An und in der Ruhr am Sommerabend

Während meiner ungeplanten (und unverhofften; siehe vorigen Beitrag) Zweit-Radtour von nachmittags bis abends Anfang Juli ’17 hatte ich auf meinem Weg ruhraufwärts den zweiten längeren Aufenthalt am Ruhrufer hinter dem Werksgelände der Wickeder Westfalenstahl GmbH:

Foto 1: Radelpause in Wickede/Ruhr (südwestlicher Kreis Soest, NRW); hinten das Werk der Wickeder Westfalenstahl GmbH; 6. Juli 2017, abends

Der Gegenblick von der Bank aus Foto 1 offenbart eine völlig andere Ansicht, nämlich auf die Ruhr an einem erst kürzlich renaturierten Abschnitt nahe einem ehemaligen Flusswehr:

Foto 2: Blick vom Standort aus Foto 1 auf die Ruhr zwischen Wickede-Mitte und dem Echthauser Wald (hinten); 6.07.17

Über die in den Fluss eingebrachten Felsbrocken konnte ich auch ein Stück weit „in“ die Ruhr hineingehen und einen natur- und wassernäheren Blick in die sommerabendsonnige Landschaft genießen:

Foto 3: „in“ der Ruhr bei Wickede-Mitte, renaturierter Abschnitt; 6.07.17, abends

Noch etwas besser ‚rüber kommt diese lebendige Flussatmosphäre im Video:

Tourenvergleich Spätsommer/Hohes Venn vs. Frühsommer/Sauerland – IV

Aus dem – zuletzt ja etwas gebremsten – Hochsommer geht es weiter mit meinem vergleichenden Bericht zweier Radtouren aus Spätsommer und Frühsommer.

Mitte September 2016 war ich wegen der um diese Jahreszeit außergewöhnlichen Hitze fast ganztägig im noch vergleichsweise kühlen Hohen Venn in Ost-Belgien unterwegs. Im schattigen Birkenwald am „Hahnestreck“ traf ich auf eines der Naturschutzgebiete im Venn-Naturpark:

Foto 1: Hohes Venn/Ost-Belgien, N. S.G im Hahnestreck; 10.09.2016

In den Naturschutzgebieten des Venns ist u. a. das Radeln verboten, sodass ich nur einen kurzen Abstecher zu Fuß über den Holzstegweg machte und mich dort im Birkenmischwald mit Moosgrund umschaute:

Foto 2: im Birkenmischwald des Hahnestreck im Hohen Venn/Ost-Belgien; 10.09.16

Es ging auf der Tour mit dem Wechsel zwischen (halb-)schattigem Wald und besonntem Hochmoor weiter:

Foto 3: Hochmoor mit Gebüschrand/Waldsaum und Wiesenschneisenweg im Hohen Venn/Ost-Belgien; 10.09.16

Auf meiner Frühsommertour Mitte Juni 2017 im mittleren und nördlichen Sauerland gab es trotz der Nähe zum (sonnen-)längsten Tag des Jahres keine großen Hitze- und Sonnenbrandprobleme, auch als ich auf den Aussichtsturm „Quitmansturm“ im Neuenrader Stadtwald kletterte:

Foto 4: Aufstieg zum Quitmannsturm im Neuenrader Stadtwald, mitte-nordwestliches Sauerland, Märkischer Kreis, NRW; 18. Juni 2017

Von der Aussichtsplattform hat man eine gute Rundumsicht, z. B. hinüber ins Lennetal:

Foto 5: Aussicht vom Quitmannsturm zur Iserlohner Hochfläche (hinten rechts) und ins mittlere Lennetal; 18.06.17

Noch besser und weiter ist der Ausblick auf die „zugehörige“ Stadt Neuenrade im oberen Hönnetal (an dessem anderen Ende meine Heimatstadt Menden liegt) und dahinter auf Lennetal und Teile des Lennegebirges:

Foto 6: Aussicht vom Quitmannsturm auf Neuenrade und zum mitte-oberen Lennetal, mittlerer Märkischer Kreis; 18.06.17

Wind und Landschaft – November vs. Mai

Heute war hier im Nordsauerland ein kühler und (niesel-)regnerischer Samstag.
Ich blicke nun zum letzten Mal vergleichend zurück in die „Gegen-Jahreszeiten“ Anfang November 2016 <-> Anfang Mai 2017, als es weder nass noch – für die jeweilige Jahreszeit – (zu) kühl war.
In diesem Beitrag spielt der an den beiden Tagen lebhafte Wind eine größere Rolle.

