Rückblick II/2017: Hochsommer- und herbstbunt

Es geht weiter mit meinem „zweigleisigen“ Rückblick auf das zweite Halbjahr 2017, d. h. sowohl in den Hochsommer als auch mitten in den Herbst.

Am dritten August-Wochenende stattete ich dem erst seit wenigen Jahren öffentlich zugänglichen (weil ehem. Militärgelände; s. Menden-Blog) Aussichtshügel am Papenbusch in Menden/Sauerland einen kurzen Besuch ab. Hier war es hochsommerlich grün und blütenbunt:

Foto 1: auf dem Papenbusch-Hügel in Menden/Sauerland (nördl. Märkischer Kreis, NRW) mit u. a. jungen Erlen-Bäumen, Kanadischer Goldrute (gelbe Blüten) und Wasserdost (halb-vorne links); 19. August 2017

Auf diesem Hügel wachsen derzeit vom Menschen gepflanzte oder „angeflogene“ Pionier- oder andere Ruderalpflanzen. Die Kanadische Goldrute ist zudem eine eigentlich in Nordamerika beheimatete „eingeschleppte“ Pflanze (Neophyt).

Einheimisch dagegen sind der Wasserdost und die Wilde Möhre, von denen letztere schon weitgehend verblüht war:

Foto 2: Wasserdost (violett?/rosa) und Wilde Möhre (weiße Blüten bzw. grünliche, zusammengeneigte Fruchtdolden) auf dem Papenbusch-Hügel; 19.08.17

Knapp 2 Monate später hatte – doch noch – der goldene Oktober eingesetzt, als ich mit meinem Pedelec eine Tour in den Westen unserer großen Nachbarstadt Iserlohn machte:

Foto 3: auf der Straße westlich des Iserlohner (Letmather) Ortsteils Grürmannsheide; 14. Oktober 2017

Der Himmel war blau, die Laubbäume verfärbten sich und die Äcker waren abgeerntet. Die Aussichten waren nur von wenig Dunst getrübt, wie hier vom Straßenrand aus Foto 3 nach Norden:

Foto 4: von Standort Foto 3 nach Norden Richtung Ruhrtal und Haarstrang (nach links/Westen übergehend in das Ardeygebirge); 14.10.17

Von der anderen Straßenseite beim Blick nach Süden (Richtung Kernsauerland) sind die Waldberge links und rechts des Lennetals im hügelreichen Iserlohner Süden gut zu sehen:

Foto 5: vom Standort Fotos 3 und 4 nach Süden auf die Landschaft beim Iserlohner Stadtteil Letmathe mit Lennetal und Nordrand Lennegebirge; halb-mittig/halb-links ein Kalk-Steinbruch; 14.10.17

Vom Berg, der auf Foto 5 ganz rechts teilweise zu sehen ist, habe ich im weiteren Verlauf der Tour ein Bild als Gegenblick gemacht:

Foto 6: Blick von Süden über das Lennetal bei Iserlohn-Letmathe Richtung Ruhrtal und Haarstrang (und zum Standort der Fotos 3-5); 14.10.17

[Sommerrückblick ’17] Himmelserscheinungen mit Minze im Erntemond

Der August wurde früher auch Erntemond genannt.
Auf meiner Feierabendtour am 9. August dieses Jahres war allenthalben zu sehen, wie zutreffend dieser alte Monatsname ist.

Schon beim Ausblick aus dem Wald über die Feld- und Wiesenflur bei Hemer im nördlichen Sauerland waren erste Spuren von Erntearbeiten in Gestalt von bodennahen Staubwolken zu erkennen:

Foto 1: Blick von Norden über Hemer-Landhausen (Nordsauerland, Märkischer Kreis, NRW) mit (schwacher) „Kornstaubwolke“ im linken Bildmittelgrund; 9. August 2017

Am nächsten Aussichtspunkt dieser Tour, auf dem Gaxberg zwischen Menden-Ostsümmern und Iserlohn-Sümmern, war die Luft noch viel stärker vom „Kornstaub“ erfüllt:

Foto 2: Blick vom Gaxberg beim Mendener Ortsteil Ostsümmern über den Iserlohner Ortsteil (West-)Sümmern und über das Ruhrtal auf den Haarstrang zwischen Dortmund und Schwerte; mit Mähdrescher bei der Ernte in Bildmitte; 9.08.17; mittelstark gezoomt

Aber vom Fotostandort 2 lohnte nicht nur der Blick in die Ferne, sondern auch zum Boden direkt vor meinen Füßen. Dort waren mehrere Rossminzen-Pflanzen in voller Blüte:

Foto 3: Blüten von Ross-Minze am Standort von Foto 2; 9.08.17

Nachdem ich einige Aufnahmen von den Minzen gemacht hatte, tat sich am Himmel schon wieder etwas:

Foto 4: Halo und …. am Himmel über Iserlohn-Sümmern; 9.08.17

Es gab nicht nur einen von der untergehenden Sonne erzeugten Halo-Effekt an den Wolken zu sehen, sondern auch einen Gleitschirm(motor)segler:

Foto 5: vergrößerter Ausschnitt aus Foto 4

Zum Schluss kommt noch ein Video von dem, was diesen Abend in der Feldflur vor allem prägte, nämlich Erntearbeit, hier beim Mendener Ortsteil Hembrock:

Gemischtes vom dritten Julifreitagnachmittag

In meiner Sommer-Rückschau auf 2017 geht es nun um den sonnigen (aber zum Glück nicht zu heißen) Nachmittag des 21. Juli.

