Rückblick II/2017: Schilder, Höhen und mehr im Späthochsommerwald

Mit diesem Beitrag im Rahmen meines Rückblicks auf das zweite Halbjahr 2017 unterbreche ich die „Zweigleisigkeit“ der letzten Artikel und behandle nur eine Jahreszeit, sogar nur einen Tag und nur eine Tour.

Am 23. August ’17 hatte ich mir frei genommen, um mit meinem damals 3 Wochen alten E-Bike/Pedelec den ersten Ausflug ins Hochsauerland zu machen. Sie führte mich bis auf die höchsten Höhen des Lennegebirges, wie hier in der Nähe von Wildewiese:

Foto 1: auf E-Rad-Tour im Lennegebirge bei Hohenwibbecke nahe Wildewiese ( Stadt Sundern, Hochsauerlandkreis, NRW); 23. August 2017

Aber der Reihe nach … Zunächst ging es durchs Märkische Sauerland bei Neuenrade in den Wald, wo ich auf ein bestens zum Jahrestageszeitenbuch passendes Info-Schild traf 🙂

Foto 2: Naturkundliche Infotafel im Wald bei Neuenrade-Küntrop (Märkischer Kreis); 23.08.17

Einen kleinen Waldweiher „in echt“ gibt es dort auch:

Foto 3: Waldweiher am Standort von Foto (und Infotafel) aus Foto 2; 23.08.17

Eine der auf dem Schild beschriebenen Tierarten konnte ich leider nicht entdecken, was auch an der Jahresszeit (später Hochsommer) lag.

Wenige km weiter gelangte ich zu einem weiteren Info-Schild. Es hat das verheerende Sturmereignis des Orkans Kyrill zum Thema:

Foto 4: Infotafel zum Orkan Kyrill bei Neuenrade; 23.08.17

Heute vor einer Woche gab es ja mit „Friederike“ einen weiteren heftigen Sturm über dem Sauerland, der insgesamt zum Glück nicht solch schlimme Folgen hatte wie Kyrill.

Etwas später kam ich zu einem nachgebildeten und für Infozwecke „angeschnittenen“ Köhlermeiler, der für eine historische Wirtschaftsform steht, welche dem Wald in vergangenen Jahrhunderten durch übermäßige Holzentnahme ebenfalls zugesetzt hatte:

Foto 5: Schau-Köhlermeiler im Wald beim Neuenrader Ortsteil Affeln; 23.08.17

Alte und neue Waldnutzung bei Föckinghausen

Es geht weiter mit dem Bericht von meiner Radtour zwischen Ruhrtal und Arnsberger Wald vom 17. Juni 2015.  Das ist nun auch schon wieder 4 Wochen her, der Hochsommer ist seitdem gekommen, die Tage allerdings kürzer geworden …

Zunächst zeige ich noch mal den Blick vom Sengenberg auf meinen Mittagspausen-Ort Föckinghausen (wobei das Wald-Restaurant – knapp – nicht mit im Bild ist):

vom Sengenberg auf Föckinghausen

Foto 1: vom Sengenberg auf Bestwig-Föckinghausen (gezoomt); 17.06.15

Föckinghausen ist aus einer alten Köhlersiedlung entstanden. Heute gibt es dazu einen Lehrpfad (auch nicht mit auf Foto 1):

Köhler-Lehrpfad Föckinghausen

Foto 2: Köhler-Lehrpfad Föckinghausen; 17.06.15

Hier habe ich den Schau-Meiler noch einmal „solo“:

Schau-Köhler-Meiler in Föckinghausen

Foto 3: Schau-Köhler-Meiler in Föckinghausen; 17.06.15

Nach kurzer Besichtigung dieser alten Form der Wald- und Holznutzung radelte ich weiter Richtung Nordwest in den Arnsberger Wald. Dort fand ich auf einer Ex-Kyrill-Windwurffläche eine Weihnachtsbaum-„Plantage“ mit Nordmannstannen:

Weihnachtsbaumplantage im Arnsberger Wald unterhalb Gemeinheitskopf

Foto 4: Weihnachtsbaumplantage im Arnsberger Wald unterhalb Gemeinheitskopf; 17.06.15

Das nordöstliche Hochsauerland ist schon lange eine „Hochburg“ des Weihnachtsbaumanbaus (v. a. für die große Kundschaft aus dem nahen Ruhrgebiet). Allerdings lagen die Anbauflächen früher nur an den Waldrändern und nicht mitten im Wald. Weihnachtsbaumkulturen und ihre Anbaumethoden sind seit einigen Jahren ein (umwelt-)politisches Streitthema in NRW …

Zum Schluss zeige ich noch einmal die Weihnachtsbaumfläche in größerer Ansicht, wo sie zwar in den Weiten des großen Arnsberger Waldes etwas besser „verschluckt“ wird, aber dennoch beträchtliche Ausmaße aufweist:

von unterhalb des Gemeinheitskopfs über das Eidmecketal

Foto 5: mitte-südlicher Arnsberger Wad, unterhalb des Gemeinheitskopfs, über dem Eidmecketal; 17.06.15