Vogelvielfalt im Garten – Winter 2021

Gestern in der Wochenendausgabe unserer Lokalzeitung gab es einen interessanten und schönen Bericht über das Glück, das ein Garten oder eine sonstige Wohnumgebung mit vielen Vogelarten bereiten kann:

Aus diesem Anlass unterbreche ich – mal wieder – meinen laufenden Jahresrückblick 2020 mit einer kleinen Rückschau auf einen Teil der Vögel, die in diesem Jahr schon im Garten zu sehen waren:

Foto 1: ein Paar Gimpel (Dompfaffe) und ein Amsel-Weibchen am Futterplatz im Januar 2021

Foto 2: Ringeltaube am (anderen) Vogelfutterplatz, Ende Januar 2021

Foto 3: Kernbeißer im Feldahorn, Februar 2021

Foto 4: Haussperling (Spatz), Männchen, im Feldahorn; Februar 2021

Foto 5: Bergfink-Weibchen im Feldahorn im Februar 2021

Foto 6: Grünfink (Grünling) in der Gartenbuche, beim Fetten des regennassen Gefieders; Februar 2021

Foto 7: Goldammer im Feldahorn; Februar 2021

Foto 8: Amsel-Männchen im Feldahorn, Februar 2021

Foto 9: Stieglitz (Distelfink) im Feldahorn; Ende Februar 2021

Foto 10: Buchfink-Männchen im Feldahorn, Anfang März 2021

Foto 11: Elster im Feldahorn, beim „Pflücken“ von Zweigen für den Nestbau; Mitte März 2021

Jahresrückschau 2020-XIV: durch den Vollfrühling Mitte Mai

Ich will jetzt mal etwas flotter vorankommen mit dem Rückblick aufs letzte Jahr, deshalb folgt schon nach einem Tag der nächste Beitrag 🙂

Die Eisheiligen 2020 brachten nicht nur Abkühlung, sondern auch zeitweise viel Wind, was sich auch buchstäblich auf dem Rasen niederschlug:

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Foto 1: abgewehte Blüten (gelblich), Flügelfrüchte und ein Blatt vom Feldahorn auf dem Rasen neben Fadenklee (auch mit gelben Blüten); 11. Mai 2020

 

Keine Woche später war es schon erheblich milder und fast windstill. Überall war frisches Baum- und Wiesengrün zu sehen:

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Foto 2: am Ostrand des Balver Waldes beim Balver Ortsteil Garbeck, nördliches Sauerland; 17. Mai 2020

 

Die Vogelwelt im Garten war von den Sommergästen und Brutvögeln geprägt, schon viele Wochen nicht mehr von Wintergästen an den Vogelfutterplätzen:

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Foto 3: Klappergrasmücke im Garten; stark gezoomt durch die Fensterscheibe fotografiert; 19. Mai 2020

 

Viele Tage Mitte Mai fielen schon fast frühsommerlich aus mit viel Sonne und wenigen Wolken:

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Foto 4: Felder am Nordhang des Gaxbergs bei Menden/Sauerland; hinten das Ruhrtal mit dem Haarstrang dahinter; 21. Mai 2020

 

Im letzten Mai wucherte es nicht nur draußen in der Natur, sondern auch auf vielen Köpfen pandemiebedingt das Haar. Am Abend vor meinem ersten Friseurbesuch nach einem Vierteljahr (d. h. so lang wie eine Jahreszeit dauert ..)  machte ich daher ein Erinnerungsfoto von meiner längsten „Matte“ seit ca. 30 Jahren – und vom ebenfalls lockdowntypisch wenig rasierten Bart – ab:

Foto 5: „Spät-Lockdown-Lotterlook“ am letzten Abend vorm ersten Haareschneiden seit Mitte Februar; Spiegelfoto; 22. Mai 2020

Jahresrückschau 2020-XII: Vollfrühling von Mitte bis Ende April

Der April des letzten Jahres blieb hier im Nordsauerland auch in seiner zweiten Hälfte überwiegend trocken, sonnig und warm, aber noch feucht genug für die „Laubexplosion“ in den Wäldern:

Foto 1: junge Rotbuchen im westlichen Lüerwald bei Oesbern, Stadt Menden, Nordsauerland, NRW; 19. April 2020

Auf vielen Feldern fand die Blütenexplosion in Gelb statt:

