Wolkenbildkino im Juli-Tief

In den letzten Juli-Tagen 2015 ist die vorher hochsommerliche Witterung „eingeknickt“ und es wurde kühl und regnerisch. Dafür war es am Himmel spannender als bei wolkenlosem Wetter.
Am 25.07.15 zog ein Sturmtief auf, das mittags diese gestaffelten Regenwolken brachte:

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Foto 1: 25. Juli 2015, mittags

Den Rest des Tages sah es am Himmel strukturlos-grau aus.
Am Sonntag dann gab es bis zum späten Nachmittag heiteres und angenehm warmes Wetter mit einem Wolken-Sonnen-Mix wie hier am Sorpe-Stausee beim Sunderner Ortsteil Langscheid (Hochsauerlandkreis):

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Foto 2: am Sorpesee bei Sundern-Langscheid; rechts die Seebühne, hinten das Ostufer; 26. Juli 2015, nachmittags

Am Sonntagabend zog dann recht schnell ein neues Tief mit bedrohlich erscheinenden Wolken heran, die außerdem eine markante Untergrenze aufwiesen:

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Foto 3: 26. Juli 2015, später Abend

Die Tage danach brachten viel Regen und tiefe Temperaturen hier im Nord-Sauerland.
Die Sonnenuntergänge fielen sehr spektakulär aus:

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Foto 4: Abendhimmel des 27. Juli 2015

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Foto 5: Abendhimmel des 28. Juli 2015

Auf- und Ab-(zweigende) Wege im Arnsberger Wald

Heute (25. Juli 2015)  hat es hier im Nordsauerland von mittags bis zum späten Abend fast durchgängig geregnet und es war stark windig bis stürmisch. Außerdem wurde es nach Mittag nicht wärmer als +18 °C.
Am Tag meiner Radtour durch u. a. den Arnsberger Wald vor gut 5 Wochen gab es weder Wind noch Regen, weder Hitze noch Kälte, es war also ideal fürs Radeln.

Bei der Fortsetzung meines Tourenberichts setze ich wieder ein auf dem bekannten Plackweg, den ich aber nach wenigen km verließ an diesem gras- und staudenreichen Waldwegabzweig:

verschiedenfarbige Akeleien am Plackweg

Foto 1: verschiedenfarbige Akeleien am Plackweg; 17. Juni 2015

Auf Foto 1 sind Akeleien mit weißen, blauen und rotvioletten (rechts hinten) Blüten am Wegesrand zu sehen. Am Buchen-Baumstumpf prangt ein Wegezeichen für den über den Plackweg verlaufenden Bezirkswanderweg des Sauerländischen Gebirgsvereins (SGV).

Ich bog hier vom ost-west-gerichteten Plackweg Richtung Norden ab. Damit hatte ich nicht nur die Verwaltungsgrenze zwischen dem Hochsauerlandkreis (HSK) und dem Kreis Soest überschritten (bzw. „überrollt“), sondern auch die Wasserscheide zwischen der Ruhr und ihrem Nebenfluss Möhne und die Naturraumgrenze zwischen Plackwald und Oberem Arnsberger Wald. Dort, nahe dem Berg Warsteiner Kopf, kam ich an einem weiteren abzweigenden Weg vorbei:

Weg vom Warsteiner Kopf nach Nordosten ins obere Lörmecketal

Foto 2: Weg vom Warsteiner Kopf nach Nordosten ins obere Lörmecketal; 17.06.15

Den Weg hätte ich gerne genommen, denn solch eine Strecke – ohne Matsch, aber auch ohne zu groben und tiefen Schotter, und erst leicht bergab, dann mit (Rest-)Schwung wieder berauf – macht Spaß. Aber er hätte mich in die falsche Richtung geführt.

Einige km weiter ging es mir noch einmal ähnlich. Wieder zweigte ein spannenderer und schönerer Weg von meiner Route ab. Es ist ein Teil des Premium-Wanderwegs Waldroute und führt mit einer Holzbrücke über den Langer Bach  bei Warstein:

Holzsteg an der Waldroute über den Langer Bach südlich von Warstein

Foto 3: Holzsteg an der Waldroute über den Langer Bach südlich von Warstein; 17.06.15

Diese reine Wander-(Fuß-)Weg ging nicht nur für mich nicht in die geplante Richtung, sondern ist auch nicht für Fahrräder gemacht und gedacht. Aber er machte Lust, diesen Abschnitt der Waldroute irgendwann  mal auf Schusters Rappen zu erkunden … Für mich ging es per Rad den Forstweg Richtung Warstein weiter. Dazu demnächst wieder mehr hier im Blog …

