Wind und Landschaft – November vs. Mai

Heute war hier im Nordsauerland ein kühler und (niesel-)regnerischer Samstag.
Ich blicke nun zum letzten Mal vergleichend zurück in die „Gegen-Jahreszeiten“ Anfang November 2016 <-> Anfang Mai 2017, als es weder nass noch – für die jeweilige Jahreszeit – (zu) kühl war.
In diesem Beitrag spielt der an den beiden Tagen lebhafte Wind eine größere Rolle.

Im November machte sich der Wind auf den Fotos natürlich vor allem durch das fliegende Herbstlaub bemerkbar, wie hier an der Ruhr bei Fröndenberg:

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Foto 1: herbstbunte Bäume mit fallendem (und schwimmendem) Laub am Ruhrufer bei Fröndenberg (NRW/Kreis Unna); 2. November 2016

Noch windiger war es auf meiner Radtour Anfang Mai zwischen Menden (Sauerland), Schwerte (Ruhr) und Iserlohn.
Das war besonders gut zu sehen an Windrädern mit ordentlichem Schwung, hier ein eher ungewöhnliches Modell mit waagerechtem Rotor an einem Hof beim Iserlohner Ortsteil Leckingsen:

Auch direkt am Boden pustete es noch gehörig, was die Frühlingsblumen an den Weg- und Ackerrändern in Bewegung setzte:

Fürs Fotografieren von Frühjahrsvegetation ist solch ein Wind allerdings hinderlich. Es gab zum Glück aber einige windruhige Phasen bzw. Ecken, sodass ich die Sternmieren, die im Vordergrund des zweiten Videos zu sehen sind, an anderer Stelle auch ohne Verwacklung aufs Bild bekam:

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Foto 2: Flecken mit Großer Sternmiere bei Iserlohn-Kalthof; 6. Mai 2017

 

 

 

Wolken und Landschaft – mal November, mal Mai

Während der frisch begonnene Sommer 2017 sich gerade anschickt, für eine Weile auf Abkühlung und Regen umzuschalten, setze ich meine kleine Serie über den (Gegenjahreszeiten-)Vergleich Anfang November ’16 / Anfang Mai ’17 fort. Diesmal fange ich chronologisch korrekt mit dem Herbst an:

Foto 1: im Ruhrtal zwischen Fröndenberg (links) und Menden-Bösperde; 2. November 2017

Die Wiese im Vordergrund war noch sattgrün, die Bäume im Hintergrund waren schon herbstbunt. Das Himmels-/Wolkenbild aus Blau, Weiß und verschiedenen Graustufen könnte aber so oder ähnlich in jeder Jahreszeit auftreten.

Bei meiner Radtour am ersten Mai-Wochenende war  die Pflanzenwelt natürlich frühlingsgemäß auf dem Vormarsch und nicht auf herbstlichem Rückzug. Außerdem war der Himmel mit  helleren,“luftigeren“ Wolken bedeckt:

Foto 2: Ausblick ins Nord-Sauerland bei Iserlohn (nahe Ortsteil Refflingsen); 6. Mai 2017

Im weiteren Verlauf lösten sich die wenigen Wolken noch weiter auf und mehr Himmelblau kam über der maifrischen Landschaft zum Vorschein:

Foto 3: Blick über Iserlohn-Refflingsen nach Osten Richtung Menden (hinten rechts); 6. Mai 2017

Sonniger Maitag – Sonniger Novembertag .. zum zweiten

In dieser Übergangswoche vom (astronomischen/kalendarischen) Frühling zum Sommer mit schon heute – also noch im Frühling – beinahe hochsommerlichen Sonnen- und Hitzeverhältnissen bringe ich eine Fortsetzung meines letzten Beitrags. Es geht deshalb zurück zum ersten Mai-Wochenende ’17 und zu meiner Radtour u. a. durch das Elsebachtal bei Schwerte (Ruhr):

