Altes und Neues in Alt-Iserlohn

Wie schon in der letzten Station meiner Oktobersonntagsnachmittagsradtour in die Nachbarstadt entstanden auch die Bilder dieses Beitrags mit abgestelltem oder geschobenem Fahrrad, weil es durch die Altstadt Iserlohns ging.

Es geht los mit der Straße Kluse, wo sich ältere stuckverzierte und moderne Wohnhäuser mit den zugehörigen Straßenseiten gegenüberliegen:

Iserlohn, Kluse

Foto 1: Iserlohn, oberer Abschnitt der Straße „Kluse“ in der Altstadt; 4. Oktober 2015

Weiter ging es in den noch wesentlich älteren Teil der Altstadt zwischen der gleichnamigen Straße und dem Fritz-Kühn-Platz. Dort befand sich die Ur-Siedlung der Stadt. Geprägt wird das Bild von zwei nah zusammenstehenden Kirchen, den Resten der alten Stadtmauer und einer noch sehr jungen Freitreppe:

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Foto 2: Iserlohn, vom Vorplatz der Bauernkirche (nach rechts aus dem Bild) über den Fritz-Kühn-Platz auf die Oberste Stadtkirche (hinten links oben), Reste der Stadtmauer (begrünt) und Freitreppe zur City; vorne ehemalige/ausrangierte Glocken der Bauernkirche; 4.10.15

Die evangel. Bauernkirche (eigentlich St.-Pankratiuskirche) ist das älteste noch erhaltene Bauwerk Iserlohns. Die über bzw. auf der Geländestufe zwischen Altstadt und City thronende evangel. Oberste Stadtkirche heißt eigentlich auch anders, nämlich Marienkirche.

Die Freitreppe zwischen dem Fritz-Kühn-Platz und der Straße Am Bilstein ist noch ziemlich jung und Teil des Stadtentwicklungsprojektes „Soziale Stadt Iserlohn – Südliche Innenstadt/Obere Mühle“.

Beim nächsten Teil meines Berichts geht es aus der Iserlohner Altstadt in ein Iserlohner „Altdorf“ …

Vom Trassenradweg in die Altstadt Iserlohns

Nach zuletzt echtem Bahntrassen-Radel-Erlebnis mit außerdem Altindustrie-Ansichten komme ich in meinem Tourenbericht diesmal zum westlichen Ende der ehemaligen Bahnstrecke Iserlohn-Hemer-Menden, wo der Radweg auf den Straßenkreisel südwestlich der Iserlohner City trifft:

u. a. Seniorenzentrum Waldstadt Iserlohn

Foto 1: Kreisel zwischen Bahnhofsplatz (rechts) und Alexanderstr. (hinten Mitte) mit Seniorenzentrum Waldstadt Iserlohn (links) und Teil des Stadtbahnhofs (rechts); 4.10.2015

Das auffällige Gebäude mit Turm stammt aus dem Jahr 1856 und beherbergt nach einigen Nutzungswechseln seit 1960 ein Altenheim (so nannte man das damals noch) bzw. das Seniorenzentrum Waldstadt Iserlohn.

Deutlich jünger und sein abgerissenes Vorgängergebäude ersetzend ist der heutige Iserlohner Stadtbahnhof (auf Foto 1 Mitte rechts), der im Januar 2008 feierlich eröffnet wurde (wo ich übrigens auch dabei war..).
Die früheren Bahngleise liefen – aus Menden und Hemer kommend – etwa am rechten Bildrand von Foto 1 über den heutigen stadtseitigen Kreiselrand und den dortigen Parkplatz zu den Bahnsteigen hin; heute ist die Iserlohner Bahnstation ein Kopfbahnhof. Als es noch die durchgängige Schienenstrecke gab, nannte man diese Station auch Westbahnhof, weil es in der Stadt ja auch den Ostbahnhof (–> s. früheren Blogartikel) gab.

Meine Radtour am ersten Oktobersonntag 2015 verlief ab dem Standort von Foto 1 über normale Straßen und Radwege weiter. Zuvor machte ich noch einen Abstecher in die Alt- und Innenstadt. Vom Bahnhof aus gelangt man über die repräsentativ und komfortabel breite Fußgängerstraße Poth zur City. Der Poth wird zu einem  Teil als Brücke geführt, weil zwischen Bahnhof und Innenstadt eine Geländemulde (Einschnitt wegen eines Bachlaufs) liegt. Hier ist der Blick von dieser Brücke (Straßenüberführung) nach Nordwesten:

Iserlohn, von Poth-Brücke auf altes Stadtbad und mittlere Inselstr.