Alte und neue Wanderwegweiser im Plackwald

Wir sind zurück auf meiner Radtour in Mitte Juni  durch den Arnsberger Wald. Inzwischen war ich auf dem Plackweg angekommen, einem alten Handels- und heutigen Hauptwanderweg im mitte-südlichen Arnsberger Wald. Der Höhenzug, auf dem dieser gut radelbare Waldweg verläuft, heißt entsprechend Plackweghöhe oder Plackwald. An den Wegekreuzugen findet man heute zum einen (noch) alte Wanderwegweiser der „klassischen“ Art wie hier diesen Stein mit Tafel:

auf dem Gemeinheitskopf

Foto 1: alter Wanderwegweiser auf dem Gemeinheitskopf im Arnsberger Wald; mit blühendem Hahnenfuß davor; 17.06.15

Auf der gegenüberliegenden Seite der Wegkreuzung steht das neuere Gegenstück aus Holz mit modernen Tafeln und mit den Schildern des Radwegenetzes NRW:

Wegweiser auf dem Gemeinheitskopf

Foto 2: moderner Wegweiser auf dem Gemeinheitskopf; 17.06.15

Als der Stein von Foto 1 gesetzt wurde (obwohl ich nicht weiß, wann das genau war), dürfte Waldweg-Radeln noch nicht sehr verbreitet gewesen sein … Hier ist die „traditionelle“ und leicht verwitterte Wegeecke noch einmal in größerem Ausschnitt:

alter Wegweser-Stein etc. auf dem Gemeinheitskopf

Foto 3: alte Wegetafel und Wegweiser  auf dem Gemeinheitskopf zwischen Meschede und und Warstein; 17.06.15

… und zum Schluss die „moderne Ecke“ gegenüber:

Schtzhütte auf dem Gemeinheitskopf

Foto 4: Schutzhütte etc.  auf dem Gemeinheitskopf; 17.06.15

Entdeckungen am Waldwegrand

Es geht wieder auf bzw. zurück zu meiner Radtour am 17. Juni durch den Arnsberger Wald. Anders als in den vorigen Beiträgen spielt sich diesmal alles mitten im Wald und ohne Aussichten in die Landschaft ab. Auf dem gut radelbaren Forstweg von Föckinghausen zum Berg Gemeinheitskopf stieß ich auf einen Holzstapel (Polter) am Wegesrand, der mit einem Zettel versehen war, der vor Holzdiebstahl warnt:

Holzstapel mit Eigentumszettel

Foto 1: Holzstapel (aus Rotfichte)  mit Eigentumshinweis im Arnsberger Wald zwischen Meschede (Hochsauerlandkreis) und Warstein; 17.06.15h

Demnach gibt es also inzwischen auch gegen Holzklau eine elektronische Überwachung …?

Nur wenige Meter von diesem Polter entfernt fand ich am Boden eine dichte Kraut- und Strauchschicht vor, die auch potentielle“Klauprodukte“ enthielt, nämlich Heidelbeeren (hier im Sauerland oft auch Blau- oder Waldbeeren genannt):

wilde Akeleien und Siebenstern im Arnsberger Wald

Foto 2: Heidelbeer-Zwergsträucher, wilde Akeleien und Siebensterne im Arnsberger Wald, nahe Standort Foto 1; 17.06.15

Damals, vor fast 5 Wochen, waren die blauen Beeren aber noch nicht da. Blauviolett ragten hingegen mehrere Akeleienblüten empor. Weitere Sichtungen dieser Blumen – u. a. auf dieser Tour – hatte ich ja schon hier gezeigt.
Vorne rechts auf Foto 2 sieht man, wie trocken es Mitte Juni 15 selbst in den eigentlich sehr regenreichen Sauerländer Wäldern war; das hat sich in den Wochen danach immerhin wieder gebessert.

