Spätsommer-Touren-und-Grenzblickvergleich

In diesem Beitrag meines Tourenvergleichs aus diesem Spätsommer zwischen dem nordöstlichen Schleswig-Holstein und dem Saarland/Saar-Lor-Lux-Region unterbreche ich den bisherigen tageweisen Vergleich.
Im norddeutschen Teil springe ich einen Tag weiter und bis an die nördlichste Festlandsspitze Deutschlands (also nicht zu verwechseln mit dem „echten“ nördlichsten Punkt auf Sylt!) zur Halbinsel Holnis bei Glücksburg an der Flensburger Förde:

Foto 1: Strand der Halbinsel Holnis bei Glücksburg mit Blick über die Flensburger Förde auf die dänische Seite bei Sonderborg (hinten links); 06.09.2018

Auf meiner großen (und anstrengenden) Radtour vom Saartal über die Grenze nach Frankreich (Lothringen) eine Woche später hatte ich den umgekehrten Blick, also von „außen“ Richtung Deutschland, bereichert durch ein Schloss auf Bergspitze:

Foto 2: Blick von Manderen (nordöstliches Lothringen, Frankreich) auf das Chateau de Malbrouck; 11.09.2018

Nur ca. 1 km hinter dem Chateau verläuft die deutsch-französische Grenze.

Durch den breiten Ostseearm der Flensburger Förde gibt es bei Holnis dagegen eher eine „blaue“ als eine grüne Grenze 😉 , aber durch die dortige Steilküste auch nicht langweiliger als das lothringische Hügelland:

Foto 3: Kliff an der Steilküste der Halbinsel Holnis mit Blick über die Flensburger Förde nach Dänemark (Nord-Schleswig); 06.09.2018

Etwas außerhalb der Ortschaft Manderen bot sich mir in der Woche darauf ein noch schönerer Blick auf die Burg und die sehr abwechslungsreiche und aufgelockerte Landschaft davor/darunter:

Foto 4: Blick aus dem Tal des Ruisseau d‘ Apach (Apacher Bach) auf das Chateau de Malbrouck; 11.09.2018

Angenagtes Land – mal durch Wasser, mal mit Wasser

Am letzten Sonntag besuchte ich den großen Kalk-Steinbruch im heimischen Nordsauerland an der Stadtgrenze zwischen Menden und Balve:

Foto 1: Kalk-Steinbruch „Grube Asbeck“ bei Balve-Eisborn, nördliches Sauerland, Märkischer Kreis; 2. September 2018

Durch den Abbau des Rohstoffes Massenkalk ist hier in den letzten Jahrzehnten bereits der Großteil eines Berges mit Wald und landwirtschaftlichen Flächen abgetragen worden. An der tiefsten Stelle der Grube entstand ein See aus Grundwasser.

Während im Steinbruch der Mensch das Land an- und abnagt, sind es anderswo die Naturkräfte, vor allem das Wasser:

Foto 2: Strand und Kliff bei Schönhagen an der Schleswigschen Ostseeküste; 5. September 2018

Beim Kurzurlaub letzte Woche im nordöstlichen Schleswig-Holstein traf ich auf „normale“, d. h. natürliche Erosion, in diesem Fall durch Einwirkung des Meeres auf eine Steilküste. Auch dort muss das Land – solange der Mensch nicht durch aufwändige Küstenschutzmaßnahmen  gegensteuert – Stück für Stück zurückweichen. Das gilt auch für die oberhalb liegenden Äcker und Wege:

Foto 3: Steilküste aus Foto 2, Ansicht oben und in Gegenrichtung