Foto 2: Iserlohn, von Poth-Brücke auf altes Stadtbad (vorne)  und mittlere Inselstr.; 4.10.15

Die ehemalige Städtische Badeanstalt wurde (mit ihren ursprünglichen Teilen) 1908 im Jugendstil fertiggestellt und ist heute eine Seniorenwohnanlage.

Mein letztes Bild dieses Beitrags zeigt den Gegenblick zu Foto 2, nämlich die Ansicht von der Inselstraße und damit von unten zurück zur Poth-Brücke:

Iserlohn, Inselstr. mit Brücke Poth

Foto 3: Iserlohn, Inselstr. mit Brücke Poth und altem Stadtbad; Gegenblick zu Foto 2; 4.10.15

Alte Fabriken mit frischer Kunst neben Bahn-Rad-Viadukt

Diesmal setze ich meinen Herbstsonntagsnachmittags-Radtour-Bericht fort durch einfaches Umdrehen auf dem Ex-Bahn-jetzt-Radweg-Viadukt in Iserlohn. Zuletzt zeigte ich ja die Sicht von dieser Brücke nach Norden und damit talabwärts und stadteinwärts, nun nach Süden/talaufwärts/stadtauswärts:

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Foto: vom Ex-Eisenbahn-Viadukt nach Süden auf die Straße „Obere Mühle“ in Iserlohn mit den Ex-Fabriken „Kissing & Möllmann“ (rechts) und „Christophery“ (hinten links, weiß); 4. Oktober 2015

In dem monumentalen Backsteinbau der früheren Fa. Kissing & Möllmann, der 1865 errichtet wurde, bestand lange eine Gelbgießerei. Bis zur Einstellung des Betriebs in 1980 wurden Kaffemühlen und verschiedene Armaturen hergestellt.
Das Gebiet um die Obere Mühle mit den beiden stillgelegten Fabriken ist Bestandteil eines größeren aktuellen Stadtentwicklungsprojektes Soziale Stadt Iserlohn – Südliche Innenstadt / Obere Mühle.
Wer möchte, kann dazu mehr auf den Seiten der Stadt Iserlohn erfahren.

Nur wenige (Rad-)Meter weiter, hinter dem Westende des Viadukts, ist moderne Graffiti-Malerei auf den alten Ziegeln der ehemaligen Fabrik zu bewundern. Ich muss dazu wieder auf Fotos meiner früheren Tour vom 14.12.2014 zurückgreifen:

Iserlohn

Foto 2: Graffiti an Nordwestseite des ehem. Fabrikgebäudes „Kissing & Möllmann“ in Iserlohn; 14.12.2014

Einen Ausschnitt dieses Werks des Künstlers Toni di Lorenzo zeige ich zum Schluss in Nahaufnahme. Man beachte darin die ins Gemälde (bzw.“Gesprühte“) einbezogenen Leitungen, Geräte, Gefäße usw.:

Iserlohn

Foto 3: Detail aus Foto 2; 14.12.14

Auf dem Iserlohner Rad-Ex-Bahnweg immer stadtnäher

Nachdem wir auf dem Bahntrassenradweg in Iserlohn das Gelände eines ehemaligen Bahnhofs (von dem aber fast nichts mehr sichtbar ist), passiert haben, kommen wir immer weiter in innerstädtische Gefilde. Hier kreuzt der Radweg (d. h. die Ex-Bahnstrecke) wieder eine Straße. Dort war also mal ein Bahnübergang; oberhalb steht heute wie damals das weiße Hauptgebäude der alteingesessenen Firma Sudhaus:

Bahntrassenradweg Iserlohn, zwischen Teichstr. und Brändströmstr., mit Fa. Sudhaus

Foto 1: Bahntrassenradweg Iserlohn (vorne querend), zwischen Teichstr. und Brändströmstr., mit Fa. Sudhaus; 4. Oktober 2015

Iserlohn und das gesamte Märkische Sauerland waren schon früh industrialisiert – sogar früher als das nahe Ruhrgebiet! Dazu später mal mehr …

Etwas weiter westlich und damit stadteinwärts auf dem Radweg trifft man nördlich auf die Rückseite der  St.-Aloysius-Kirche, der einzigen katholischen Pfarrkirche in der Innenstadt der überwiegend protestantisch geprägten Stadt:

Iserlohn, Sankt-Aloysius-Kirche

Foto 2: Iserlohn, Sankt-Aloysius-Kirche; 4.10.15

Jetzt folgt eine kleine Rückblende zu meiner Tour über denselben Radweg im Advent 2014. Damals, also knapp 10 Monate vorher und um beinahe die gleiche Uhrzeit (16:30 Uhr), sah es an der Aloysiuskirche laubfrei und schon leicht dämmrig aus:

Iserlohn

Foto 3: Iserlohn, neben der Aloysiuskirche; 14. Dezember (3. Advent) 2014

Doch nun wieder zurück zum aktuellen Bericht, wo wir einen Blick in die zur Kirche gleichnamige Straße werfen, die im Osten der Iserlohner Innenstadt liegt:

Iserlohn, Aloysiuskirche und Aloysiusstr.

