Großvögel auf und über den sommerlichen Ruhrwiesen

Obwohl es kurz vor Ende des ersten Halbjahres 2020 eigentlich Zeit für die Fortsetzung meines Jahresrückblicks auf 2019 wäre, „streue“ ich einen aktuellen Beitrag ein ..

Auf der Sonntagsradtour entlang der Ruhr zwischen Arnsberg und Menden hatte ich eine spannende Begegnung mit einigen Großvögeln. Unter anderem saß ein Weißstorch zwischen Graureihern:

Foto 1a: Weißstorch (sitzend) zwischen zwei Graureihern in den Ruhrwiesen zwischen Voßwinkel (Stadt Arnsberg), Haus Füchten (Gemeinde Ense) und Echthausen (Gemeinde Wickede); Ende Juni 2020

Foto 1b: vergrößerter Ausschnitt aus Foto 1a

Nur kurze Zeit später gesellte sich aus der Luft ein Rotmilan dazu, der einem der Graureiher offenbar seine frisch gefangene Beute abspenstig machen wollte:

Foto 2: Rotmilan (unten) auf der Jagd hinter einem Graureiher mit (unbekannter) Beute im Schnabel; Ende Juni 2020

Soweit ich es noch beobachten konnte, schaffte es der Reiher, mit seinem Fang zu entkommen …

Foto 3: die beiden gefiederten Jäger aus Foto 2: Rotmilan unten/links und Graureiher oben/rechts; stark gezoomt und vergrößerter Bildausschnitt

Jahres-Zeiten-Rückblick 2019 – XXI: Herbstanlauf

Am letzten Tag des (kalendarischen) Frühlings 2020 mache ich im Rückblick auf 2019 einen recht großen Sprung (knapp 4 Wochen) gegenüber dem letzten Beitrag in den Herbst hinein. Zugleich stammen alle Fotos dieses Artikels von einem einzigen Tag und nur von einem Ort, was in meinen Jahresrückblenden nur selten vorkommt ..

Mitte Oktober waren die Äcker und Obstbäume „leer“ und die Laubwälder wurden herbstbunt:

Foto 1: Blick von Westen auf Menden/Sauerland mit dem Lahrberg im Hintergrund; 19. Oktober 2019

Die Reste der Feldfrüchte und/oder frische Saat sammelten (wilde) Rabenkrähen und (verwilderte) Stadttauben auf:

Foto 2: Rabenkrähen und Stadt-/Straßentauben beim Mendener Ortsteil Hembrock; 19.10.19

Am Himmel kletterte die Sonne weniger hoch als noch wenige Wochen zuvor im Spätsommer und war gedämpft durch graue Wolken:

Foto 3: Wolken über dem Gaxberg westlich von Menden; 19.10.19

Allerdings sieht das alles bei weniger starkem Gegenlicht (d. h. etwas weg von der Sonne) auch schon weniger düster und dramatisch aus, also freundlicher, vor allem farbenfroher:

Foto 4: kurz nach und ca. 1/4-Drehung weiter Richtung Nordwest als Foto 3

Als Musik gibt es heute, was eigentlich im Jahrestageszeitenbuch schon längst hätte kommen sollen und müssen, endlich etwas aus Vivaldis „Vier Jahreszeiten“:

Jahres-Zeiten-Rückblick 2019 – XX: Sommerauslauf

Kurz vor Beginn des astronomischen/kalendarischen Sommers 2020 komme ich im Rückblick aufs vergangene Jahr auf dessen letzte (kalendarische) Sommertage.

Für diese Kühe gab es vor spätsommerlicher Landschaftskulisse noch einmal frisches Heu außerhalb des Stalls:

Foto 1: Kühe bei Sümmern (Stadt Iserlohn) vor/unter dem Gaxberg (hinten; Stadt Menden, Märkischer Kreis, NRW); 14. September 2019

Tags drauf auf Radtour durchs mittlere Sauerland („Altes Testament“) gab es schon am frühen Abend lange Schatten über gestutzten Wiesen, Weiden und Feldern:

Foto 2: Blick von Altenhellefeld in Richtung der Täler von Wenne und Ruhr (mitte-nördlicher Hochsauerlandkreis, NRW); 15.09.19

Knapp eine weitere Woche später konnte ich an einem Waldrand noch einmal die Gesichter des zu Ende gegangenen Sommers betrachten mit trockenen Böden (auf abgeernteten Äckern) und vitale grüne  neben absterbenden (braungenadelten) Fichten:

Foto 3: Acker- und Waldrand am Gaxberg in Menden/Sauerland; 21.09.2019

Jahres-Zeiten-Rückblick 2019 – XV: sommerwechselhaft Anfang Juli

Heute (2. Mai 2020) haben wir einen verspäteten Einbruch des klassischen Aprilwetters und einen verfrühten Beginn der Eisheiligen mit Temperatursturz und Graupelschauern:

 

Bei der Rückschau ins letzte Jahr kommen wir nun in den ersten vollen (kalendarischen) Sommermonat 2019.

