Steinhänge und grüne Täler im Mittsommer

Ich setze meine Gegenüberstellung der beiden Radtouren aus Mitte Juli 2016 und 2017 fort …
Am 10.07.2016 war ich im Südosten des Hochsauerlandes unterwegs und besichtigte am frühen Abend den ehemaligen, im Jahr 1960 stillgelegten Gemeinde-Steinbruch des heutigen Hallenberger Ortsteils Hesborn, wo stark gefaltete Schichten von Kulm-Kalkkiesel gut sichtbar sind:

Foto 1: Steinbruch Hesborn mit Kulm-Kalkkiesel, südöstl. Hochsauerlandkreis, NRW; Mitte Juli 2016

Während vor der echten Kalksteinwand aus Foto 1 nur eine kleine künstliche Steinmauer steht, stand ich im Juli dieses Jahres im Ruhrtal vor einer deutlich höheren Mauer neben den Schienen der Ruhrtalbahn bei Witten:

Foto 2: Ruhrtalradweg und Ruhrtalbahn (Museumsbahn) bei Witten (Ennepe-Ruhr-Kreis, südöstliches Ruhrgebiet) mit Hangmauer; Mitte Juli 2017

Im Sommer 2016 radelte ich später abends über die Höhen des Rothaargebirges zwischen den Städten Hallenberg und Winterberg und hatte gute Ausblicke in die sommergrünen Täler:

Foto 3: Ausblick vom Hilmesberg bei Hallenberg-Hesborn nach Osten, Rothaargebirge, Hochsauerland; Mitte Juli 2016

Etwa eine halbe Stunde stand ich am Gegenhang des Ausblicks aus Foto 3 und sah von dort zurück zum Hilmesberg:

Foto 4: von Osten auf den Hilmesberg (rechts) und den Bollerberg zwischen Winterberg-Züschen und Hallenberg-Hesborn; Gegenblick zu Foto 3; Mitte Juli 2016

In diesem Juli fuhr ich weiter nach Osten, d. h. flussaufwärts, durch das Ruhrtal von Witten nach Wetter (Ruhr). Zur anderen Flussseite hatte ich mehrere Aussichten auf das westliche Ende des Ardeygebirges und auf die Bahnstrecke Hagen – Wetter – Witten – Bochum – Essen:

Foto 5: im Ruhrtal zwischen Witten und Wetter mit einem Zug der Bahnstrecke Hagen – Essen (etwa in der Bildmitte) und dem Ardeygebirge hinten; Mitte Juli 2017

Einige km ruhraufwärts schwenkt der Ruhrtalradweg wieder etwas näher an den Fluss und ich konnte außer in das hier ausgesprochen grüne Tal auch auf die Ruhr selbst blicken:

Foto 6: Ruhrtal westlich von Wetter (Ruhr) mit dem Haus Mallinckrodt (hinten rechts) und Kanu (halb-hinten-links); Mitte Juli 2017

2 mal Sommerrückblick und Oktobersommer heute

Eigentlich wollte (müsste) ich mit meinem Rückblick auf den diesjährigen Sommer weitermachen. Angesichts des heutigen – für mich auf einen Urlaubstag fallenden 🙂  -sommerlichen „goldenen“ Oktobertages habe ich mich für einen Dreiklang aus aktuellem Bericht von heute, Rückblick Sommer (Juli) ’17 und Juli ’16 entschieden.

Es war heute so sonnig und warm hier im Sauerland (und weit darüber hinaus) wie zuletzt im Hochsommer. Aber es ist natürlich dennoch Herbst, und zwar in seiner schönsten Form, nämlich als „goldener Oktober“:

Foto 1: herbstliche Bäume und Sträucher vor einer Felswand südlich von Bestwig (mitte-nördlicher Hochsauerlandkreis; NRW); 16. Oktober 2017

Auch die Aussicht auf die Wälder ist bunt –  dunkelgrün die immergrünen Fichtenbestände, leuchtend farbig die Laubbäume:

Foto 2: im Rothaargebirge südlich des Winterberger Ortsteils Siedlinghausen; südöstliches Hochsauerland; 16.10.17

Mitte Juli dieses Jahres war es verbreitet nicht so sonnig und warm wie in den letzten Tagen (Mitte Oktober). Auch unterwegs am Phoenixsee im Dortmunder Stadtteil Hörde radelte ich am Nachmittag des 13. Juli 2017 daher unter mehr Wolken als heute:

Foto 3: am Phoenixsee in Dortmund-Hörde; hinten links Hörde-Mitte, hinten rechts der Dortmunder Fernsehturm „Florian“; 13. Juli 2017

