Traufrand-Regenrasen und Regenrinnenwasserfall

Im Umfeld der Regentonne im Garten gab es in den letzten Wochen interessante „kleinstklimageographische“ Beobachtungen.

Darunter war ein auffallender grüne(re)r  leicht bogenförmiger Streifen im Rasen neben/entlang einer Eibe:

Foto 1: grüne(r) Zone/Streifen des Rasens neben Eibe (oben links) im Garten; 16. August 2020

Sowohl links neben der „Grünzone“ (zum Beet und Strauch hin) als auch rechts (zur Rasenmitte) hin ist das Gras stärker vertrocknet, weil es entweder direkt unter den dichten Zweigen der Eibe zu trocken und schattig ist bzw. weil es zu sonnig ist.

Außerdem spielen zwei weitere Dinge eine Rolle:
a) dass der grüne Streifen in der Traufe der äußeren Zweige des Strauches liegt, also vermutlich abtropfendes Wasser abbekommt und gleichzeitig einen etwas besseren Verdunstungsschutz hat als weiter abseits.
b) dass der Haupttrampelfpad im Garten (u. a. zur Regentonne I) knapp neben diesem von den vorstehenden Eibenzweigen „blockierten“, d. h. vor Tritten geschützten Grüngürtel liegt:

Foto 2: wie Foto 1, aber aus etwas höherer Perspektive; 16.08.20

Die Regentonne gleich hinter der Eibe bekam heute übrigens endlich wieder mal Nachschub durch einen längeren Landregen:

Foto 3: Regentonne mit Netz; mit frischem Wasser aus dem Dachrinnenfallrohr; links die Eibe aus Fotos 1 und 2; 03. September 2020

Jahres-Zeiten-Rückblick 2019 – I: die Erstfotos

Los geht es mit meiner Jahres(zeiten)rückblende in/auf/aus 2019 ..

Diese Rückblicke habe ich schon mal noch später im Folgejahr begonnen, aber auch schon deutlich früher , nämlich im jeweils noch laufenden Jahr. Diesmal soll es einen Mittelweg geben ..

Außerdem will ich meine Beiträge mal wieder öfter „vertonen“, also Musik anfügen. Link zum Video ist immer ganz unten im Beitrag zu finden.
In diesem Jahr wird wohl relativ von der Rockband Rush dabei sein (s. dazu meinen vorigen Beitrag).

Der erste Teil des Rückblicks enthält die jeweils ersten gemachten Fotos jeder Jahreszeit.

Mein allererstes Bild aus 2019 zeigt den trüben Neujahrstag am frühen Nachmittag:

Foto 1: Blick aus dem Fenster in Menden/Sauerland nach Nordost mit dem Haarstrang bei Fröndenberg/Ruhr am Horizont; Neujahr 2019, früh nachmittags

Aber schon einen Tag später war es ausgesprochen sonnig (und damit übrigens wie der Neujahrstag 2020):

Foto 2: Fensterblick nach Südosten mit dem Feldahorn im Garten; 2. Januar 2019, mittags

Nun springe ich in den ’spring’/Frühling mit einer Ansicht von unserer Draisinenfahrt bei Oberbrügge im Märkischen Sauerland zu meinem ersten Frühlings-Foto-Tag des vergangenen Jahres:

Foto 3: Ausblick vom Bahndamm der Schleifkottenbahn bei Oberbrügge, während der Fahrt mit der Draisine; Stadt Lüdenscheid, südwestlicher Märkischer Kreis, NRW; 23. März 2019

Es sah – zumindest im Sauerländer Bergland – zu Frühlingsbeginn also kaum anders aus als zu Neujahr ..

Das änderte sich aber schon wenige Wochen später und zum (kalendarischen) Sommeranfang war alles grün, wenn es auch bereits deutliche Spuren des zweiten trockenen Sommers in Folge gab:

Foto 4: in der Halinger Heide bei Menden/Sauerland; 21. Juni 2019, später Abend

Zum Herbstanfang dagegen war das Ende der letztjährigen Trockenheit eingekehrt mit u. a. diesem Sonntagsnachmittagsregenschauer :

Foto 5: Regentonne im Garten, mit Blättern und Früchten des Feldahorns aus Foto 2; 23. September 2019, früh nachmittags

Als musikalischen Abschluss dieses Artikels habe ich von Rush das Stück „Turn the page“ von ihrem 1987er Album „Hold your fire“ ausgewählt, weil es – irgendwie – zum „Umblättern“ im Blog und dem steten Voranschreiten der Jahreszeiten passt:

„..Looking at
the long-range forecast [….]

Learning the environmental blues […]

Every day we’re standing
In a time capsule
Racing down a river from the past
Every day we’re standing
In a wind tunnel
Facing down the future coming fast
It’s just the age
It’s just a stage
We disengage
We turn the page [….]“