Zum Monatsstart war es weiter trocken, aber nicht immer strahlend sonnig – und die Folgen der vorangegangenen Dürren und Windwürfe vor allem auf die Fichtenbestände waren im Wald ohnehin zu sehen:

Foto 1: ehemaliger Fichtenwald mit jetzt Pionierbaumarten (v. a. junge Birken) am Wälkesberg bei Menden/Sauerland; 4. Juli 2019, abends

In den folgenden Jahren ging es bewölkt weiter. Am Boden, in der Flora, war es hingegen vielfach sommerlich bunt, z. B. mit dem Sommerackerblumen“klassiker“ aus rotem Klatschmohn und blauen Korblumen:

Foto 2: Ackerrandstreifen mit u. a. Klatschmohn und Kornblumen beim Mendener Ortsteil Niederoesbern; 06.07.2019

Der Apfelbaum im Garten brachte eine frühe und nur sehr mäßige Ernte, v. a. nur kleine Äpfel:

Foto 1: Apfelbaum im Garten am 07.07.2019

Sonnen liebenden und gut umsorgten Zierpflanzen dagegen ging es an den anschließenden Tagen mit strahlend blauem Himmel bestens:

Foto 3: Wasserrad und Blumenschmuck im Winterberger Ortsteil Züschen (östlicher Hochsauerlandkreis) am 09.07.2019

In der Landschaft rund um mein Lieblingsdorf blühte das Leben in Flora und Fauna in der Wärme (zum Glück nicht Hitze):

Foto 5: Perlmuttfalter und Weichkäfer (und mir leider unbekannter weiterer Käfer? mitte oben) auf Schafgarbe im Wald bei Züschen (östl. Rothaargebirge) am 10.07.2019

Wenn ich schon bei Lieblingsorten bin, gibt es auch noch Lieblingsmusik von einer meiner Lieblingsbands: Rush. Es handelt sich um eines der besten Stücke – textlich wie musikalisch – des kanadischen Trios, nämlich „Limelight“ aus 1981. Darin geht es um das Leben und Wirken im Rampenlicht als Künstler, aber auch in gewissem Grade von uns allen (u. a. wir Bloggende):

„[…]All the world’s indeed a stage
and we are merely players
performers and portrayers
each another’s audience
outside the gilded cage. […]

Refrain:

[…]Living in the limelight,
the universal dream
for those who wish to seem.

Those who wish to be
must put aside the alienation
get on with the fascination
the real relation
the underlying theme […]

Ich habe einmal wieder ein Video mit dem gesamten Text (und dem hier in einem früheren Artikel schon besprochenen Cover des zugehörigen Albums „Moving pictures“):

.. dann noch eine gelungene und unterhaltsame Analyse von Musikkenner Rick Beato:

… und eine Spielanleitung mit vielen weiteren Infos drumherum vom Gitarristen Alex Lifeson selbst (man muss allerdings darin den Link zum Youtube-Originalvideo aufrufen!):

Jahres-Zeiten-Rückblick 2019 – XIII: in den Kalender-Sommer

Während der diesjährige Frühling sich schon fest und ziemlich frühsommerlich etabliert hat, komme ich im Rückblick auf das vergangene Jahr immerhin auch schon zum Übergang in den astronomischen (kalendarischen) Sommer.

Zum astronomischen Start dieser Jahreszeit passt ein Beitragsbeginn mit Blick gen Himmel:

Foto 1: Abendhimmel über Menden/Sauerland am 17. Juni 2019

Der nächste Blick, schon im Kalender-Sommer, geht zu Boden, wo sich schon die Trockenheit deutlich zeigte, und mit einem leider in den letzten Jahren seltener gewordenen Vogel der offenen Feldlandschaft:

Foto 2: junger Kiebitz in der Feldflur der Halinger Heide bei Menden/Sauerland; 21.06.2019

Auch in den sonnendurchfluteten Wäldern waren die Anzeichen der einsetzenden Dürre des letzten Sommers in Gestalt von ersten trocken gewordenen Zweigen  nicht übersehbar:

Foto 3: Fichtenbestand im Mendener Stadtforst Waldemei am 23.06.2019

Dennoch hielten sich viele Halbschattenpflanzen in der Strauchschicht der Wälder gut und blühten:

Foto 4: Blütenstand einer Brombeere in der Waldemei bei Menden/Sauerland am 27.06.2019

Badegäste in der Vogeltränke über Ostern

Gut besucht über die Ostertage war die Vogeltränke im Garten – und „dank“ Corona-Zuhausebleibens auch öfter und länger unter Beobachtung.

