Mit Sonne, Regen und falscher Hornisse von Ende Mai bis Pfingsten

In diesem Beitrag geht es mit meinem Frühlingsreport 2017 vom Mai in den Juni, d. h. bis in den meteorologischen Sommer hinein. Ich halte mich aber hier im Blog grundsätzlich an die astronomischen/kalendarischen Jahreszeiten, weil sie natürlicher sind als die mehr statistisch motivierte andere Abgrenzung. Der Begriff „Spät-Frühling“, den wir eigentlich von Ende Mai bis zur Sommersonnenwende haben, ist im Vergleich zu Spätherbst, Spätwinter und vor allem Spätsommer kaum gebräuchlich. Das liegt wohl zum einen am Wort- bzw. Silben-Gegensatz Spät- ./. Früh-, zum anderen aber vermutlich auch daran, dass man gerade den Sommer als Lieblingsjahreszeit gerne in beide „Richtungen“ ausdehnt. Also ist Anfang Juni für die meisten Leute Frühsommer statt Spätfrühling; ich lasse diese Zeit aber trotzdem in meinen Frühlingsberichten laufen 😉

Der letzte Mai-Samstag ’17 war hier im Nord-Sauerland Abschluss einer sehr trockenen Witterungsphase. Er war sonnig und auch der Abendhimmel blieb wolkenlos:

Foto 1: Abendhimmel über dem Gaxberg bei Menden/Sauerland; 27. Mai 2017

Tags drauf am Sonntag war es dann regnerisch:

Diese Witterung hielt bis Pfingsten an und es regnete auch am ersten Feiertag (Pfingstsonntag, 04.06.2017) öfter:

Der Pfingstmontag begann zumindest sonnig und warm. Direkt nach dem Aufstehen sah ich an der Hauswand neben dem Fenster ein sich sonnendes Insekt, das ich im ersten Augenblick für eine Hornisse hielt:

Foto 2: Hornissen-Schwebfliege an Hauswand (Fensterlaibung) am 5. Juni 2017

Ihr Aussehen hatte damit auch bei mir – zunächst – seine Funktion erfüllt. Die Hornissen-Schwebfliege „will“ nämlich  zwecks Abschreckung für die große Wespenart gehalten werden (Stichwort: Mimikry). Aber nicht nur Körperbau und -haltung, auch ihre Bewegungen ließen schnell erkennen, dass es sich doch „nur“ um eine Fliege handelte:

Sonntagsnachmittagstourenfinale mit Wolkensonne und Ackerschatten

Nachdem ich im letzten Beitrag zu meiner Radtour Menden – Hemer – Iserlohn – Menden vom ersten Oktobersonntag dieses Jahres ganz ohne von jenem Tag stammende Fotos auskommen musste, sind diesmal – zum Abschluss des Tourenberichts – nur zugehörige Bilder zu sehen; allerdings fehlen dadurch auch adventliche Ansichten, die bei den letzten Artikeln immer eingestreut waren …

Mein Weg führte mich vom Museumsdorf Barendorf in Iserlohn durch den Iserlohner Ortsteil Sümmern wieder zurück in Richtung meiner Heimatstadt Menden. Die Sonne war noch einmal richtig im Westen durchgekommen und schien in Fahrtrichtung vor den im Osten noch bedeckten Himmel und auf den Gaxberg mit dem gleichnamigen Bauernhof obenauf:

Gaxberg-Hof vom Sportplatz Sümmern

Foto 1: Gaxberg-Hof in Menden-Ostsümmern, vom Sportplatz (Iserlohn-)Sümmern aus; im Vordergrund mitte-links: Nilgans-Paar; 04. Oktober 2015

Auf Foto 1 blicken wir über die Stadtgrenze zwischen Iserlohn und Menden. Der Gaxberg-Hof sieht auch ein wenig aus wie eine Grenzfestung 😉 Tatsächlich aber ist dieser Teil der Stadtgrenze sehr jung (1975) und alles, was auf auf dem Foto zu sehen ist, gehörte jahrhundertelang zur früher selbständigen (und ungeteilten) Gemeinde Sümmern … aber das Thema kommt demnächst ausführlicher in meinem Menden-Blog an die Reihe.

