Jahreszeitenrückblick 2018: Richtung Saison- bzw. Jahresende/n III

Nach Pfingsten und bis Anfang Juni 2018 war die Witterung leicht wechselhaft und die spätere Dürre war noch nicht (durchgreifend) ins Land gezogen …

Foto 1: Landschaft zwischen Kloster Oelinghausen und Herdringen, Stadt Arnsberg, nordwestlicher Hochsauerlandkreis; 3. Juni 2018

Sonne pur gab es im Spätsommer, Anfang September, an der Schlei in Schleswig:

Foto 2: an der Schlei bei Lindaunis, Schleswig-Holstein; Blick von Nord nach Süd; 5. September 2018, nachmittags

Gut zwei Monate später im Vollherbst, am zweiten Novembersonntag, war es im heimatlichen Wald im Nordsauerland trocken und herbstbunt:

Foto 3: bunter Herbstwald am Hembrocker Berg bei Menden/Sauerland; 11. November 2018, nachmittags

Der kalendarische (astronomische) Winter 2018/2019 begann mit viel Regen bei milden Temperaturen:

Foto 4: Blick aus dem Fenster nach Regenschauer am 22. Dezember 2018, früher Nachmittag

Grün- und Blüh-Aufbruch im Frühlingswald zum Maibeginn

Nachdem es im April 2015 mal zu kalt und mal zu trocken (oder beides) war für den „Durchbruch“ in der Vegetation, wird es seit Beginn des ‚Wonnemonats‘ Mai jetzt etwas damit:

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Foto 1: Buchenwald am Hembrocker Berg bei Menden/Sauerland, Ortsteil Ostsümmern; 1. Mai 2015

Knapp 8 Wochen früher, am 7. März 2015, war dieses Waldstück noch in tiefster Winterruhe. Grüne Blätter hatten nur die immergrünen Pflanzen (Nadelbäume und Stechpalmen):

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Foto 2: nahe am Standort von Foto 1; am 07. März 2015

Der Anblick des Waldes dürfte nochmals 8 Wochen vorher (Anfang/Mitte Januar)  fast gleich gewesen sein. Das zeigt, wie groß die Wandlungskraft der Natur und die Geschwindigkeit des Pflanzenwachstums im Frühling im Vergleich zu allen anderen Jahreszeiten ist.

Aber es sind nicht alle Pflanzen gleich schnell beim Frühlingserwachen.
Auf dem nächsten Foto sehen wir mehrere Arten in unterschiedlichen Wachstumsphasen:

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Foto 3: im Wald bei Menden-Ostsümmern; 1. Mai 2015

Unten rechts im Bild, am Rand des Waldwegs, steht verblühter Huflattich mit den weißen „pusteblumenartigen“ Fruchtständen. Etwas oberhalb, in der Strauchschicht, wachsen Himbeer- (rechts) und Brombeersträucher mit frischen Blättern, aber noch ohne Blüten. Noch eine „Etage“ höher bzw. dahinter finden wir von links nach rechts: eine junge Birke mit frischem hellgrünen Laub, eine junge Rotbuche mit immer noch Resten des verwelkten Vorjahreslaubs, eine – immergrüne -Stechpalme, schon mit ersten Blüten, und einen Roten Holunder mit ersten Blättern und Blüten. Ganz hinten stehen ältere Fichten, bekanntermaßen auch immergrün.

Zum Schluss zeige ich zwei der Sträucher vom vorigen Bild etwas näher, die Stechpalme (Ilex) mit grün-weißlichen Blütenknäueln (leider auf dem Foto unscharf) und den Roten Holunder mit gelb-weißen Blütentrauben:

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Foto 4: quasi vergrößerter Ausschnitt von Foto 3 mit Stechpalme links und blühendem Roten Holunder rechts; 1. Mai 2015

Rückblende: Winterwald am 18.12.2009 und 18.12.2010

Heute, am 18. Dezember 2014, hatten wir hier im Nordsauerland / Südwestfalen einen trüben Tag mit sehr wenig Sonnenschein und immer wieder Nieselregen bei fast frühlingshaften zweistelligen Temperaturen.

Dass der gleiche Tag auch ganz anders ausfallen kann, zeige ich in der heutigen Rückblende …

Vor 5 Jahren, am 18.12.09, war es zwar neblig-grau am Himmel, aber es gab wenigstens einen Hauch von Schneeweiß am Boden, so wie hier im Mendener Stadtforst Waldemei:

nordwestlicher Hembrocker Berg

Foto 1: im Wald „Waldemei“, am Hembrocker Berg, bei Menden/Sauerland; 18.12.2009

Noch winterlicher, nämlich mit noch mehr Schnee, war es genau ein Jahr später, heute vor 4 Jahren, am 18. Dezember 2010:

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Foto 2: im Wald „Saurenkamp“ bei Menden-Bösperde; 18.12.2010

Es war nicht nur kalt und schneereich vor 4 Jahren, sondern auch schöner, nämlich mit sogar etwas Sonne, wie der damalige Sonnenuntergang am Waldrand beweist:

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Foto 3: Blick vom Westrand des Waldes „Saurenkamp“ auf die Felder bei Menden-Ostsümmern; 18.12.2010

Waldrand-Sommerabend

Am heutigen heißen und sonnigen Samstag hatten wir hier im Nord-Sauerland vor ca. 2 Stunden +34°C im Schatten, jetzt ist es nur 1° kühler.  Für mich mit meiner Wohlfühltemperatur zwischen -5°C (das meine ich ernst; mit richtiger Kleidung stimmt das natürlich nur 😉   ) und ca. +25°C ist das zu warm – und zu UV-lastig -, um den Nachmittag draußen zu verbringen.

Umso schöner und angenehmer war dagegen eine kleine Radtour durch Wald und Feld gestern Abend in der späten Dämmerung. Gegen den dämmerblauen Himmel zeichneten sich die Baumkronenumrisse gut ab:

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Baumkronen (u. a. Lärchen) unterm Abendhimmel; im Stadtforst Waldemei bei Menden/Sauerland; 18.07.14, ca. 22:00 Uhr

Beim Blick aus dem Wald hinunter auf die Stadt mischt sich das natürliche Dämmerlicht mit dem künstlichen Licht einzelner auf dem nächsten Foto zu erkennender Straßen- und Hausbeleuchtungsquellen:

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Blick vom Hembrocker Berg bei Menden/Sauerland auf den Mendener Ortsteil Platte Heide und die Stadt Fröndenberg (hinten); 18.07.14, ca. 22.10 Uhr

Am stimmungsvollsten ist aber immer noch das reine Rot-Orange-Rosa des Sonnenuntergangs mit seinem Übergängen zum Abendhimmel-Blau:

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Die langen milden Abende finde ich das Beste am Sommer, weniger die pralle Mittagssonne und -hitze ….