Vögel am Futterplatz: Januar 2017 vs. Februar 2010

Der NABU führt an diesem Wochenende wieder seine bundesweite Aktion „Stunde der Wintervögel“ durch.

Auch ich habe mitgemacht und kann einige der Ergebnisse auch hier vor Ort für das Nordsauerland bestätigen. Es gibt viel weniger Meisen und Finken in diesem Jahr im Garten als in allen Vorjahren. Dafür hat die Zahl der Goldammern zugenommen. Andere Arten sind stabil geblieben, z. B. Amseln, Haussperlinge (Spatzen), Rotkehlchen.

Der größte gefiederte Gast am Futterplatz war heute eine Ringeltaube:

p1040895_v1

Foto 1: Ringeltaube im Garten; 7. Januar 2017

Am zahlreichsten erschienen waren Goldammern, die immer in Trupps eintrudeln. Sie fallen durch ihr leuchtendes Gelb immer gut auf, sowohl am Boden ….

p1040894_v1

Foto 2: drei Goldammern (2 Weibchen, 1 Männchen) im Garten am 7. Januar 2017

… als auch im Geäst (während das Amselweibchen im selben Strauch kaum zu entdecken ist):

p1040898_v1

Foto 3: Goldammern und eine Amsel (unten rechts) in Hainbuche im Garten; 7. Januar 2017

Vor knapp 7 Jahren war die Vogelschar an den Futterstellen im Garten noch völlig anders zusammengesetzt. Es waren vor allem viele Meisen und Finken aller Art da.

Hier ist ein Video aus Mitte Februar 2010 mit sehr regen (und futterneidischen) Buchfinken, Grünfinken und – als Gäste aus dem hohen Norden – Bergfinken:

ganz langsam doch Frühling

Während gestern am Ostersonntag alles noch sehr winterlich wirkte, brachte hier im Nordsauerland heute alleine schon der fast ganztägige Sonnenschein eine völlig andere Stimmung:

Radweg und Feldgehölz in der Frühlingssonne

Menden-Niederbarge; Radweg Menden – Wickede und Feldgehölz; Ostermontag 2013

Obwohl die Nacht frostig und der Ostwind immer noch kalt war, wirkten allein schon das Licht und der blaue Himmel frühlingshaft.
Schnee liegt nur noch an wenigen schattigen Stellen,  überall sonst schmolz er in der Sonne weiter dahin:

Bild

Ostern 2013

Die Vögel an den Futterplätzen pickten die letzten gestreuten Körner (Foto durch Fenster, deswegen nicht ganz so toll):

Goldammer und Grünfink am Futterplatz

Goldammer (links) und Grünfink am Futterplatz; Ostern 2013

Und mehr und mehr Blüten entfalten sich, wie die der Kornelkirsche:

Kornelkirsche

Blüten der Kornelkirsche; Ostern 2013

Nicht alltägliche Gäste am Vogelfutterplatz

Obwohl ich nur wenige und schlechte Aufnahmen davon habe, will ich einen kleinen Rückblick auf einige der (bisherigen) gefiederten Gäste (und  einen ungefiederten) am hiesigen Vogelfütterplatz zeigen.
Am ungewöhnlichsten fand ich in diesem Winter größere Trupps von Goldammern, die zwar zahlreich im Winter durch die Feldfluren streifen, die ich aber nur ganz selten in den Siedlungen an Futterplätzen gesehen habe:

P1120882

P1010675

Zu Besuch kam auch ein einzelner Kernbeißer (Coccothraustes coccothraustes – einer meiner Lieblings-wissenschaftlichen Tiernamen), unsere größte Finken-Art,  mit  seinem charakteristischen kräftigen Schnabel:

P1120881_v1

Obwohl es hier beim Vogelfutter eigentlich nichts zu suchen hat, fand sich auch ein Kaninchen ein und naschte von den Samen und Kernen:

P1120785