Spätwinterwende vom Vorfrühling zum Sturmmärz

Das letzte Drittel des (kalendarischen) Winters 2018/2019 brachte einen abwechslungsreichen Verlauf hervor.

Die zweite Hälfte des Februars ’19 zeigte sich vorfrühlingshaft mit, ja, beinahe sogar schon frühsommerlichen Zügen, so auch noch am letzten Februartag:

Foto 1: Vorfrühlingswetter im Mendener Stadtwald „Waldemei“, nordwestliches Sauerland; 28. Februar 2019, mittags

Beim Monatsübergang zum März, also am Karnevalswochenende, wurde der etwas voreilige Frühling ausgebremst, obwohl auch dann noch zeitweise die Sonne herauskam  und vor allem viele Frühblüher zu sehen waren:

Foto 2: blühende Salweide in Menden/Sauerland, Stadtteil Papenbusch; 2. März 2019

Der zweite Märzsamstag war dann schon aprilartig-wechselhaft mit viel Wind und noch mehr Regen:

Foto 3: Regenwasser mit „Mini-Windbruch“ in Garagenzufahrt; 9. März 2019, nachmittags

Einen Tag später, am zweiten Märzsonntag (10.03.19), beherrschte  das Sturmtief „Eberhard“ mit heftigen Windböen das Geschehen:

Wechselwittrig vom Winter zum Frühling

Wie mir WordPress gerade anzeigte, habe ich heute vor 5 Jahren mit dem Bloggen angefangen 🙂 … so lange ist das doch schon her…!?
Dennoch mache ich keinen großen Rückblick, sondern blicke nur vergleichend in die letzten Wintertage ’16/’17 und den Frühlingsbeginn ’17.

Der Februar ging mit dichten und dunklen, aber spannenden Wolken über der noch im Winterschlaf steckenden Landschaft zuende:

Foto 1: Wolken über Menden/Sauerland, Ortsteile Hembrock und Platte Heide; Ende Februar 2017

12 Tage später war an fast gleicher Stelle der Himmel nur leicht von etwas Dunst getrübt:

Foto 2: Blick auf Menden/Sauerland mit den Ortsteilen Platte Heide (links) und Hembrock (rechts); 11. März 2017

Weitere 5 Tage später – und immer noch im astronomischen/kalendarischen Winter – hatten wir einen sonnigen und frühlingshaft milden Tag mit austreibenden Weidenblüten:

Foto 3: blühende Weidenbäume bei Menden/Sauerland, Ortsteil Bösperde, am Rande des Ruhrtals, hinten: Fröndenberg; 16. März 2017

Das letzte (kalendarische) Winter-Wochenende war dann trüb, nass und kühl:

Foto 4: im Ruhrtal bei Menden/Sauerland, Ortsteil Dahlhausen; 19. März 2017

Das erste „echte“ Frühlings-Wochenende 2017 entsprach so ziemlich der allgemeinen (Wunsch-)Vorstellung vom Frühjahr, wie hier in Wuppertal:

Foto 4: Park „Auf der Hardt“ und Botanischer Garten Wuppertal (Niederbergisches Land/NRW), mit dem Elisenturm hinten rechts; 25. März 2017

Wald an Ort und Stelle: Februarschnee und Novemberlaub

Zurzeit vermischen sich Herbst und Winter. Das Laub ist zum Teil noch bunt und auf den Bäumen, es ist aber auch gleichzeitig empfindlich kalt und in vielen Bereichen Mitteleuropas gab es Schnee.
Aus diesem „Witterungsanlass“ zeige ich heute diese beiden Jahreszeiten getrennt, und zwar am Beispiel derselben Waldstelle im Lahrwald in meiner Heimatstadt Menden (Sauerland).

