Aus der Deckung

Schon wieder war hier aus verschiedensten Gründen leider für einige Wochen Funkstille im Blog ..

Deshalb ist es Zeit, wieder aus der Deckung zu kommen:

Foto 1: Feldhase am Gaxberg bei Menden/Sauerland am 1. Juni 2019

Auch diese Akeleien im Garten steckten ihre Blüten aus einer „Eiben-Deckung“:

Foto 2: Akeleien-Blüten zwischen Eiben-Zweigen im Garten; 01.06.19

2 Wochen später im Garten stieß ich beim Austragen des Komposts auf einen Nachtfalter in seiner „Tageslicht-Deckung“. Er flog mir – höchstwahrscheinlich von mir aufgescheucht – aus dem Sack mit dem tags zuvor zwischengelagerten Kompost entgegen. Ich setzte ihn auf die Unterseite eines Holzstücks:

Foto 3: Abendpfauenauge im Garten am 15. Juni 2019

Der Schmetterling zeigte seine Drohgebärde, indem er durch Zittern und Flattern Größe vorzutäuschen versuchte:

Auf der Hand im vollen Sommersonnenlicht fühlte sich der Falter sichtlich unwohl und hielt auch seine charakteristischen Merkmale verdeckt:

Foto 4: Abendpfauenauge (vermutlich Weibchen?) in der „Draufsicht“; 15.06.19

Erst nach Absetzen auf einem Blatt im Halbschatten sah man wenigstens teilweise den Pfauenaugenfleck von der Seite:

Foto 5: Abendpfauenauge an Haselnussblatt im Garten; 01.06.19

 

Abendradtouren zwischen Wald und Feld – Mitte Mai und Anfang Juni

Der Mai 2019 blieb bis fast zum Schluss vergleichsweise kühl und sonnenarm.

Der Juni scheint sich  – zumindest zum Start – davon deutlich absetzen zu wollen und legte an seinem ersten Tag eine Neuauflage des Frühsommers hin.

In diesem Beitrag zeige ich Bilder zweier Abendradtouren, eine aus Mitte Mai, die andere von heute (Anfang Juni), im Vergleich.

Am 12.05.19 machte ich das erste Foto vom Waldrand der „Großen Haar“ in Menden/Sauerland, welches die noch eher zurückhaltende – wilde wie agrarische – Vegetation und zahlreiche Schönwetterwolken zeigt:

Foto 1: Blick von der Großen Haar bei Menden/Sauerland auf Sellhausen und weiter ins Ruhrtal; 12.05.2019

Im Wald der Großen Haar gab es immer noch zahlreiche Spuren der Dürre und der Stürme aus dem Vorjahr bzw. deren forstwirtschaftliche Folgen zu sehen, wie hier ein gänzlich abgeholzter kleiner und junger Fichtenbestand:

Foto 2: abgeholzter Fichtenbestand in der Großen Haar, Menden/Sauerland; 12.05.19

Die meisten Laubholzbestände sind mit weniger Schäden und Fällaktionen davongekommen und entsprechend frühlingslaubgrün:

Foto 3: lichter Laubmischwald mit Perlgras am Boden; Große Haar bei Menden/Sauerland; 12.05.19

Nun folgt der Sprung in den Juni, als ich bei mehr Sonne und höheren Temperaturen zunächst durch einen Laubwald an der Stadtgrenze Menden / Iserlohn radelte:

Foto 4: junger Eichenmischwald, mit eingestreuten Vogelkirschen und Erlen; Stadtgrenze Menden / Iserlohn; nördlicher Märkischer Kreis, NRW, Sauerland; (ich stehe auf der Grenze, zu sehen ist Iserlohner Gebiet); 01. Juni 2019

Wieder heraus aus dem Wald entdeckte ich auf einem Acker ein Nilgans-Paar:

Foto 5: Nilgänse auf einem Acker am Gaxberg bei Menden/Sauerland; 01.06.2019

Nur wenige hundert Meter weiter, am anderen Ende des Ackers, hoppelte mir ein Hase ins Bild – zwar deutlich nach Ostern, aber immerhin noch vor Pfingsten 😉

Foto 6: Feldhase am Gaxberg bei Menden/Sauerland; 01. Juni 2019, spät abends

Die Vergrößerung zeigt ihn noch besser:

Foto 7: Foto 6 – inkl. bzw. nur Hase – vergrößert

Jahreszeitenrückblick 2018: die Saisonmitten III

Im heutigen Beitrag meines Rückblicks auf das – sich seinem Ende zuneigende – Jahr 2018 stehen weder weite Landschaften noch Himmelsansichten im Mittelpunkt, sondern (einzelne) Tiere und Pflanzen in ihrer jeweiligen jahreszeitlichen (Boden-)Umgebung.