Foto 2: Rapsfeld zwischen Hembrock und Gaxberg bei Menden/Sauerland am 20.04.20

In einigen Wäldern ergrünte das Laubdach und erblühte es massenhaft am Boden:

Foto 3: blühender Bärlauch im Buchenwald zwischen Menden-Asbeck und Arnsberg-Retringen; 27. April 2020

In den letzten Tagen des letztjährigen April machte sich die Sonne etwas rarer als zuvor. Vor den vereinzelten Regenschauern gingen dann auch einige Tiere in Deckung:

Foto 4: Schafe „in Deckung“ an einem Bauernhof beim Mendener Ortsteil Bösperde; 28.04.2020

Die beiden Blütenfarben aus diesem Artikel – Weiß und Gelb – vereint zeigt das letzte Bild vom vorletzten Tag des letzten Aprils:

Foto 5: am Waldrand der Großen Haar bei Menden/Sauerland; mit Besenginster (gelbe Blüten) und Weißdorn am 29.04.2020

Jahresrückschau 2020-XI: Beginn eines sonnig-warm-trockenen Aprils

Der April des letzten Jahres war hier im Nordsauerland einer der wärmsten, sonnigsten und trockensten der letzten Jahrzehnte.

Schon zum Aprilstart gab es viel Sonne und  überall verfrühte Vollfrühlingsblüher:

Foto 1: Löwenzahn am Straßenrand (Bordsteinrand) am 2. April 2021 in Menden/Sauerland

Nicht nur am Boden, sondern auch in der Höhe – unter blauem Himmel – präsentierten sich zahlreiche Blüten:

Foto 2: blühende Vogelkirsche, rechts dahinter noch kahle Lärchen; am Gaxberg bei Menden/Sauerland; 9. April 2020

Vögel nahmen Bäder in der Vogeltränke fast schon so oft wie im Sommer:

Foto 3: Rotkehlchen beim Bad in der Vogeltränke am 11.04.20

Auch der Ostersonntag – der 1 Woche später im Jahr war als er in diesem Jahr sein wird – geriet sonnig mit nur wenigen Schönwetterwolken:

Foto 4: Korkhasel mit verblühenden Kätzchen und sprießendem Laub im Garten unter fast blauem Himmel; 12. April (Ostersonntag) 2020

Am Ostermontag waren aus dem Löwenzahn vom ersten Fotos dieses Artikels „Pusteblumen“ geworden:

Foto 5: Löwenzahn aus Foto nach 11 Tagen, am 13.04. (Ostermontag) 2020

Finkenparade im Garten

In den vergangenen Winterwochen war vor allem eine Vogel(arten)familie hier im Garten besonders stark vertreten, nämlich die Finken.

Schon vor dem letzten heftigen Schnee-/Wintereinbruch fand sich oft ein Dompfaff- (Gimpel-)Paar an den Futterstellen ein:

Foto 1: Paar Gimpel (Dompfaffe), links das Weibchen, rechts das Männchen; Ende Januar 2021

Sehr viel häufiger zu sehen waren Buchfinken:

Foto 2: Buchfink-Männchen im Feldahorn, Anfang Februar 2021; durch die Scheibe und gezoomt fotografiert

 

Foto 3: Buchfink-Weibchen im Feldahorn; Anfang Februar 2021

Nach vielen Jahren kamen auch mal wieder Gäste aus Skandinavien vorbei, die Bergfinken:

Foto 4: Bergfink (vermutlich Weibchen) im Feldahorn, Mitte Februar 2021

Gleich zwei – sehr unterschiedliche – Finkenarten bekam ich bei einsetzenden Tauwetter aufs Bild, Grünling (Grünfink) und Kernbeißer:

Foto 5: Grünling (rechts) und – etwas verdeckt – Kernbeißer (unten links) über dem Vogelfutterplatz, Mitte Februar 2021

Zum Glück bekam ich den stattlichen Kernbeißer (mit meinem lateinischen Lieblings-Vogelnamen Coccothraustes coccothraustes) auch noch mal besser und solo vor die Kamera:

Foto 6: Kernbeißer über dem Vogelfutterplatz, Mitte Februar 2021

Schneefebruar 2021-II: Woche im Schnee 1

Heute kletterte hier im Nordsauerland die Temperatur erstmals seit 8 Tagen wieder über den Gefrierpunkt, es blieb aber dennoch winterlich.

