2 Hausansichten in Westfalen: mal Klinker im Flachland, mal Fachwerk im Mittelgebirge

Nach einem Beitrag mit zwei Landschaftsaussichten gibt es nun wieder Nahblicke, diesmal auf je ein Einzelhaus.
Beide Wohnhäuser haben u. a. gemeinsam, dass sie in Westfalen stehen, dass ich sie unter strahlend blauem Himmel und/aber mit „abgeschnittener“ Hausspitze fotografiert habe.

Das erste Haus befindet sich am Rand der Altstadt von Telgte im östlichen Münsterland mit einer dort typischen roten Klinkerfassade:

Foto 1: Wohnhaus in Telgte; östliches Münsterland, Kreis Warendorf, (Nord-)Westfalen, NRW; Anfang September 2020

Das andere habe ich heute in Südwestfalen, im Sauerland, aufgenommen, ein ebenfalls typisches schwarz-weißes Fachwerk- und Schiefer-Haus:

Foto 2: Wohnhaus in Hachen, Stadt Sundern, Hochsauerlandkreis, (Süd-)Westfalen, NRW; Mitte September 2020

Traufrand-Regenrasen und Regenrinnenwasserfall

Im Umfeld der Regentonne im Garten gab es in den letzten Wochen interessante „kleinstklimageographische“ Beobachtungen.

Darunter war ein auffallender grüne(re)r  leicht bogenförmiger Streifen im Rasen neben/entlang einer Eibe:

Foto 1: grüne(r) Zone/Streifen des Rasens neben Eibe (oben links) im Garten; 16. August 2020

Sowohl links neben der „Grünzone“ (zum Beet und Strauch hin) als auch rechts (zur Rasenmitte) hin ist das Gras stärker vertrocknet, weil es entweder direkt unter den dichten Zweigen der Eibe zu trocken und schattig ist bzw. weil es zu sonnig ist.

Außerdem spielen zwei weitere Dinge eine Rolle:
a) dass der grüne Streifen in der Traufe der äußeren Zweige des Strauches liegt, also vermutlich abtropfendes Wasser abbekommt und gleichzeitig einen etwas besseren Verdunstungsschutz hat als weiter abseits.
b) dass der Haupttrampelfpad im Garten (u. a. zur Regentonne I) knapp neben diesem von den vorstehenden Eibenzweigen „blockierten“, d. h. vor Tritten geschützten Grüngürtel liegt:

Foto 2: wie Foto 1, aber aus etwas höherer Perspektive; 16.08.20

Die Regentonne gleich hinter der Eibe bekam heute übrigens endlich wieder mal Nachschub durch einen längeren Landregen:

Foto 3: Regentonne mit Netz; mit frischem Wasser aus dem Dachrinnenfallrohr; links die Eibe aus Fotos 1 und 2; 03. September 2020

Kurzrückschau auf den Hochsommer ’20

Vor einigen Tagen hat sich der diesjährige Hochsommer verabschiedet. Morgen soll es in Nordwestdeutschland (einschl. Sauerland) sogar schon den ersten Herbststurm geben ..

Auf die Hitzewelle des Sommers 2020 gebe ich in diesem Beitrag einen kurzen und daher ziemlich unvollständigen Rückblick.

Es begann in der ersten Augustwoche mit dem Verschwinden der dichten Bewölkung des vorangegangen Wochenendes:

Foto 1: sich zurückziehende tiefe und dunkle Wolkenwand und hervortretende höhere „Schönwetterwolken“ über Menden/Sauerland am Abend des 3. August 2020

Die Tage darauf wurden sehr sonnig und heiß, aber zum Glück noch nicht schwül. Die Rosen vor der Haustür, die sich schon seit  vielen Jahren im/über dem Kirschlorbeer behaupten, ließen noch einmal ihre Blüten leuchten:

Foto 2: Rosen aus/im/über Kirschlorbeer am Mittag des 8.08.20

In der zweiten Woche der Hitzewelle wurde es zunehmend feucht und drückend schwül, was sich an mehr Bewölkung, Dunst und einer insgesamt „(wasser-)dampfenden“ Landschaft bemerkbar machte:

Foto 3: Abendhimmel bei Menden/Sauerland, Ortsteil Ostsümmern; 15. August 2020

Noch eine Woche später kam dann der letzte hochsommerliche Tag mit schon deutlich erträglicheren Temperaturen und  weniger Feuchtigkeit bei „luftiger“ Bewölkung:

Foto 4: Ackerlandschaft mit Windrädern zwischen den Iserlohner Ortsteilen Drüpplingsen und Hennen; nordwestlicher Märkischer Kreis, NRW; 23. August 2020

3 x gelbe Korbblütler im Garten

Auf dem aktuell vom Hochsommer geprägten Rasen im Garten blühen zurzeit einige ganz eindeutig zur Familie der Korbblütler gehörende Kräuter.

