Blühend vom Spätfrühling in den Frühsommer

Außer Sonne und Wärme sind vor allem Blüten etwas, das die beiden Jahreszeiten Frühling und Sommer verbindet.

Deshalb widme ich den letzten Artikel meines Frühjahrsberichts 2017 einigen Blumen und anderen blühenden Pflanzen aus der „Zeitenwende“ vom Spätfrühling zum Frühsommer.

Auf Waldlichtungen und an Waldwegrändern sind während der langen Tage Mitte Juni die purpurnen Blüten des Roten Fingerhuts in teils großen Beständen zu sehen:

Foto 1: Roter Fingerhut im Stadtwald von Neuenrade (Nordsauerland, Märkischer Kreis, NRW); 18. Juni 2017

In Wäldern und Gebüschen erscheinen gleichzeitig die „extravaganten“ Blüten der Kletterpflanzen (Lianen) des Wald-Geißblatts:

Foto 2: Blütenstände des Wald-Geißblatts (Wald-Heckenkirsche) im Neuenrader Stadtwald; 18.06.17

Trotz des  ähnlichen Namens wartet der ebenfalls hauptsächlich in Wäldern wachsende Wald-Geißbart  mit völlig anderen Blüten und Blütenständen auf:

Foto 3: Wald-Geißbart; Naturschutzgebiet „Auf dem Giebel“ zwischen Neuenrade, Hemer und Balve (Märkischer Kreis, NRW);  18.06.17

 

Überwiegend außerhalb von Wäldern, nämlich u. a. an Feld- und Wegrändern, wächst und blüht die Moschus-Malve, oft sogar bis in den Spätsommer hinein:

Foto 4: Moschus-Malve, neben altem km-Stein an der ehem. Bahnstrecke Hemer – Menden (Nordsauerland); 18.06.17

 

Wechselspiele am und vom Anfang-Juni-Himmel

Mein Frühlings-Report 2017 geht  immer weiter seinem (sommerlichen) Ende entgegen …

Der Pfingstmontag war im Gegensatz zum ersten Feiertag überwiegend sonnig, trocken und warm mit meist viel Blau am Himmel über grüner Landschaft:

Foto 1: im Rüthersbachtal bei Menden/Sauerland, Ortsteil Bösperde; ganz hinten: Fröndenberg/Ruhr; Pfingstmontag 2017

Es waren nur wenige „harmlose“ Wolken unterwegs wie diese Federwolken (Cirrus-Wolken):

Foto 2: Federwolken über Menden/Sauerland; Pfingstmontag 2017

Einen Tag später war das Wetter schon wieder wechselhaft und am frühen Nachmittag deutete sich durch dunkle Wolken schon an, dass es nicht trocken bleiben würde:

Foto 3: von Nordwesten ankommende Wolkenfront über Menden/Sauerland; 6. Juni 2017

Der Regenschauer setzte dann auch kurze Zeit später ein – und die Vogeltränke im Garten füllte sich „von selbst“:

 

 

Nicht nur nass, sondern auch windig wurde es während des Schauers:

 

Zum Ende der Nach-Pfingst-Woche war es tagsüber trocken und heiter, abends war der Wechsel unserer beiden großen (besser: nahen) Himmelskörper besonders schön zu sehen, nämlich der Sonnenuntergang ….

Foto 4: Sonnenuntergang über dem nordöstlichen Ruhrgebiet und westlichen Hellweg; gesehen vom Haarstrang bei Wickede/Ruhr; 10.06.17

… und ca. 1 Stunde später der (fast Voll-)Mondaufgang:

Foto 5: Mondaufgang über Menden/Sauerland; 10.06.17

Spätsommer an der Talsperre – Frühsommer auf dem Haarstrang

Ein weiterer Beitrag mit Vergleich zwischen dem Spätsommer 2016 und Frühsommer/Spätfrühling 2017 …

Für den Spätsommer gehe ich wieder zurück ins Hohe Venn in Ost-Belgien, wo ich an einem sehr sonnigen und heißen Tag den oberen Teil der Wesertalsperre (Eupener See / Lac d‘ Eupen) erreichte:

Foto 1: Ober“lauf“ der Wesertalsperre bei Eupen im Hohen Venn (Ost-Belgien); 8. September 2016

Nicht nur der niedrige Pegelstand machte die Trockenheit und Hitze des letzten Spätsommers deutlich, sondern auch die beinahe staubtrockene Uferböschung:

Foto 2: nördliche Uferböschung der Wesertalsperre (Eupener See); mit u. a. einer „mangrovenähnlich“ bewurzelten Eiche sowie Heidekraut; 08.09.16