Es geht los mit einer Blüte des auf (bzw. aus) dem Garten-Komposthaufen wuchernden Kürbis, über den ich im August schon ausführlich berichtet habe:

Foto 1: Blüte des Kompost-Kürbis mit Fruchtansatz; 21. Juli 2017

Als Kontrast folgt nun eine Waldpflanze mit der Konträrfarbe Blau, die aussieht wie eine Brennessel mit „echten/schönen“ Blüten, aber nichts damit zu tun hat, weil sie eine Glockenblume ist:

Foto 2: (Brenn-)Nesselblättrige Glockenblume im Wald „Ziegenbusch“ bei Menden/Sauerland, Ortsteil Oesbern; 21.07.17

Gesehen habe ich die Glockenblume auf einer Rad-Fuß-Kombi-Tour am späten Nachmittag/frühen Abend des 21. Juli. Sie führte mich unter tiefblauem Himmel an sattgrüner Sommervegetation vorbei:

Foto 3: auf dem Weg vom Mendener Stadtteil Lahrfeld hinauf zum Hof Rohaus beim Ortsteil Schwitten; 21.07.17

Die Sommerstauden an den Wegesrändern standen in vollem Saft und in (fast) voller Blüte:

Foto 4: Vogelwicken (v. a. Bildmitte), Wasserdost (links) und Weidenröschen (rechts) am Wegesrand nahe Standort von Foto 3; 21.07.17

Nun kommt ein weiterer Kontrast, nämlich ein schon frühabendlich beschatteter Waldwegrand mit blütenlosen (weil Sporen tragenden) Pflanzen:

Foto 5: Adlerfarn an einem Waldwegrand im Ziegenbusch bei Menden-Oesbern; 21.07.17, früh abends

Zum Abschluss gibt es noch ein kurzes Radel-Video von meiner Fahrt – noch mit motorlosem „Bio-Rad“ – im Bereich von Foto 3:

Brombeerwelten und andere Sommerflora auf dem Hügel

In diesem Beitrag meines Sommerrückblicks ’17 geht es um das dichte Sommergrün mitten im Juli. Die Bilder stammen alle von einem einzigen Hügel am Nachmittag des 15.07.17:

Foto 1: Weg hinauf zum Papenbusch-Hügel in Menden (Sauerland); 15. Juli 2017

Auf dem überwiegend noch mit Pionierpflanzen bestandenem Hügel wachsen vor allem viele Brombeersträucher:

Foto 2: Fruchtstände (mit unterschiedlich reifen Beeren) und Blätter einer Brombeere auf dem Papenbusch-Hügel in Menden (Sauerland); 15.07.17

Um die teils außerordentlich langen Brombeer-Triebe (Ruten) zu zeigen, passt am besten ein Video:

Auch Kräuter und Stauden gehören natürlich zur reichen Sommervegetation:

Foto 3: Blick durch einen „Wald“ aus Stauden und Kräutern, u. a. Weißer Steinklee , Wilde Möhre (links) und Stumpfblättriger Ampfer (rechts); Ort und Zeit wie Fotos 1-2

Im Sommer haben die meisten Blüten natürlich auch zahlreiche Besucher aus der Insektenwelt:

Foto 4: Schwebfliege auf Blüte von Einjährigem Feinstrahl (Berufkraut)

Eine („echte“) Biene, die auf dem Weißen Steinklee Nektar sammelte, konnte ich ein paar Sekunden auf Video bannen:

Mittjuli am Sauerlandrand und am Ruhrgebietsrand

Aus meinem 3-fach-Rückblick bzw. -tourenbericht der letzten beiden Artikel wird ab jetzt „nur noch“ ein Doppel-Sommer-Rückblick 2016/2017.