Die Gattungs- und Artbestimmung ist allerdings umso schwieriger ..

Eines dürfte ein Pippau sein, vermutlich der Grüne Pippau (anderer dt. Name: Kleinblütiger P.):

Foto 1: [höchstwahrscheinlich] Grüner Pippau auf dem Rasen, Anfang August 2020

Wenige Meter daneben steht eine auf den ersten Blick sehr ähnliche Pflanze, die ich aber eher zur Gattung der Habichtskräuter rechnen würde. Die Bestimmung der Art war mir aber zu kompliziert, zumal einige wichtige Merkmale wie die Früchte noch nicht genug ausgebildet waren. In Deutschland kommen mehrere hundert Habichtskrautarten vor, darunter solche mit Namen wie Missverstandenes H. (Hieracium pseudoparagogum) oder gar Nachäffendes H. (Hieracium simia), die schon Verwechslungsgefahr zwischen den Arten andeuten.

Foto 2: [wahrscheinlich] Habichtskraut auf Rasen im Garten; Anfang August 2020

Keine Bestimmungsprobleme gibt es dagegen beim gekauften und gepflanzten Sonnenhut (aus der Gattung Rudbeckia, nicht Echinacea!):

Foto 3: Sonnenhut (Rudbeckie) im Garten, Anfang August 2020

Rastplätze am Ederseebahnradweg – normal vs. originell

Während draußen zu mitternächtlicher Stunde gerade ein „gemäßigtes“ Gewitter durchzieht und endlich etwas Regen bringt, werfe ich einen weiteren Rückblick ins vergangene Jahr, diesmal allerdings im Rahmen der Rubrik „Wander- und Radel-Rast“.

Auf meiner Anreise von Korbach nach Waldeck in Nordhessen kam ich auf dem Bahntrassenradweg „Ederseebahnradweg“ zunächst an einigen „klassischen“ Rastplätzen vorbei, mal in der Feldflur …

Foto 1: Radelrast am Ederseebahnradweg bei Korbach in Nordhessen; Anfang September 2019

… dann am Waldrand:

Foto 2: Radelrast am Ederseebahnradweg bei Waldeck in Nordhessen; Anfang September 2019

Am nächsten Tag – und ohne das volle Reisegepäck – traf ich auf einen etwas ausgefalleneren Rastplatz, der auf dem künstlichen Hügel eines Wasserbehälters angelegt ist:

Foto 3: Rastplatz auf/über Wasserbehälter bei Waldeck (Nordhessen); Anfang September 2019

Natürlich sieht man von dort auch weiter als von den „bodenständigen“ Rastorten:

Foto 4: Blick vom Rastplatz auf/über Wasserbehälter bei Waldeck (Nordhessen); Anfang September 2019

Mauersegler unter Sommerabendwolken

Vorgestern Abend hatten wir ein sehr bewegtes Wolkenbild am Abendhimmel:

P1090423

Foto 1: Abendhimmel über Menden/Sauerland am 27. Juli 2020

Vor bzw. unter dieser Kulisse gab es auch noch tierische Bewegung in Gestalt von fliegenden Mauerseglern, zunächst nur sehr hoch oben:

Schließlich bekam ich auch einige tiefer fliegende Segler aufs Video – sowie einen von rechts das Bild kreuzenden anderen Vogel (auf die Schnelle habe ich nicht erkannt, was es war):

Es dürfte einer der letzten Tage der Mauersegler in ihrem diesjährigen Sommer- und Brutrevier in Mitteleuropa gewesen sein, denn sie machen sich meist um die Juli-August-Wende schon wieder auf ins ferne (und lang dauernde) Winterquartier in Afrika.

Gute Reise und bis hoffentlich nächstes Jahr!

