Jahres-Zeiten-Rückblick 2019 – I: die Erstfotos

Los geht es mit meiner Jahres(zeiten)rückblende in/auf/aus 2019 ..

Diese Rückblicke habe ich schon mal noch später im Folgejahr begonnen, aber auch schon deutlich früher , nämlich im jeweils noch laufenden Jahr. Diesmal soll es einen Mittelweg geben ..

Außerdem will ich meine Beiträge mal wieder öfter „vertonen“, also Musik anfügen. Link zum Video ist immer ganz unten im Beitrag zu finden.
In diesem Jahr wird wohl relativ von der Rockband Rush dabei sein (s. dazu meinen vorigen Beitrag).

Der erste Teil des Rückblicks enthält die jeweils ersten gemachten Fotos jeder Jahreszeit.

Mein allererstes Bild aus 2019 zeigt den trüben Neujahrstag am frühen Nachmittag:

Foto 1: Blick aus dem Fenster in Menden/Sauerland nach Nordost mit dem Haarstrang bei Fröndenberg/Ruhr am Horizont; Neujahr 2019, früh nachmittags

Aber schon einen Tag später war es ausgesprochen sonnig (und damit übrigens wie der Neujahrstag 2020):

Foto 2: Fensterblick nach Südosten mit dem Feldahorn im Garten; 2. Januar 2019, mittags

Nun springe ich in den ’spring’/Frühling mit einer Ansicht von unserer Draisinenfahrt bei Oberbrügge im Märkischen Sauerland zu meinem ersten Frühlings-Foto-Tag des vergangenen Jahres:

Foto 3: Ausblick vom Bahndamm der Schleifkottenbahn bei Oberbrügge, während der Fahrt mit der Draisine; Stadt Lüdenscheid, südwestlicher Märkischer Kreis, NRW; 23. März 2019

Es sah – zumindest im Sauerländer Bergland – zu Frühlingsbeginn also kaum anders aus als zu Neujahr ..

Das änderte sich aber schon wenige Wochen später und zum (kalendarischen) Sommeranfang war alles grün, wenn es auch bereits deutliche Spuren des zweiten trockenen Sommers in Folge gab:

Foto 4: in der Halinger Heide bei Menden/Sauerland; 21. Juni 2019, später Abend

Zum Herbstanfang dagegen war das Ende der letztjährigen Trockenheit eingekehrt mit u. a. diesem Sonntagsnachmittagsregenschauer :

Foto 5: Regentonne im Garten, mit Blättern und Früchten des Feldahorns aus Foto 2; 23. September 2019, früh nachmittags

Als musikalischen Abschluss dieses Artikels habe ich von Rush das Stück „Turn the page“ von ihrem 1987er Album „Hold your fire“ ausgewählt, weil es – irgendwie – zum „Umblättern“ im Blog und dem steten Voranschreiten der Jahreszeiten passt:

„..Looking at
the long-range forecast [….]

Learning the environmental blues […]

Every day we’re standing
In a time capsule
Racing down a river from the past
Every day we’re standing
In a wind tunnel
Facing down the future coming fast
It’s just the age
It’s just a stage
We disengage
We turn the page [….]“

 

Wintervögel und andere Besucher im Garten Anfang 2020

Erst spät kommt mein erster Beitrag des neuen Jahres und Jahrzehnts hier im JaTaBu ..

Weil am vergangenen Wochenende wieder die Zählung der Wintervögel durch den NABU stattfand und ich auch wieder mitgemacht habe, berichte ich von meiner „Zählstunde“ im Garten.
Zunächst kamen allerdings erst einmal andere –  nämlich ungefiederte und teilweise ungebetene – Gäste zu den Futterplätzen:

Foto 1: Eichhörnchen am Vogelfutterplatz 1 im Garten; 12. Januar 2020

Kurz darauf erschien Nachbars Katze und wartete wohl ebenfalls auf die Ankunft der Wintervögel :

Foto 2: Katze am Futterplatz 1 im Garten; durch Fensterscheibe fotografiert und gezoomt; 12.01.20

Klopfen ans Fenster vertrieb sie dann aber ..

Schließlich stellten sich doch noch mehrere Vögel im Garten ein, u. a. diese beiden Goldammern:

Foto 3: Goldammern am Futterplatz 2 im Garten; 12. Januar 2020; durch Fensterscheibe und gezoomt aufgenommen

Insgesamt sieht meine Zählung wie folgt aus:

  • Amsel: 6
  • Blaumeise: 3
  • Kohlmeise: 2
  • Goldammer: 2
  • Ringeltaube: 2
  • Elster: 2
  • Buchfink: 1
  • Heckenbraunelle: 1
  • Rotkehlchen: 1
  • Zaunkönig: 1

Es war damit im heimischen Garten ein an Arten und Individuenzahl ein mittelmäßiges Zähljahr im heimischen Garten.