Im November machte sich der Wind auf den Fotos natürlich vor allem durch das fliegende Herbstlaub bemerkbar, wie hier an der Ruhr bei Fröndenberg:

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Foto 1: herbstbunte Bäume mit fallendem (und schwimmendem) Laub am Ruhrufer bei Fröndenberg (NRW/Kreis Unna); 2. November 2016

Noch windiger war es auf meiner Radtour Anfang Mai zwischen Menden (Sauerland), Schwerte (Ruhr) und Iserlohn.
Das war besonders gut zu sehen an Windrädern mit ordentlichem Schwung, hier ein eher ungewöhnliches Modell mit waagerechtem Rotor an einem Hof beim Iserlohner Ortsteil Leckingsen:

Auch direkt am Boden pustete es noch gehörig, was die Frühlingsblumen an den Weg- und Ackerrändern in Bewegung setzte:

Fürs Fotografieren von Frühjahrsvegetation ist solch ein Wind allerdings hinderlich. Es gab zum Glück aber einige windruhige Phasen bzw. Ecken, sodass ich die Sternmieren, die im Vordergrund des zweiten Videos zu sehen sind, an anderer Stelle auch ohne Verwacklung aufs Bild bekam:

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Foto 2: Flecken mit Großer Sternmiere bei Iserlohn-Kalthof; 6. Mai 2017

 

 

 

Belgisch-Deutsche Spätsommer-Sonnenradtour 2: Vennbahnradweg I

Weiter geht es mit meinem Tourenbericht aus dem letzten September rings um die deutsch-belgische Grenze. Auf dem in diesem Beitrag gezeigten Abschnitt kommt die „Zweistaatlichkeit“ der Radtour besonders zur Geltung.
Ich fuhr auf dem Vennbahnradweg vom Ausgangsort Roetgen in der Nordwest-Eifel auf deutscher Seite Richtung Norden nach Raeren in Belgien:

auf dem Vennbahnradweg bei Roetgen-Münsterbildchen

Foto 1: auf dem Vennbahnradweg bei Roetgen-Münsterbildchen; 9.9.2016

Der Radweg ist zum größten Teil belgisches Staatsgebiet, und zwar auch  dort – wie hier bei Roetgen – , wo er durch Deutschland verläuft. Der belgische Weg ist also auf diesem Abschnitt „eingerahmt“ von deutschem Staatsgebiet. So ist es auch entlang dieses Waldabschnitts mit Spätsommervegetation:

Vennbahnradweg im Münsterwald

Foto 2: Vennbahnradweg im Münsterwald nördlich von Roetgen (D/NRW); 9.9.16

Die Vergangenheit des Bahntrassenradwegs als echte Bahnstrecke ist an vielen Stellen noch dank erhalten gebliebener Eisenbahntechnik sichtbar:

Vennbahradweg mit altem Formsignal bei Raeren (B)

Foto 3: Vennbahnradweg mit altem Formsignal bei Raeren (Ost-Belgien); 9.9.2016

 

Züschen vs. Neuss – Bahnunterführung unter Radweg vs. Bahn über Radweg

Heute mixe ich mal wieder 2 Tourenberichte in einem Blogbeitrag.
Denn aus meinem Aufenthalt in Neuss zum letzten, spätsommerlich anmutenden Novemberanfang sind noch viele Bilder übrig …

Ich beginne aber mit einem Foto aus der aktuellen Juli-Tour ins südöstliche Hochsauerland.
Dort wurde erst vor wenigen Jahren auf der schon viele Jahrzehnte stillgelegten Bahnstrecke Winterberg – Hallenberg ein Radweg errichtet. Den zugehörigen Bahndamm zeige ich hier von unten, an einer Bahnunterführung beim Winterberger Ortsteil Züschen:

Ex-Bahndamm mit Tunnel bei Züschen

Foto 1: Ex-Bahndamm bei Winterberg-Züschen, Hochsauerlandkreis/NRW; mit Radweg obenauf und Tunnel (Unterführung) unten; Juli 2016