Foto 4: Iserlohn, vom Bahntrassenradweg auf Aloysiuskirche und Aloysiusstr. (geradeaus-hinten), 4.10.2015

 

Per Rad über Ex-Bahnbrücken und vorbei an Ex-Bahnhofsflächen

Weiter geht es mit dem Bericht über meine Radtour auf dem Bahntrassenradweg durch das sauerländische Iserlohn von Anfang Oktober 15.
Besonders spür- und sichtbar wird das „frühere Leben“ dieses Radwegs als Bahnstrecke, wo er über die ehemaligen Bahnbrücken führt:

Bahntrassenradweg Iserlohn über der Parkstr. und neben Wermingser Bach

Foto 1: Bahntrassenradweg Iserlohn, von Ex-Bahnbrücke, über der  Parkstr. und neben dem Wermingser Bach (hier mit gestautem Teich, mitte-rechts); 4. Oktober 2015

Der Radweg verläuft hier durch ein gehobenes Wohnviertel mit viel Grün, was nicht nur der Blick von der Brücke hinunter, sondern auch entlang der Trasse zeigt:

Bahntrassenradweg Iserlohn

Foto 2: Bahntrassenradweg Iserlohn, über der Parkstr., Richtung Innenstadt/Westen; 4.10.15

 

Knapp einen Kilometer weiter erreicht man das Gelände eines der ehemaligen Bahnhaltepunkte der Strecke Iserlohn-Hemer-Menden, nämlich des Bahnhofs Iserlohn Ost (auch Ostbahnhof genannt)

ehem. Ostbahnhof-Gelände, neben Teichstr. (links)

Foto 3: Iserlohn, ehem. Ostbahnhof-Gelände (rechts), neben Teichstr. (oben, links) und Bahntrassenradweg (unten, Mitte); 4.10.15

Vom den früheren Bahnanlagen ist hier nichts mehr übrig. Einige Jahre nach Abbau der Schienen wurde im Jahre 2007 auch das Bahnhofsgebäude abgerissen. Es entstanden auf dem Gelände Fach- und Supermärkte, ein Parkplatz und ein neues Feuerwehrhaus der Stadt Iserlohn.

Hinten-halblinks auf Foto 3 erkennt man das Hochhaus, in dem Teile der Kreisverwaltung des Märkischen Kreises (MK)  untergebracht sind, u. a. die Kreispolizeibehörde. Früher (bis 1975)  war es das Kreishaus des eigenständigen Kreises Iserlohn, den es über 100 Jahre gab und zu dem auch meine Heimatstadt Menden gehörte. Viele Iserlohner haben den Verlust der Funktion (und wohl auch der Würde) als Sitz eines Kreises lange nicht verwunden, einige Ältere bis heute nicht. Heute sitzt der Hauptteil der Kreisverwaltung des MK im kleineren und deutlich südlich gelegenen Lüdenscheid.

Zum Abschluss zeige ich das ehemalige Ostbahnhof-Gelände noch mal frontal, auf dem man auch erkennt, dass  sich im Laufe meiner Sonntagsnachmittagstour nach wolkenverhangenem Start das Wetter gebessert hatte und die Sonne doch noch eine Goldene-Oktober-Stimmung zauberte:

ehem. Ostbahnhof-Gelände, auf Friedrichstr.

Foto 4: Iserlohn, ehem. Ostbahnhof-Gelände, auf die Friedrichstr.; hinten die Seilerberge; 4.10.15

Bahntrassenradweg Iserlohn mit Wasserwerk und Schienenresten

Nach einer „wetterbedingten“ Unterbrechung schon gleich nach meinem Auftaktartikel setze ich meinen Bericht von der frühherbstlichen Sonntagsnachmittagsradtour nach Iserlohn fort …

Aus der zu einer Seite offenen Landschaft ging es Richtung Stadtzentrum auf dem Bahntrassenradweg zwischen Gärten weiter:

Bahntrassenradweg Iserlohn

Foto 1: Bahntrassenradweg Iserlohn zwischen den Stadtteilen Calle und Wermingsen (in Blick-/Fahrtrichtung = Westen); 4.10.15

Einige hundert Meter weiter kommt man am Zentralen Wasserwerk Iserlohns vorbei, das den (scheinbar) bildhaften Namen „Krug von Nidda“ trägt. Wasserkrug könnte ja noch irgendwie passen, aber wieso ist der hier in Südwestfalen/Nordsauerland benannt nach einer Kleinstadt in der Wetterau (Hessen)? Es hat auch nichts (direkt) mit Stadt und Fluss Nidda zu tun, sondern mit Dr. Otto Krug von Nidda, preußischer Oberberghauptmann (1810-1885), der wiederum Namensgeber war für den Bergwerksschacht einer Galmei-Grube, die bis ca. 1900 auf dem Gelände des heutigen Wasserwerks betrieben wurde.