Auf Foto 2 kann man außerdem einige weiße Blüten erkennen. Sie gehören zum zur Familie der Primelgewächse zählenden Kraut Europäischer Siebenstern, das auf dem nächsten Bild in Nahaufnahme zu sehen ist. Allerdings – der Vorführeffekt lässt grüßen – hat ausgerechnet dieses Exemplar nicht die typischen (und namengebenden) sieben Blüten(kron-)blätter, sondern nur deren sechs:

Siebenstern im Arnsberger Wald am Gemeinheitskopf

Foto 3: Siebenstern im Arnsberger Wald, am Standort von Foto 2; 17.06.15

 

Alte und neue Waldnutzung bei Föckinghausen

Es geht weiter mit dem Bericht von meiner Radtour zwischen Ruhrtal und Arnsberger Wald vom 17. Juni 2015.  Das ist nun auch schon wieder 4 Wochen her, der Hochsommer ist seitdem gekommen, die Tage allerdings kürzer geworden …

Zunächst zeige ich noch mal den Blick vom Sengenberg auf meinen Mittagspausen-Ort Föckinghausen (wobei das Wald-Restaurant – knapp – nicht mit im Bild ist):

vom Sengenberg auf Föckinghausen

Foto 1: vom Sengenberg auf Bestwig-Föckinghausen (gezoomt); 17.06.15

Föckinghausen ist aus einer alten Köhlersiedlung entstanden. Heute gibt es dazu einen Lehrpfad (auch nicht mit auf Foto 1):

Köhler-Lehrpfad Föckinghausen

Foto 2: Köhler-Lehrpfad Föckinghausen; 17.06.15

Hier habe ich den Schau-Meiler noch einmal „solo“:

Schau-Köhler-Meiler in Föckinghausen

Foto 3: Schau-Köhler-Meiler in Föckinghausen; 17.06.15

Nach kurzer Besichtigung dieser alten Form der Wald- und Holznutzung radelte ich weiter Richtung Nordwest in den Arnsberger Wald. Dort fand ich auf einer Ex-Kyrill-Windwurffläche eine Weihnachtsbaum-„Plantage“ mit Nordmannstannen:

Weihnachtsbaumplantage im Arnsberger Wald unterhalb Gemeinheitskopf

Foto 4: Weihnachtsbaumplantage im Arnsberger Wald unterhalb Gemeinheitskopf; 17.06.15

Das nordöstliche Hochsauerland ist schon lange eine „Hochburg“ des Weihnachtsbaumanbaus (v. a. für die große Kundschaft aus dem nahen Ruhrgebiet). Allerdings lagen die Anbauflächen früher nur an den Waldrändern und nicht mitten im Wald. Weihnachtsbaumkulturen und ihre Anbaumethoden sind seit einigen Jahren ein (umwelt-)politisches Streitthema in NRW …

Zum Schluss zeige ich noch einmal die Weihnachtsbaumfläche in größerer Ansicht, wo sie zwar in den Weiten des großen Arnsberger Waldes etwas besser „verschluckt“ wird, aber dennoch beträchtliche Ausmaße aufweist:

von unterhalb des Gemeinheitskopfs über das Eidmecketal

Foto 5: mitte-südlicher Arnsberger Wad, unterhalb des Gemeinheitskopfs, über dem Eidmecketal; 17.06.15

Schlichter Aussichtspunkt zwischen Arnsberger Wald und Ruhrtal

Während es heute hier im Nordsauerland neblig-trübes Wetter mit ab Mittag mehreren Regenschauern gab, mache ich mit meinem Tourenbericht von Mitte Juni weiter, als – ich sagte es ja schon einige Male 😉 – „schlicht-schöne“ Sommerwitterung herrschte.

Nach der  – für mich auf jeder Tagestour immer sehr wichtigen – Mittagspause mit zugehöriger Mahlzeit 😉  im Bestwiger Ortsteil Föckinghausen stieg ich (ohne mein Fahrrad) auf den 529 m hohen Sengenberg, wo ich u. a. auf meinen Rastort blicken konnte:

vom Sengenberg auf Föckinghausen

Foto 1: vom Sengenberg auf Bestwig-Föckinghausen (links) und den mittleren Arnsberger Wald; 17. Juni 2015

Im Unterschied zu vielen anderen gestalteten Aussichtspunkten im Sauerland steht auf dem Sengenberg kein Turm o. ä., sondern es gibt nur eine einfache ebenerdige Plattform, was der Aussicht aber keinen Abbruch tut. Die Einbettung der Plattform in die Umgebung sieht man auf dem nächsten Bild ganz gut:

Aussichtsplattform auf dem Sengenberg

Foto 2: Aussichtsplattform auf dem Sengenberg, Blick zum östlichen Arnsberger Wald; 17.06.15

Die Plattform liegt in einer Windwurffläche des Orkans Kyrill (2007). Sie ist inzwischen wieder überwiegend mit Rotfichten aufgeforstet, der Sauerländer Hauptbaumart.

