Gegen- und Versetzt-Blicke zum April-Ende

Der April ’19 endete sonnig und warm, sodass ich eine Radtour in frühsommerlicher Atmosphäre machen konnte.

Von dieser Tour mitgebracht habe ich mehrere Bilderpaare mit Fotos jeweils vom selben Standort, aber mit verschiedenen Blickrichtungen.

Vom Südhang des Haarstrangs blickte ich zunächst nach Süden ins Möhnetal und auf den Arnsberger Wald:

Foto 1: Ausblick vom Hang des Haarstrangs auf Niederense im Möhnetal; hinten der Nordwestrand des Arnsberger Waldes; Gemeinde Ense, Kreis Soest, NRW; 30. April 2019

Genau hinter mir am Standort von Foto 1 stand ein (wilder) Apfelbaum:

Foto 2: Apfelbaum am Standort von Foto 1, Blick nach Norden; 30.04.19

Einige km später gelangte ich auf die Sperrmauer des Möhnesees mit Blick zuerst nach Nordosten zum nordwestlichen Ufer:

Foto 3: auf der Sperrmauer der Möhnetalsperre; Blick zum nordwestlichen Ufer; Gemeinde Möhnesee, Ortsteil Delecke, Kreis Soest, NRW; 30.04.2019

Der Ausblick etwa rechtwinklig zu dem von Foto 3 zeigt mehr Wasserfläche und mehr Wald:

Foto 4: Möhnesee von der Staumauer aus; 30.04.2019

Die Rückfahrt führte mich durchs Ruhrtal  zwischen Voßwinkel und Echthausen, wo ich zunächst den Gebüschrand der großen Wiesen- und Weiden-Niederung ablichtete:

Foto 5: am Rand der Ruhrniederung zwischen Arnsberg-Voßwinkel, Ense-Füchten und Wickede-Echthausen; Blick nach Norden; 30.4.2019

Der Gegenblick zu Foto 5 zeigt dann die dortige offene Landschaft mitsamt Weidetieren:

Foto 6: Gegenblick zu Foto 5; Kühe in der Ruhrniederung; ganz hinten links der Arnsberger Ortsteil Bachum; 30. April 2019

 

Kurzrückblick Aprilsommer 2018

In diesen Minuten endet hier im nordwestlichen Sauerland mit Gewitter und Regen (zum Glück bisher nicht zu heftig) die 1-wöchige ungewöhnlich warme und sommerlich anmutende Wetterphase  des Aprils 2018.

Laut dem Mendenwetter-Blog hatten wir hier am letzten Donnerstag (19.04.18) mit +30,1 °C die höchste je gemessene Apriltemperatur!

Es begann heute vor einer Woche nach noch nächtlichem Regen mit einem immer sonnigeren Sonntagnachmittag:

Foto 1: Ausblick aus dem Stadtwald Waldemei auf das Stadtzentrum von Menden/Sauerland und auf den Stadtwald Rothenberg mit dem Kapellenberg; 15. April 2018, nachmittags

In den darauffolgenden sonnigen und sommerlichen Tagen holte die Vegetation ihren Rückstand aus dem langen Spätwinter rasch nach, ohne aber gegenüber den Vorjahren einen großen Vorsprung zu bekommen.

Am 19.04. konnte ich mir nachmittags frei nehmen 🙂 und eine Radtour machen. Ich traf  die typischen jahreszeitlichen Blüten an:

Foto 2: Buschwindröschen (weiß) und Scharbockskraut (gelb); daneben Knoblauchhederich mit ersten Blütenansätzen (halb-unten, halb-rechts); im Werler Wald zwischen Wickede/Ruhr und Werl (südwestlicher Kreis Soest); 19.04.18

Besonders prächtig blühen in diesem April die Obstbäume, als ob sie weiß schäumten:

Foto 3: Birnbaum beim Wickeder Ortsteil Wiehagen (zwischen Haarstrang und Ruhrtal); 19.04.2018

Dennoch waren Flora und Landschaft eben noch nicht sommerlich dicht, sondern frühlingsgemäß lückenhaft grün:

Foto 4: am Rand des Naturschutzgebietes „Kiebitzwiese“ im Ruhrtal bei Fröndenberg (südöstlicher Kreis Unna); 19.04.2018

Während ich diesen Beitrag gerade beende, hat sich der Regen schon wieder verzogen und die Sonne kommt sogar wieder durch ..

Jahresrückblick II/2017 und etwas Nach-Ostern 2018

Während es am diesjährigen Nach-Ostern-Wochenende einen furiosen vorgezogenen Frühsommerstart gab, blicke ich zunächst zurück zum Herbstanfang des letzten Jahres. Die letzte Septemberwoche ’17 begann wechselhaft, an einem Abend gab es einen regelrechten Wolkenbruch:

Foto 1: abendlicher Regenschauer am 26. September 2017

Noch besser sieht man das im Video:

 

Ganz anders dagegen war das Wetter am gestrigen Samstag: sonnig und frühsommerlich warm …

Foto 2: Blick von der Großen Haar zur Kleinen Haar bei Menden/Sauerland; 7. April 2018, früh abends

In obiger Gegenlichtaufnahme kommt zwar die recht intensive Sonnenstrahlung zur Geltung, nicht aber der blaue Himmel. Aus dem Wald heraus und „mit der Sonne“ wird das schon deutlicher, zumal der Himmel noch längst nicht von einem geschlossenen Laubdach verdeckt ist:

Foto 3: im Wald auf der „Große Haar“ bei Menden/Sauerland; 07.04.2018

Licht-Schatten-Wechsel in Wald und Flussbett

In meinem Frühlings-Rückblick 2017 komme ich nun ins letzte Mai-Viertel.

Am Himmelfahrtstag gab es viel Sonne ohne zu große Hitze. Wegen des Regenmangels hier in Südwestfalen waren die Flusspegel niedrig, z. B. an der Hönne in Menden/Sauerland:

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Foto 1: Hönne bei Menden – Bösperde; Christi Himmelfahrt 2017; Lichteffekte durch Kameraprogramm verstärkt

Wegen des niedrigen Wasserstandes über steinigem Grund ließ die Sonne die Wasseroberfläche im Gegenlicht glitzern.
Von der anderen Brückenseite, d. h. mit dem Sonnenlicht, konnte man bis auf den Flussgrund blicken, wo die (seichten) Wellen auch als Licht-Schatten-Wechselspiele erkennbar waren:

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Foto 2:  Schatten (einschl. meiner 😉  ) und Licht auf Wasser und Flussgrund der Hönne am 25. Mai 2017; herangezoomt

Auf dem Foto habe ich übrigens nicht etwa die Arme weit ausgebreitet, sondern in Höhe meiner „Schattenschulter“ liegt auch der Schatten des Brückengeländers 😉

Hier ist das Ganze auch noch mal im bewegten und „vertonten“ Bild (Video) zu sehen:

Einige Tage später konnte ich auch im Wald ähnlich interessante Licht-Schatten-Wechselspiele beobachten, z. B. diese „Leuchtspur“ aus bzw. auf besonnten Ahorn- und Buchenkeimlingen auf dem Waldboden:

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Foto 3 (4): „Leuchtspur“ auf Baumkeimlingen in der Waldemei an der Stadtgrenze Menden/Sauerland und Hemer (nördl. Sauerland, Märkischer Kreis, NRW); 27. Mai 2017

Noch intensiver leuchteten diese trockenen Fichtenzweige im Gegenlicht (was genau diesen Lichtsaum um die Zweige erzeugt, ist mir allerdings nicht ganz klar …):

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Foto 4 (5): „leuchtende“ Zweige an junger Fichte bei Menden/Sauerland; 27.05.17

Vollfrühling in Wald und Feld, am Boden und am Himmel

Schon längst im Sommer angekommen setze ich meine Frühjahrsberichte 2017 fort. Der Mai war hier im Nordsauerland zu trocken. Nach dem stark unterkühlten April war das ein weiterer Grund für das vergleichsweise späte und verhaltene Pflanzenwachstum in diesem Jahr. Auch im Wald waren Bäume, Sträucher und Unterwuchs weiter zurück als sonst, aber grün wurde es dennoch irgendwann:

Foto 1: frühlingsgrüner Buchenwald mit Stechpalmen (Ilex) im Unterwuchs; im Stadtforst Waldemei in Menden/Sauerland; 10. Mai 2017

Für lichtbedürftige Stauden und Kräuter des Waldes ist die Blütenphase in dieser Jahreszeit meist schon abgelaufen. Etwas spätere Blütezeiten können sich Blumen der Waldlichtungen leisten, wie z. B. viele einheimische Orchideen:

Foto 2: Stattliches (auch: Männliches) Knabenkraut (orchis mascula) auf einer Waldlichtung bei Menden, Ortsteil Oesbern; 18. Mai 2017

Der Mai ist der letzte volle Kalendermonat im Jahr mit längeren Tagen als Nächten, in dem sich die Tageslänge durchgängig ausdehnt. (Der Juni ist zwar unterm Strich der hellste Monat, ab der Sommersonnenwende zum Monatsende geht es aber schon wieder abwärts …).
Das beschert uns im Vollfrühling von Tag zu Tag längere und – bei entsprechendem Wetter – sonnigere Abende. So einen hatte ich bei einem spätabendlichen Ausflug auf den Haarstrang mit schönem Ausblick über verblühende Rapsfelder nach Süden auf den Nordrand des heimischen Sauerlandes:

Foto 3: Blick vom Haarstrang bei Fröndenberg über die Kirche des Ortsteils Dellwig aufs nördliche Sauerland zwischen Menden und Iserlohn; 20. Mai 2017

Der Haarstrang markiert im mittleren und westlichen Westfalen die Grenze zwischen den Großlandschaften Norddeutsches Tiefland (Westfälische Bucht) und dem Mittelgebirge (Rheinisches Schiefergebirge). Der Höhenzug selbst ist aber auch eine eigene (Kleinst-)Landschaft  mit  kleinräumiger Gliederung, wie hier zwischen Fröndenberg und Unna:

Foto 4: auf dem Haarstrang zwischen Fröndenberg-Dellwig und Unna-Billmerich; 20. Mai 2017

Ein wenig passend zum letzten Bild zeige ich nun noch einen farbenfrohen Mai-Abendrothimmel mit Hochspannungsleitungen davor, aufgenommen aus dem Nord-Sauerland mit Blick von zuhause nach Nordwesten (d. h. zum Haarstrang – der aber selbst nicht zu sehen ist – und zwar ziemlich genau in Richtung der Ecke von Foto 4):

Foto 5: Abendhimmel am 23. Mai 2017 über Menden/Sauerland

 

Wind und Landschaft – November vs. Mai

Heute war hier im Nordsauerland ein kühler und (niesel-)regnerischer Samstag.
Ich blicke nun zum letzten Mal vergleichend zurück in die „Gegen-Jahreszeiten“ Anfang November 2016 <-> Anfang Mai 2017, als es weder nass noch – für die jeweilige Jahreszeit – (zu) kühl war.
In diesem Beitrag spielt der an den beiden Tagen lebhafte Wind eine größere Rolle.

Im November machte sich der Wind auf den Fotos natürlich vor allem durch das fliegende Herbstlaub bemerkbar, wie hier an der Ruhr bei Fröndenberg:

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Foto 1: herbstbunte Bäume mit fallendem (und schwimmendem) Laub am Ruhrufer bei Fröndenberg (NRW/Kreis Unna); 2. November 2016

Noch windiger war es auf meiner Radtour Anfang Mai zwischen Menden (Sauerland), Schwerte (Ruhr) und Iserlohn.
Das war besonders gut zu sehen an Windrädern mit ordentlichem Schwung, hier ein eher ungewöhnliches Modell mit waagerechtem Rotor an einem Hof beim Iserlohner Ortsteil Leckingsen:

Auch direkt am Boden pustete es noch gehörig, was die Frühlingsblumen an den Weg- und Ackerrändern in Bewegung setzte:

Fürs Fotografieren von Frühjahrsvegetation ist solch ein Wind allerdings hinderlich. Es gab zum Glück aber einige windruhige Phasen bzw. Ecken, sodass ich die Sternmieren, die im Vordergrund des zweiten Videos zu sehen sind, an anderer Stelle auch ohne Verwacklung aufs Bild bekam:

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Foto 2: Flecken mit Großer Sternmiere bei Iserlohn-Kalthof; 6. Mai 2017

 

 

 

Wolken und Landschaft – mal November, mal Mai

Während der frisch begonnene Sommer 2017 sich gerade anschickt, für eine Weile auf Abkühlung und Regen umzuschalten, setze ich meine kleine Serie über den (Gegenjahreszeiten-)Vergleich Anfang November ’16 / Anfang Mai ’17 fort. Diesmal fange ich chronologisch korrekt mit dem Herbst an:

Foto 1: im Ruhrtal zwischen Fröndenberg (links) und Menden-Bösperde; 2. November 2017

Die Wiese im Vordergrund war noch sattgrün, die Bäume im Hintergrund waren schon herbstbunt. Das Himmels-/Wolkenbild aus Blau, Weiß und verschiedenen Graustufen könnte aber so oder ähnlich in jeder Jahreszeit auftreten.

Bei meiner Radtour am ersten Mai-Wochenende war  die Pflanzenwelt natürlich frühlingsgemäß auf dem Vormarsch und nicht auf herbstlichem Rückzug. Außerdem war der Himmel mit  helleren,“luftigeren“ Wolken bedeckt:

Foto 2: Ausblick ins Nord-Sauerland bei Iserlohn (nahe Ortsteil Refflingsen); 6. Mai 2017

Im weiteren Verlauf lösten sich die wenigen Wolken noch weiter auf und mehr Himmelblau kam über der maifrischen Landschaft zum Vorschein:

Foto 3: Blick über Iserlohn-Refflingsen nach Osten Richtung Menden (hinten rechts); 6. Mai 2017