Es geht los mit einem sonnigen Tag Mitte Februar, als es in der Nacht zuvor Neuschnee gegeben hatte:

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Foto 1: im Lahrwald bei Menden/Sauerland, 16. Februar 2016, später Vormittag

Am 1. November (Allerheiligen) machte ich im vollherbstlichen Wald an derselben Stelle ein Foto bei milden Temperaturen, aber etwas weniger Sonne als im Februar:

Vergleichs-Foto zu P1030772 v. 16.02.16

Foto 2: (fast) gleicher Bildausschnitt wie Foto 1; 1. November 2016, später Vormittag

Februar-Winterwaldwanderung V und Schlehenblühen im Vollwinter

Heute setze ich zum einen den Bericht zur Winterwaldwanderung von Mitte Februar fort. Zum anderen zeige ich ungewöhnlich frühes Blühen in diesem Februar …

Ich starte mit einem letzten Blick vom Hochsitz auf dem Lahrberg bei Menden/Sauerland, der in die schneebedeckten Äste des dortigen Laubwalds und auf einen weiteren, kleineren und älteren Hochsitz geht:

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Foto 1: vom (neuen) Hochsitz auf dem Lahrberg bei Menden/Sauerland auf verschneite Buchen (links), Fichten und auf einen anderen Hochsitz (vorne links); 16.02.16

Wieder auf dem Boden machte ich als erstes ein Foto gen blauen Himmel:

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Foto 2: blauer Himmel über dem Lahrwald bei Menden/Sauerland; 16.02.16

Während die Sonne oben für dieses strahlende Blau sorgte, ließ sie unten den Wald hell und schneefunkelnd erleuchten:

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Foto 3: Lahrwald bei Menden/Sauerland, nordöstlich des Lahrbergs; 16.02.16

 

Schon vor dem Tag meiner Waldwanderung blühte – viel früher, als ich es je erlebt habe – der Schwarzdorn (Schlehdorn) in der Ruhrniederung bei Menden-Schwitten. Vom Anfang dieser Blüte habe ich leider keine Bilder. Gestern (27.02.16) fand ich diese Schlehenhecke schon beinahe im Verblühen vor:

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Foto 4: blühender und zum Teil sich schon belaubender Schwarzdorn am Abtissenkamp bei Menden/Sauerland; 27.02.16

Zum Vergleich und zur jahreszeitlichen Einordnung zeige ich die neben der Schwarzdornhecke liegende Streuobstwiese, wo außer einigen Schneeglöckchen sonst noch nichts grünte oder blühte:

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Foto 5: Streuobstwiese neben Radweg und Hecke aus Foto 4; 27.02.16

Die vier Jahreszeiten in meinen frühen Digifotos

Zuletzt habe ich hier im JaTaBu hauptsächlich mehr oder weniger vollständige Berichte von aktuellen Radtouren oder Wanderungen gebracht.
Nach längerer Pause gibt es nun mal wieder „echte“ Rückblenden und außerdem Bilder aus allen vier Jahreszeiten in einem Artikel. Sie stammen aus der Zeit meiner ersten Digitalkamera (angeschafft im Mai 2003).

Los geht es mit dem Frühsommer-Urlaub 2003 im Allgäu:

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Foto 1: Hochstaudenflur am Nebelhorn über dem Unteren Gaißalpsee bei Oberstdorf; Juni 2003

Es war am späten Vormittag und noch neblig (passend zum Bergnamen „Nebelhorn“), und auf dem Foto erkennt man den Sommer nur an der Vegetation.

Das Herbstfoto stammt aus dem heimischen Sauerland und zeigt einen sonnigen Laubwald Anfang November 2003:

Wald bei Oeventrop

Foto 2: Buchen-Wald bei Arnsberg (Ortsteil Oeventrop); November 2003

Aus dem Winter 2003/2004 habe ich fast keine Fotos mit winterlicher Szenerie gefunden. Ich habe damals nur wenig fotografiert und der Winter war wohl auch schneearm. Eines meiner wenigen Schneefotos ist außerdem vom Winterende und ebenfalls aus dem (Hoch-)Sauerland:

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Foto 3: Schnee (mit leichten Verwehungen) am Rande der Hochheide bei Winterberg (Ortsteil Niedersfeld) im Hochsauerlandkreis; 1. März 2004

 

Während die ersten drei Bilder aus dem Gebirge (einmal Hochgebirge, zweimal Mittelgebirge) stammen, kommt das Frühlingsfoto aus dem Flachland, eigentlich …. Denn obwohl das Bild im an sich tisch-ebenen Münsterland entstand, sind dort Hügel zu sehen, weil der gezeigte Landschaftsausschnitt in den Baumbergen liegt, dem „Mini-Gebirge“ des Münsterlandes:

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Foto 4: in den Baumbergen im Münsterland (nördliches Westfalen) bei Havixbeck; April 2004

Die kaum oder ganz frisch belaubten Bäume, weiße Kirsch- und gelbe Raps- und Löwenzahnblüten sind auf dem Foto eindeutige Frühlingsanzeiger …