Bahntrassenradweg Iserlohn

Foto 2: Bahntrassenradweg Iserlohn in Höhe des Zentralen Wasserwerks „Krug von Nidda“; 4.10.15

Wer mehr über das Wasserwerk und seine ungewöhnliche Geschichte erfahren möchte, sollte sich die entsprechende Seite der Stadtwerke Iserlohn ansehen, v. a. die dort herunterladbare PDF-Broschüre!

Etwa einen km weiter stadtwärts trifft der Radweg auf die letzten Schienenreste (in diesem Fall Spurrillen) der ehemaligen Bahnstrecke (Letmathe -) Iserlohn – Hemer – Menden (- Fröndenberg):

Bahntrassenradweg Iserlohn

Foto 3: Bahntrassenradweg Iserlohn in Höhe des Bredenbrucher Wegs (querend) mit Schienenresten (Spurrillen) der ehemaligen Bahnstrecke; Richtung stadtauswärts/Osten; 04.10.15

 

In der Nähe von Fotostandort 3 hat man vom Radweg auch eine erste Aussicht auf die Stadt, und zwar auf Iserlohns Stadtteil Wermingsen:

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Foto 4: Iserlohn-Wermingsen, vom Bahntrassenradweg aus; 4.10.15

Dort geht es beim nächsten Mal weiter über die Ex-Bahnstrecke …

Zwischen Bahntrassenradweg und Waldweg im Iserlohner Osten

Heute starte ich wieder einen neuen Radtourbericht, diesmal über eine meiner regelmäßigen Touren in der Umgebung. Sie führt von meiner Heimatstadt Menden durch unsere Nachbarstädte Hemer und Iserlohn. Diese 3 Kommunen im nördlichen Märkischen Kreis im Nordsauerland bilden auch ein (mehr oder weniger formales) Städtenetz.
Seit Mai 1989 ist die alle 3 Städte früher verbindende Bahnstrecke stillgelegt und inzwischen fast vollständig auch abgebaut. Auf großen Teilen der ehemaligen Bahntrasse verläuft mittlerweile ein Radweg – und dort setzt mein Bericht ein:

Bahntrassenradweg Iserlohn

Foto 1: Bahntrassenradweg in Iserlohn-Calle neben dem dortigen Gewerbegebiet; 4. Oktober 2015

Wie in vielen Stellen im Stadtgebiet von Iserlohn, einer der größten Städte des Sauerlandes, fällt schon in diesem Bildausschnitt eine Gemengelage von Stadt und Land, Natur und Siedlung auf.
Vor einem von Bäumen umsäumten Baumarkt steht ein holzverkleidetes Haus mit Umzugsunternehmen ..

Etwas weiter westlich auf dem Radweg erkennt man die Lage zwischen Stadt und Natur noch besser, weil auch die Nähe zu dem ausgedehnten Waldgebiet im Süden des Stadtgebiets zu sehen ist:

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Foto 2: zwischen den Iserlohner Stadtteilen Calle (hinten) und Wermingsen, rechts Wald um den Caller Bach; 4.10.15

Die Wiese (oder Weide) im Vordergrund bildet eine Lücke im ansonsten ziemlich geschlossenen Siedlungsband entlang der Ex-Bahnstrecke.

Anfang Oktober war noch alles sattgrün und das Laub begann erst ganz allmählich sich zu verfärben. So war es auch im Wald von Foto 2 eher noch sommergrün mit erst nur wenigen Anzeichen von goldenem Oktober, was ich bei einem kurzen Abstecher in den Wald am Caller Bach auch aus der Nähe sehen konnte:

Waldweg am Caller Bach im östl. Iserlohner Stadtwald

Foto 3: Waldweg am Caller Bach im östl. Iserlohner Stadtwald; 4.10.15

Meine Tour ging dann aber nicht weiter in den Wald hinein, sondern zurück auf den Radweg und  in Richtung Stadtmitte von Iserlohn … dazu demnächst mehr.