Feldahorn-Herbstverwandlung ’19

Auch in diesem Jahr muss ein Artikel zur allherbstlichen Verwandlung des Feldahorns vorm Fenster im Garten sein 😉

Ende September ’19 zeigten sich in seinem Laub zwar schon erste Verfärbungen, aber er hatte noch ganz überwiegend Grün an sich – trotz des vorangegangenen trockenen Sommers. Dessen Folgen wiederum zeigen sich deutlich am großen braunen Fleck im Rasen unterm Baum, der an jenem Sonntagnachmittag zum ersten Mal nach vielen Wochen wieder richtig Regen abbekam:

Foto 1: 29. September 2019, früher Nachmittag

Am zweiten Novembersonntag ist das Laub zwar schon deutlich bunter, aber hängt immer noch zum größten Teil am Baum:

Foto 2: 10. November 2019, mittags

In der vergangenen Woche dann schritten Verfärbung und Laubabwurf weiter voran, sodass sich gestern die hellgelbe „Leuchtphase“ des Feldahorns und Laub von ihm auf dem – schon seit einigen Wochen auch wieder lückenlos grünen – Rasen eingestellt hatten:

Foto 3: 16. November 2019, mittags

Spätnachmittags leuchteten die oberen Blätter dann vor dem (gestern noch) blauen (heute durchgängig grauen) Himmel in einem eher orangefarbenen Ton:

Foto 4: 16. November 2019, später Nachmittag; oben im Sonnenlicht, unten schon Schatten

Sonnenuntergänge zwischen Spätsommer und Vollherbst, zwischen Abendhimmel und Herbstwald

Als Intermezzo zu meinen gerade laufenden Tourenberichten aus dem vergangenen Sommer zeige ich diesmal mein erstes Foto nach den Spätsommer-Kurzurlauben und mein bisher letztes Foto (von heute Nachmittag).

Beide sind abends bzw. nachmittags zum Sonnenuntergang entstanden. Das erste entstand Mitte September zuhause aus dem Fenster und zeigt einen Abendrot-Himmel mitsamt Abendwolken:

Foto 1: Abendhimmel über Menden/Sauerland am 13.09.2019

Ganz ohne Wolken und überhaupt mit nur wenig Himmel im Bild habe ich das heutige Foto im bunten Herbst-Laubwald in Richtung der untergehenden Sonne aufgenommen:

Foto 2: herbstlicher Laubwald im Abendrot am Ebberg zwischen Menden-Asbeck und Balve-Eisborn (nordöstlicher Märkischer Kreis, Nordsauerland, NRW) am 10.11.2019

 

 

Zwischen Hitze- und Dürrewellen und Platzregen

Ich kann‘ s kaum glauben .. Aber seit gut zweieinhalb Stunden kommt hier im Nordsauerland durchgängig echter „Landregen“ herunter!

Ich kann mich gar nicht mehr genau erinnern, wann es zuletzt so lange gleichmäßig (also auch nicht zu heftig) hier geregnet hat, ich glaube, Anfang April ’19.

Denn die letzten Wochen waren bestimmt durch zwei massive Hitzewellen und vor allem durch eine lang anhaltende Trockenheit.

Das zeigen auch die Pegelstände der Hönne in Menden:

Man sieht, dass der Wasserstand durchgängig deutlich unter dem mittleren Niedrig(!)-Wasserstand liegt, ganz zu schweigen vom Abstand zum mittleren Wasserstand oder gar zum Mittelhochwasser.

Der 12-Monatsvergleich zeigt, dass sich damit das Problem des zweiten Hälfte 2018 wiederholt hat und nur Winter und Frühlingsanfang mal etwas mehr Wasser brachten:

In der Landschaft fand ich Ecken völlig ausgetrocknet vor, die ich – mit Ausnahme des letzten Spätsommers und Herbstes – seit Jahrzehnten nur gut nass (und matschig) kenne, wie hier im Lüerwald zwischen Menden-Oesbern und Arnsberg-Neheim:

Foto 1: ausgetrockneter Flachtümpel im Lüerwald bei Menden-Oesbern; 06. Juli 2019

Nur tiefere, schattig und windgeschützt liegende Wegespuren hatten noch Wasserreste:

Foto 2: stark abgetrockneter Forstweg im Lüerwald bei Menden-Oesbern; 06.07.2019

Im Garten sieht es nicht besser aus:

Foto 3: Apfelbaum mit braunen Blättern, kleinen und abfallenden Äpfeln, auf trockenem Rasen; 7. Juli 2019

Es gab zwar auch gelegentlich Schauer in den letzten Wochen – die waren manchmal auch heftig, aber immer viel zu kurz:

Foto 4: (kurzer) Regenschauer am Nachmittag des 20.07.2019

Nun gibt es hoffentlich – und auch wahrscheinlich – endlich eine Linderung der Wasserknappheit für Natur und Mensch …

Aus der Deckung

Schon wieder war hier aus verschiedensten Gründen leider für einige Wochen Funkstille im Blog ..

Deshalb ist es Zeit, wieder aus der Deckung zu kommen:

Foto 1: Feldhase am Gaxberg bei Menden/Sauerland am 1. Juni 2019

Auch diese Akeleien im Garten steckten ihre Blüten aus einer „Eiben-Deckung“:

Foto 2: Akeleien-Blüten zwischen Eiben-Zweigen im Garten; 01.06.19

2 Wochen später im Garten stieß ich beim Austragen des Komposts auf einen Nachtfalter in seiner „Tageslicht-Deckung“. Er flog mir – höchstwahrscheinlich von mir aufgescheucht – aus dem Sack mit dem tags zuvor zwischengelagerten Kompost entgegen. Ich setzte ihn auf die Unterseite eines Holzstücks:

Foto 3: Abendpfauenauge im Garten am 15. Juni 2019

Der Schmetterling zeigte seine Drohgebärde, indem er durch Zittern und Flattern Größe vorzutäuschen versuchte:

Auf der Hand im vollen Sommersonnenlicht fühlte sich der Falter sichtlich unwohl und hielt auch seine charakteristischen Merkmale verdeckt:

Foto 4: Abendpfauenauge (vermutlich Weibchen?) in der „Draufsicht“; 15.06.19

Erst nach Absetzen auf einem Blatt im Halbschatten sah man wenigstens teilweise den Pfauenaugenfleck von der Seite:

Foto 5: Abendpfauenauge an Haselnussblatt im Garten; 01.06.19