In Neuss hatte ich den umgekehrten Fall, nämlich einen Radweg, der unter einer noch betriebenen Bahnstrecke hindurch führt:

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Foto 2: Radweg in Neuss (südlicher Niederrhein, NRW), mit Unterführung unter Bahnstrecke; 3. November 2015

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Aufteilung zwischen Rad- und Bahnverkehr sieht man aber erst so richtig, wenn Zug und Radler(in) zu sehen sind, wenn also Bewegung ins Bild kommt:

Neuss, Radweg unter Bahnbrücke, mit Zug

Foto 3:  wie Foto 2, aber „mit Bewegung“

Traditionelle und moderne Gastlichkeits-Architektur in und um Winterberg

Bei meinem Trip ins südöstliche Hochsauerland sah ich unterschiedlichste Gebäude- (und Konzept-)Arten von Gasthäusern und Unterkünften aller Art.

So gibt es immer noch mehrheitlich Gasthöfe, Hotels usw. in regionaltypischer Fachwerkbauweise, wie hier in Züschen, einem ländlichen Ortsteil von Winterberg:

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Foto 1: Hotel/Restaurant und (darüber/dahinter) Pension in Winterberg-Züschen, Hochsauerlandkreis; Juli 2016

Auch im idyllischen Dorf Assinghausen bei Olsberg stehen noch zahlreiche traditionelle Gasthäuser etc.:

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Foto 2: Gasthof in Olsberg-Assinghausen, Hochsauerlandkreis (HSK); Juli 2016

Einen echten Kontrast dazu bildet das moderne Hotel „Oversum“ in der Sport- und Tourismushochburg Winterberg, das sich hier – wie aus einem Science-Fiction-Film entsprungen – aus dem Kurpark der Stadt erhebt:

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Foto 3: Hotel Oversum am Rande des  Kurparks von Winterberg (HSK); Juli 2016

Aus der Nähe wirkt das Oversum (aus Ovum [= Ei] und Universum) noch etwas futuristischer:

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Foto 4: „Oversum“ in Winterberg (Westf.), HSK; Juli 2016

Vom spätsommerlichen November bis frühsommerlichen Maianfang

Weil ich mit meinen Touren- und allgemeinen Jahreszeitrückblicken seit Herbst 2015 mächtig in Rückstand geraten bin, habe ich mich entschlossen, diesmal – und vielleicht noch öfter – nicht eine oder zwei Touren oder Tage in einem Beitrag zu behandeln, sondern mehrere.

Es geht los mit dem letzten Novemberanfang, als ich am Niederrhein in Neuss war und es (beinahe) spätsommerlich sonnig und mild war. Ich kam auch an einem damals wegen Bauarbeiten in der Umgebung trockengefallenen künstlichen (aufgestauten) „Sumpfwald“ vorbei:

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Foto 1: trockengefallener „Sumpfwald“ bei Neuss; 1. November (Allerheiligen) 2015

Die fahlen Farben der Totholzes hinten und das herbstbunte Laub vorne haben für den November viel Symbolkraft …

Aus dem ungewöhnlich schönen Novemberanfang 2015 machen wir nun einen Sprung in den Hochwinter und aus den Niederungen des Niederrheins auf die Höhen des Hochsauerlandes bei Sundern-Wildewiese:

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Foto 2: von Sundern-Wildewiese (Hochsauerlandkreis) auf das Lennetal; 17. Januar 2016

Auch nicht weniger wolkig und nur unwesentlich milder war es in diesem Jahr in der letzten Aprilwoche, als ich das Gelände des ehemaligen Phoenix-Stahlwerks im Dortmunder Stadtteil Hörde besichtigte:

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Foto 3: Teile der ehem. Hochofenanlagen der Phoenix-Stahlhütte in Dortmund-Hörde, mit dem Aufgangsturm zum „Skywalk“ auf den Rohrleitungen; 28. April 2016

Schon deutlich frühsommerlich wurde es dann zu Anfang des Wonnemonats Mai, als ich meine allfrühjährliche Radtour Soest – Haarstrang – Möhnesee – Arnsberger Wald – Mittelruhr  machte, hier beim Start(nach Bahnanfahrt) in Soest:

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Foto 4: ehem. Stadtbefestigung mit dem Kattenturm in Soest (Westfalen); 2. Mai 2016