Gegenblicke Mittwinter 2013 – Spätsommer 2019

Beim „Durchforsten“ meiner für den Blog zwar – teils schon vor Jahren – hochgeladenen, aber noch nicht in einem Beitrag genutzten Fotos, stieß ich auf ein Bild aus dem Februar 2013. Es zeigt den Blick entlang einer schneebedeckten bzw. schneematschigen Straße außerhalb der Stadt hangaufwärts und gegen die Sonne:

Foto 1: Straße Über’m Gaxberg bei Menden/Sauerland, hangaufwärts; Anfang Februar 2013

Dazu geselle ich ein Foto aus dem letzten Jahr, das ich von fast der gleichen Stelle, aber in Gegenrichtung und am Ende des Sommers aufnahm:

Foto 2: Straße Über’m Gaxberg, fast vom gleichen Standort wie Foto 1, aber hangabwärts, d. h. in Gegenrichtung; 21.09.2019

Sonnenrad und Mondschüssel

Ich habe im JaTaBu schon länger keinen Tageszeiten-Beitrag und keine Fotos aus meinem Ordner „Effekte“ mehr gebracht, deshalb gibt es heute mal wieder einen Artikel, der diese beiden Kriterien erfüllt …

An einem Balken des Holzschuppens im Garten hängt ein altes (Speichen-)Wagenrad, das abends – und nur dann – von der Innenseite, also durch den halboffenen Schuppen hindurch, besonnt wird:

Foto 1: besonntes Holz-Wagenrad im Schuppen;  15. Mai 2013, späterer Abend

Von noch später abends, aber aus einem früheren Jahr als Foto 1, stammt die folgende Aufnahme vom Vollmond über einem Dach und einer Sat-Schüssel (die aber wohl weder von dort empfangen noch nach dort senden dürfte 😉  :

Foto 2: Vollmond über Haus mit Sat-Schüssel; 1. August 2012, spät abends

 

Waldpflanzen im Gegenlicht – im Winter 2003 und im Sommer 2020

Im heutigen Beitrag verbinde ich die beiden Kategorien „Altes Foto – neues Foto“ und „Gegen-Jahreszeiten“.

Ausgangspunkt ist diesmal – anders als im vorigen Artikel – ein ganz aktuelles Foto, zu dem ich mir dann ein passendes aus meinem ersten Digitalfoto-Jahr gesucht habe.

Gestern nahm ich im frühen Abendlicht den Blütenstand einer Brennnessel im Mendener Stadtwald auf:

Foto 1: Blütenstand einer Brennnessel im Stadtforst Waldemei, Menden/Sauerland; 19. Juli 2020

Das zweite Bild stammt aus demselben Wald, aber aus der „Gegen-Jahreszeit“, dem Winter, und ist etwa 16,5 Jahre älter, außerdem geht der Blick nicht in die Kraut-, sondern in die Strauchschicht des Waldes:

Foto 3: Stechpalmen im Mendener Stadtforst Waldemei, mit einzelnen „aufgefangenen“ Buchenblättern; Mitte Dezember 2003

altes und neues Foto – Ausblicke in sommerliche Berglandschaft

Nach dem „Pflichtprogramm“ des Jahresrückblicks habe ich wieder Zeit für andere Reihen innerhalb des JaTaBu, z. B. das Gegenüberstellen von Fotos aus meiner Digitalkamera-Frühzeit und ganz aktuellen Aufnahmen.

Wie schon einige Male zuvor stammt das Alt-Foto aus meinem Allgäu-Urlaub im Juni 2003 und zeigt einen Ausblick vom Berg Grünten:

Foto 1: Blick vom Berg Grünten (unterhalb des Gipfels), bei Burgberg, Landkreis Oberallgäu, Bayern; 30. Juni 2003

Aus fast der gleichen Jahreszeit und ähnlicher Witterung kommt das aktuelle Gegenfoto, das  aber gut 17 Jahre jünger ist und in ca. 1000 m geringerer Höhe entstanden ist als Foto 1. Es zeigt den Blick in die Mittel- (statt Hoch-)Gebirgs-Landschaft des Sauerlandes bei Sundern:

Foto 2: Blick von Westen auf Allendorf, Stadt Sundern, Hochsauerlandkreis, NRW; 12. Juli 2020

Anders als beim Allgäu-Foto habe ich hier den Vordergrund abgeschnitten, da er mir zu flach und gleichförmig erschien, was bei Aussichten und Bildern im Hochgebirge ja nicht so oft ein Problem ist, weil es dort höher und steiler ist.