Es geht los mit einem farbenfrohen Besucher am Vogelfutterplatz in der einzigen echten Dauerfrostphase des Jahres, ein Gimpel (Dompfaff) Mitte Februar:

Foto 1: männlicher Gimpel (Dompfaff) am Vogelfutterplatz im Garten; 10. Februar 2018 (aufgenommen durch Fensterscheibe, stark gezoomt)

Gut zwei Monate später war schon im Frühling der „Dauer-Sommer“ mit einem frühsommerlichen April angebrochen und ich traf auf Wasservögel in der Ruhraue bei Fröndenberg:

Foto 2: Kanadagänse und Stockenten (u. a. vorne rechts) im Naturschutzgebiet „Kiebitzwiese“ bei Fröndenberg/Ruhr, Kreis Unna, NRW; 19. April 2018

Zwischen Mitt- und Hochsommer hatte sich die Dürre ausgebreitet und grüne Wiesen und Rasenflächen wie auf den ersten beiden Fotos gab es  kaum noch zu sehen. Dadurch konnten sich dort trockenheitsverträglichere Arten durchsetzen, wo sie sich sonst nicht oder nur schlecht behaupten können:

Foto 3: Flockenblume(n) im heimischen Rasen zwischen vertrockneten Gräsern und Moos; 30. Juli 2018

Im immer noch trockenen, warmen und sonnigen „goldenen“ Oktober waren – wie eigentlich in jedem Jahr – die herbstbunten Laubbäume die bevorzugten Kandidaten für Auge und Linse:

Foto 4: junger Berg-Ahorn in einem Bachtal bei Sundern, Ortsteil Endorferhütte, Hochsauerlandkreis, NRW; 13. Oktober 2018

Kuhweiden sattgrün vs. brauntrocken

Ich setze den „2018er-innersommerlichen“ Sonntagsvergleich aus den letzten Beiträgen fort.
Los geht es wieder mit dem ersten kalendarischen Sonntag dieses Jahres, als es ausgesprochen kühl und sonnenlos im Rothaargebirge zwischen Winterberg und Bad Berleburg war. Ich traf in einem schmalen Waldwiesental auf im Grünen grasende Kühe:

Foto 1: Kühe in einem Waldwiesenbachtal beim Winterberger Ortsteil Züschen, Rothaargebirge, südöstlicher Hochsauerlandkreis, NRW; 24. Juni 2018

Erhebliche Abstriche beim Frischfutter mussten die Rinder später im Dürre-Hochsommer machen. Die Weiden gleichen nämlich seither vielfach Steppen:

Foto 2: trockene Kuhweide bei Oesbern, Stadt Menden/Sauerland, nordöstlicher Märkischer Kreis, NRW; 19. August 2018

Jahresrückblick II/2017: Herbstfreitag im Spätsommer

Nach einem gänzlich unterkühlten und verregneten Donnerstag in meiner zweiten Septemberurlaubswoche zeigte sich auch der Freitag sehr herbstlich, aber immerhin auch mit längeren trockenen Phasen. U. a. Früchte und beginnende Laubverfärbung deuteten den bevorstehenden Jahreszeitenwechsel an:

Foto 1: Hagebutten und Früchte des Pfaffenhütchens neben einem Weidezaun bei Menden (Sauerland), Ortsteil Hembrock; 15. September 2017

Der Mais stand in voller Blüte … und in maximaler Höhe:

Foto 2: Maisfeld vor Feldgehölz vor Frühherbsthimmel bei Menden-Hembrock; 15.09.17

Kurzzeitig zeigte sich auch mal recht viel Blau zwischen den Wolken:

Foto 3: Nachmittagshimmel über dem Mendener Ortsteil Ostsümmern am 15.09.2017

Wieder zuhause ließ sich ein in letzter Zeit selten gewordener gefiederter Gast im Garten blicken:

Foto 4: Singdrossel im Garten am 15.09.2017; von hinter der Fensterscheibe aufgenommen

Jahresrückblick II/2017: Milan-Flüge am Septemberhimmel

Einen Nachtrag zu meinem gestrigen Artikel mit dem Rückblick auf den 10. September 2017 habe ich heute. Während ich im Stephanopeler Tal bei Hemer im nördlichen Sauerland unterwegs war, zeigte sich vorübergehend mal blauer Himmel … und ein Rotmilan zog über mir seine Kreise:

Foto 1: Rotmilan über dem Stephanopeler Tal bei Hemer (Nordsauerland, Märkischer Kreis); 10. September 2017

Der Rotmilan, auch Gabelweihe genannt (aber ornithologisch nicht zur Gattung der Weihen gehörend), ist ein echter Mitteleuropa-Vogel; hier hat er seinen Verbreitungsschwerpunkt. Er liebt außerdem halboffene und strukturreiche Landschaften, wie es sie in diesem Teil des Sauerlandes gibt.

Plötzlich tauchten immer mehr Milane über mir auf:

 

Möglicherweise waren es Jungvögel aus diesem Jahr (d. h. 2017) …?

 

Der Rotmilan ist auch Symboltier des sauerländischen Premium-Wanderwegs „Höhenflug“, der nur wenige Kilometer entfernt von meinem Fotostandort verläuft.

Auch unter den kreisenden Milanen traf ich auf Tiere, allerdings mit deutlich weniger Freiheit:

Foto 2: auf einer Pferdekoppel im Stephanopeler Tal (unter dem Himmel von Foto 1); 10.09.2017

Jahresrückblick II/2017: Felsbrocken und mehr zum Spätsommerende

Während wir hier heute zum ersten Mal seit 8 Tagen wieder Temperaturen (knapp) über 0° C hatten und damit die lange (Nord-)Ostwind-Frostphase des Vollwinters endet, blicke ich zurück auf meinen September-Urlaub ’17. Damals kippte das Wetter schon zu Monatsbeginn von spätsommerlich zu frühherbstlich.

Im Gegensatz zum sonnig-warmen Vortag war der 5. September kühl und mit bis zum späten Nachmittag bedecktem Himmel. Ich radelte zum Gelände des ehemaligen Truppenübungsplatzes in Hemer-Deilinghofen, das sich auf Kalkuntergrund befindet und neben einem Steinbruch liegt:

Foto 1: Blick vom Rand des Ex-Standortübungsplatzes bei Hemer-Deilinghofen auf den Steinbruch in Hemer-Becke; 5. September 2017

In der anderen Richtung – nach Süden – hat man den Ausblick über Wiesen und Viehweiden auf die Berge des Balver Waldes:

Foto 2: südwestl. Teil des Ex-Militärübungsplatzes von Hemer-Deilinghofen mit Aussicht auf den Balver Wald; hinten rechts der Hemeraner Stadtteil Sundwig; 05.09.17

Auf dem Ex-Übungsplatz finden sich überall Kalk-Felsbrocken, auf/aus denen teilweise Pflanzen sprießen:

Foto 3: Felsbrocken mit Pflanzen, u. a. Echter Dost (Wilder Majoran) in Hemer-Deilinghofen; 05.09.17

Auf anderen Felsbrocken saßen Vögel wie dieser Steinschmätzer, der sich in steinig-felsiger Umgebung immer wohlfühlt:

Foto 4: Steinschmätzer auf Felsbrocken bei Hemer-Deilinghofen (nördliches Sauerland, Märkischer Kreis); Ausschnitt aus größerem Foto; 05.09.17

Der Steinschmätzer saß übrigens am Rand einer Weide mit Heckrindern, was erst auf dem ungeschnittenen Originalfoto sichtbar wird:

Foto 5: vollständiges Foto zu Foto 4; im Hintergrund Heckrinder; 05.09.17