Foto 1: im Elsebachtal bei Schwerte (Ruhr), Ortsteil Villigst; NRW, Kreis Unna; 6. Mai 2017ten

Im Wald waren die meisten Bäume erst frisch und noch eher spärlich belaubt. Auf den Wiesen dagegen war die Vegetation schon deutlich weiter. U. a. blühten typische Frühjahrsblüher wie Löwenzahn und Sternmiere. Dazwischen ragen auch noch Überreste von Pflanzen aus dem vergangenen Sommer empor:

Foto 2: Wiese mit Sternmiere (vorne, weiß) und Löwenzahn; südlich des Elsebachtals bei Schwerte-Villigst; 6. Mai 2017

Im Wald ist die Strauchschicht (inkl. Jungbäume) zu dieser Jahreszeit grüner und weiter als die (Alt-)Bäume:

Foto 3: Mischwald über dem Elsebachtal bei Schwerte-Villigst; 6. Mai 2017

Zum Ende dieses Beitrags springe ich noch weiter zurück, in die „Gegen-Jahreszeit“ zu Anfang Mai, also zum Novemberanfang, wenn Bäume und Wald in die entgegengesetzte Entwicklungsrichtung gehen und herbstbunt sind oder werden:

Foto 4: Blick von den Ruhrwiesen bei Menden-Bösperde auf den Wald am Mühlenberg bei Fröndenberg (Ruhr); 2. November 2016

Sonniger Maitag – Sonniger Novembertag

Am heutigen Feiertag (Fronleichnam) in NRW (und anderswo) war es hier im Nordsauerland zunächst sonnig, dann drückend schwül. Am frühen Abend gab es dann Gewitter und reichlich Regen.

Mein heutiger Beitrag zeigt zwei – wettermäßig – deutlich ruhigere Tage.
Ich verbinde die Fortsetzung meiner Berichte zum Frühling 2017 mit einem Blick in die Gegen-Jahreszeit. Aus dieser Serie des JaTaBu habe ich ja schon länger nichts mehr gebracht …

Nach kühlem und feuchtem Start des Wonnemonats  wurde das erste Mai-Wochenende 2017 sonnig und warm.
Auf einer Radtour zwischen Ruhrtal und Niedersauerländer Hügelland bei Iserlohn und Schwerte (Ruhr) kam ich an grünen und blühenden Wiesen vorbei, während viele Bäume und Sträucher aber immer noch recht weit zurück waren:

Foto 1: Wiese und Hügelland zwischen Iserlohn-Hennen und Schwerte-Villigst; 6. Mai 2017

Gut ein halbes Jahr zuvor, d. h. Anfang November 2016 und damit in der „Gegen-Jahreszeit zu Anfang Mai, war es bei etwas dichterer Bewölkung trocken und heiter, wie hier an der Ruhr bei Fröndenberg:

Foto 2: an der Ruhr zwischen Menden-Bösperde und Fröndenberg; 2. November 2016

Nicht nur die „gegenläufige(n)“ Vegetation(sphasen), sondern auch die ganz anderen Lichtverhältnisse zeigen, dass die Bilder aus im Kalender entgegengesetzten Jahreszeiten stammen.

Meine Mai-Radtour führte mich weiter ins Elsebachtal beim Schwerter Ortsteil Villigst:

Foto 3: unterwegs im unteren Elsebachtal bei Schwerte-Villigst; 6. Mai 2017

Um etwa die gleiche Uhrzeit ein halbes Jahr zuvor setzte schon allmählich Vorabendstimmung ein und die tiefstehende Sonne erzeugte lange Schatten:

Foto 4: an der Ruhr bei Menden-Bösperde mit Fröndenberg im Hintergrund; 2. November 2016

