April-Zwischenhoch – Besuch in den Ruhrwiesen

Von der Spätsommer-Radtour 2016 springe ich nun wieder in den Frühling (spring) dieses Jahres ;-
Aber auch das ist ein Rückblick, denn es geht zurück zum 24. April 17. Es war ein einzelner Tag mit Sonne und milden Temperaturen zwischen vielen kühlen und/oder feuchten Tagen dieses Frühjahrs.
Ich hatte zum Glück frei und machte einen Ausflug entlang der Ruhr zum Naturschutzgebiet „Kiebitzwiese“ bei Fröndenberg (Kreis Unna):

Foto 1: Naturschutzgebiet „Kiebitzwiese“ bei Fröndenberg/Ruhr; Aufgang zur Aussichtsplattform; 24.04.17

Auf Foto 1 sind vorne blühender Löwenzahn und Sternmiere (weiß) zu sehen. Dazwischen stehen Brennesseln und Beinwell(e), die aber noch lange vor ihrer Blütezeit waren.

Von der Aussichtsplattform nach Süden hat man einen guten Überblick über die von der Ruhr gespeisten Blänken:

Foto 2: N. S. G. „Kiebitzwiese“ ; von der Aussichtsplattform nach Südosten; hinter der Baumreihe das Ruhrufer; 24.04.2017

Am noch sehr frischen Grün der noch nicht voll belaubten Bäume und am noch niedrigen Gras ist zu erkennen, wie weit die Vegetation wegen der vorangegangenen kühlen Wochen zurückgeblieben war.

Wasservögel tummelten sich aber schon einige dort, u. a. Graugänse mit Nachwuchs und Stockenten (wobei die Gänseeltern  gerade mehr nach den anfliegenden Stockerpeln als nach ihren Küken sahen):

Foto 3: Graugänse und Stockenten im N. S. G. „Kiebitzwiese“ bei Fröndenberg/Ruhr; 24.4.2017

Vergleich mit der „Spiegelbild-Jahreszeit“: 9. Mai / 4. August

Vergleiche von Wetter und Pflanzenwelt mit dem gleichen Datum ein Jahr oder mehrere Jahre vorher gibt es oft.
Hier im Blog werfe ich außerdem ab und zu einen Blick in die „Gegen-Jahreszeit“, d. h. ein halbes Jahr zurück.
Interessant ist aber auch ein Vergleich mit der Jahreszeit, in der Sonnenstand und Tageslänge mit dem aktuellen Tag (weitgehend) übereinstimmen. Das ist immer derjenige Tag, der ebenso weit/lange von einem der jahreszeitlichen Wendepunkte weg liegt wie der aktuelle, z. B. 20 Tage vor bzw. 20 Tage nach (astronomischem) Sommerbeginn.

Heute, am 4. August, ist der Sommeranfang (21. Juni) 44 Tage her.
44 Tage vor dem 21.06. hatten wir den 9. Mai (dieses Jahr an Christi Himmelfahrt). Sonnenaufgang und – untergang waren etwa zur gleichen Uhrzeit, also die hellen Stunden und damit die Tageslänge ziemlich gleich.

So sah es mittags am 9. Mai 2013 aus:

09. Mai 2013

09. Mai 2013

Und so heute am 4. August 2013 etwa zur gleichen Tageszeit:

04. August 2013

04. August 2013

Das Wetter war an beiden Tagen sehr ähnlich. Den größten sichtbare Unterschied gibt es bei den Laubbäumen. Die Blätter waren im Mai noch frisch-grün, jetzt sind sie dunkler und fahler. Der Feldahorn im Vordergrund – im März gestutzt – ist enorm gewachsen und verdeckt fast die komplette im Mai noch mögliche Aussicht.

Ich nenne diese zurückliegende, aber  nach Sonnenstand/Tagesdauer gleichartige Zeit „Spiegelbild-“ oder äquivalente Jahreszeit.

Hier eine Natur-Szene (mit passenderweise einem Wasserspiegel-/bild 😉  ) vom 09. Mai 2013. Wir sehen eine Heckrinder-Herde (inkl. Nachwuchs, liegend vorne) im Naturschutzgebiet „Kiebitzwiese“ an der Ruhr bei Fröndenberg:

Naturschutzgebiet Kiebitzwiese mit Heckrindern bei Fröndenberg; 09.05.13

Naturschutzgebiet Kiebitzwiese mit Heckrindern bei Fröndenberg; 09.05.13

Die Bäume im Hintergrund sind ebenfalls noch frischgrün und außerdem teilweise noch nicht vollständig belaubt. Das Gras hatte bis dahin noch nicht unter Sonne, Hitze und Trockenheit zu leiden.

Heute dagegen war der Anblick von Wiesen und Wäldern – natürlich – deutlich reifer mit den typischen Hochsommerblumen und -gräsern einerseits und schon vertrockneten (gelben/braunen) anderen Pflanzen, deren Blütezeit schon wieder vorbei ist:

bei Hemer-Mesterscheid

Feuchtwiese (vorn) und Magerrasen (hinten) bei Hemer-Mesterscheid; 04.08.13

In Wäldern und auf Lichtungen hier im Nordsauerland lassen sich außer dem satten, dunklen Grün auch allererste herbstlich anmutende Laubverfärbungen entdecken:

Wald zwischen Mesterscheid und Oese bei Hemer

Wald zwischen Mesterscheid und Oese bei Hemer im Norden des Märkischen Sauerlandes; 04.08.13

In den letzten Tagen gab es noch ein weiteres Zeichen für das nahe Ende des Hochsommers – die Mauersegler sind als erste Zugvögel der Saison  bereits pünktlich nach Afrika aufgebrochen…..und Anfang Mai waren sie noch nicht mal hier….