu mild noch zu kalt für die Jahreszeit, es war trocken, mal neblig-trüb, mal heiter.

In den etwas abgelegeneren Teilen des Wildwalds gibt es mehrere Bereiche, die heutzutage weitgehend der Natur überlassen sind, wo u. a. umgefallene Bäume liegen bleiben:

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Foto 1: im sog. „Urwald“ des Wildwalds Voßwinkel (bei Arnsberg, nordwestl. Hochsauerlandkreis); 26.11.16

Aber selbst hier gibt es Spuren  menschlicher Kunst (im allerdings allerweitesten Sinne) in Gestalt von (Namens-)Einritzungen im Baumstamm.

Deutlich höhere Sprach-Kunst findet sich entlang der Rundwanderwege, wo man verstreut Dichtersprüche u. a. Zitate mit Natur- und Waldbezug in kleinen Tafeln angebracht hat:

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Foto 2: im Wildwald Voßwinkel, am Rundwanderweg West; 26.11.16

Auf dem Glasdach des (Wetterschutz-)Unterstandes im „Urwald“ des Wildwalds hat die herbstliche Natur selbst ein kleines Kunstwerk aus Blättern, Früchten usw. geschaffen:

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Foto 3: Laub, Samen und Früchte von Buche, Ahorn, Birke, Eiche u. a. auf dem Glasdach des Unterstandes im „Urwald“ des Wildwalds Voßwinkel; 26.11.16

Vom Touren- wieder zurück zum Jahreszeitenvergleich

Meinen über 12 Beiträge gelaufenen Tourenvergleich Niederrhein – Hochsauerland setze ich in der bisherigen Form nicht mehr fort. Aber in diesem Überleitungs-Artikel baue ich noch mal Bilder beider Touren ein …

Ausgehend vom sonnigen November-Anfang 2015 mache ich einen fürs Jahrestageszeitenbuch ganz klassischen Bilderrundgang durch die vier Jahreszeiten.

Auf meiner Radtour am Niederrhein von Neuss nach Dormagen kam ich am sog. Silbersee vorbei. Das ist eine ehemalige Kiesgrube, die zwischen dem Rhein und einem Industriegebiet liegt:

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Foto 1: „Silbersee“ zwischen Neuss und Dormagen am Niederrhein (NRW); 2. November 2015, früh nachmittags

Gut ein Vierteljahr später war ich zur etwa gleichen Uhrzeit und bei ähnlich viel Sonnenschein zu Fuß unterwegs durch  leicht verschneiten Wald und Wiesen im Nordsauerland:

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Foto 2: bei Hemer-Landhausen, Nord-Sauerland, Märkischer Kreis, NRW; Mitte Februar 2016

Im darauf folgenden Frühling entstand auf einem Pfingst-Spaziergang das folgende Bild bei Balve, ebenfalls im heimischen Nord-Sauerland:

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Foto 3: Blick von Nordwesten auf Balve im oberen Hönnetal, Nord-Sauerland; Pfingsten 2016

Sowohl zu Pfingsten als auch im Hochsommer dieses Jahres war es überwiegend stärker bewölkt als im vorangegangenen Winter und Herbst.
So wanderte ich auch Anfang Juli ’16 in und um den Winterberger Ortsteil Züschen unter bedecktem Himmel. Aber trotz des gedämpften Lichts brachte der Bauerngarten vor dem Züschener Museums- und Veranstaltungshaus „Borgs Scheune“ Farbe ins Bild:

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Foto 4: Bauerngarten vor Borgs Scheune in Winterberg-Züschen, Südost-Sauerland, Hochsauerlandkreis; Anfang Juli 2016

Tourenvergleich Niederrhein – Hochsauerland, Nr. 12: hier neben Rheinboot – dort vor Ortseingang mit Schiefertafel

Am frühen Nachmittag gab es bei meinen in dieser Serie verglichenen Touren nicht nur unterschiedliches Wetter, sondern auch sehr verschiedene örtliche Umgebungen.

Anfang November 15 radelte ich am Rheinufer südlich von Neuss flussaufwärts und wurde von einem schnellen Boot überholt:

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Foto 1: Boot auf dem Rhein, flussaufwärts; zwischen Neuss und Dormagen; 2. November 2015

Zur beinahe gleichen Zeit und Phase meiner Wanderung in und um Züschen bei Winterberg im Hochsauerland war ich aus dem Wald heraus und im Dorf wieder angekommen. Ich stand schließlich vor der Begrüßungs-Schiefertafel des Fremdenverkehrsorts:

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Foto 2: Ortseingangstafel aus Holz und Schiefer im Winterberger Ortsteil Züschen; 8. Juli 2016

Die Tafel in Züschen gibt ausgezeichnet die beiden „Hauptmaterialien“ des Sauerlandes wieder: der Schiefer im Untergrund (Rheinisches Schiefergebirge) und das Holz aus den weiten Wäldern.

Ganz nett und passend für das Jahrestageszeitenbuch ist natürlich auch der Text unter der Schiefertafel 😉

Tourenvergleich Niederrhein – Hochsauerland Nr. 11: aus der Stadt ‚raus / ins Dorf zurück

Im Vergleich zwischen November-15-Radtour am Niederrhein und Juli-16-Wanderung im Hochsauerland gab es jeweils am frühen Nachmittag gegenläufige Bewegungen zwischen Siedlung und Landschaft.

Am Niederrhein Anfang November 2015 hatte ich rheinaufwärts von Neuss bei Sonne und blauem Himmel die offene Landschaft der Rheinwiesen erreicht:

Rheinradweg unterhalb der Fleher Brücke bei Neuss-Grimlinghausen

Foto 1: Rheinradweg (linksrheinisch)  bei Neuss-Grimlinghausen mit der Fleher Brücke (hinten); 2. November 2015

Zur ziemlich gleichen Tageszeit und in ähnlicher Tourphase kam ich Anfang Juli 16 aus dem Wald wieder heraus ins Dorf Züschen bei Winterberg im Hochsauerland. Der Himmel war hier trüb und der Park mit Spielplatz an der „Bullenwiese“ war völlig leer:

Park "Bullenwiese" bei Züschen

Foto 2: Park „Bullenwiese“ bei Winterberg-Züschen (Hochsauerlandkreis); 8. Juli 2016

 

Tourenvergleich Niederrhein – Hochsauerland, Nr. 10: am Rhein entlang vs. zwischen Waldbergen

In meinem chronologischen Tourenvergleich geht es weiter mit der Zeit nach der Mittagspause.

Bei der Niederrhein-Tour wurde es jetzt erst zur echten Radtour: ich verließ die Neusser Innenstadt Richtung Süden (rheinaufwärts) und gelangte auf den Rhein(tal)radweg und auch ans Flussufer selbst:

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Foto 1: am Rheinufer (linksrheinisch) in Neuss-Grimlinghausen, Richtung flussaufwärts; 2. November 2015

Im zeitlich vergleichbaren Stadium meiner Wanderung rings um den Winterberger Ortsteil Züschen im Hochsauerland Anfang Juli 2016 hatte ich den Hackelberg weitgehend umrundet und blickte auf Wälder, Wiesen, Äcker, Berge und Täler westlich und nördlich von Züschen:

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Foto 2: vom Nordwesthang des Hackelbergs nach Nordwesten; ganz hinten Kamm des Rothaargebirges bei Winterberg; Anfang Juli 2016