In diesem Artikel zeige ich ein Bild von jedem Tag dieser vergangenen Winterwoche, von Sonntag bis Sonntag.

Heute vor einer Woche schneite es fast durchgängig. Ich machte mittags eine erste „echte“ Schneewanderung der letzten Jahre:

Foto 1: am Bach des Plattheidersiepens bei Menden/Sauerland, mit ausrangiertem Weihnachtsbaum ’20 vorne; 7. Februar 2021, mittags

Tags drauf, am Montag, kam zumindest zeitweise auch die Sonne heraus:

Foto 2: kurzzeitiger Sonnenschein am 08.02.2021, mittags

Am Dienstag kam ein zuletzt selten hier gesehener Gast zum Vogelfutterplatz und in den Feldahorn (in Foto 2 hinten rechts), nämlich unser größter heimischer (und dickschnäbligster) Vertreter aus der Familie der Finken:

Foto 3: Kernbeißer im Feldahorn; durch die Fensterscheibe und gezoomt fotografiert; 9. Februar 2021

Auch am Mittwoch gab es noch ein wenig Neuschnee:

Foto 4: Blick von der Haustreppe über den schneebedeckten Kirschlorbeer am 10.02.2021

Einen Tag später fiel kein Schnee mehr, Vögel auf der Suche nach Futter kamen aber mindestens so viele wie an den Schneitagen zuvor:

Foto 5: Vögel am Futterplatz im Garten, in der Mitte Goldammern, links eine Amsel, hinten rechts ein Buchfink(-weibchen); durch Fensterscheibe und gezoomt; 11.02.2021

Der Freitag war durchweg sonnig und frostig. Ins Wasser getauchte Weidenzweige „sammelten“ Eis aus dem Fluss:

Foto 6: Trauerweiden mit vereisten Zweigen an der Hönne in Menden/Sauerland am 12. Februar 2021

Auch das Wochenende begann samstags mit Sonne und blauem Himmel über weißer Schneelandschaft:

Foto 7: verschneite Wiesen und Felder am Waldrand bei Menden/Sauerland (zwischen Platte Heide und Hembrock); 13.02.2021, nachmittags

Optisch wie die 3 Vortage bei allerdings milderer Luft mit etwas Wind und einigen Schleierwolken zeigte sich der heutige Sonntag (Tulpensonntag, Valentinstag):

Foto 8: Blick aus dem Fenster nach Norden am späten Vormittag des 14. Februar 2021

Jahresrückschau 2020-IX: Schlehen- und Schwanenweiß Mitte-Ende März

Obwohl ich – zumal heute an einem „eingestreuten“ freien Tag – eigentlich zig Beiträge über den aktuellen Hochwinter schreiben könnte – hier zumindest  schon mal ein Foto von vor einer Stunde im Garten ..

Foto 1: Schnee (inkl. Schneefall) auf der Terrasse am 9. Februar 2021, früher Vormittag; zum Vergrößern anklicken!

.. reiße ich mich zusammen 😉 und setze meinen Rückblick aufs letzte Jahr fort. Dort bin ich schon mitten im Frühling angekommen; aber dennoch bleibt die Farbe Weiß bestimmend ..

Ab der Monatsmitte März waren die Schwarzdorn-/Schlehen-Blüten voll aufgegangen:

Foto 2: Blüten von Schwarzdorn (Schlehe) im Garten, mit Biene (Art mir unbekannt); 19. März 2020

Auf deutlich größere flugfähige Tiere traf ich dann am darauffolgenden Sonntag in den schon gut ergrünten Feldern unter frühlingsblauem Himmel:

Foto 3: Höckerschwäne auf Feldern im Ruhrtal zwischen Menden (Sauerland), Wickede (Ruhr) und Fröndenberg am 22. März 2020

Zum Abschluss dieses „weißen Artikels“ zeige ich den Schwarz(!)dorn aus Foto 2 in Gänze und in Sonne:

Foto 4: Schwarzdorn (Schlehe) und Mahonie (unten rechts, gelbe Blüten) im Garten am 21.03.2020

Jahresrückschau 2020-IV: winterloser Februarbeginn

Im letzten Jahr hatte sich auch bis Anfang Februar keine „echte“ Winterwitterung eingestellt.