Nach dieser irdischen Grenze gibt es nun einen Blick zum grenzenlosen Himmel, an dem sich im Norden dramatisch aussehende, aber völlig harmlos gebliebene Wolken aufgetürmt hatten:

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Foto 2: Wolken über Ostsümmern am 04.10.15

Über den Radweg in den Feldern zwischen Iserlohn-(West-)Sümmern und Menden-Ostsümmern ging es zurück nach Hause. Ich hielt aber noch einmal an, nachdem ich bemerkt hatte, welch einen ungewöhnlich kontrastreichen Schatten ich in der immer noch recht intensiven Nachmittagssonne auf dem Ackerboden warf:

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Foto 3: Radtourhalt bei Menden-Ostsümmern mit meinem Schatten; 04.10.15

Auf  Foto 3 auffällig ist das Leuchten um meinen „Schattenrisskopf“auf dem Acker. Die Belichtungsmessung der Kamera hat offenbar diesen Kontrast in der Bildmitte überbetont ..

Mit diesem Blick „entlang“ der Oktobersonne Richtung Endpunkt meiner kleinen Radtour endet dieser Bericht (–> Anfang). Aber im Jahrestageszeitenbuch soll es weitere geben …

 

 

Kreuz- und Quer-Aussichten zwischen Feld und Wald

Immer wieder spannend finde ich Aussichten in der Landschaft mit Perspektivwechseln. Dazu zähle ich ganz besonders die „Gegenblicke“. Dabei ist der Bildausschnitt des einen Fotos in demjenigen des anderen (teilweise) enthalten, d. h. man guckt aus dem einen Foto in das andere. Meist hat man dabei entgegengesetzte Blickrichtungen.

Hier blicke ich von einem Berg hinab über Frühlingsfelder auf Stadt und Wälder:

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Foto 1: Blick vom Gaxberg bei Menden/Sauerland auf Teile der Stadt und die dahinter liegenden Waldberge; 1. Mai 2015

Hier ist der Gegenblick dazu, bei dem ich zwischen dem Rapsfeld und dem Feldgehölz auf dem Foto 1 halb-vorne rechts stand:

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Foto 2: Gegenblick zu Foto 1, über Rapsfeld hinauf zum Gaxberg; 1. Mai 2015

Auf dem nächsten Bild sehen wir den Fotostandort von Foto 2, quer zur Blickrichtung der beiden vorigen Bilder:

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Foto 3: Standort von Foto 2 (von dort ging der Blick nach rechts); 1. Mai 2015

Auf den Fotos 2 und 3 sehen wir im Hintergrund einen Wald. Zum Schluss zeige ich den – durch die Bäume allerdings versperrten – Blick in Richtung zum Standort von Foto 3:

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Foto 4: Wald zwischen Gaxberg und „Hinterstem Berg“ bei Menden-Ostsümmern, Blick in Richtung von Foto 3; 1. Mai 2015

Baum- und Himmelslandschaft im schneelosen Jahresbeginn 2015

Der Jahreswechsel zum 31.12./ 01.01.  hat jahreszeitlich keine Bedeutung – trotzdem wünsche ich allen ein frohes neues Jahr! 🙂
Wir waren und sind vor und nach diesem Wechseldatum im tiefsten Winter. Die Tage werden zwar seit 22.12. schon wieder länger, was aber bis Ende Januar kaum zu spüren ist.