Natürlich war die Landschaft  (sommer-/laub-)grüner – damit aber auch weniger farbenfroh –  als jetzt im Vollherbst:

Foto 4: im mitte-unteren Ruhrtal zwischen Witten und Wetter (Ruhr), Ennepe-Ruhr-Kreis, südöstliches Ruhrgebiet; 13. Juli 2017

Die Fotos 3 und 4 sind Teil des aktuellen Sommerrückblicks, der gerade hier im Blog an der Reihe ist.
Nun springe ich aber von da noch ein Jahr zurück in den Juli 2016, als ich – wie heute – im Hochsauerland radelte. Damals war es heißer im Mittjuli als in diesem Jahr, allerdings auch schwüler und diesiger:

Foto 5: sommergrüne Böschung an Straßenkreuzung bei Hallenberg (südöstlicher Hochsauerlandkreis, NRW), mit aus Blumen gepflanztem „Ortseingangsschild“; 10. Juli 2016

Etwas später am Tag wurde es etwas sonniger über den grünen Wäldern des Rothaargebirges:

Foto 6: Waldweg im Rothaargebirge bei Winterberg-Züschen (südöstliches Hochsauerland); 10.07.2016

Radeln ohne Radweg – auf gesperrter Autobahn und auf Wald-Wanderweg

Eine Radfahrt heute abwechselnd auf „echten“ Radwegen, asphaltierten Feldwegen und auf einer Bundesstraße brachten mich auf diesen Beitrag, nämlich übers Radeln abseits der genannten üblichen Strecken. Da fiel mir zum einen  der unvergessliche und beeindruckende Tag des Still-Lebens Ruhrschnellweg im Rahmen des Jahres der Kulturhauptstadt Europas.Ruhr2010 ein. Damals war ich auch nachmittags mit tausenden anderen autolos auf der wichtigsten Ost-West-(Auto-)Verkehrschlagader des Ruhrpotts, der meist staugeplagten Autobahn A 40 (= Ruhrschnellweg), unterwegs:

autofreier Ruhrschnellweg

Foto 1: autofreier Ruhrschnellweg bei Dortmund-Barop; 18. Juli 2010

Die Autobahn war für diesen Sonntag auf dem gesamten Abschnitt zwischen Duisburg und Dortmund gesperrt. Man radelte, spazierte oder inline-skatete an Baustellen, Autobahnanschlussstellen u. v. m. einfach so vorbei und hatte trotz Massenandrangs mal richtig viel Platz auf einer sonst dafür verbotenen Straße und blieb unbehelligt vom Autoverkehr:

autofreier Ruhrschnellweg

Foto 2: autofreier Ruhrschnellweg bei Dortmund-Barop am 18. Juli 2010

Weil alles im Rahmen eines großen Kulturfestivals stattfand, war ziemlich los entlang der Strecke. Dazu lohnt sich z. B. dieses Video des DLR auf der Ruhr.2010-Homepage … Die nächsten Bilder sind ebenfalls abseits üblicher Radwege (und auch in Westfalen) entstanden, aber meine damalige Radtour aus 2004 war ansonsten in jeder Hinsicht das Gegenteil vom „Still-Leben Ruhrschnellweg“-Event. Ich bin einige Abschnitte des Rothaarsteigs im Hochsauerland gefahren, was eigentlich ein (Premium-Fuß-)Wanderweg ist:

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Foto 3: Wegweiser auf dem Rothaarsteig zwischen Winterberg (Hochsauerlandkreis) und Bad Berleburg (Kr. Siegen-Wittgenstein); September 2004

Nicht nur die Schilder sehen hier anders aus als auf der Autobahn 😉 Man fährt über Waldwege durch weitflächige Wälder auf einem Gebirgskamm und begegnet so gut wie niemandem sonst (damals jedenfalls nicht):

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Foto 4: mit dem Rad auf dem Rothaarsteig westlich von Winterberg; September 2004

Statt auf Autobahn-Böschungen und Straßenbegleit-/“beschönigungs“-Grün gehen die Blicke in die ausgedehnte Mittelgebirgslandschaft des Sauerlandes bzw. des Wittgensteiner Landes:

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Foto 5: Blick vom Rothaarsteig zwischen Winterberg und Bad Berleburg auf Wälder im Rothaargebirge bei Schmallenberg (Hochsauerland); September 2004

Im Rothaargebirge liegt auch die Ruhrquelle (nur wenige km von Foto 4 entfernt) – und die Ruhrmündung ist in Duisburg (Stadtteil Ruhrort), wo in 2010 einer der Anfangs-/Endpunkte des Autobahnradelns war … so schließt sich auch damit ein Kreis in diesem Artikel …