Außer den Dauergästen Amseln und Elstern sah ich auch einige zuletzt selten in der Tränke badende Vögel, z. B. das Rotkehlchen:

Foto 1: Rotkehlchen in Vogeltränke im Garten am 12.04. (Ostersonntag) 2020

Ein kurzes Video dazu gelang mir nur im Abgang bzw. Abflug:

Am zweiten Feiertag kam dann eine – wohl noch nicht lange aus dem Winterquartier zurückgekehrte – Mönchsgrasmücke:

Foto 3: männliche Mönchsgrasmücke an der Vogeltränke am 13.04. (Ostermontag) 2020; durch die Fensterscheibe und stark gezoomt fotografiert

Zunächst sah es so aus, als würde/wollte sie nur trinken, es wurde aber doch noch ein Bad draus:

Foto 4: Mönchsgrasmücke aus Foto 3, jetzt *in* der Tränke

zwischen Krisen-Bangen und vorösterlichem Hoffen

Wieder muss/möchte ich meinen Rückblick aufs vergangene Jahr unterbrechen. Die gerade fast alles beherrschende Krise durch die Corona-Pandemie mit ihrem unwirklich wirkenden Kontrast zum sonnigen Vorfrühlingswetter bringt mich dazu.

Als ich Mitte Januar begann, aus Anlass des Todes von Neil Peart (Drummer und Texter der kanad. Rockband Rush) regelmäßig meine Beiträge musikalisch zu untermalen, hätte ich nie gedacht, dafür auch das Stück „Red Tide“ auszuwählen. Es passt aber in fast schon unheimlicher Weise zur aktuellen Situation, sowohl zur Pandemie als auch zum Klimawandel u. ä.:

„Nature has some new plague
To run in our streets […]

This is not a false alarm
This is not a test. […]

Stay out of the sun
It only burns my skin […]

The party is disrupted by an uninvited guest. […]

Now’s the time to make the time
While hope is still in sight
Let us not go gently
To the endless winter night.“

Video (Youtube) mit Text zu Rush „Red tide“

Das prophetisch anmutende Stück stammt vom 1989er Album „Presto“, dessen Cover ein wenig  auch zum bevorstehenden Ostern passt (obwohl es ums Kaninchen-Hervorzaubern geht):

Foto 1: meine CD(-Hülle) von Rush’s Album „Presto“ (1989)

Der Song bietet am Ende ja auch  Hoffnung und die Aufforderung (Flehen), sich um deren Wahrwerden zu kümmern – denn einfach so verschwindet diese Krise nicht. Wir müssen uns dafür alle an die allseits bekannten (Verhaltens-)Regeln, insbesondere körperlichen Abstand voneinander, halten!

So wie es von diesen Schwänen wenigstens schon die beiden rechts und ganz hinten vormachen, obwohl sie es  – im Gegensatz zu uns – nicht müssen:

Foto 2: Höckerschwäne in der Flur „Sassenland“ bei Menden/Sauerland-Schwitten; 22. März 2020

Dann gibt es auch Hoffnung und eine gute Chance auf ein baldiges Ende der Pandemie mit all ihren Gefahren und Beschränkungen .. und Aussicht auf einen unbeschwerten restlichen Frühling ..

Foto 3: Gänseblümchen („Marienröschen“) auf dem Rasen im Garten; 22.03.20

Bleibt gesund!

