Sonnenlichtgrenzen im Dezemberfrost

Schon einmal habe ich hier im Blog über die „Frostgrenze im Kleinen“ geschrieben.

In den letzten Tagen waren solche wieder vielfach zu beobachten, weil der nächtliche Raureif tagsüber teilweise wieder taute, aber meist nur dort, wo genug Sonnenlicht auf den Boden fiel.
In einem Wiesental am Waldrand z. B. war am späten Nachmittag die nach Norden geneigte Talseite vereist/bereift und weiß, die nach Süden gerichtete (Sonnen-)Seite dagegen grün:

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Foto 1: Wiesental im Mendener Stadtforst Waldemei; Dezember, 2. Advent, 2016; später Nachmittag

Aus der Nähe betrachtet erkennt man jedoch, dass diese „Frostgrenze“ keine scharfe Linie am Boden bildet, sondern dass es  einen allmählichen „ausgefransten“ Übergang gibt:

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Foto 2: das Wiesental aus Foto 1 im Längsblick

Auf Foto 2 hinten bzw. oben erkennt man, dass auch die (relative) Dunkelheit im Schatten täuscht. Denn außerhalb davon gab es noch eine Weile viel Sonnenschein, was auf dem nächsten Bild mit sonnenbeleuchteten Fichten über einer beschatteten Lichtung gut zu sehen ist:

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Foto 3: im Mendener Stadtforst Waldemei; 2. Advent 2016, später Nachmittag

Februar-Winterwaldwanderung IX: Waldrandwegausblicke und Schnürsenkeleisklumpen

Auch jetzt, am zweiten Märzsamstag 2016, ist es noch winterlich, nämlich feuchtkalt mit einem alles sich noch kälter anfühlend lassenden Ostwind. Weil aber Schnee und Sonne fehlen, ist es – auch für mich als eigentlichem Winterfreund – alles andere als schön. Das war knapp 1 Monat vorher bei meiner Schnee- und Sonnenwanderung zum Glück anders:

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Foto 1: Wald(hohl)weg zwischen Korbe und Kolonie Lahr bei Menden/Sauerland; 16. Februar 2016

Vom nahen Waldrand aus bot sich in Richtung der frühnachmittäglichen Sonnenstrahlen ein schöner Ausblick über die leicht verschneite Feld- und Waldlandschaft:

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Foto 2: nahe Standort von Foto 1, Blick auf Kolonie Lahr (halb-links) und Große Haar; 16.02.16

Am Waldrand war der Schnee schon von der Sonne „weggebrannt“, während er weiter waldeinwärts noch teils üppig Boden und Pflanzen bedeckte:

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Foto 3: Waldrand nahe Kolonie Lahr bei Menden-Schwitten; 16.02.16

Etwa an dieser Stelle der Wanderung habe ich gemerkt, dass mir am rechten Schuh irgendwas immer stärker herumbaumelte. Es stellte sich heraus, dass der Schnürsenkel sich gelöst und sich an dessen Ende (bzw. Anfang) ein stetig wachsender Klumpen aus Eis und Schnee gebildet hatte, der noch dazu einen Holzscheit mit „eingefroren“ hatte, sodass das Ganze schließlich beim Gehen um den Stiefel „schlug“ 😉 :

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Foto 4: Schnürsenkel mit „Ballast“ aus Schnee, Eis und Holz (halb oben rechts; 16.02.16