Grün- und Blüh-Aufbruch im Frühlingswald zum Maibeginn

Nachdem es im April 2015 mal zu kalt und mal zu trocken (oder beides) war für den „Durchbruch“ in der Vegetation, wird es seit Beginn des ‚Wonnemonats‘ Mai jetzt etwas damit:

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Foto 1: Buchenwald am Hembrocker Berg bei Menden/Sauerland, Ortsteil Ostsümmern; 1. Mai 2015

Knapp 8 Wochen früher, am 7. März 2015, war dieses Waldstück noch in tiefster Winterruhe. Grüne Blätter hatten nur die immergrünen Pflanzen (Nadelbäume und Stechpalmen):

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Foto 2: nahe am Standort von Foto 1; am 07. März 2015

Der Anblick des Waldes dürfte nochmals 8 Wochen vorher (Anfang/Mitte Januar)  fast gleich gewesen sein. Das zeigt, wie groß die Wandlungskraft der Natur und die Geschwindigkeit des Pflanzenwachstums im Frühling im Vergleich zu allen anderen Jahreszeiten ist.

Aber es sind nicht alle Pflanzen gleich schnell beim Frühlingserwachen.
Auf dem nächsten Foto sehen wir mehrere Arten in unterschiedlichen Wachstumsphasen:

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Foto 3: im Wald bei Menden-Ostsümmern; 1. Mai 2015

Unten rechts im Bild, am Rand des Waldwegs, steht verblühter Huflattich mit den weißen „pusteblumenartigen“ Fruchtständen. Etwas oberhalb, in der Strauchschicht, wachsen Himbeer- (rechts) und Brombeersträucher mit frischen Blättern, aber noch ohne Blüten. Noch eine „Etage“ höher bzw. dahinter finden wir von links nach rechts: eine junge Birke mit frischem hellgrünen Laub, eine junge Rotbuche mit immer noch Resten des verwelkten Vorjahreslaubs, eine – immergrüne -Stechpalme, schon mit ersten Blüten, und einen Roten Holunder mit ersten Blättern und Blüten. Ganz hinten stehen ältere Fichten, bekanntermaßen auch immergrün.

Zum Schluss zeige ich zwei der Sträucher vom vorigen Bild etwas näher, die Stechpalme (Ilex) mit grün-weißlichen Blütenknäueln (leider auf dem Foto unscharf) und den Roten Holunder mit gelb-weißen Blütentrauben:

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Foto 4: quasi vergrößerter Ausschnitt von Foto 3 mit Stechpalme links und blühendem Roten Holunder rechts; 1. Mai 2015

Winterende mit Nebel und 1/4-Sonne – und auch danach erstmal nur wenig Frühling

Am letzten Freitag (20.03.15) kurz vor Mitternacht ging der astronomische Winter 2014/2015 zuende. Denn nicht ein ganzer Tag ist eigentlich der Frühlingsanfang, sondern ein mehr oder weniger „himmelsgeometrischer“ Zeitpunkt.

Ebenfalls astronomisch und geometrisch war die teilweise (partielle) Sonnenfinsternis am Morgen des 20.03.15, die also auch noch in den Winter fiel und hier im Nord-Sauerland durch Hochnebel „gedimmt“ war:

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Foto 1: Sonnenfinsternis im Hochnebel und über winterkahlen Bäumen bei Menden/Sauerland; 20.03.15

Etwas besser zeigt das gezoomte Foto 2 die Mondkugel vor dem Sonnenball:

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Foto 2: wie Foto 2, aber stärker gezoomter Ausschnitt mit Sonne und dem Mond davor; 20.03.15

Der erste volle Frühlingstag (Samstag) fiel dann fast in ganz Mitteleuropa grau-verhangen und (leicht) verregnet aus.
Der erste Frühjahrssonntag 2015 bot zwar mehr Sonne, war aber sehr kalt und (ost-)windig. Auch in den kahlen Gehölzen war noch nicht viel vom Frühlingserwachen zu spüren:

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Foto 3: junger Laubwald am Galbusch in Menden/Sauerland; 22.03.15

Näher am Boden zeigte immerhin ein Strauch schon mal leuchtend-gelbe Blüten, nämlich diese Kornelkirsche:

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Foto 4: blühende Kornelkirsche bei Menden/Sauerland; 22.03.15

 

Erst-März-Sonntag-Nachmittag-bis-Abend-Bilderreihe

Zuletzt waren hier im Jahres-Tages-Zeiten-Buch die Tages-Zeiten als Thema zu kurz gekommen …
Dem möchte ich jetzt mit einer kleinen und einfachen Bilderreihe vom ersten März-(Sonn-)Tag 2015 ein wenig entgegenwirken.