Blick (fast) in die Gegen-Jahreszeit und an den oberen Niederrhein

Nach längerer Pause hier im Jahrestageszeitenbuch und nach noch längerer Zeit ohne Beitrag aus der Reihe „Blick in die Gegen-Jahreszeit“ mache ich mit einem Tourenbericht aus Anfang November des letzten Jahres weiter, als ich ein paar Tage am südlichen/oberen Niederrhein war:

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Foto 1: Blutturm als Teil der alten Stadtbefestigung von Neuss; 01.11.15

Anfang November ist nicht ganz die Gegen-Jahreszeit zu Mitte April (sondern zu Anfang Mai), aber es passt ja fast 😉
Damals war außerdem schöneres und beständigeres Wetter als  in diesem (und überhaupt im) April, nämlich mit viel Sonne und fast noch spätsommerlichen Temperaturen. Dennoch war der Gesamteindruck im Stadtpark von Neuss herbstlich, aber eben in der „goldenen Form“:

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Foto 2: im herbstlichen Stadtpark von Neuss; 01.11.15

Der Park war an jenem Sonntag (und kath. Feiertag Allerheiligen) auch bevölkert mit den im gesamten Rheinland seit einigen Jahrzehnten weit verbreiteten Halsbandsittichen.
Diese ursprünglich aus Afrika stammenden Sittiche sind Abkömmlinge von aus Gefangenschaft/Tierhaltung entwischten Vögeln, die im relativ milden Rheinland Fuss fassen konnten:

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Foto 3: zwei Halsbandsittiche (einer nach rechts unten wegfliegend) an Platane im Neusser Stadtpark; 1.11.15

 

Vergleich mit der Gegen-Jahreszeit: Vegetation im Mittsommer vs. etwas Schnee „zwischen den Jahren“

Nach dem kalendarischen Sommeranfang vor einer Woche schaltete der Sommer 2015 in Mitteleuropa zunächst einmal etwas runter: es wurde kühler und gab Regen. Letzerer war aber auch nach der langen Trockenheit zuvor ziemlich überfällig.

Heute war es vormittags heiter und milder als zuletzt. Die Vegetation hatte sich erholt und es war dicht grün, obwohl auch trockene Äste zu sehen sind:

am oberen Molleweg

Foto 1: Gebüsch in Menden/Sauerland; 28. Juni 2015

Genau ein halbes Jahr vorher, am 28. Dezember 2014, also in der „Gegen-Jahreszeit“, war es winterlich kalt und es lag etwas Schnee. Im sonst dichten Wald war kaum Grün vorhanden:

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Foto 2: im Mendener Stadtforst Waldemei, am 28. Dezember 2014

Nächste Woche soll nach den Vorhersagen der (Hoch-)Sommer so richtig durchstarten. Andererseits werden die Tage aber seit der Sommersonnenwende schon wieder – zunächst kaum spürbar – kürzer, wohingegen sie damals „zwischen den Jahren“, Ende Dezember, zulegten …

Vergleich mit der Gegen-Jahreszeit: Hagel im Juli – Regen im Januar

Heute ist ein Vergleich mit der Gegen-Jahreszeit besonders interessant.
Am heutigen 10. Januar 2015 war es außergewöhnlich mild in Mitteleuropa. Hier im Nord-Sauerland stiegen die Temperaturen auf +14°C! Nachmittags war es stark windig bis stürmisch und es gab reichlich Regen:

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10. Januar 2015, später Nachmittag

Vor genau einem halben Jahr, am 10. Juli 2014, hatten wir hier ebenfalls einen fast sonnenlosen Tag, der mit einer starken Abkühlung und Gewitterwolken endete:

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Gewitterwolken-„Walze“ am 10. Juli 2014, abends

Es braute sich dann immer mehr zusammen …

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Gewitterwolken-Wirbel am 10. Juli 2014, abends

… bis  schließlich Graupel und Hagel niederprasselten:

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Graupel-/Hagelschauer am 10. Juli 2014, abends

Heute dagegen, Anfang Januar 2015, kam keinerlei Eis (weder Schnee noch Graupel) vom Himmel …