Jahresrückblick II/2017: wolkenreiche und kühle Septemberanfangstage

Ich setze den Rückblick in den mehr frühherbstlichen als spätsommerlichen Septemberanfang ’17 fort. Zunächst geht es mit dem Bericht meiner Radtour zwischen Menden, Hemer und Balve aus dem letzten Beitrag weiter:

Foto 1: am Nordostrand des Balver Waldes bei Hemer-Brockhausen mit Blick ins mittlere Hönnetal (Richtung Menden); 5. September 2017, spät nachmittags

Im Gegensatz zum noch ziemlich sommerlich-sonnigen Vortag (4.09.17) war der Himmel stark bewölkt bis bedeckt und vor allem hatte es sich empfindlich abgekühlt, Immerhin aber blieb es weitgehend trocken. Die Pflanzenwelt trug auch noch überwiegend ihr (Spät-)Sommerkleid:

Foto 2: inmitten des Balver Waldes zwischen Hemer und Balve; 05.09.2017, früher Abend

Die Sonne bzw. blauer Himmel lugte nur selten durch die Wolken, dann jedoch recht spektakulär :

Foto 3: früher Abendhimmel über dem Balver Wald am 05.09.17

Der nächste (Urlaubs-)Tag wurde noch kühler und vor allem regnerisch. Erst am frühen Abend machte ich ein kleine Tour in der nächsten Umgebung. Die Sonne brach ab und zu durch die dunkle Wolkendecke. Trotz des Hinweisschildes auf dem folgenden Bild kam es zumindest doch längst noch nicht zu Schneefall 😉

Foto 4: nahe Hof Rohaus bei Menden/Sauerland; Blick Richtung Ruhrtal und Haarstrang; 06. September 2017

Ginsterleuchten an Waldhängen

In diesem überdurchschnittlich trockenen Frühling 2015 gedeihen diejenigen Pflanzenarten besonders gut, die mit dieser (Umwelt-)Bedingung gut zurechtkommen, d. h. solche Pflanzen, die unter Trockenheit konkurrenzstärker sind als andere. Hier im Nord-Sauerland ist mir das vor allem am Besenginster aufgefallen, der deutlich stärker blüht als in den Jahren vorher. Auf dem ersten Foto sind erstmal nur wenige und kleine Exemplare an einem Waldwegrand zu sehen:

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Foto 1: Am Südostrand des Balver Waldes beim Neuenrader Ortsteil Küntrop; mit Besenginster links und Wiesen-Kerbel am rechten Wegesrand; Ende Mai 2015

Im nächsten Foto mit Ausblick in die Landschaft  östlich des Balver Waldes steckt ein größerer Strauch des Besenginsters :

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Foto 2: Blick vom Küntroper Berg nach Osten über das obere Hönnetal auf die Landschaft zwischen den Neuenrader Ortsteilen Küntrop und Affeln; mit Besenginster-Strauch halb-vorne-mittig; Ende Mai 2015

Auf Foto 2 leuchtet Blütengelb nicht nur am Ginster-Strauch vorne, sondern auch im Hintergrund. Einmal sind es Rapsfelder in der linken Bildmitte. Aber weiter hinten sehen wir auch noch gelbe Flecken auf einigen Kahlschlägen an den Hängen – auf dem nächsten Foto näher „herangeholt“:

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Foto 3: ähnlich Foto 2, größerer Ausschnitt von ehem. Kahlschlag-Hängen mit größeren Besenginster-Flächen

Übrigens ist die Trockenheit auf dem vorigen Foto gut am sehr hellen Ackerboden zu erkennen.

Zum Schluss zeige ich einen Ausschnitt aus Foto 3, auf dem die starke Durchsetzung der Waldhang-(Ex-)Kahlschläge mit Besenginster-Sträuchern noch mehr ins Auge fällt:

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Bild 4: Ausschnitt aus Foto 3, mit Besenginster-„Feldern“ an den Kahlschlag-Waldhängen

Die Fotos stammen vom Nachmittag des Pfingstsonntag 2015. Danach gab es endlich mal etwas mehr Regen hier, vor allem gestern und während ich dies (am Sonntagabend) schrieb …

Rückblende: Sauerländer Waldberge Anfang Februar vor 7 Jahren (2008) – 1 Jahr nach Kyrill-Orkan

Heute vor 7 Jahren, am 3. Februar 2008, war es hier im Nord-Sauerland ähnlich kalt wie heute, aber etwas sonniger.

Im Balver Wald im Nordwesten des Märkischen Kreises lag ein wenig Schnee und es gab noch viel Spuren des Orkans Kyrill, der gut ein Jahr vorher hier getobt hatte:

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Foto 2: im südlichen Balver Wald, bei Neuenrade (Märkischer Kreis, NRW); mit Windwurfflächen im Fichtenforst; 03.02.2008

Allenthalben gab es noch vom damaligen Sturm und den anschließenden Durchforstungen leegeräumte ehemals dichte Waldflächen:

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Foto 2: Windwurffläche im Wald nahe dem Kohlberg bei Neuenrade; 03.02.2008

Woanders waren mehr als 12 Monate nach Kyrill die Baumstämme noch nicht oder kaum bearbeitet, geschweige denn weggeräumt:

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Foto 3: im Balver Wald, bei Balve-Garbeck (Märkischer Kreis, NRW); mit Windwurfflächen im Fichtenforst; 03.02.2008

Aber längst nicht überall sah es (noch) verwüstet aus. Beim Ausblick vom Balver Wald auf den Neuenrader Ortsteil Affeln z. B. sah man kaum Sturmschäden:

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Foto 4: Ausblick vom Balver Wald bei Neuenrade auf Affeln; 03.02.2008

 

Fast noch sommerlicher Novemberanfang

Der Sommer fing in diesem Jahr nicht nur besonders früh an, sondern zog sich bis weit in den Vollherbst hinein.
Dieser Novemberanfang war ungewöhnlich sonnig, aber vor allem äußerst mild (eigentlich sogar warm).
Hier im Nordsauerland stiegen die Temperaturen am  ersten Wochenende des (vermeintlich) tristesten Monats, das wegen des Feiertags in NRW in diesem Jahr aus dem  „Doppelsonntag“  Allerheiligen/Allerseelen bestand, auf über +20°C!

Die Landschaft sah herbstlich aus und fühlte sich – wenigstens tagsüber – ziemlich sommerlich an:

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Foto 1: bei Balve-Sanssouci im Nordsauerland; 01.11.2014

Es kamen zwar später noch einige Wolken auf, die blieben aber harmlos – und sahen eher wie sommerliche Schönwetterwolken aus:

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Foto 2: Wolkenhimmel über dem Balver Wald bei Hemer-Deilinghofen; 01.11.14

Am Sonntag (2. November, Allerseelen)  war es dann nur ein wenig kühler, dafür aber noch sonniger:

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Foto 3: blauer Novemberhimmel bei Menden/Sauerland; 02.11.14