Schlichter Aussichtspunkt zwischen Arnsberger Wald und Ruhrtal

Während es heute hier im Nordsauerland neblig-trübes Wetter mit ab Mittag mehreren Regenschauern gab, mache ich mit meinem Tourenbericht von Mitte Juni weiter, als – ich sagte es ja schon einige Male 😉 – „schlicht-schöne“ Sommerwitterung herrschte.

Nach der  – für mich auf jeder Tagestour immer sehr wichtigen – Mittagspause mit zugehöriger Mahlzeit 😉  im Bestwiger Ortsteil Föckinghausen stieg ich (ohne mein Fahrrad) auf den 529 m hohen Sengenberg, wo ich u. a. auf meinen Rastort blicken konnte:

vom Sengenberg auf Föckinghausen

Foto 1: vom Sengenberg auf Bestwig-Föckinghausen (links) und den mittleren Arnsberger Wald; 17. Juni 2015

Im Unterschied zu vielen anderen gestalteten Aussichtspunkten im Sauerland steht auf dem Sengenberg kein Turm o. ä., sondern es gibt nur eine einfache ebenerdige Plattform, was der Aussicht aber keinen Abbruch tut. Die Einbettung der Plattform in die Umgebung sieht man auf dem nächsten Bild ganz gut:

Aussichtsplattform auf dem Sengenberg

Foto 2: Aussichtsplattform auf dem Sengenberg, Blick zum östlichen Arnsberger Wald; 17.06.15

Die Plattform liegt in einer Windwurffläche des Orkans Kyrill (2007). Sie ist inzwischen wieder überwiegend mit Rotfichten aufgeforstet, der Sauerländer Hauptbaumart.

Zum Schluss zeige ich noch die Aussicht nach Südwesten ins mitte-obere Ruhrtal, wo meine Tour (nach kurzer Bahnanreise) vormittags startete:

vom Sengenberg auf Bestwig-Velmede, hinten rechts Eversberg

Foto 3: vom Sengenberg auf Bestwig-Velmede (links), ganz hinten rechts Meschede-Eversberg; 17.06.15

Auf Foto 3 sehen wir unterhalb des Südkamms des Arnsberger Waldes den großen Bestwiger Ortsteil Velmede. Weiter hinten gehört alles zur Stadt Meschede, dem Sitz der Kreisverwaltung des Hochsauerlandkreises. Unten im Ruhrtal ist der Mescheder Ortsteil Wehrstapel zu erkennen, auf einer Höhe des Arnsberger Waldes liegt am rechten Bildrand der malerische Ortsteil Eversberg, was man aus dieser Entfernung aber natürlich nicht so richtig sehen und würdigen kann …

Bergwald-Ausblicke mit überraschenden Ruinen

Genau wie vor einer Woche, aber nicht ganz so extrem, ist auch dieser Samstag hier im Nordsauerland sonnig und heiß ausgefallen. In den letzten 8 Tagen gab es hier Temperaturen zwischen +37°C (im Schatten) und +8°C (gestern, früh morgens)!

Ich mache aber weiter mit einem Blick noch etwas weiter zurück, nämlich auf meine Radtour vom 17. Juni 2015, als – für meinen Geschmack – sehr angenehmes Sommerwetter herrschte. Auf meiner Fahrt aus dem oberen Ruhrtal hinauf in den östlichen Arnsberger Wald gab es immer wieder schöne Aussichten nach Süden ins (eigentliche) Hochsauerland:

vom Arnsberger Wald vor Föckinghausen  über Ruhrtal nach Südosten

Foto 1: vom Arnsberger Wald vor Bestwig-Föckinghausen über das Ruhrtal nach Südosten, mit dem Elpetal; 17.06.15

Im Vordergrund haben wir für (Hoch-)Sauerländische Verhältnisse recht viel Laubbäume am Südabhang des Arnsberger Waldes. Weiter hinten dominieren die „üblichen“ Rotfichten.

Auf dem nächsten Bild zeige ich die Aussicht vom selben Berg in eine etwas andere Richtung und mit dem Fokus auf den Steinberg, einem Berghang beim Bestwiger Ortsteil Ostwig (liegt – wie man sich denken kann, östlich von Bestwig-Mitte; ‚B‘ wurde im Sauerländer Platt oft statt ‚W‘ benutzt, Bestwig also = Westwig):

vom Arnsberger Wald vor Föckinghausen  über Ruhrtal nach Süd-Südosten auf Steinberg bei Ostwig , mit Schornstein-Ruine in Bildmitte

Foto 2: vom Arnsberger Wald vor Föckinghausen über Ruhrtal nach Süd-Südosten mit dem Steinberg beim Bestwiger Ortsteil Ostwig , mit Schornstein-Ruine in Bildmitte; 17.06.15

Wer das Foto 2 durch Anklicken vergrößert, erkennt vielleicht schon halb-oben am Berg im Mittelgrund einige Bauten, die von hier auf dem ersten Blick wie Teile einer Burgruine o. ä. aussehen. Tatsächlich ist es aber etwas völlig anderes, obwohl es selbst auf dem vergrößerten Ausschnitt von Foto 2 noch nicht klar wird :

P1020822_v1

Foto 3: vergrößerter Ausschnitt aus Foto 2; mit ehem. Rauchgaskamin und anderen Ruinen auf dem Steinberg bei Bestwig-Ostwig; 17.06.15

Der beflaggte „Turm“ (der die Burg-Illusion noch verstärkt) ganz rechts auf Foto 3 ist ein Zeuge der Bergbau-Vergangenheit der Gemeinde Bestwig. Es ist ein in der Mitte des 19. Jahrhunderts aus Bruchstein errichteter Rauchgaskamin, der zur Abführung von giftigen Gasen aus der Blei- und Zinkverhüttung aus dem Tal diente.

Mehr zu diesem interessanten Bauwerk und die spannenden Hintergründe findet man z. B. hier: