Jahres-Zeiten-Rückblick 2019 – XVII: trocken und mäßig heiß durch die Hundstage

Nicht ganz so heiß, aber ähnlich trocken wie im Jahr davor (2018) ging es durch den letzten Hochsommer Richtung Hundstage:

Foto 1: vertrockneter Rasen mit Fallapfel im Garten am 28.07.2019

Es war öfter bewölkt, was aber nur selten den so nötigen Regen brachte:

Foto 2: Abendhimmel über Menden/Sauerland am 30.07.2019

Überall zeigte sich, welche Pflanzen besser, schlechter oder überhaupt nicht mit der Dürre zurecht kamen, hier z. B. litten v. a. die jungen Erlen, die schon früh viele Blätter abwarfen:

Foto 3: auf dem Papenbusch-Hügel in Menden/Sauerland am 03.08.2019 mit u. a. jungen Erlenbäumen und Wilder Möhre (ganz vorne, am Wegrand)

In den Wäldern fielen einzelne abgestorbene Fichten (durch Dürre und Borkenkäfer) neben oft noch sattgrünen Laubbäumen (aber auch Kiefern) auf:

Foto 4: Wald zwischen Oelinghauser Heide und Kloster Oelinghausen bei Neheim-Hüsten (Stadt Arnsberg, nordwestlicher Hochsauerlandkreis) am 11.08.2019

Auf dem letzten Foto weist außerdem der abgeerntete Acker auf den nahenden Spätsommer hin ..

Musikalisch gebe ich meiner Haltung zu diesem – späten – Jahresrückblick einmal mehr Ausdruck: zwar nicht – zu lange – zögern/warten (Text), aber dennoch entspannt (Musik; „laid back“) bleiben, mit  „Don’t wait“ von J. J. Cale , hier in einer klasse Studio Live-Session Version aus 1979:

Juli-Sonntagmorgen mit Abkühlung und Wassernachschub

Während ich dies schreibe, zieht hier (Menden im nördlichen Sauerland) gerade die heute schon fünfte Gewitter- und Regenzelle heran. Drei davon kamen schon am Morgen (ab ca. 8:30 Uhr) hier vorbei und brachten nach 3 fast schon unerträglichen Hitzetagen und längerer Trockenheit endlich Abkühlung und Regen mit:

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Foto 1: erster Regenschauer am 05.07.15, 8:50 Uhr

Von Sonne und Wärme an den Tagen zuvor haben die Rosen(blüten) von Foto 1 wohl eher profitiert, auch im schon Jahre währenden Konkurrenzkampf mit den anderen Sträuchern (v. a einem sehr breit ausladenden Kirschlorbeer).

Anderen Pflanzen wiederum tut der Wassernachschub auf jeden Fall gut, der heute zwar heftig, aber – bis aktuell am frühen Nachmittag noch – nicht unwetterartig kam:

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Foto 2: dritter Regenschauer vom 05. Juli 2015, 11:25 Uhr

Die zuletzt fast leeren Regentonnen und andere Wasserspeicher konnten wieder gefüllt werden.  Auf Foto 3 sind sowohl die Folgen der vorangegangenen Trockenheit als auch die der heutigen Schauer inkl. Windböen zu sehen:

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Foto 3: nach dem dritten Regenschauer des 5. Juli 2015, 12:16 Uhr

Vom arg vertrockneten und jetzt frisch beregneten Rasen an der Eibe neben der (schon vom ersten Schauer vollgelaufenen) Regentonne zeige ich zum Schluss noch eine Nahaufnahme (ähnlich wie hier):

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Foto 4: Rasenstück aus Foto 3

Auf Foto 4 erkennt man, dass die Grenze zwischen dem völlig vertrocknetem Gras und dem noch einigermaßen grünen Bereich nicht ganz so scharf ist, wie es auf Foto 3 erscheint; aber die Tendenz ist eindeutig. Die Eibe fängt ja nicht nur das Wasser von oben ab (es bleibt in den dichten Blättern/Nadeln „hängen“ und verdunstet von dort in dieser Jahreszeit leicht wieder), sondern zieht es natürlich auch mit seinen Wurzeln von unten aus dem Rasen ab.

Eine ähnliche „Rasen-Klimagrenze“ hatte ich schon mal im Zusammenhang mit Frost -> hier im Blog gebracht.

Zum Ende meines Artikels kam gerade die sechste Gewitter- und Regenzelle hier an … und auf diversen Regenradaren im Netz sieht man auch dahinter eine weitere hierhin heranrollen … die ist auch noch um einiges größer als die letzte … und jetzt ist auch noch Graupel dabei … ich muss hier erstmal abbrechen ….

Ich wünsche allen einen nicht zu hitzigen, aber auch unwetterfreien Sonntagnachmittag!

Vegetation im Hochsommer zwischen mager-vertrocknet und üppig

Unter Sonne, Hitze und Trockenheit haben im Hochsommer 2013 so manche Pflanzen und Pflanzenstandorte gelitten. Rasen z. B. sah Ende Juli oft so aus:

vertrockneter Rasen; 21.07.13

vertrockneter Rasen; 21.07.13

Statt Gras und Moos setzten sich  andere Pflanzen dort durch, z. B. Aufschläge von Bäumen und Sträuchern:

Aufschläge von Feldahorn (rechts) und Schlehe/Schwarzdorn (links) auf trockenem Rasen

Aufschläge von Feldahorn (rechts) und Schlehe/Schwarzdorn (links) auf trockenem Rasen; 27.07.13

Wildblumen gedeihen im gestutzten „Mini-Format“ auf dem Rasen, hier Hahnenfuß, Kleine Braunelle und Gänseblümchen, mit nur etwa 5 cm Länge/Höhe:

Wildblumen im "Miniatur-Format" auf gestutztem Rasen

Wildblumen im „Miniatur-Format“ auf gestutztem Rasen:
links in gelb: Hahnenfuß, mitte/hinten in lila: Braunelle , vorne/rechts in weiß-gelb: Gänseblümchen; 27.07.13

Der Regen vom letzten Sonntag, der hier im Nordsauerland nicht einmal unwetterartig kam, blieb erstmal länger auf dem trockenen und harten Boden „stehen“:

regennasser Rasen

regennasser Rasen; 28.07.13

An anderen Wuchsorten unter denselben Wetterbedingungen war von Trockenheit kaum was zu sehen, wie hier bei der üppigen Vegetation an einem Bahndamm (Hönnetalbahn zwischen Menden und Fröndenberg) mit dicht wachsenden und sattgrünen Waldreben (Clematis), Zaunwinden u. a.:

üppig bewachsener Bahndamm

üppig bewachsener Bahndamm an der Hönnetalbahn bei Menden, mit Waldreben, Zaunwinden u. a.; 29.07.13

Die schon vor der großen Hitze dichte Blätterdecke und die Ausrichtung nach Nordwesten haben hier ein Austrocknen verhindert.

Ich schreibe dies hier am wohl heißesten Tag 2013 bei gerade +34°C im Schatten draußen.
Aber für morgen sind schon Abkühlung und Regen angekündigt….