Jungspechte und Rasenblüten im Mittsommer

Als ich Ende Juni eines Nachmittags nach Hause kam, sah ich durchs Fenster auf dem benachbarten Hallendach vier – vermutlich junge – Grünspechte. Bis ich die Kamera zur Hand und aufnahmefähig hatte, waren leider nur noch zwei davon auf dem Dach:

Foto 1: Grünspechte auf Hallendach am 28. Juni 2017

Bis dahin hatte ich Grünspechte fast immer nur einzeln gesehen …
Diese Spechte sahen vom Gefieder her zwar  eher wie Altvögel aus, sie wirkten aber noch ein wenig orientierungslos und unbeholfen. Dennoch kann ich nicht sicher sagen, ob es Jungvögel waren….
Hier noch einer der Spechte im Einzelporträt:

Foto 2: einer der Grünspechte von Foto 1; durch Fensterscheibe und stark gezoomt aufgenommen

Auch blühte es um die Monatswende Juni/Juli auf dem Rasen sehr intensiv. Daran war vor allem der Weißklee beteiligt:

Foto 3: Weißklee im Rasen; 2. Juli 2017

An einigen Flecken im Garten gesellte sich auch Thymian dazu, der eh nicht sehr groß/hoch wird, im Rasen aber als „Bonsai-Version“ vertreten war:

Foto 3: blühender Thymian neben Weißklee im Rasen; 2.7.2017

Blühend vom Spätfrühling in den Frühsommer

Außer Sonne und Wärme sind vor allem Blüten etwas, das die beiden Jahreszeiten Frühling und Sommer verbindet.

Deshalb widme ich den letzten Artikel meines Frühjahrsberichts 2017 einigen Blumen und anderen blühenden Pflanzen aus der „Zeitenwende“ vom Spätfrühling zum Frühsommer.

Auf Waldlichtungen und an Waldwegrändern sind während der langen Tage Mitte Juni die purpurnen Blüten des Roten Fingerhuts in teils großen Beständen zu sehen:

Foto 1: Roter Fingerhut im Stadtwald von Neuenrade (Nordsauerland, Märkischer Kreis, NRW); 18. Juni 2017

In Wäldern und Gebüschen erscheinen gleichzeitig die „extravaganten“ Blüten der Kletterpflanzen (Lianen) des Wald-Geißblatts:

Foto 2: Blütenstände des Wald-Geißblatts (Wald-Heckenkirsche) im Neuenrader Stadtwald; 18.06.17

Trotz des  ähnlichen Namens wartet der ebenfalls hauptsächlich in Wäldern wachsende Wald-Geißbart  mit völlig anderen Blüten und Blütenständen auf:

Foto 3: Wald-Geißbart; Naturschutzgebiet „Auf dem Giebel“ zwischen Neuenrade, Hemer und Balve (Märkischer Kreis, NRW);  18.06.17

 

Überwiegend außerhalb von Wäldern, nämlich u. a. an Feld- und Wegrändern, wächst und blüht die Moschus-Malve, oft sogar bis in den Spätsommer hinein:

Foto 4: Moschus-Malve, neben altem km-Stein an der ehem. Bahnstrecke Hemer – Menden (Nordsauerland); 18.06.17

 

Früher Frühling in Wald und Flur

Auch wenn es jetzt, zu Beginn der letzten Aprilwoche 2017, fast unwirklich erscheint: der Frühling startete in diesem Jahr sehr früh, sonnig und warm.
Im letzten Beitrag zeigte ich den frühen Frühling vom 2. April und im Garten.
Diesmal geht es eine Woche weiter und hinaus in Wald und Flur …

An Wald- und Feldrändern blühten die Schwarzdorn-Sträucher (Schlehen) überschäumend in weiß. Die Blüten der Schlehen erscheinen immer vor den Blättern. Im Wald ergibt sich dennoch ein schöner Kontrast des weißen „Blütenschaums“ zu den frischen grünen Blättern anderer Gehölze:

Foto 1: blühende Schwarzdorn-/Schlehensträucher an einem Waldweg an der „Großen Haar“ bei Menden (Sauerland), Ortsteil Schwitten; 9. April 2017

Auch und gerade auf dem Waldboden blüht es in dieser Jahreszeit besonders intensiv, denn Kräuter und Stauden bekommen später im Jahr bei voller Belaubung der Bäume nicht mehr viel Licht ab.
Im Wald von Foto 1 blühten u. a. die Windröschen (Anemonen), einmal die häufigen Buschwindröschen, aber auch die deutlich selteneren Gelben Windröschen:

Foto 2: Gelbes Windröschen im Wald der „Großen Haar“ bei Menden/Sauerland, zwischen Perlgras und Waldmeister; 9. April 2017

Zum Schluss kehren wir zurück in die Baumschicht und zur Blütenfarbe Weiß.
Auch die Vogelkirschen blühten in diesem Jahr besonders intensiv:

Foto 3: blühender Zweig einer Vogelkirsche in Menden/Sauerland, „An der Molle“; 9. April 2017

Februar-Winterwaldwanderung V und Schlehenblühen im Vollwinter

Heute setze ich zum einen den Bericht zur Winterwaldwanderung von Mitte Februar fort. Zum anderen zeige ich ungewöhnlich frühes Blühen in diesem Februar …

Ich starte mit einem letzten Blick vom Hochsitz auf dem Lahrberg bei Menden/Sauerland, der in die schneebedeckten Äste des dortigen Laubwalds und auf einen weiteren, kleineren und älteren Hochsitz geht:

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Foto 1: vom (neuen) Hochsitz auf dem Lahrberg bei Menden/Sauerland auf verschneite Buchen (links), Fichten und auf einen anderen Hochsitz (vorne links); 16.02.16

Wieder auf dem Boden machte ich als erstes ein Foto gen blauen Himmel:

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Foto 2: blauer Himmel über dem Lahrwald bei Menden/Sauerland; 16.02.16

Während die Sonne oben für dieses strahlende Blau sorgte, ließ sie unten den Wald hell und schneefunkelnd erleuchten:

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Foto 3: Lahrwald bei Menden/Sauerland, nordöstlich des Lahrbergs; 16.02.16

 

Schon vor dem Tag meiner Waldwanderung blühte – viel früher, als ich es je erlebt habe – der Schwarzdorn (Schlehdorn) in der Ruhrniederung bei Menden-Schwitten. Vom Anfang dieser Blüte habe ich leider keine Bilder. Gestern (27.02.16) fand ich diese Schlehenhecke schon beinahe im Verblühen vor:

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Foto 4: blühender und zum Teil sich schon belaubender Schwarzdorn am Abtissenkamp bei Menden/Sauerland; 27.02.16

Zum Vergleich und zur jahreszeitlichen Einordnung zeige ich die neben der Schwarzdornhecke liegende Streuobstwiese, wo außer einigen Schneeglöckchen sonst noch nichts grünte oder blühte:

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Foto 5: Streuobstwiese neben Radweg und Hecke aus Foto 4; 27.02.16

Wasserdostparade

Kürzlich hat puzzleblume in ihrem großartigen Blog in mehreren Beiträgen über den Gemeinen Wasserdost (auch Kunigundenkraut genannt) in ihrem Garten berichtet.
In einem Artikel bezog sie sich auf einen Kommentar von mir, in dem ich anmerkte, wie häufig, beinahe allgegenwärtig, Wasserdost hier im Nord-Sauerland vorkommt.

In den letzten Tagen habe ich dann einmal verstärkt auf die Staude aus der Familie der Korbblütler (Asterngewächse) geachtet. Der erste Fund war schon gleich in der Nachbarschuft um die Ecke, hinter einer Mülltonne („Gelbe Tonne“):

Wasserdost hinter Mülltonne

Foto 1: Wasserdost hinter Mülltonne; August 2015

In der Landschaft steht das Kunigundenkraut an feuchten Stellen im Wald, an Feldrändern, Wassergräben u. ä., z. B. hier „zwischen“ einem Zaun am Rande eines Schlammteichgeländes beim Mendener Ortsteil Halingen:

Wasserdost

Foto 2: Wasserdost bei Menden-Halingen; hinten auch einige Weidenröschen; August 2015

Ich habe die für Insekten höchst nützliche und attraktive Pflanze auch an weiteren ungewöhnlichen Stellen gefunden, wie hier an einem Kurven-Straßenschild ….