Die Vögel im Garten an den Futterplätzen standen und pickten nicht im Schnee und nicht auf frostig harten Böden:

Foto 1: zwei Amseln (Weibchen und Männchen) und zwei Goldammern am Futterplatz im Garten, Anfang Februar 2020

Die Äcker waren matschig-braun und mit so einigem Grün durchsetzt, boten also alles andere als den (vermeintlich) klassischen Anblick im  – früher sonst schon mal – Schneemonat Februar:

Foto 2: Acker bei Ostsümmern-Hembrock, Stadt Menden, nördliches Sauerland; Anfang Februar 2020

Wintervogelzählung 2021

Selten folgt ein (aktueller) Beitrag hier im JaTaBu direkt einem Rückblicksartikel zum gleichen Thema. Nach Rückschau auf die „Stunde der Wintervögel“ im letzten Jahr berichte ich von meiner heutigen Zählung für das Projekt des NABU.

Fing dieses Wochenende noch sehr winterlich an, war ausgerechnet an meinem Zähltag (Sonntag) hier im Garten ab dem späten Vormittag nichts mehr vom Schnee übrig. Deswegen sind alle Fotos wieder in grüner Kulisse entstanden, also wie im Vorjahr.

Ein großer Unterschied zu 2020 war allerdings, dass diesmal keine ungefiederten Besucher auf der Bildfläche erschienen, weder das Eichhörnchen noch eine Katze.

Es kamen einige Blaumeisen,

eine Kohlmeise, die aber kaum an das Vogelfutter ging, sondern sich in/an den Eiben-Zweigen bediente:

vergleichsweise wenige Amseln:

Foto 3: Amsel-Männchen im Korkhasel; 10. Januar 2021

ein Grünling,

Als nicht am Streufutter (sondern an dessen „Konsumenten“) interessierter Vogel überflog der Sperber den Garten. Aufs Bild bekam ich ihn auf Nachbars Dachfirst:

Bei den Kleinstvögeln ersetzte in diesem Jahr das Wintergoldhähnchen den Zaunkönig. Aufs Bild habe ich den überaus flinken seltenen Gast leider zwischen den Zweigen des Feldahorns nicht bekommen ..

Stattdessen konnte ich unter dem Ahorn Ringeltauben und Goldammer zusammen ablichten:

Foto 5: zwei Ringeltauben und eine Goldammer (halb-oben, halb-links) am „Futterplatz III“ im Garten am 10.01.21, mittags

Zum Schluss wieder meine Zählergebnisse mit den Vergleichszahlen aus dem Vorjahr in Klammern:

  • Amsel: 3 (6)
  • Blaumeise: 3 (3)
  • Kohlmeise: 2 (2)
  • Goldammer: 7 (!) (2)
  • Grünling (Grünfink): 1 (0)
  • Ringeltaube: 2 (2)
  • Elster: 1 (2)
  • Buchfink: 2 (1)
  • Heckenbraunelle: 2 (1)
  • Rotkehlchen: 1 (1)
  • Sperber: 1 (0)
  • Wintergoldhähnchen: 1 (0)
  • Zaunkönig: 0 (1)

Jahresrückschau 2020-II: Nicht-Nur-Vogelzählung und trübes Nichtwinterwetter Mitte Januar

Nach dem rahmengebenden Auftakt mit Bildern ganz vom Anfang und ganz vom Ende des letzten Jahres kommt nun der erste „richtige“ Rückblicksbeitrag für 2020.

Am zweiten Wochenende des Jahres stand wieder die Vogelzählung „Stunde der Wintervögel“ des NABU an, wie auch jetzt an diesem Wochenende für 2021.

Zunächst fanden sich ungefiederte, teils ungebetene und vor allem nicht (zu) zählende Gäste am Vogelfutter- und -zählplatz ein:

Foto 1: Eichhörnchen im Garten am 12. Januar 2020

Irgendwann kamen dann aber auch diejenigen, um die es ging:

Foto 2: Goldammern im Garten am 12.01.2020

Mehr dazu in meinem „Originalbeitrag“ vom 13.01.20.

Eine Woche später gab es immer noch kein kaltes Winterwetter, noch weniger Sonne und viel Regen, sodass auch die Tauben nicht viel mit dem Sonntag anzufangen wussten (nicht mal mehr für den NABU gezählt werden konnten sie dann noch ..):

Foto 3: 5 Ringeltauben im (Nachbar-)Garten bei Regen; 19. Januar 2020