Vom Schnee aus Ende Dezember 2014 ist Anfang 2015 hier im Nordsauerland schon nichts mehr übrig.
Wir haben daher eine grün-braune Landschaft mit fehlenden oder niedrigen Ackerpflanzen und kahlen Bäumen. Die Konturen der Bäume sind in dieser Jahreszeit eindeutig besser zu sehen als im Frühjahr, Sommer und Herbst:

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Eichen am Straßenrand, am Hof Stucken bei Menden/Sauerland; 04.01.2015

Auch wenn die Sonne Anfang Januar noch sehr flach scheint, gibt es doch eindrucksvolle Licht-Schatten-Kontraste, wie hier beim Blick von Süden aus Menden auf den Haarstrang:

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von Menden-Hembrock über Menden-Platte Heide auf den Haarstrang mit Fröndenberg-Hohenheide (hinten); 04.01.15

Auf dem vorigen Foto sehen wir sowohl eine Licht-Schatten-Grenze als auch den Höhenzug „Haarstrang“ als Landschaftsgrenze zwischen Mittelgebirge und Norddeutschem Tiefland. Bemerkenswert ist auch, dass auf dem Bild zwei Orte mit „Heide“ im Namen umfasst sind, eine platte Heide und eine hohe Heide ….

Tief stehende Sonne und Wolken lieferten am ersten Januar-Sonntag 2015 außerdem am Himmel spektakuläre Lichtspiele:

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Blick von Menden-Hembrock zum Gaxberg; 04.01.2015

 

 

 

 

heute und vor einem Jahr: sonniger Spätfrühling

Heute gibt es mal wieder eine ganz normale Rückblende genau ein Jahr zurück und den Vergleich mit heute.
Und abermals fällt auf, dass das Wetter zur gleichen Jahreszeit ziemlich ähnlich ist.

Heute vor einem Jahr, am 18. Mai (Pfingstsamstag) 2013, war es sonnig, trocken und mild – aber nicht heiß:

 Rapsfelder am nordöstlichen Gaxberg

Rapsfelder am Gaxberg bei Menden-Ostsümmern; 18.05.2013

In diesem Jahr ist der Raps zur gleichen Zeit übrigens schon weitgehend wieder verblüht … Daran bemerkt man die unterschiedlichen Witterungs-Vorläufe in 2013 (langer harter Winter) und 2014 (Winter quasi ausgefallen).

Heute aber, am 18. Mai 2014, war das Wetter hier im Nordsauerland fast identisch mit dem vor einem Jahr. Auf meinem dafür ausgewählten Bild herrscht allerdings neben dem fast gleichen Himmels-Blau die Farbe Grün statt Gelb vor:

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an den Oesewiesen bei Menden/Sauerland; 18. Mai 2014

Eisheiligen-Wolkenlandschaften

Der Winter ist in diesem Jahr zwar weitgehend ausgefallen, die „Eisheiligen“ als „Winter-Echo“ aber nicht …
Nass und kalt und aprilhaft waren die letzten Tage in Mitteleuropa.

Das bescherte uns immerhin spannende Wolkenbilder und gut sichtbare Wettergrenzen, die es bei echtem Schönwetter ja nie zu sehen gibt.

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bei Menden/Sauerland-Ostsümmern; Abendwolken, Anfang Mai 2014

Heute war es besonders wechselhaft. Am Himmel gab es eine bunte Mischung aus Blau sowie hellen und dunklen Wolken:

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bei Menden/Sauerland-Platte Heide; 12. Mai 2014

Nur wenige Kilometer lagen oft zwischen sonnigen und völlig verregneten Orten, je nachdem, ob sie gerade vor/hinter oder mitten in einer der vielen Schauerfronten lagen:

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vom noch besonnten Gaxberg bei Menden/Sauerland Blick  nach Norden auf Ostsümmern und über das Ruhrtal auf den regen-(wolken)verhangenen Haarstrang; 12. Mai 2014

 

Blick in die Gegen-Jahreszeit: Ende Dezember 2012

Heute gibt es kurz und ohne viele Worte (weil es schon wieder spät geworden ist…) in der Serie „Blick in die Gegen-Jahreszeit“ eine Rückblende zum Ende des vorigen Jahres, als die Tage kurz und dunkel waren:

Menden, am Gaxberg; 28.12.12
Menden, zwischen Hembrock und Gaxberg; 28. Dezember 2012

Hier ein ähnlicher Bildausschnitt aus Ende Juni 2013, der Jahreszeit mit den längsten und  – eigentlich, nämlich wenn das Wetter mitspielt – hellsten Tagen:

22.06.13
Bild wie oben, aber vom 22. Juni 2013