Jahres-Zeiten-Rückblick 2019 – VIII: Frühlingsdurchstarten Anfang April

So sonnig wie der letztjährige März endete begann auch der April ’19. Mit dem Rad ging es durch den Wald hinauf der Sonne entgegen:

Foto 1: am Hembrocker Berg bei Menden/Sauerland; 1. April 2019

Immer mehr Blüten gab es überall, teilweise setzte auch schon Verblühen ein:

Foto 2: Mahonien im Garten am 07.04.2019

Auch die Blütenbesucher waren eifrig unterwegs:

Foto 3: Biene (?)[welche Art?] in/auf  der Mahonie aus Foto 2; 07.04.2019

Antrieb für das Frühlingserwachen waren nicht nur viel Sonne und milde Temperaturen, sondern auch genügend Feuchte in der Landschaft (was sich im weiteren Verlauf des Jahres ja noch stark ändern sollte ..):

Foto 4: Waldweg (stark beansprucht durchs Sturmholzaufräumen) in der Großen Haar bei Menden/Sauerland; 07.04.2019

Weil dieser Artikel nur insgesamt 2 Tage behandelt und weil der ausgewählte Musiktitel gut zum Jahrestageszeitenbuch passt, folgt zum Ausklang die großartige Enya mit „Book of days“:

 

Vögel und Wind im Garten im „grünen“ Winter 2020

Ich unterbreche mit diesem Artikel meinen laufenden Jahresrückblick auf 2019 ..

Während draußen gerade das Sturmtief „Sabine“ immer stärker tost, blende ich zunächst in diesen Winter zurück und in den Garten hinein. Zeigen möchte ich einige Bilder von Vogelbeobachtungen nach der „offiziellen“ Zählung.

An einem Sonntagmorgen im Januar entdeckte ich beim Blick aus dem Fenster im Nachbargarten 6 Ringeltauben auf einen Schlag/Blick:

Foto 1: Ringeltauben auf Obstbäumen in Menden/Sauerland; 19. Januar 2020, vormittags

Foto 3:Heckenbraunelle im Garten

Regelmäßiger – wenn auch unauffälliger – Gast hier im Garten ist die Heckenbraunelle:

Foto 2: Heckenbraunelle im Garten am 26. Januar 2020; durch Fensterscheibe und stark gezoomt fotografiert

Manche größeren Vögel, vor allem die Amseln, versuchen immer wieder, mit „Senkrechtstarts“ an die Meisenkolben und -stangen am Futterplatz zu gelangen, an denen sie sich aber nicht halten können:

Foto 4: Amsel-Weibchen beim „Steigflug“ an Meisenknödel am Futterplatz im Garten; 2. Februar 2020

Gefreut habe ich mich über den zuletzt hier leider selten gewordenen Besuch eines Buntspechts:

Foto 5: Buntspecht im Feldahorn im Garten; 4. Februar 2020

Zum Schluss komme ich noch mal auf die Aktualität = heute = 09.02.2020 zurück.

Gegen 17:30 Uhr war der Wind schon recht heftig, wie dieses Video aus dem Garten (nah am Standort der Fotos 2 und 3) zeigt:

Mittlerweile stürmt es viel heftiger, aber (noch) nicht orkanartig … ich hoffe, es geht heute Nacht hier und überall glimpflich ab mit dem Sturm ..

 

Jahres-Zeiten-Rückblick 2019 – IV: sonnig-grüner Mittfebruar

Nach wenigen Tagen mit „echtem“ Winter einschließlich etwas Schnee kehrte Mitte Februar 2019 wieder eine Phase mit Milderung, viel Sonne und wenig Niederschlägen ein, außerdem gab es  erste blühende Sträucher, vor allem Hasel:

Foto 1: Wiese in Menden/Sauerland am 14. Januar 2019

Der Himmel war in jenen Tagen meist tiefblau, Felder und Wiesen halb grün, halb-bleich, Bäume und Sträucher – soweit nicht immergrün – aber noch „wintergerecht“ völlig kahl:

Foto 2: Feldweg und Feldgehölz beim Mendener Ortsteil Hembrock; 17.02.2019

Erste Kranichschwärme zogen schon wieder gen Norden (aber nicht so früh wie in diesem Jahr):

Foto 3: Kraniche über Menden/Sauerland am 17.02.2019; kleines Suchspiel: insgesamt sind auf dem Bild 4 V-Formationen  ganz oder teilweise zu sehen

Als untermalende Musik habe ich mir diesmal den motivierend-mitreißenden Song „Marathon“ von Rush von 1985 ausgesucht, weil der Weg durch die Jahreszeiten (auch wenn der darin besungene ’summer sky‘ zu diesem Februar-Beitrag nicht so ganz passt ..) und mein Rückblick durchs letzte Jahr und der Flug der Kraniche auch etwas von einem Marathon hat: .. durchhalten 😉

[…] It’s a test of ultimate will, [….]

In the long run

From first to last
The peak is never passed
Something always fires the light
That gets in your eyes […]
You can do a lot in a lifetime
If you don’t burn out too fast
You can make the most of the distance
First you need endurance
First you’ve got to last. „