Jahreszeitenrückblick 2018: 4 Jahreszeitenböden

Nach einer hektischen Vor-Adventswoche ganz ohne Blogaktivitäten geht es weiter mit meiner aktuellen Rückschau auf die Vor-Adventszeit dieses Jahres.

Weil es in der Chronologie meines Jahres(zeiten)rückblicks gerade gut passt, gibt es diesmal nur Bodenansichten.

Anfang Februar hatten wir im Nordsauerland einen Hauch von Winter mit etwas Schnee und mit ersten Schneeglockenblüten:

Foto 1: Schneeglöckchen im Garten (in Menden/Sauerland); 4. Februar 2018

Anfang April blühten die Frühjahrsblüher in den noch unbelaubten Wäldern:

Foto 2: Gelbes Windröschen zwischen Vorjahreslaub im Wald der „Großen Haar“ bei Menden/Sauerland; 7. April 2018

Ende Juni, an einem weiteren Tag des einzigen „Sommerdurchhängers“ in diesem Jahr, stieß ich im Rothaargebirge auf diesen „Fichten-Kindergarten“ an einer Waldböschung:

Foto 3: Jungfichten (und Laubmoos) an einer Waldwegböschung bei Winterberg, Rothaargebirge/Hochsauerland; 25. Juni 2018

Anfang Oktober waren viele Waldböden und -wege mit den in diesem Jahr besonders zahlreichen Früchten übersät, wie hier Eicheln:

Foto 4: Eicheln und Eichenlaub an einem Waldwegrand beim Mendener Ortsteil Ostsümmern; 6. Oktober 2018

Winterkahle Dolden und Baumkronen über ersten Frühlingsblüten

Bei einem Gang entlang des Ruhrufers im heimischen Nord-Sauerland am letzten Sonntag sah natürlich der allergrößte Teil der Vegetation noch winterlich aus. Schließlich dauern sowohl der meteorologische (bis 28. Februar) als auch erst recht der astronomische Winter (bis 20. März) noch an.

Auf dem ersten Bild sehen wir deshalb in interessanter Perspektive sowohl die kahle Blütendolde eines Riesen-Bärenklaus als auch kahle Baumkronen:

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Foto 1: Dolde eines abgestorbenen Exemplars von Riesen-Bärenklau in der Ruhraue bei Menden-Bösperde (Nordsauerland); 22. Februar 2014

Zwar ist die auch Herkulesstaude genannte Pflanze schon beeindruckend groß und hoch, zumal für eine letztlich nur krautige Pflanze, aber sie ist selbstverständlich immer noch deutlich kleiner als die (Weiden-)Bäume im Hintergrund des Bildes. Über diese ursprünglich nicht bei uns heimische Pflanze gäbe es noch viel zu sagen … aber nicht mehr hier und heute 😉

Stattdessen zeige ich zum Schluss, was – nur wenige Meter entfernt vom Fotostandort 1 -, am Boden wuchs, nämlich frisch aufgeblühte wilde Schneeglöckchen, für mich die Boten des Übergangs vom Winter zum Frühjahr schlechthin:

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Foto 2: (wilde) Schneeglöckchen am Ruhrufer bei Menden-Bösperde; 22. Februar 2015

 

voreiliger Vorfrühling – aus der Nähe

Während ich diesen Artikel schreibe, geht gerade der Dauerregen in Schneeregen über und leitet auch hier am Nordrand des Sauerlandes die abermalige Rückkehr des Winters 2012/2013 ein.

Dabei hatten wir in den ersten Märztagen schon einen Hauch von Frühling mit viel Sonne und bis zu +16 °C!
Am 02.03.13 konnte ich einige Bilder des beginnenden Vorfrühlings machen.
Letzte Schneereste auf dem Grün des Rasens schmolzen in der Sonne:

schmelzender Schneerest auf Rasen

schmelzender Schneerest auf Rasen; 02.03.13

Und das Farbenspiel aus Weiß und Grün tauchte vermehrt  in anderer Form auf, nämlich als Schneeglöckchen:

Schneeglöckchen

Schneeglöckchen in den Ruhrwiesen bei Menden-Bösperde; 02.03.13

Auch andere Pflanzen trieben zaghaft aus, z. B. der Holunder, wo die violetten Knospen  erst gerade eben  aus dem „Pelz“ von Flechten am Zweig herausragten:

Holunder mit Flechten und Knospen

Holunder mit Flechten und Knospen; 02.03.13

Aber es ist eben noch nicht die Zeit für den „echten“ Frühling.  Zwar ist der meteorologische Winter seit dem 01.03. vorbei, aber erst am 21.03. fängt das Frühjahr auch astronomisch an, wenn nämlich die Tage wieder länger werden als die Nächte.
Und auch danach kann es noch winterliche Rückfälle geben, im April vor allem, aber sogar auch noch Frost bis zu den Eisheiligen Mitte Mai. Immerhin werden diese „Rückschläge“ in den nächsten Wochen  insgesamt schwächer und kürzer werden. Nun jedoch bekommen wir erst mal noch ein paar Tage Spätwinter…..