Wasserdost um Verkehrsschild

Foto 3: Wasserdost „um“ Verkehrsschild bein Menden-Dahlhausen; vorn: Kamille;  August 2015

… oder hier mitten in der Mendener Altstadt:

unterer Südwall mit Wasserdost

Foto 4: Menden, unterer Südwall, mit Wasserdost (links vor Garage und im Straßenbeet); August 2015

Anfang Juli 2015 – zwischen Hitze, Regen, Käfern und Wolken

Seit Anfang Juli wechselten sich hier große Hitze und heftiger Regen einschl. Abkühlung ab.
Im Anschluss an meinen vorigen Beitrag zeige ich den sechsten Regenguss vom letzten Sonntag, der nachmittags niederging:

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Foto 1: Regenschauer am 5. Juli 2015, 15:30 Uhr

Der Tag danach war ein ruhiger trockener und heiterer Sommertag, vor allem ohne große Hitze:

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Foto 2: am 6. Juli 2015, nachmittags

 

Heute  drehte der Hochsommer wieder richtig auf mit drückender Schwüle bei  fast +35 °C und nachmittäglichem Regen. Später abends klarte es aber auch schnell wieder auf und es gab diese sehr malerische Formation aus kleinen Wolken im Sonnenuntergang:

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Foto 3: Abendhimmel des 7. Juli 2015

Seit gut einer Woche fliegen hier außerdem in der Abenddämmerung zahlreiche Junikäfer (Gerippte Brachkäfer) um Sträucher und Gebüsch. Sie zu fotografieren war mir mangels Licht und weil sie viel zu „hektisch“ und ohne Unterbrechung fliegen,  bisher nicht gelungen. Heute hatte sich aber einer ins Haus verflogen, den ich dann draußen auf eine Margeritenblüte setzen und ablichten konnte:

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Foto 4: Junikäfer (gerippter Brachkäfer) am 7. Juli 2015

Seine Verwandschaft mit dem Maikäfer ist gut zu erkennen. Nachdem sich dieser hier erholt hatte und es zu seiner eigentlichen Aktionszeit gekommen war, schloss auch er sich wieder dem Schwarmflug seiner Artgenossen an.

Übera(ll)keleien

Eine meiner Lieblings-(Wild-)Blumen  ist die Akelei.
Und die habe ich in diesem Frühsommer an besonders interessanten Wuchsorten vorgefunden …

a) seitlich aus dem Komposthaufen herauswachsend:

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Foto 1: Akeleien aus Komposthaufen; Mai 2015

Die beiden Akeleien von Foto 1 wurzeln nicht im Boden, auch nicht mitten aus dem Kompost, sondern am Rand des Komposthaufens.

b) „Klassisch“ wurzeln die nächsten Exemplare, allerdings nicht in einem Garten oder im Gebüsch, sondern an einem Wegesrand im weitläufigen Arnsberger Wald zwischen Bestwig (Hochsauerlandkreis) und Warstein (Kreis Soest) auf ca. 530 m Höhe, außerdem sowohl in der blauen als auch in der violetten Blütenfarbe:

verschiedenfarbige Akeleien am Plackweg

Foto 2: verschiedenfarbige Akeleien am Plackweg im Arnsberger Wald; Juni 2015

c) Ebenfalls im Arnsberger Wald fand ich diese rosablühenden Akeleien, die neben einer und durch (!) eine Sitzbank am Wegesrand wachsen:

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Foto 3: Akeleien an Wanderweg-Sitzbank bei Warstein-Hirschberg im Arnsberger Wald; Juni 2015