Der – einigermaßen – gleiche Bildausschnitt der drei Fotos zeigt den Blick vom Menden/Sauerland nach Nordosten zum Höhenzug Haarstrang mit dem Fröndenberger Ortsteil Hohenheide.
Es geht los am mittleren Nachmittag mit Sonne im Vorder- und Mittelgrund vor wolkendunklem Hintergrund:

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Foto 1: von Menden auf Fröndenberg-Hohenheide; 01. März 2015, 16:23 Uhr

Knapp anderthalb Stunden später sorgten die Bewölkung, leichter Nebel und der fortschreitende Sonnenuntergang dafür, dass nur im Vordergrund  das leicht abendrötliche Sonnenlicht zu sehen war:

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Foto 2: ähnlich Foto 1, aber um 17:45 Uhr

Nach Sonnentergang gab es dann natürlich nur noch wenig Licht von den diversen künstlichen Lichtenquellen:

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Foto 3: änlich Fotos 1-2, aber um 19:15 Uhr

Außer der Straßenlaterne vorne rechts fällt vor allem die abends angestrahlte Kirche von Hohenheide auf (hinten-Mitte links), deren Turm auf Foto 2 auch etwas heller ist als die Umgegung … und den ich auf Foto 1 leider ungewollt „abgeschnitten“ habe …

Allen ein schönes Wochenende, das ja sehr vorfrühlingshaft werden soll, womit dann sicher wieder das Jahres-Zeiten-Thema stark in den Vordergrund rücken dürfte …

 

Sonniger Spätwinter zwischen Lennetal und Ruhrbergen

Kaum haben wir seit letzten Sonntag den meteorologischen – und damit allerdings auch nur den „unechten“ – Frühlingsbeginn, gab es einen Rückfall in winterliche Witterung und nasskaltes Wetter.
Umso schöner verabschiedete sich am letzten Samstag aber der Februar 2015: es war zwar kalt, aber sehr sonnig hier in Westfalen, sodass eine Radtour zwischen den Sauerländer Hauptflüssen Lenne und Ruhr Spaß machte:

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Foto 1: auf dem Lennetalradweg bei Hagen (Westfalen); im Hintergrund der Syberg über der Ruhr; 28.02.15

Lenne und Ruhr entspringen ziemlich nah beieinander im Rothaargebirge, fließen dann aber zunächst im ziemlich weiten Bogen auseinander durchs Sauerland, um zwischen den Städten Hagen (Westf.) und Dortmund  zusammenzukommen.
Die Mündung der Lenne in die Ruhr liegt an einem recht markanten Ort, unterhalb des Sybergs (auf dem die Hohensyburg, mehrere Denkmäler und ein Casino thronen) und unter einer Brücke der Bahnstrecke Obere Ruhrtalbahn (Hagen – Warburg):

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Foto 2: auf dem Lennetalradweg zwischen Hagen und Dortmund, mit Lennemündung (halb-hinten rechts, unter Bahnbrücke) und unterhalb des Sybergs mit Kaiser-Wilhelm-Denkmal (auf dem Berg links), Hohensyburg (Mitte) und Spielbank (auf dem Berg rechts); 28.02.15

Diese Gegend am Übergang vom Sauerland zum Ruhrgebiet ist geprägt vom dichten Nebeneinander von Natur und Bebauung/Technik. Neben Bahnstrecke, Straßen und Strommasten gibt es zwischen Ruhr und Radweg ein kleines Sumpfgelände:

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Foto 3: Sumpfgelände zwischen Lenne und Ruhr, hinten der Syberg mit Denkmal (links) und dem Vincketurm an der Hohenyburg; 28.02.15

Auf den bisherigen Fotos war die Ruhr selbst nicht oder kaum zu sehen. Das hole ich mit dem letzten Bild dieses Beitrags nach. Der Blick geht von der Brücke der Straße zwischen Hagen-Bathey und Dortmund-Syburg, wo die Ruhr außerdem zum Hengsteysee aufgestaut ist, nach Nordosten auf den Syberg. Übrigens ist hier nur der schmalere Nordteil dieses Teils des Sees zu sehen, weil hier eine Landzunge (Halbinsel) liegt …