Zum Schluss zeige ich noch die Aussicht nach Südwesten ins mitte-obere Ruhrtal, wo meine Tour (nach kurzer Bahnanreise) vormittags startete:

vom Sengenberg auf Bestwig-Velmede, hinten rechts Eversberg

Foto 3: vom Sengenberg auf Bestwig-Velmede (links), ganz hinten rechts Meschede-Eversberg; 17.06.15

Auf Foto 3 sehen wir unterhalb des Südkamms des Arnsberger Waldes den großen Bestwiger Ortsteil Velmede. Weiter hinten gehört alles zur Stadt Meschede, dem Sitz der Kreisverwaltung des Hochsauerlandkreises. Unten im Ruhrtal ist der Mescheder Ortsteil Wehrstapel zu erkennen, auf einer Höhe des Arnsberger Waldes liegt am rechten Bildrand der malerische Ortsteil Eversberg, was man aus dieser Entfernung aber natürlich nicht so richtig sehen und würdigen kann …

Bergwald-Ausblicke mit überraschenden Ruinen

Genau wie vor einer Woche, aber nicht ganz so extrem, ist auch dieser Samstag hier im Nordsauerland sonnig und heiß ausgefallen. In den letzten 8 Tagen gab es hier Temperaturen zwischen +37°C (im Schatten) und +8°C (gestern, früh morgens)!

Ich mache aber weiter mit einem Blick noch etwas weiter zurück, nämlich auf meine Radtour vom 17. Juni 2015, als – für meinen Geschmack – sehr angenehmes Sommerwetter herrschte. Auf meiner Fahrt aus dem oberen Ruhrtal hinauf in den östlichen Arnsberger Wald gab es immer wieder schöne Aussichten nach Süden ins (eigentliche) Hochsauerland:

vom Arnsberger Wald vor Föckinghausen  über Ruhrtal nach Südosten

Foto 1: vom Arnsberger Wald vor Bestwig-Föckinghausen über das Ruhrtal nach Südosten, mit dem Elpetal; 17.06.15

Im Vordergrund haben wir für (Hoch-)Sauerländische Verhältnisse recht viel Laubbäume am Südabhang des Arnsberger Waldes. Weiter hinten dominieren die „üblichen“ Rotfichten.

Auf dem nächsten Bild zeige ich die Aussicht vom selben Berg in eine etwas andere Richtung und mit dem Fokus auf den Steinberg, einem Berghang beim Bestwiger Ortsteil Ostwig (liegt – wie man sich denken kann, östlich von Bestwig-Mitte; ‚B‘ wurde im Sauerländer Platt oft statt ‚W‘ benutzt, Bestwig also = Westwig):

vom Arnsberger Wald vor Föckinghausen  über Ruhrtal nach Süd-Südosten auf Steinberg bei Ostwig , mit Schornstein-Ruine in Bildmitte

Foto 2: vom Arnsberger Wald vor Föckinghausen über Ruhrtal nach Süd-Südosten mit dem Steinberg beim Bestwiger Ortsteil Ostwig , mit Schornstein-Ruine in Bildmitte; 17.06.15

Wer das Foto 2 durch Anklicken vergrößert, erkennt vielleicht schon halb-oben am Berg im Mittelgrund einige Bauten, die von hier auf dem ersten Blick wie Teile einer Burgruine o. ä. aussehen. Tatsächlich ist es aber etwas völlig anderes, obwohl es selbst auf dem vergrößerten Ausschnitt von Foto 2 noch nicht klar wird :

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Foto 3: vergrößerter Ausschnitt aus Foto 2; mit ehem. Rauchgaskamin und anderen Ruinen auf dem Steinberg bei Bestwig-Ostwig; 17.06.15

Der beflaggte „Turm“ (der die Burg-Illusion noch verstärkt) ganz rechts auf Foto 3 ist ein Zeuge der Bergbau-Vergangenheit der Gemeinde Bestwig. Es ist ein in der Mitte des 19. Jahrhunderts aus Bruchstein errichteter Rauchgaskamin, der zur Abführung von giftigen Gasen aus der Blei- und Zinkverhüttung aus dem Tal diente.

Mehr zu diesem interessanten Bauwerk und die spannenden Hintergründe findet man z. B. hier: