Wenigwinter vom kürzesten Tag 2016 bis Neujahr 2017

Vom astronomischen (kalendarischen) Winterbeginn 2016/2017, also ab der Wintersonnenwende, über Weihnachten bis Neujahr war es – wie schon so oft in dieser Jahreszeit wenig winterlich.

Am 21. Dezember 2016, dem kürzesten Tag im Jahreslauf, war es sogar frühlingshaft sonnig:

Saurenkamp/Hengstspring

Foto 1: Waldrand des Saurenkamp in Menden/Sauerland; 21.12.16, früh nachmittags

Im Sommer hat/hätte man an dieser Stelle wegen der Belaubung und der restlichen Vegetation kaum Durchbllick …

An Weihnachten selbst war es trüb und zeitweilig auch verregnet:

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Foto 2: zweiter Weihnachtstag 2016, vormittags

In den Tagen „zwischen den Jahren“ kehrte die ruhige, sonnige, aber eben auch weiter schneelose Witterung der zweiten Adventhälfte ’16 zurück:

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Foto 3: neben dem Plattheidersiepen in Menden/Sauerland; 30.12.16, später Nachmittag

Um den Jahreswechsel herum trübte sich der Himmel zwar wieder etwas ein, aber es blieb trocken, (wetter-)ruhig und es war nur mäßig kalt:

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Foto 4: Solitärbaum (Linde) inmitten winterlicher Äcker bei Menden-Halingen; Neujahr 2017, nachmittags

***Ich wünsche allen ein gutes Jahr 2017!!***

Wintersonnenwende, kürzester Tag – und Vergleich mit längstem Tag

Gestern, am 21. Dezember, hatten wir die Wintersonnenwende, aber nur hier auf der Nordhalbkugel. Auf der südlichen Halbkugel unseres Planeten dagegen fand das Gegenteil statt: Sommersonnenwende. Am 21. Juni wiederum war bzw. ist alles genau umgekehrt. Man könnte diese beiden Sonnenwendzeiten als die einzigen echten Jahreszeiten (besser: Jahreszeitpunkte) bezeichnen.  Sie markieren die größten Extreme zwischen den Jahreszeiten, nämlich zwischen dem längsten und dem kürzesten Tag, was die Sonnenscheindauer angeht.  Alle anderen Zeiten im Jahr sind eigentlich nur Übergangsphasen zwischen diesen beiden „Eckpunkten“.
Die Erde befindet sich zur Sonnenwende an einer Stelle auf ihrer Umlaufbahn, wo die eine Halbkugel der Sonne maximal zu- und die andere  maximal weggeneigt ist. Deshalb bekommt die Erd-Nordhalbkugel im Dezember weniger Sonne. Bei der Drehung des Planeten um die eigene Achse ist dann die Laufzeit eines (Nord-)Ortes durch das Sonnenlicht kürzer und durch den Erdschatten länger als im (Nord-)Sommer.
Ausführliches zum Zusammenhang Jahreszeit, Tageslänge und Erdumlaufbahn hatte ich ja schon im Artikel zur „schief kreiselnden“ Erde  geschrieben …

Hier im Nordsauerland war es am 21. Juni 16 Stunden und 42 min lang hell, gestern nur 7 Stunden und 54 min, d. h.  weniger als halb so lang.
Aber die (astronomische) Tageslänge allein bestimmt nicht, wie hell man einen Tag empfindet. Das hängt natürlich entscheidend vom jeweiligen Wetter ab. Gestern ging es trübe los und die eh sehr tief stehende Sonne schien  kaum durch die Wolkendecke durch:

21.12.2013, vormittags

21.12.2013, vormittags

Am frühen Nachmittag war es dann deutlich sonniger und aufgehellter:

21.12.2013, früh nachmittags

21.12.2013, früh nachmittags

Und es war auch sonniger und trockener als am Sommeranfang (Sommersonnenwende) Ende Juni 13.
Am 20.06.13  gab es sogar Unwetter, bei dem es nicht nur nass und stürmisch, sondern dadurch auch tagsüber ziemlich dunkel war:

20.06.13, früh nachmittags

20. Juni 13, früh nachmittags

Am 21.06.13 gab es zwar kein Unwetter, aber richtig sommerlich-sonnig wurde es auch nicht, es war eher durchwachsen (so wie hier am wassergespiegelten Himmel zu sehen):

Menden, Hexenteich; 21.06.13

Menden/Sauerland, Stadtforst Rothenberg, am Hexenteich; 21.06.13