Rückblick zum Sommeranfang mit leuchtenden Grasähren und sehr verschiedenen Wirbeltieren

Nachdem der Hochsommer 2017 in den letzten Tagen mit einem einschneidenden Wetter-/Temperatursturz zu Ende gegangen ist, beginne ich einen „lockeren“ Rückblick auf diesen Sommer (der astronomisch/kalendarisch aber noch weitergeht …).

Ende Juni sind die Tage sehr lang und Touren in die Natur sind bis spät abends möglich. So entdeckte ich am 21. Juni (als längstem Tag des Jahres) nach 21:00 Uhr im hiesigen Stadtwald diese Erdkröte:

Foto 1: Erdkröte am Rand eines Waldwegs im Mendener Stadtforst Waldemei; 21.06.17, spät abends

Einige Tage später drehte ich eine kurze Abendradrunde zwischen Feldern und Wiesen. Die tief stehende Sonne brachte die Blüten- bzw. Fruchtstände des Glatthafers zum Leuchten:

Foto 2: Wegrand beim Mendener Ortsteil Dahlhausen, mit „leuchtenden“ Glatthafer-Blütenständen; 26.06.17, abends

Auf der gleichen Radtour traf ich auf  Rinder beim „Abendbrot“ in der untergehenden Sonne. Sie gehören wie die Kröte von Foto 1 zwar zu den Wirbeltieren, sind ansonsten aber doch sehr anders  😉

Foto 3: Rinder beim Iserlohner Ortsteil Sümmerheide (NRW/Nord-Sauerland); 26.06.17, abends

altes Foto – junges Foto: Aussicht nach unten – Aussicht nach oben

Heute stelle ich wieder zunächst ein Bild aus den Anfängen meiner Digitalfoto-Zeit vor.
Es ist ein Ausblick während einer Feierabend-Radtour im heimischen Süd-Westfalen vom 6. Juni 2003, fotografiert vom Fröndenberger Ortsteil Langschede auf den Mendener Ortsteil Dahlhausen:

von Langschede, Westfeld auf Dahlhausen

von Fröndenberg-Langschede über das Ruhrtal auf Menden-Dahlhausen; 6. Juni 2003

Im Vordergrund sehen wir die Pflanzen der Böschung des Hangs, von dem aus wir den Ausblick haben. Am höchsten ragen die Halme und Blütenstände des Glatthafers. Dies ermöglicht uns eine einigermaßen genaue jahreszeitliche Einordnung, weil diese Süßgras-Art  im Frühsommer blüht.
Direkt unterhalb des Hangs erkennt man den Schotter und das Gleis einer Schienenstrecke. Es handelt sich um die Obere Ruhrtalbahn (Hagen – Arnsberg – Bestwig). Dahinter liegt das Gelände eines Industriebetriebs. Offensichtlich ist dort  gerade nichts los. Das spricht für Feierabend. So war es auch: das Bild entstand um ca. 20:30 Uhr an einem Freitag. Dass es nicht um Mittag herum ist, sieht man außerdem am „weichen“/warmen Licht und den langen Schatten (z. B. des Containers mitte-rechts oder des Siloturms, der bis zum Giebel des hinteren Hallen-Abschnitts reicht). D. h. das Sonnenlicht fällt ziemlich flach ein. Ganz sicher erkennt man die Tageszeit aber erst an der Richtung des Sonnenlichts (und der Schatten). Das sieht man allerdings ohne Kenntnis der Örtlichkeit einem Foto nur selten an. Hier braucht man also die Zusatzinfo, dass wir nach Süden blicken, die Sonne also von Westen (auf dem Bild von rechts) scheint – und dort geht die Sonne unter, also ist/war es abends.

Hinter dem Fabrikgelände fließt die Ruhr. Der Fluss selbst ist aber  auf dem Foto kaum zu sehen. Sehr deutlich sichtbar ist jedoch die Wehranlage eines Wasserwerks. Dahinter blicken wir auf das jenseitige Ruhrufer mit Wiesen, Hecken, Gehölzen und Wald sowie auf ein Dorf. Fast nicht zu sehen ist die Bundesstraße (B 515) zwischen Ruhr und Dorf/Wald. Man kann ihren Verlauf aber anhand des Straßengrüns (Heckenstreifen) ausfindig machen.

 

So, nachdem aus dem alten Foto sehr viel Beschreibung herausgeholt werden konnte, zeige ich jetzt eine Aufnahme von heute Abend (15. Mai 2014, „Kalte Sophie“), die nach oben in den Wolkenhimmel gerichtet war:

P1000421

Sonnenuntergang am 15. Mai 2014

Wir sehen Wolken und die untergehende Sonne über einem Hausdach. Das imposante Licht- und Farbenspiel bestimmt zwar eindeutig das Bild. Aber man sieht auch querlaufende schwarze Linien. Es sind Leitungen einer Stromtrasse (Hochspannungsleitung).
Anders als auf dem ersten Bild lässt sich hier nicht ohne weiteres erkennen, wo und in welcher Jahreszeit wir uns befinden …
Das erste Foto finde ich deshalb interessanter, das zweite schöner 😉