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Foto 4: von der Ruhrbrücke bei Hagen-Bathey auf den nordöstlichen Teil des Hengsteysees; mit See-Halbinsel (vorne rechts) und Syberg; 28.02.15

 

 

Februar-Fähnchen-oder-Dunst-Blauhimmel über Westfalens Metropolen

Nach einem nasskalten Start mit Regen und gänzlich ohne Sonne entwickelte sich die zweite Februar-Woche 2015 dann doch noch sehr freundlich – genau rechtzeitig für die Narrenschar im Rheinland, aber auch für die „Karnevalsflüchtlinge“, von denen es viele in den anderen NRW-Landesteil, also nach Westfalen zog. Dabei gibt es aber auch einige Frohsinns-Hochburgen in Westfalen, eine davon ist unsere (inoffizielle) westfälische  Hauptstadt Münster, wo  zu Karneval ein „Fähnchenhimmel“ den Prinzipalmarkt überspannt:

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Foto 1: Münster (Westfalen), oberer Prinzipalmarkt, mit Karnevalsschmuck; hinten die Lambertikirche; 11.02.15, früh abends

Auf dem nächsten Bild in entgegengesetzter Richtung erkennen wir etwas besser den nur leicht diesigen, sonst aber blauen „echten“ Himmel über dem bunten „Wimpelhimmel“:

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Foto 2: Münster (Westfalen), Prinzipalmarkt, mit Karnevalsschmuck; links das historische (rekonstruierte) Alte Rathaus; 11.02.15, früh abends

 

Am nächsten Tag war ich in der anderen westfälischen Metropole, im von Münster so sehr verschiedenen Dortmund. In der Industrie- und Dienstleistungs-Großstadt im östlichen Ruhrgebiet ist Karneval nur eine Randerscheinung.
Bei dem herrlichen Sonnenwetter am frühen Nachmittag von Weiberfastnacht waren daher an der Uferpromenade des Phoenix-Sees auch kaum Kostüme und Masken, sondern zahlreiche Spaziergänger und Biergartengäste zu sehen, die Licht und Luft tankten:

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Foto 3: Dortmund-Hörde, Uferpromenade am westlichen Ende des Phoenix-Sees; 12.02.15

Dass es aber nicht ganz vorfrühlingshaft war, sieht man an der noch verbliebenen dünnen Eisschicht auf dem See und an den un-geöffneten Sonnenschirmen der Biergärten:

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Foto 4: westliches Ende des Phoenix-Sees in Dortmund-Hörde; 12.02.2015

Das heutige Naherholungsgelände mit künstlichem See und den wohl höchsten Grundstückspreisen in Dortmund war bis vor wenigen Jahrzehnten noch das Areal eines gigantischen Stahlwerks! In meinem (NRW-)Schulatlas war die Umgebung der dortigen früheren Stahlhütte das Beispiel für einen fast schon lebensfeindlich von industriellen Immissionen belasteten Stadtteil … Heute gibt es hier einen Zustrom von Neubauwilligen in riesigem Ausmaß.

Vom (künstlichen) Aussichtshügel am Ostende des Sees haben wir einen Ausblick über das gesamte Gelände und Teile der Skyline von Do-Hörde und Dortmunds City; außerdem sehen wir in Richtung der Sonne den Dunst, den es trotz eigentlich blauen Himmels gab, der aber mehr jahreszeittypisch ist und nichts mehr mit den früheren „Stahlfeuern“  zu tun hat:

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Foto 5: Phoenix-See von Osten mit Neubaugebiet und Teilen von Dortmund-Hörde und Dortmund-City, u. a. Fernsehturm; 12.02.15

 

Am Karnevalswochenende gibt es in NRW immer gegenläufige „Trecks“: Karnevalsfans strömen in die Hochburgen am Rhein, Karnevalsflüchtlinge zieht/treibt es von dort weg, u. a. ins Hochsauerland im Südosten Westfalens (und NRW’s), um ruhige Winteridylle wie hier – im Bild allerdings von vor 9 Jahren – vorzufinden:

Siedlinghausen

Foto 6: hoch über dem Winterberger Ortsteil Siedlinghausen, Hochsauerland; 12.02.2006