Im Juli des letzten Jahres war ich unterwegs mit meinem damals neuesten Fahrrad  am südöstlichen Rand des Sauerlandes, nahe der Grenze zu Hessen, unterwegs und blickte über eine Wald-Wiesen-Felder-Landschaft:

Foto 1: auf dem Höhenweg zwischen Hallenberg (-Braunshausen) und Medebach (-Dreislar) im Südosten des Hochsauerlandkreises (NRW), Blick nach Südosten, Richtung Hessen; Mitte Juli 2016

Die Wiesen waren vielfach frisch gemäht:

Foto 2: vom Höhenweg aus Foto 1 Richtung zentrales Sauerland; Juli 2016

… und Sommer-Wiesenblumen säumten die Wege:

Foto 3: Sommerwildblumen am Höhenweg aus Foto 2, u. a. mit Johanniskraut (gelb) und Hauhechel (purpur); Mitte Juli 2016

 

Knapp ein Jahr später, also im Juli dieses Jahres, machte ich eine Radtour – mit meinem ältesten Fahrrad – am südöstlichen Rand des Ruhrgebiets und kam dabei u. a. durch eine Eschen-Allee im dörflichen Dortmunder Ortsteil Kleinholthausen-Großholthausen:

Foto 4: bei Dortmund-Kleinholthausen/Großholthausen, hinten Ausläufer des Ardeygebirges; Mitte Juli 2017

Ich durchquerte anschließend das Ardeygebirge und die Innenstadt von Witten und gelangte zum Ruhrtalradweg neben der Ruhrtalbahn:

Foto 5: auf dem Ruhrtalradweg bei Witten (Ennepe-Ruhr-Kreis, NRW), daneben Gleis der Ruhrtalbahn; Mitte Juli 2017

Der hier zu sehende Abschnitt der Ruhrtalbahn wird nur noch als Museumsbahn genutzt. Deshalb kann sich das (sommerliche) Grün rings um die Gleisanlagen entsprechend stark ausbreiten, zumal unmittelbar Wald angrenzt:

Foto 6: Gleisbett der Ruhrtalbahn mit angrenzendem Laubwald bei Witten (Ruhr); Mitte Juli 2017

Jungspechte und Rasenblüten im Mittsommer

Als ich Ende Juni eines Nachmittags nach Hause kam, sah ich durchs Fenster auf dem benachbarten Hallendach vier – vermutlich junge – Grünspechte. Bis ich die Kamera zur Hand und aufnahmefähig hatte, waren leider nur noch zwei davon auf dem Dach:

Foto 1: Grünspechte auf Hallendach am 28. Juni 2017

Bis dahin hatte ich Grünspechte fast immer nur einzeln gesehen …
Diese Spechte sahen vom Gefieder her zwar  eher wie Altvögel aus, sie wirkten aber noch ein wenig orientierungslos und unbeholfen. Dennoch kann ich nicht sicher sagen, ob es Jungvögel waren….
Hier noch einer der Spechte im Einzelporträt:

Foto 2: einer der Grünspechte von Foto 1; durch Fensterscheibe und stark gezoomt aufgenommen

Auch blühte es um die Monatswende Juni/Juli auf dem Rasen sehr intensiv. Daran war vor allem der Weißklee beteiligt:

Foto 3: Weißklee im Rasen; 2. Juli 2017

An einigen Flecken im Garten gesellte sich auch Thymian dazu, der eh nicht sehr groß/hoch wird, im Rasen aber als „Bonsai-Version“ vertreten war:

Foto 3: blühender Thymian neben Weißklee im Rasen; 2.7.2017

Blühend vom Spätfrühling in den Frühsommer

Außer Sonne und Wärme sind vor allem Blüten etwas, das die beiden Jahreszeiten Frühling und Sommer verbindet.

Deshalb widme ich den letzten Artikel meines Frühjahrsberichts 2017 einigen Blumen und anderen blühenden Pflanzen aus der „Zeitenwende“ vom Spätfrühling zum Frühsommer.

Auf Waldlichtungen und an Waldwegrändern sind während der langen Tage Mitte Juni die purpurnen Blüten des Roten Fingerhuts in teils großen Beständen zu sehen:

Foto 1: Roter Fingerhut im Stadtwald von Neuenrade (Nordsauerland, Märkischer Kreis, NRW); 18. Juni 2017

In Wäldern und Gebüschen erscheinen gleichzeitig die „extravaganten“ Blüten der Kletterpflanzen (Lianen) des Wald-Geißblatts:

Foto 2: Blütenstände des Wald-Geißblatts (Wald-Heckenkirsche) im Neuenrader Stadtwald; 18.06.17

Trotz des  ähnlichen Namens wartet der ebenfalls hauptsächlich in Wäldern wachsende Wald-Geißbart  mit völlig anderen Blüten und Blütenständen auf:

Foto 3: Wald-Geißbart; Naturschutzgebiet „Auf dem Giebel“ zwischen Neuenrade, Hemer und Balve (Märkischer Kreis, NRW);  18.06.17

 

Überwiegend außerhalb von Wäldern, nämlich u. a. an Feld- und Wegrändern, wächst und blüht die Moschus-Malve, oft sogar bis in den Spätsommer hinein:

Foto 4: Moschus-Malve, neben altem km-Stein an der ehem. Bahnstrecke Hemer – Menden (Nordsauerland); 18.06.17