Ebenso sonnig, aber nicht (mehr) ganz so trocken und heiß war es am letzten Freitag in diesem Mai, als ich abends von knapp unterhalb des Kamms des Haarstrangs ins nördliche Sauerland blickte:

Foto 3: Aussicht vom Haarstrang bei Fröndenberg-Bausenhagen über das Ruhrtal auf Menden/Sauerland mit u. a. dem Ortsteil Schwitten; ganz hinten die Höhen des Iserlohner Stadtwaldes (rechts), der Hemer Berge und des Balver Walds; 26. Mai 2017, abends

Viele Wiesenblumen und Gräser standen in Blüte, hier z. B. Flockenblumen und Trespen:

Foto 4: Berg-Flockenblumen zwischen Gräsern, u. a. Weiche Trespe; 26.05.17

Auch in den zahlreichen kleinen Tälern (Siepen) des Höhenzuges grünte und blühte es vielfältig:

Foto 5: Tal- und Quellmulde auf dem Haarstrang bei Fröndenberg-Bausenhagen; mittig, gelb-blühend: Besenginster; 26.05.17

Vollfrühling in Wald und Feld, am Boden und am Himmel

Schon längst im Sommer angekommen setze ich meine Frühjahrsberichte 2017 fort. Der Mai war hier im Nordsauerland zu trocken. Nach dem stark unterkühlten April war das ein weiterer Grund für das vergleichsweise späte und verhaltene Pflanzenwachstum in diesem Jahr. Auch im Wald waren Bäume, Sträucher und Unterwuchs weiter zurück als sonst, aber grün wurde es dennoch irgendwann:

Foto 1: frühlingsgrüner Buchenwald mit Stechpalmen (Ilex) im Unterwuchs; im Stadtforst Waldemei in Menden/Sauerland; 10. Mai 2017

Für lichtbedürftige Stauden und Kräuter des Waldes ist die Blütenphase in dieser Jahreszeit meist schon abgelaufen. Etwas spätere Blütezeiten können sich Blumen der Waldlichtungen leisten, wie z. B. viele einheimische Orchideen:

Foto 2: Stattliches (auch: Männliches) Knabenkraut (orchis mascula) auf einer Waldlichtung bei Menden, Ortsteil Oesbern; 18. Mai 2017

Der Mai ist der letzte volle Kalendermonat im Jahr mit längeren Tagen als Nächten, in dem sich die Tageslänge durchgängig ausdehnt. (Der Juni ist zwar unterm Strich der hellste Monat, ab der Sommersonnenwende zum Monatsende geht es aber schon wieder abwärts …).
Das beschert uns im Vollfrühling von Tag zu Tag längere und – bei entsprechendem Wetter – sonnigere Abende. So einen hatte ich bei einem spätabendlichen Ausflug auf den Haarstrang mit schönem Ausblick über verblühende Rapsfelder nach Süden auf den Nordrand des heimischen Sauerlandes:

Foto 3: Blick vom Haarstrang bei Fröndenberg über die Kirche des Ortsteils Dellwig aufs nördliche Sauerland zwischen Menden und Iserlohn; 20. Mai 2017

Der Haarstrang markiert im mittleren und westlichen Westfalen die Grenze zwischen den Großlandschaften Norddeutsches Tiefland (Westfälische Bucht) und dem Mittelgebirge (Rheinisches Schiefergebirge). Der Höhenzug selbst ist aber auch eine eigene (Kleinst-)Landschaft  mit  kleinräumiger Gliederung, wie hier zwischen Fröndenberg und Unna:

Foto 4: auf dem Haarstrang zwischen Fröndenberg-Dellwig und Unna-Billmerich; 20. Mai 2017

Ein wenig passend zum letzten Bild zeige ich nun noch einen farbenfrohen Mai-Abendrothimmel mit Hochspannungsleitungen davor, aufgenommen aus dem Nord-Sauerland mit Blick von zuhause nach Nordwesten (d. h. zum Haarstrang – der aber selbst nicht zu sehen ist – und zwar ziemlich genau in Richtung der Ecke von Foto 4):

Foto 5: Abendhimmel am 23. Mai 2017 über Menden/Sauerland

 

Wind und Landschaft – November vs. Mai

Heute war hier im Nordsauerland ein kühler und (niesel-)regnerischer Samstag.
Ich blicke nun zum letzten Mal vergleichend zurück in die „Gegen-Jahreszeiten“ Anfang November 2016 <-> Anfang Mai 2017, als es weder nass noch – für die jeweilige Jahreszeit – (zu) kühl war.
In diesem Beitrag spielt der an den beiden Tagen lebhafte Wind eine größere Rolle.

Im November machte sich der Wind auf den Fotos natürlich vor allem durch das fliegende Herbstlaub bemerkbar, wie hier an der Ruhr bei Fröndenberg:

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Foto 1: herbstbunte Bäume mit fallendem (und schwimmendem) Laub am Ruhrufer bei Fröndenberg (NRW/Kreis Unna); 2. November 2016

Noch windiger war es auf meiner Radtour Anfang Mai zwischen Menden (Sauerland), Schwerte (Ruhr) und Iserlohn.
Das war besonders gut zu sehen an Windrädern mit ordentlichem Schwung, hier ein eher ungewöhnliches Modell mit waagerechtem Rotor an einem Hof beim Iserlohner Ortsteil Leckingsen:

Auch direkt am Boden pustete es noch gehörig, was die Frühlingsblumen an den Weg- und Ackerrändern in Bewegung setzte:

Fürs Fotografieren von Frühjahrsvegetation ist solch ein Wind allerdings hinderlich. Es gab zum Glück aber einige windruhige Phasen bzw. Ecken, sodass ich die Sternmieren, die im Vordergrund des zweiten Videos zu sehen sind, an anderer Stelle auch ohne Verwacklung aufs Bild bekam:

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Foto 2: Flecken mit Großer Sternmiere bei Iserlohn-Kalthof; 6. Mai 2017

 

 

 

Wolken und Landschaft – mal November, mal Mai

Während der frisch begonnene Sommer 2017 sich gerade anschickt, für eine Weile auf Abkühlung und Regen umzuschalten, setze ich meine kleine Serie über den (Gegenjahreszeiten-)Vergleich Anfang November ’16 / Anfang Mai ’17 fort. Diesmal fange ich chronologisch korrekt mit dem Herbst an:

Foto 1: im Ruhrtal zwischen Fröndenberg (links) und Menden-Bösperde; 2. November 2017

Die Wiese im Vordergrund war noch sattgrün, die Bäume im Hintergrund waren schon herbstbunt. Das Himmels-/Wolkenbild aus Blau, Weiß und verschiedenen Graustufen könnte aber so oder ähnlich in jeder Jahreszeit auftreten.

Bei meiner Radtour am ersten Mai-Wochenende war  die Pflanzenwelt natürlich frühlingsgemäß auf dem Vormarsch und nicht auf herbstlichem Rückzug. Außerdem war der Himmel mit  helleren,“luftigeren“ Wolken bedeckt:

Foto 2: Ausblick ins Nord-Sauerland bei Iserlohn (nahe Ortsteil Refflingsen); 6. Mai 2017

Im weiteren Verlauf lösten sich die wenigen Wolken noch weiter auf und mehr Himmelblau kam über der maifrischen Landschaft zum Vorschein:

Foto 3: Blick über Iserlohn-Refflingsen nach Osten Richtung Menden (hinten rechts); 6. Mai 2017

Sonniger Maitag – Sonniger Novembertag .. zum zweiten

In dieser Übergangswoche vom (astronomischen/kalendarischen) Frühling zum Sommer mit schon heute – also noch im Frühling – beinahe hochsommerlichen Sonnen- und Hitzeverhältnissen bringe ich eine Fortsetzung meines letzten Beitrags. Es geht deshalb zurück zum ersten Mai-Wochenende ’17 und zu meiner Radtour u. a. durch das Elsebachtal bei Schwerte (Ruhr):

Foto 1: im Elsebachtal bei Schwerte (Ruhr), Ortsteil Villigst; NRW, Kreis Unna; 6. Mai 2017ten

Im Wald waren die meisten Bäume erst frisch und noch eher spärlich belaubt. Auf den Wiesen dagegen war die Vegetation schon deutlich weiter. U. a. blühten typische Frühjahrsblüher wie Löwenzahn und Sternmiere. Dazwischen ragen auch noch Überreste von Pflanzen aus dem vergangenen Sommer empor:

Foto 2: Wiese mit Sternmiere (vorne, weiß) und Löwenzahn; südlich des Elsebachtals bei Schwerte-Villigst; 6. Mai 2017

Im Wald ist die Strauchschicht (inkl. Jungbäume) zu dieser Jahreszeit grüner und weiter als die (Alt-)Bäume:

Foto 3: Mischwald über dem Elsebachtal bei Schwerte-Villigst; 6. Mai 2017

Zum Ende dieses Beitrags springe ich noch weiter zurück, in die „Gegen-Jahreszeit“ zu Anfang Mai, also zum Novemberanfang, wenn Bäume und Wald in die entgegengesetzte Entwicklungsrichtung gehen und herbstbunt sind oder werden:

Foto 4: Blick von den Ruhrwiesen bei Menden-Bösperde auf den Wald am Mühlenberg bei Fröndenberg (Ruhr); 2. November 2016